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Selbstschalter Zusatz zum Patent &75 225 In dem Patent 875
2:25 ist ein Selbstschalter mit einem mit seiner Längsachse etwa in Bewegungsrichtung
des Druckknopfes verschiebbaren Kniegelenk angegeben. An diesem Selbstschalter ist
ein von dem Kniegelenk gesteuertes Glied vorgesehen, das nicht nur schlagartig das
Schaltorgan aus der Einschaltstellung reißt, sondern auch eine die Rückgangssperrung
des Kniegelenks bewirkende Verklinkung löst. Auf diese Weise ist eine Steigerung
der Schaltleistung erzielt worden.
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Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung dieses Selbstschalters,
mit dem Ziel, eine weitere Steigerung der Schaltleistung zu erreichen und die Kontaktsicherung
des Schalters zu erhöhen. Erfindungsgemäß bildet die die Rückgangssperrung des Kniegelenks
bewirkende Klinke einen Teil für sich gegenüber dem Schaltorgan und ist mit dein
Schaltorgan unter Zwischenschaltung eines Totganges gekuppelt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Fig. r zeigt den Selbstschalter in der Ausschaltstellung, Fig. 2.
in der Einschaltstellung und Fig.3 in einer Zwischenstellung beim Ausschalten.
Mit
-z i"st 'der Isoliersockel, mit 2 der Einschält-und mit 3 der Ausschaltdruckknopf
bezeichnet. An dem Einschaltdruckknopf ist das eine Ende eines Kniegelenks 4, 5
angelenkt; - das mit seiner Längsachse etwa in Bewegungsrichtung des Druckknopfes
2 verschiebbar ist. Das andere Ende des Kniegelenks ist -an einem um die Achse 6
drehbaren kurbelförmigen Glied 7 angelenkt. Um die gleiche Achse ist das hebelförmige
Schaltorgan 8 drehbar, das den Schaltkontakt g trägt. Der Schaltkontakt g. wirkt
mit dem ortsfesten Schaltkontakt io zusammen. Zwischen dem Schaltorgan 8 und der
Kurbel 7 wirkt die Kontaktdruckfeder i i. Die Kurbel? steht ferner unter Wirkung
einer Ausschaltfeder 12, die sich an einem ortsfesten Teil 13 des Schalters abstützt.
Eine um die Achse zwischen dem Kniegelenk q:, 5 und- der Kurbel 7 gewundene Feder
14 sucht das Kniegelenk im Uhrzeigersinn zu drehen.
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Zur Rückgangssperrung ides Kniegelenks 4, 5 im eingeschalteten Zustand
des Schalters dient eine Klinke 15: Diese Klinke bildet erfindungsgemäß einen Teil
für sich gegenüber dem Schaltorgan 8 und ist mit dem Schaltorgan unter Zwischenschaltung
eines Totganges gekuppelt. Es geschieht in der Weise; daß das Schaltorgan 8 mit
einem Lappen 16 in eine Aussparung 17 der Klinke 15 greift, die gegenüber dem Lappen
16 vergrößert ist. Zweckmäßig ist die Klinke 15 an der gleichen Achse 6 gelagert,
an der sich das - Schaltorgan $ und die Kurbel 7 befinden: Die Klinke wirkt mit
einem Vorsprung 24 des Einschaltdruckknopfes zusammen.
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Zum Auslösen des Kniegelenks dient ein Kraftspeicher. Der Kraftspeicher
ist von einem doppelarmigen Hebel 18 gebildet, der ebenfalls an der Achse 6 gelagert
ist. Der doppelarmige Hebel steht unter der Wirkung einer Feder i9, die sich an
der Kurbel 7 abstützt. 2o ist eine Rolle an einem federnden Bügel 21. Diese Rolle
2o bildet eine Anlage für den unter Federwirkung stehenden doppelarmigen Hebel 18
des Kraftspeichers. Mit dem federnden Bügel wirkt eine an dem Ausschaltdruckknopf
3 befindliche Stange 22 zusammen. Die Rolle selbst steht unter Einwirkung eines
Bimetällauslösers 23, der in dem Ausführungsbeispiel von einem an seinen beiden
Enden eingespannten Bimetallstreifen gebildet ist.
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Der Schalter gemäß der Erfindung hat folgende Wirkungsweise: Die Fig.
i zeigt den Schalter in der Ausschaltstellung. Durch die Feder 14 ist das Kniegelenk
4, 5 etwas über die Totpunktlage durch- !, gedrückt. Wird der Einschaltdruckknopf
2 abwärts bewegt, so führt das Kniegelenk eine. etwa in Bewegungsrichtung des Druckknopfes
liegende Verschiebung aus und dreht die Kurbel 7 im Gegenuhrzeigersinn, wobei die
Ausschaltfeder 12 gespannt wird. Mit der Kurbel 7 bewegt sich zunächst das Schaltorgan
B über die Kontaktdruckfeder i i mit, wobei sich die Kontaktdruckfeder praktisch
nicht spannt. Stößt der Lappen 16 des Schaltorgans 8 gegen den rechten Rand der
Aussparung 17 der Klinke 15, so wird die Klinke mitgenommen. Bevor der Einschaltdruckknopf
2 sein Tiefstellung erreicht, stößt die Klinke 15 gegen einen Vorsprung 24 des Druckknopfes
2. Dadurcl ist das Schaltorgan an der Weiterbewegung behindert. Da sich durch die
weitere Abwärtsbewegung des Einschaltdruckknopfes die Kurbel? weiterbewegt, wird
außer der Ausschaltfeder 12 die Kontaktdruckfeder zwischen dem Schaltorgan und dex
Kurbel gespannt. Kurz bevor der Einschaltdruckknopf die Tiefstellung erreicht, gleitet
die Klinke 15 hinter den Vorsprung 24 des Einschaltdruckknopfes 2. Dadurch kann
sich das Schaltorgan unter teilweiser Entspannung der Kontaktdruckfeder sprunghaft
in die Einschaltstellung bewegen. Während des Einschaltens ist auch der Kraftspeicher
aufgezogen worden, indem durch die Kurbel 7 die auf den doppelarmigen Hebel 18 wirkende
Feder ig gespannt ist. Der doppelarmige Hebel legt sich gegen die Rollego des federnden
Bügels 21. Hiermit ist endgültig der Einschaltzustand erreicht (Fig. 2).
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Um den Schalter von Hand auszuschalten, wird der Ausschaltdruckknopf
3 abwärts bewegt. Dadurch stößt die Stange 22 des Ausschaltdruckknopfes gegen den
federnden Bügelei und führt die Rolle 2o aus dem Bereich des doppelarmigen Hebels
i8 des Kraftspeichers. Spricht der Schalter auf Überstrom an, so bewegt der Bimetallauslöser
23 die Rolle 2o des federnden Bügels aus dem Bereich des doppelarmigen Hebels des
Kraftspeichers. Durch Freigabe des Kraftspeichers schlägt der doppelarmige Hebel
i8 gegen das Knie des Kniegelenks 4, 5 und drückt dieses über die Totpunktlage zurück.
Unter Zusammendrücken des Kniegelenks entspannen sich die Ausschaltfeder 12 und
die Kontaktdruckfeder i i, wobei zunächst das Schaltorgan 8 noch in der Einschaltstellung
verbleibt. Die beiden Federn beschleunigen die Kurbel 7 und lassen sie mit Wucht
gegen das Schaltorgan schlagen. Der Schlag gegen das Schaltorgan erfolgt an der
Achse zwischen dem Kniegelenk .4, 5 und der Kurbel?. Dadurch wird das Schaltorgan
schlagartig aus der Einschaltstellung gerissen. Dieses schlagartige Herausreißen
aus der Einschaltstellung ist besonders vorteilhaft für den elektrischen Abschaltvorgang.
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Während das Schaltorgan 8 die Ausschaltbewegung ausführt, wird zugleich
die Verklinkung der Rückgangssperrung des Kniegelenks aufgehoben. Infolge des Totganges
zwischen der Klinke 15 und dem Schaltorgan 8 geschieht dies nicht in dem Augenblick,
in dem das Schaltorgan sich von dem ortsfesten Schaltkontakt g abhebt, sondern etwas
später, nachdem das Schaltorgan bereits eine hohe Ausschaltgeschwindigkeit erreicht
hat. Auf diese Weise ist eine Verzögerung der Anfangsgeschwindigkeit des Schaltorgans
beim Ausschalten durch das Lösen der Verklinkung verhindert, wodurch sich die Schaltleistung
des Schalters erhöht.
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Dadurch, daß die die Rückgangssperrung des Kniegelenks bewirkende
Klinke 15 gegenüber dem Schaltorgan 8 einen Teil für sich bildet und mit dem Schaltorgan
über einen Totgang gekuppelt ist,
wird zugleich eine hohe Kontaktsicherheit
des Schalters erreicht. Treten an den Schaltkontakten Veränderungen auf, sei es
durch Ansetzen von Schmelzperlen, sei es durch Wegbrennen von Kontaktmaterial, so
kann das Schaltorgan unabhängig von der Verklinkung für die Rückgangssperrung des
Kniegelenks sich mit hinreichendem Kontaktdruck gegen den ortsfesten Schaltkontakt
legen und auch betriebssicher in der Einschaltstellung verbleiben.