DE8805919U1 - Vorrichtung zur form- und kraftschlüssigen Verbindung von Rohrleitungen und Armaturen - Google Patents
Vorrichtung zur form- und kraftschlüssigen Verbindung von Rohrleitungen und ArmaturenInfo
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Description
An das
Deutsche Patentamt
Zweibrückenstraße 12
8000 München 2
Zweibrückenstraße 12
8000 München 2
Buchen, den 02.05. 1968 Schlo/mi
- 83V74 -
Anmelder in : OTTO TUCHENHAGEN GmbH S. Co KG Am Industrieparkt 2-10
2059 Buchen
Vorrichtung zur form- und kraftschlüssigen Verbindung von
Rohrleitungsteilen und Armaturen
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zur form- und kraftschlüssigen
Verbindung von Rohrleitungsteilen und Armaturen, bestehend aus zwei durch Blechumformung hergestellten Halbringen,
öi-z- innenseits eine umlaufende keilförmige Nut besitzen
und an ihrem einen Ende über wenigstens ein Gelenk und am anderen Ende über eine verstellbare, einerseits angelenkte
Spannverbindung miteinander verbunden sind.
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- 2 - 83V7A
Vorrichtungen der einleitend gekennzeichneten Gattung werden in der Praxis auch als Spannringverbindungen bezeichnet. Sie sind
in der Regel als klappbare Schellen ausgebildet, wobei einerseits vorzugsweise zwei Gelenke vorgesehen sind, die einen
festen Abstand voneinander haben und andererseits eine verstellbare Spannverbindung vorgesehen ist. Diese Spannverbindung
besteht z.B. aus einem an einem Halbririg gelenkig angeordneten
Gewindebolzen, der in eine gabelförmige Ausnehmung am korrespondierende Ende des anderen Halbrings eingeschwenkt und über
eine Spannmutter angezogen werden kann. Aus Kostengründen sind
die Halbringe an ihren Enden derart umgeformt, daß sowohl das Gelenk als auch die gabelförmige Aufnahme des Gewindebolzens
der Spannverbindung in ihnen Aufnahme finden kann. Eine derartige Ausbildung des Halbringes als einstückiges Blechteil führt
jedoch zwangsläufig dazu, daß die beiden Halbringe beiderseits in ihrer Spannlage zwischen sich einen nicht umschlossenen
Randbereich der Rohrleitungsteile oder Armaturen offen lassen.
Diese unvollständige Umschlingung der miteinander zu verbindenden Rohrleitungsteile oder Armaturen führt insbesondere bei
größeren Nennweiten und höheren Betriebsdrücken zu Undichtigkeiten.
Der Einsatzbereich dieser bekannten Spannringverbindungen
ist daher hinsichtlich der zulässigen Betriebsdrücke, insbesondere bei größeren Nennweiten, auf ein relativ niedriges
Niveau begrenzt. Darüber hinaus weisen die bekannten Spannringe im Bereich ihrer miteinander zu verbindenden Enden aufgrund der
vorgenannten einstückigen Umformtechnik eine unbefriedigende
Formstabilität auf, da die erforderlichen relativ kleinen Krümmungsradien
der umgeformten Blechteile in diesem Bereich keine die Formstabilität und Festigkeit der Halbringe ausreichend
sicherstellende größere Blechdicke zulassen.
Aufgrund der vorgenannten mechanischen Unzulänglichkeiten von klappbaren Spannringverbindungen mit zwei durch Blechumformung
hergestellten Halbringen wurde auch bereits vorgeschlagen, die aus Blech hergestellten Halbringe mit einem umlaufenden
Schellenband zusammenzuhalten. In diesem Falle kann auf die
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-;i- 8 3V74
vorstehend beschriebene Ausbildung der Enden der Halbringe verzichtet werden, so daß eine nahezu vollständige Umschlingung
der miteinander zu verbindenden Rohrleitungsteile und Armaturen sichergestellt ist. Da das umlaufende Schellenband aber zwangsläufig
die beiden Halbringe vollständig von außen umschließen •nuß, ergeben sich insbesondere im Bereich der Trennebene
zwischen den beiden Halbringen von außenseite unzugängliche Bereiche, die für Reiniaunas f lü s sigke i t. crhwor· ?rr?ichb?.r und
bakteriologisch daher bedenklich sind.
Ziel der Neuerung ist es, eine Vorrichtung der einleitend Bekennzeichneten Gattung zu schaffen, die insbesondere bei
größeren Nennweiten auch noch bei höheren die Rohrleitungsteile und Armaturen beaufschlagenden Betriebsdrücken formstabil
und betriebssicher und bakteriologisch unbedenklich ist.
Dieses Ziel wird durch eine Ausbildung der Vorrichtung nach dem
Kennzeichen des Anspruchs 1 erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen der neuerungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den
Unteransprüchen 2 bis 4.
Durch die Anordnung des Gelenkes in einem Verbindungsteil,
welches stoffschlüssig mit dem Ende des Halbringes verbunden
ist, wird es einerseits möglich, das Ende des Halbringes bis nahezu an die Trennebene zwischen den beiden Halbringen
heranzuführen und andererseits den Abstand zwischen dem Drehpunkt
des Gelenkes und dem Ende des Halbringes sehr kurz auszubilden. Zwischen den Halbringen selbst ist lediglich beiderseits
ein enger Spalt yorzusehen, der sich aus den Toleranzerfordernissen
zwischen den Halbringen einerseits und den miteinander zu verbindenden Flanschteilen der Rohrleitungsteile und
Armaturen andererseits ergibt. Die neuerungsgemäße Ausbildung der Halbringe im Bereich ihrer Enden erfordert zwar, im Gegensatz
zu Spannringen nach dem Stand der Technik, eine stoffschlüssige Kombination zwischen dem Halbring einerseits und dem
Verbindungsteil bzw. deir Spannteil andererseits-, dafür wird
jedoch eine gegenüber Spannringen nach dem Stand der Technik erhöhte Formstabilität und Betriebssicherheit erreicht.
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Dies um so mish&idiagr;·, als es durch die getrennte Herstellung von
Halbring und Ve>rstärkungsteil nunmehr möglich ist. den Halbring,
der sich als Folge der vorgeschlagenen Maßnahmen geometrisch sehr einfach darbietet, aus einem Blech relativ
großer Dicke durch Umformung ohne Kritische Krümmungsradien herzustellen.
Falls das Verbindungsteil, wie es eine vorteilhafte Ausführungsform
der Vorrichtung gemäß der Neuerung vorsieht, hochkant und über einen größeren Umfangsbogen in der Mittelebene des
Halbringes angeordnet ist, ergibt sich eine besonders formstabile Ausführung der Halbringenden, so daß selbst bei größeren
Nennweiten und höheren Betriebsdrücken deren Aufbiegen verhindert wird.
Die gleiche Formstabilität des Halbringes erreicht man nach
einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Neuerung
dadurch, daß das Halbringende, welches die angelenkte Spannverbindung aufnimmt, in der gleichen Weise wie vorstehend
beschrieben, mit einem Verstärkungsteil versehen ist.
In«.den beiden vorgenannten Aus führung s formen ist das Verstärkungsteil
mittiges Teil einer laschenförmigen und gelenkig ausgebildeten Anordnung, die ihre Kopplung über einen Gelenkstift
erfährt. Im ersten Fall übertragen beiderseits am Verstärkungsteil angeordnete VerbindLngsteile die Spannkräfte
luf das jeweils benachbarte Ende des jegenüberliegenden Halbringes,
im zweiten Fall ist ein Gelenkbolzen vorgesehen, der mit einem Gabelkopf das Verstärkungsteil mittig aufnimmt.
Besondere Formstabilität und Steifigkeit ergeben sich nach einer forteilhaften Ausführungsform der Neuerung in, L . ■?· &pgr; des
Spannteils dadurch, daß dieses in sich geschlossen mit einer Durchgangsbohrung ausgebildet ist, durch die ein Gewindebolzen
des Gelenkbolzens hindurchgreift. Ein radiales Herausdrängen
des Gewindebolzens infoige hoher Betriebskräfte, wie dieses
oftmals bei Spannringverbindungen nach dem Stand der Technxk beobachtet wird, wird dadurch sicher verhindert.
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- 5 - 83V74
Ein Aus-Führungsbeispiel der Neuerung ist in der Zeichnung dar- :
gestellt und wird nachfolgend kurz erläutert. :;'
Es zeigen · f»-
gemäß der Neuerung; ü
Figur 2 eine Vorderansicht der Vorrichtung gemäß Figur 1 von
oben gesehen;
Figur 4 einen Querschnitt eines Halbringes in einer vergrößerten
Darstellung.
Halbringe 1 und 2 (vgl. Fig. 1) umschließen nicht dargestellte Flansche von ebenfalls nicht dargestellten Rohrleitungsteilen
oder Armaturen. Bis auf zwei relativ enge Spalte 6 bilden die beiden Halbringe 1 und 2 in ihrer Spannlage zusammen annähernd
einen Umschlingungswinkel von 360°. Die Halbringe 1 und 2 sind
durch Blechumformung hergestellt, ihre Querschnittsform und die
Innenseite umlaufende keilförmige Nut la bzw. 2a ist aus Figur 4 ersichtlich. Die, in Blattlage gesehen, unten liegenden
Enden der Halbringe 1 und 2 weisen jeweils ein Gelenk auf, welches jeweils durch ein Verstärkungsteil 3 und beiderseits an
diesem angeordneten Verbindungsteilen 5 besteht, wobei die vorzugsweise laschenförmige Anordnung (vgl. auch Fig. 3) der
Teile 3 und 5 über einen Gelenkstift 9 miteinander gekoppelt sind. Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, ist das Verstärkungsteil 3 hochkant und über einen größeren Umfangsbogen in der
Mittelebene des Halbringes 1 bzw. 2 angeordnet.
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Am anderen Ende des Halbringes 2 ist das Verstärkungsteil 3 in gleicher Weise, wie bereits vorstehend beschrieben, ausgebildet. Das Gelenk wird allerdings jetzt durch einen Gabelkopf 7a
eines Gelenkbolzens 7 gebildet, der das Verstärkungsteil 3 mittig aufnimmt, wobei die vorzugsweise laschenförmige Anordnung dei Teile 3 und 7a über einen Gelenkstift S miteinander
gekoppelt ist (vgl. hierzu auch Fig. 2)". Der Gelenkbolzen 7
weist einen Gewindebolzen 7b auf, der in der Spannlage der Halbringe 1 und 2 durch eine Durchgangsbohrung 4a eines
geschlossenen Spannteils 4 hindurchgreift. Das Spannteil 4 ist
am Ende des Halbringes 1 mit diesem stoffschlüssig verbunden
(vgl. Fig. 1 und 2). Das Zusammenpressen der Enden der Halbringe 1 und 2 im Bereich der Spannverbindung 3, 9, 7, 4
wird über eine Spannmutter 8 erreicht, die aus Gründen der leichteren Zugänglichkeit beim Anziehen mit einem relativ
langen zylindrischen Ansatz 6a versehen ist. Die Anlenkung des Gelenkbolzens 7 am Verstärkungsteil 3 besorgt, in gleicher
Weise wie bereits an anderer Stelle beschrieben, ein Gelenkstift 9.
Zum Zwecke der Montage und Demontage der Vorrichtung gemäß der Neuerung muß die Spannmutter B vollständig vom Gewindebolzen 7b
gelöst werden, so daß letzterer entweder in die Durchgangsbohrung 4a eingeführt oder aus dieser entfernt werden kann. Dabei
werden die beiden Halbringe 1 und 2 scherenförmig über die
beiden der Spannverbindung 3, 9, 7, 4 gegenüberliegenden Gelenke 3, 5, 9 gegeneinander verschränkt. Dabei bilden der
Gelenkbolzen 7, der Halbring 2, die Verbindungsteile 5 und der andere Halbring 1 eine kinematische Kette, wobei die Beweglichkeit der Einzelglieder zueinander so bemessen ist, daß ein
müheloses spannungs- und verklemmungsfreies Schließen oder
Öffnen der Vorrichtung um die Flansche der Rohrleitungsteile oder der Armaturen sichergestellt ist.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur form- und kraftschlüssigen Verbindung von
Rohrleitungsteilen und Armaturen, bestehend aus zwei durch Blechumformung hergestellten Halbringen, die innenseits eine
umlaufende keilförmige Nut besitzen und an ihrem einen Ende über wenigstens ein Gelenk und am anderen Ende über eine
verstellbare, einerseits angelenkte Spannverbindung miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbringe (1, 2) in ihrer Spannlage zusammen einen um einen beiderseits allein aus Toleranzerfordernissen notwendigen Spalt (6) reduzierten Umschlingungswinkel von annähernd 360 Grad bilden, und daß Gelenke (3,
5, 9 bzw. 3, 7a, 9) und ein Spannteil (4) jeweils mit kurzem Abstand von dem Ende des Halbringes (2 bzw. 1)
angeordnet sind, wobei das Gelenk (3, 5, 9 bzw. 3, 7a, 9)
in einem mit dem Halbring (2 bzw. 1) stoff schlüssig
verbundenen Verbindungsteil (3) Aufnahme findet, und das Spannteil (4) unmittelbar mit dem Halbring (1) stoffschlüssig verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gelenk (3, 5, 9) aus dem hochkant und über einen größeren Umfangsbogen in der Mittelebene des Halbringes
(1, Z) angeordneten und stoffschlüssig mit diesem verbundenen Verstärkungsteil (3) und beiderseits an diesem
angeordneten Verbindungsteilen (5) besteht, wobei die Kopplung der Teile (3, 5) über einen Gelenkstift (9)
erfolgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gelenk (3, 7a, 9) aus dem hochkant und über einen
größeren Umfangsbogen in der Mittelebene des Halbringes
(1, 2) angeordneten und stoffschlüssig mit diesem verbun-
denen Verstärkungsteil (3) und einem Gelenkbolzen (7)
besteht, der mit einem Gabelkopf (7a) das Verstärkungsteilteil (3) mittig aufnimmt, wobei die Kopplung der
Teile (3, 7a) über einen Gelenkstift (9) vorgesehen ist.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet,
daß das Spannteil (4) in sich geschlossen mit einer Ourchgangsbohrung (4a) ausgebildet ist, durch die ein
Gewindebolzen (7b) des Gelenkbolzens (7) hindurchgreift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805919U DE8805919U1 (de) | 1988-05-04 | 1988-05-04 | Vorrichtung zur form- und kraftschlüssigen Verbindung von Rohrleitungen und Armaturen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8805919U DE8805919U1 (de) | 1988-05-04 | 1988-05-04 | Vorrichtung zur form- und kraftschlüssigen Verbindung von Rohrleitungen und Armaturen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8805919U1 true DE8805919U1 (de) | 1988-06-30 |
Family
ID=6823702
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8805919U Expired DE8805919U1 (de) | 1988-05-04 | 1988-05-04 | Vorrichtung zur form- und kraftschlüssigen Verbindung von Rohrleitungen und Armaturen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8805919U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006114780A1 (en) * | 2005-04-25 | 2006-11-02 | Grq Patents Limited | A clamp |
-
1988
- 1988-05-04 DE DE8805919U patent/DE8805919U1/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006114780A1 (en) * | 2005-04-25 | 2006-11-02 | Grq Patents Limited | A clamp |
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