DE8805054U1 - Haarwurzel zum Implantieren von Kopfhaaren - Google Patents
Haarwurzel zum Implantieren von KopfhaarenInfo
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-
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Description
^-
Haarwurzel zum Implantieren von
Kopfhaaren
y
Die Neuerung betrifft eine Haarwurzel zürn Implantieren von Kopfhaaren in der Kopfhaut eines Menschen.
Um den Eindruck des Vorliegens eines natürlichen Haarwuchses zu erwecken, ist es bekannt/ kahle Stellen der
Kopfhaut mit einer Perücke bzw. einem Toupet zu bedekken. Derartige Toupets sind jedoch auch für Laien häufig
leicht als ein künstlicher Haarersatz zu erkennen* Sie haben darüber hinaus den Nachteil, daß sie einer fortlaufenden
Pflege bedürfen und nicht fest auf der Kopfhaut sitzen, so daß es bei bestimmten Bewegungen zu Verschiebungen
auf dem Kopf kommen kann. Um diese Mangel zu überwinden, ist man bereits dazu übergangen, Kopfhaare
mit ihren Wurzeln in Bereiche der Kopfhaut zu verpflanzen, in densn ksin ausreichender Haarwuchs gageben
ist. Dafür können Haare aus behaarten Kopfzonen mit der
sie tragenden Kopfhaut ausgestanzt und an den kahlen Stellen der Kopfhaut eingepflanzt werden. Das führt jedoch
an den Stellen der Einpflanzung nur zu kleinen In-
sein 'mit bewachsenen Maaten, um die helium Narben zu er·^
kennen sind* Wird dagegen versucht, größere behaarte
HaUtiappen zu verpflanzen, so setiSt derartiges komplizierte
chirurgische Maßnahmen voraus, die entsprechend kostenaufwendig sind.
um dein abzuhoifon. Hürde versuchtr dis kahlen Stsllsn
der Kopfhaut dadurch mit Haaren zu bepflanzen, daß man mit einer gebogenen Nadel einen Haarbüschel von oben her
unter die Kopfhaut hindurchzieht und nach oben herausführt* Dabei zeigte es sich jedoch für einen besseren
Sitz der Haare als notwendig, diese mit einer Wurzel zu versehen, welche für ihren Halt in der Kopfhaut beiträgt
.
Als ein Problem bei einem solchen Vorgehen zeigte sich dabei die Körperverträglichkeit des Materials der Wurzel,
da die Gefahr eines Abstoßens der Wurzel oder der Bildung von Entzündungen besteht, wenn die Wurzel aus
einem nicht körperverträglichem Stoff wie beispielsweise Kunststoff besteht. Dieser Gefahr koxä&te weitestgehend
begegnet werden durch die Verwendung von Edelmetallen, insbesondere von Gold für die Ausbildung einer einzelnen
Hurzel. Wird die Wurzel in bekannter Weise in der Art eines U-förmig gebogenen Hakens zum Tragen von zwei
Haarbüscheln an den beiden freien Enden unter der Kopfhaut verpflanzt, so besteht eine große Gefahr des Ausreißens
der Wurzel in Folge einer zu hohen punktuellen Belastung beispielsweise beim Kämmen der Haare. Hinzu
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kömmt, daß derartige verhältnismäßig feste Haarwurzeln
starf*. für den träger fühlbar sind und eine erhebliche
körperliche Belastung bzw. Beeinträchtigung des Wohlbefindens darstellen können.
Mit der Erfindung wird bezweckt, ein Verfahren und eine Haarwurzel zu schaffen, bei deren Anwendung nicht die
Gefahr eines leichten Ausreißens einzelner Haare oder implantierter Haarbüschel gegeben ist. Dafür sieht die
Erfindung vor, als Haarwurzel zum Implantieren von Kopfhaaren ein flexibles Gewebe zu benutzen, das mit einer
Vielzahl von Haarträgern versehen ist, die sich an benachbarten Stellen durch die Kopfhaut hindurch erstrekken,
wobei zum Einpflanzen der Haarwurzel vorzugsweise die einzelnen Haarträger zunächst der Reihe nach durch
eine öffnung in der Kopfhaut hindurch und an verschiedenen Stellen der Kopfhaut aus dieser herausgeführt wer«
den, bevor das Gewebe unter die Kopfhaut gezogen wird, so daß es danach durch ein Ziehen an den Haarträgern unter
der Kopfhaut ausgebreitet werden kann, um als eine Verankerung wirksam sein zu können, die bei einer punktuellen
Belastung z. B. durch ein Ziehen an einzelnen Haaren oder Haarbüscheln in Folge der flächenmaßigen
Verteilung der Belastung ihre Lage beibehält, so daß nicht die Gefahr eines herausziehens der Wurzel besteht.
Voraussetzung für eine ausreichende Körperverträglichkeit der gewebeartigec Wurzel einerseits und einer hohen
Belastbarkeit andererseits, jedoch bei einer großen FIe-
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düng sehr dünnei Öewebefäden von höher Reißfestigkeit«
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Dafür kann das Gewebe zwar beispielsweise aus einem Goldfaden gewirkt sein, der nur eine geringe Stärke aufweist.
Ein solcher Faden hätte jedoch keine hohe Zugfe-•tigkeit. Vorteilhafter ist deshalb die Verwendung von
dünnen Kunststofffäden, die andererseits jedoch wiederum
nicht sehr körperverträglich sind, in Ausgestaltung der
Erfindung ist deshalb vorgesehen, die Gewebefäden mit •iner Metallumhüllung zu versehen, die aus einem Edelmetall
besteht, insbesondere aus Gold.
Die Metallumhüllung kann aus einer Umwicklung des Gewebefadens
mit einem sehr dünnen Draht bestehen, das heißt einem Draht mit einem Durchmesser von wenigen hundert-•tel
Millimetern, so daß die Flexibilität des Gewebes nicht beeinträchtigt wird. Stattdessen erscheint es möglich,
die Edelmetallbeschichtung durch ein Aufdampfen oder Aufschweißen gegebenenfalls unter Verwendung einer
Folie auf den en^clnen Gewebefäden nach einer Herstellung
desselben aufzutragen.
Darüber hinaus wurde es für nützlich erkannt, wenn das Gewebe noch mit einer Verstärkung versehen ist, die beispielsweise
einen zickzackförmigen Verlauf im Gewebe haben
kann.
Stattdessen besteht die Möglichkeit, das Gewebe
schlauchförmig auszubilden, wobei es die Verstärkung als
Einlage des Gewebes umhüllt. Eine solche Verstärkung ist auch geeignet als unmittelbarer Träger für die Haarträger,
die Belastung derselben auf das Gewebe zu übertragen.
Für die Verbindung der einzelnen Haare bzw. Haarbüschel mit dem Gewebe in seiner Funktion als Wurzel der Haare,
bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. So können die Haarträger als einzelne Fäden ausgebildet sein, die einen
Ends mit dem Gewebe verbunden sind bzw. in diesem verankert sind und anderen Ends jeweils ein Haarbüschel
tragen. Daneben können unter Fortlassung dieser Haarträger in der Art einzelner Fäden an deren Stelle Haarbüschel
vorgesehen werden, deren einzelne Haare zunächst, das heiSt beim Einpflanzen in der Art eines Fadens zusammengewickelt
sind und nach dem Einpflanzen zu einem Büschel einzelner Haare geöffnet werden, wobei sich ihre
Halterung im Gewebe ergibt durch die Verbindung mit einem Knoten.
Als eine weitere Möglichkeit bietet sich an, die mit dem
als Wurzel wirksamen Gewebe verbundenen fadenartigen Haarträger an ihren aus der Kopfhaut herausgeführten Enden
mit einem netz - oder gitterförmigen Zwischenträger zu Verbinden, der seinerseits die Haare trägt/ welche
damit unter Ausnutzung der gewebeartigen Wurzel einen
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend unter Bezugnahme auf eine Zeichnung erläutert. In der
Zeichnung zeigen:
Figur 1: ein Gewebe mit Haarträgern und hakenförmigen
Nadeln;
Figur 2: eine Unteransicht des Gewebes von Figur 1;
Figur 3; die Verankerung eines Haarträgers;
Figur 3; die Verankerung eines Haarträgers;
Figur 4: den Teilausschnitt eines Gewebefadens in stark
vergrößerter Darstellung;
Figur 5: ein implantiertes Gewebe mit Haarträgern und
Haarbüscheln;
Figur 6: ein Gewebe mit einem damit verbundenen Zwischenträger
und
Figur 7: einen mit dem Gewebe unmittelbar verbundenen
Haarbüschel.
Das in der Zeichnung wiedergegebene Gewebe 1, das als
künstliche Wurzel von Haaren bzw. Haarbüscheln 7 wirksam ist/ und dafür unter der Kopfhaut 8 eines Menschen eingepflanzt
Wird/ besteht aus Kunststofffäden 3/ die ent«
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keit sind/ der aus Gold öder einem Edelmetall besteht.
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Das Gewebe 1 ist mit einer etwa zickzackformig verlaufenden
Verstärkung 2 versehen, die der Ausbildung von Falten entgegen wirkt und unmittelbar die Kräfte aufnehmen
kann, die von den Zwischenträgern 5 der Haare 7 auf das Gewebe 1 übertragen werden. Dafür können die Zwischenträger
5 entsprechend Figur 3 mit einem Knoten 6 versehen sein, der als Verankerung eines Haarträgers 5
wirksam ist, sofern dieser in der Art eines Zwischenträgers für einen Haarbüschel entsprechend Figur 1 benutzt
wird. Abweichend davon kann anstelle eines solchen Zwischenfadens
auch ein Haarbüschel 7' entsprechend Figur 7 über einen Knoten 6 mit dem Gewebe 1 verbunden sein,
wobei dieser Haarbüschel vor dem Implantieren des Gewebes 1 zu einem Faden gewickelt ist, der nach dem Implantieren
des Gewebes 1 aufgebüschelt wird.
Für ein Implantieren des Gewebes 1 werden die einzelnen Haarträger 5 entsprechend Figur 1 mit einzelnen Nadeln
10', die hakenförmig gekrümmt sind, der Reihe nach durch eine Öffnung in der Kopfhaut gezogen und an verschiedenen
Stellen der Kopfhaut aus dieser herausgezogen* Danach
läßt sich mit einem weiteren Haken 10 entsprechend dem Pfeil 11 über einen Faden 9 das Gewebe 1 durch die
gleiche Eingangsöffnung der Kopfhaut unter diese ziehen
und durch Zug an den einzelnen Fäden 5 unter der Kopf*»
haut geeignet ausrichten. Danach lassen sich an den Haarträgern 5 entsprechend Figur 1 Haarbüschel 7 anordnen.
Dis Hfcairtrager 5 können jedoch auch entsprechend
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Figur 6 als Verankerung für einen gewebeartxgen Zwischenträger 12 genutzt werden, der seinerseits die mit
ihm verbundenen Haare 7 bzw. Haarbüschel trägt.
Claims (9)
1. Haarwurzel zum Implantieren von Haaren in der Kopfhaut
, dadurch gekennzeichnet, daß die Haarwurzel aus einem flexiblen GeweJ-&OHacgr; (1) besteht, das mit einer Vielzahl
von Haarträgern (5) versehen ist, die sich an benachbarten Stellen durch die Kopfhaut (8) hindurch erstrecken.
2. Haarwurzel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe (1) aus Kunststofffäden (3) besteht, die
mit einer Metallumhüllung (4) versehen sind.
3. Haarwurzel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallumhüllung (4) aus einem Edelmetall wie
Gold besteht.
4. Haarwurzel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallurnhüllung (4) aus einer feinen DrahtUm-
wicklung besteht.
5. Haarwurzel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Metallumhüllung auf dem Gewebe aufgedampft oder aufgeschweißt ist.
6. Haarwurzel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe (1) mit einer Verstärkung (2) versehen
ist.
7. Haarwurzel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe (1) schlauchförmig ist und die Verstärkung
(2) umhüllt.
8. Haarwurzel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haarträger (5, 6) mit der Verstärkung (2) verbunden sind.
daß die Haarträger (5, 6) mit der Verstärkung (2) verbunden sind.
9. Haarwurzel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haarträger (5) mit einem außen auf der Kopfhaut (8) aufliegenden Zwischenträger (12) für die Haare (7) verbunden sind.
daß die Haarträger (5) mit einem außen auf der Kopfhaut (8) aufliegenden Zwischenträger (12) für die Haare (7) verbunden sind.
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|---|---|---|---|---|
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1988
- 1988-04-16 DE DE8805054U patent/DE8805054U1/de not_active Expired
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