DE8805611U1 - Nähmaschine mit pneumatischer Steuerung - Google Patents

Nähmaschine mit pneumatischer Steuerung

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B81/00Sewing machines incorporating devices serving purposes other than sewing, e.g. for blowing air, for grinding

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

Patentanwalt· · " ' . · · · Osningstraße 10
Dipl.-Ing. Siegfried Schirmer SÄ J1053
Zugelassener Vertreter Telefax (05 21) 2 1054
v; ■ ?!cm Europäischen Palentamt
921/1 13-1
Anmelder:
Gerhard Koch KG
Osningstraße 114
4800 Bielefeld 1
Nähmaschine mit pneumatischer Steuerung
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine mit pneumatischer Steuerung, bei der hinter f^m Nähfuß an dem Nähmaschinenoberteil ein Püllerrad angeordnet ist, das auf das Nähgut unter Erzielung einer Nähgutvorspannung aufdrückbar ist.
Die Verarbeitung und insbesondere das Vernähen von Synthetikstoffen erfordert zur Erzielung gleicher Dehnbarkeit der Nähte mit den Stoffen die Verwendung synthetischer Garne. Beim Nähen werden die dehnbaren synthetischen Nähfäden durch den Fadenhebel der Nähmaschine bei jedem Nadelstich ungewollt schlagartig gespannt und dabei ausgereckt. Dieser ausgereckte Nähfaden wird in relativ hoher Geschwindigkeit in diesem Zustand vernäht.
Nach einer gewissen Zeit hat der im ausgereckten Zustand vernähte Synthetikfaden das Bestreben, in die ursprüngliche Ausgangslage zurückzuschrumpfen, wodurch sich ein unerwünschtes nachträgliches Kräuseln der Naht einstellt. Eine gekräuselte Naht ist in ästhetischer Hinsicht höchst unbefriedigend. Besonders nachteilig macht sich eine gekräuselte Naht bei dicht gewebten Synthetikstoffen, also
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bei Popelinstoffen für Anzüge, Mäntel und Freizeitkleidung, bemerkbar.
Es njurde bereits versucht, eine glatte bleibende Naht durch Anordnung bestimmter Hilfsmittel an der Nähmaschine, wie Pullerräder oder Zangentransport zum zusätzlichen Spannen des vernähten Stoffes, zu erreichen. Auch eine spätere Nachbearbeitung der Naht durch Bügeln mit Hochtemperaturdampf, Dampfpressen u. ä. führte nicht zu einer bleibenden völlig glatten Naht, wobei auch zu berücksichtigen ist, daß hierzu ein entsprechender Zeitaufwand erforderlich ist, der sich kostenmäßig negativ auswirkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Nähmaschine der aufgezeigten Gattung so auszubilden, daß sich beim Vernähen von Synthetikstoffen sofort eine glatte Naht ergibt, die sich auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht kräuselt oder welIt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen dem Nähfuß und dem Pullerrad eine Heißluftzuführungsleitung mit Austrittsdüse oder einer Elektrode zur Hochfrequenzerwärmung angeordnet ist, wobei die Austrittsdüse auswechselbar an der Heißluftzuführungsleitung angeordnet sein kann. In Ausgestaltung der Erfindung ist zur Erzeugung der heißluft am Maschinenarm der Nähmaschine über eine Haltevorrichtung ein elektrisches Heißluftgerät angeordnet. Zweckmäßigerweise ist das Heißluftgerät zur Einstellung der gewünschten Temperatur mit einem Stellknopf zur Temperaturregelung versehen.
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H ? t diesem Stellknopf kann eine Einstellung der Temperatur in mehreren Stufen oder auch stufenlos erfolgen. Um eine Abweichung von der festgelegten Temperatur sofort feststellen zu können, ist es vorteilhaft, eine thermische und/oder optische Abtastung anzuordnen.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist zur Führung der Preßluft, die an den Nähmaschinen für pneumatische Steuerungsaufgaben vorhanden ist, in den Schaft des Heißluftgeräts ein Blasluftzuführungsschlauch angeordnet, wobei zur Drosselung der Preßluft ein Druckminderer angeordnet ist. Durch den Druckminderer wird der Betriebsdruck der Preßluft von 4 bis 6 bar auf ca. 0,3 - 0,5 bar gedrosselt. Das Heißluftgerät kann die Form eines kleinen elektrischen Handlötkolbens aufwei sen.
Durch die Anordnung eines Luftumformers, zweckmäßigerweise vor dem Schaft des Heißluftgeräts, lassen sich Heißluftimpulse erzeugen. Diese Heißluftimpulse zeigen eine noch intensivere Wirkung bei der Erzielung einer gleichbleibenden Nähnaht.
Da die Heißluft nur während des Nähens auf die Nähnaht blasen darf, also bei Bewegung des Materials, bedarf es einer Steuerung der Heißluft. Hierzu kann in der zur Übertragung der Fußpedalkraft der Nähmaschinenbedienperson zum Nähmotorkupplungshebel dienenden Motorzugstange ein Ventil zur Regelung der Blasluftführung angeordnet sein.
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lei Auslösung des Nähvorgangs durch Betätigung des Fußpedals wird gleichzeitig das Ventil, vorteilhafterweise ein pneumatisches Ventil, betätigt, wodurch Heißluft auf die Nähnaht geblasen wird. Es besteht auch die Möglichkeit, die aus dem Heißluftgerät austretende Heißluft über ein Umsteuerventi1 umzulenken. Im Stillstand der Nähmaschine wird die Heißluft von der Naht wegweisend geblasen. Bei Auslösung des Nähvorganges durch Betätigung des Fußpedals erfolgt eine Umsteuerung der Heißluft auf die Nähnaht.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Nähmaschine kann die Naht thermisch entspannt werden, wodurch sich eine gleichbleibend glatte Naht ohne zusätzliche Verfahrensschritte ergibt. Die fertige Nähnaht erhält einen "Hitzeschock", der ein nachträgliches Zusammenziehen des bzw. der synthetischen Nähfaden ausschließt. Da die Heißluft bzw. die Strahlungswärme nur während des Nähens auf die Nähnaht aufgebracht wird, werden auf dem vernähten Material Brandschäden vermieden. Die Erfindung ist bei Ein- und Mehrnadelnähmaschinen verwendbar.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeioen:
Fig. 1 eine Stirnansicht (schematisch) einer Nähmaschine und
Fig. 2 eine Seitenansicht einer Nähmaschine;
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Wie aus Fig. 1 erkennbar ist, befindet sich zwischen dem Nähfuß 2 und dem Pullerrad 4 eine Heißluftzuführungsleitung 3 mit Austrittsdüse. Am Maschinenarm 9 der Nähmaschine ist über eine Haltevorrichtung 7 zur Erzeugung der Heißluft ein elektrisches Heißluftgerät 5 angeordnet. Zur Regelung der Temperatur ist das Heißluftgerät 5 mit einem Stellknopf 6 versehen. Die Preßluft wird über einen Blasluftzuführungsschlauch dem Heißluftgerät 5 zugeführt.
Der synthetische Faden wird beim Nähen durch den Fadenhebel 1 bei jedem Nadelstich gespannt und dabei ausgereckt. Der ausgereckte Nähfaden wird in diesem Zustand vernäht und die Nähnaht durch die aufgeblasene Heißluft thermisch entspannt. Durch diesen "Hitzeschock" bleibt die glatte Nähnaht erhalten.
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Aufstellung der Bezugszeichen:
1 Fadenhebel
2 Nähfuß
3 Zuführungsleitung
4 Pullerrad
5 Heißluftgerät
6 Stellknopf
7 Haltevorrichtung
8 Blasluftzuführungsschlauch
9 Maschinenarm

Claims (10)

1. Nähmaschine mit pneumatischer Steuerung, bei der hinter dem Nähfuß an dem Nähmaschinenoberteil ein Pullerrad angeordnet ist, das auf das Nähgut unter Erzielung einer Nähgutvorspannung aufdrückbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Nähfuß [Z) und dem Pullerrad (4) eine Heißluftzuführungsieitung (3) mit Austrittsdüse oder eine Elektrode zur Hochfrequenzerwärmung angeordnet ist.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsdüse auswechselbar an der Heißluftzuführungsleitung (3) angeordnet ist.
3. Nähmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung der Heißluft am Maschinenarm (9) der Nähmaschine über eine Haltevorrichtung (7) ein elektrisches Heißluftgerät (5) angeordnet ist.
4. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Heißluftgerät (5) mit einem Stellknopf (6) zur Temperaturregelung versehen ist.
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5. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Austritt der Heißluft aus der Heißluftzuführungsleitung (3) ein Temperaturfühler mit zugeordnetem optischen und/oder akustischen Signalgeber angeordnet ist.
6. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung der Preßluft in den Schaft des Heißluftgeräts (5) ein Blasluftzuführungsschlauch (8) angeordnet ist.
7. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Drosselung der Preßluft ein Druckminderer angeordnet ist.
8. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung von Heißluftimpulsen vor dem Schaft des Heißluftgeräts (5) ein Luftumformer angeordnet ist.
9. Nähmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in der zur Übertragung der Fußpedalkraft der Nähmaschinenbedienperson zum Nähtnotorkupplungshebel dienenden Motorzugstange ein Ventil zur Regelung der Blasluftführung angeordnet ist.
10. Nähmaschine nach einem der Ansprüche &Iacgr; bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Uiulönkung der aus dem Heißluftgerät (5) austretenden Heißluft ein Umsteuerventil angeordnet ist.
- Beschreibung -
DE8805611U 1988-04-28 1988-04-28 Nähmaschine mit pneumatischer Steuerung Expired DE8805611U1 (de)

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