DE879241C - Verfahren zur Kaelteerzeugung in Gruben - Google Patents

Verfahren zur Kaelteerzeugung in Gruben

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DE879241C
DE879241C DED9887A DED0009887A DE879241C DE 879241 C DE879241 C DE 879241C DE D9887 A DED9887 A DE D9887A DE D0009887 A DED0009887 A DE D0009887A DE 879241 C DE879241 C DE 879241C
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DEILMANN C BERGBAU GmbH
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21FSAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
    • E21F3/00Cooling or drying of air

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Verfahren zur Kälteerzeugung in Gruben Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kälteerzeugung in Gruben zwecks Klimatisierung der Grubenluft, Kühlung von Arbeitsmaschinen unter Tage usw., durch einen im Kreislauf in .das Grubengebäude eingeführten und nach Beladen mit Wärme nach über Tage zurückgeführten. Kälteträger.
  • Solche Verfahren sind, insbesondere in den letzten Jahren, mehrfach vorgeschlagen. worden, um die mit dem Vordrimgen des. Bergbaus in immer größere Tiefen. ansteigenden Temperaturen unter Tage zu bekämpfen.
  • Ein solches, nicht zum Stande der Technik gehörendes Verfahren, welches sich als besonders vorteilhaft erwiesen: hat, weil es ermöglicht, mit verhältnismäßig kleinen Querschnitten für die den Kälteträger in das Grubengebäude einführenden Leitungen auszukommen und die Kälte in besonders günstiger Weise und ohne Verlu-stedorthin zu transportieren; wo sie benötigt wird, besteht .darin, daß ein Kältemittel in flüssigem Zustand einem unter Tage aufgestellten Verdampfer zugeführt unid von diesem in verdampfter Form nach Beladen mit Wärme nach über Tage zurücikgeführt wird, wobei sich also der Kälteerzeuger selbst im. Grubengebäude unter Tage befindet.
  • DieDurchführung,dieses:Verfahrens stößt jedoch mit größer werdenden: Leistungen einer solchen Anlage auf steigende Schwierigkeiten, .die sieh daraus ergeben, daß hierbei. ein erhebliches Volumen des vergasten Kältemittels- über große Entfernungen transportiert werden muß. Diese Schwieribdkeiten steigern sich noch bei großen Förderhöhen, d. h. unter den Voraussetzungen., unter denen derartige Klimatisierungsanlagen vorzugsweise Anwendung finden., infolge der Notwendigkeit, bei dem Transport des vergasten Kältemittels :nach über Tage einen entsprechend- hohen statischen Gasdruck und ein großes Maß an Rohrreibung zu überwinden. Der statische Gasdruck der Gassäule, der durch einen entsprechenden Gegendruck überwunden: werden muß, :kann .bei großen Tiefen, insbesondere. bei Verwendung von Gasen: von hohem Raumgewicht, so groß werden; daß der erforderliche Verdiampfungsdruck überschritten wird und deshalb, die geforderte Kühltemperatur nicht mehr erreicht werden kann.
  • Die Erfindung geht von einem Verfahren der vorstehend grundsätzlich beschriebenen, Art aus, vermeidet aber die Schwierigkeiten;, die sich bei diesem., wie erläutert, ergeben, dadurch, daß das, in dem Kälteerzeuger (Verdampfer) unter Tage . in Gasform: Überführte Kältemittel nach Beladung. mit Wärme .bereits untere Tage innerhalb des. Gruibengebäudes, bevor es: über Rohrleitungen .dem über Tage aufgestellten. Verflüssiger zugeführt wird, verdichtet wird.
  • Durch diese Verdichtung des vergasten Käfemi,ttels unter Tage ergibt sich eine e:n@tsprechenvd weitgehende Verringerung des zu fördernden Gasvolumens. Durch,den Verdichtungsdruck wird auch ein hoher, statischer- Gegendruck in .der zu: Tab führenden Rohrleitung ohne Schwieriglceiteni überwunden.
  • Die Verringerung des Gastvolumens ermöglicht gleichzeitig .bei Innehaltung zulässigex Gasgeschwindigkeiten eine entsprechende Verringerung des Querschnitts- für die Steigleltung, die eine Verminderung der Anlagekoeben für die Beschaffung der Rohrleitungen und, insbesondere, wenn für die Einleitung rdes flüssigen und Rückleitung des vergasten Kühlmittels Bohrlöcher verwendet werden, eine entsprechende Verringerung der Bo'h:rlbchdurchmesser zu Folge hat.
  • Da die unter Tage aufgestellte Verdichtungsanlage bereits einen entsprechenden, zweckmäßig erheblichen Anteil der insgesamt notwendigen Verdichtung übernimmrt, ist über Tage nicht mehr eine vielstufige Verdichtung erforderlich, sondern entweder nur eine N.achaverdi.chtung von entsprechend geringeirem-Aus:mall, oder es kann eine solch e sogar, z. B. ibei Gasen mit geringerem Raumgewicht, wie beispielsweise Ammoniak, bei welchen der Gasdruck durch die Untertageverdichtung ohne die Gefahr, daß in der Steigleitung infolge der erwärmenden Einflüsse .des diese, beispielsweise, wenn sie im einem. Bohrloch geführt, ist,. umgebenden Gebi,rgsikörper Kondensationswirkungen eintreten, entsprechend weit erlhöht werden kann, ganz in Fortfall kommen.
  • Entsprechend der Verringerung des Gesamtverdichtungsver'hältnisses verringern sich auch die Ab- messungen der erlforiderlichen Anlagen und der Aufwand, an Verdichtungsarbeit.
  • Das neue Verfahren ist unabhängig .darvon anwendbar, ob die .Zu- und Rückleitungen durch ein oder mehrere Bohrlöcher geführt, oder -z. B. in vorhandenen Schächten verlegt werden. Es ist. nicht nur für die Klimatisierung der Grubenluft geeignet, sondern ganz allgemvein für alle Fälle, in denen Kühlungsvorgänge unter Tage erfolgen sollen, d. h. z. B. auch für die Kühlung von Arbeitsmaschinen, wie Preßluftkompressoren u..dgl.
  • Das .neue Verfahren kann insbesondere auch in solcher Weise durchgeführt werden, daß die Verwendung von Kältemitteln möglich ist, die wegen ihrer Schädlichkeit und Explosionsgefahr nicht in das, Bewetterungssystem gelangen, dürfen, die sieh aber and@erersieits aus wirtschaftlichen Gründen besonders gut eignen, wie beispielsweise Ammoniak. Zu .diesem Zweck wird gemäß einem. besonderen Merkmal .der Erfindung dann der dem Verdampfer und die Verdichtungsanlage unter Tage aufnehmende Maschinenraum dicht, z. B. an das Bohrloch angeschlossen, in dem die Leitungen verlegt sind und" beispielsweise durch ein. in .dem Maschi:nenraum angeordnetes Sauggebläse, die Wetter aus .diesem Raum abgesaugt, um .durch, den von den Leitungen nicht eingenommenen Raum des, Bo'hrlochquerschnitts nach über Tage gefördert zu werden. Die Wirkung .des blasenden Ventilators in. dem Maschinenraum dann eventuell noch durch einen über Tage angeordneten, eaugend wirkenden-Ventilator unterstützt werden. Auf diese Weise wird zuverlässig jede Möglichkeit eines Übertritts von etwa in dem .derart unter einem geringen. Unterdruck stehenden Maschinenraum auftretenden schädlichen" z. B. Ammoniakgasen, in das Gruibengehäuse verhindert.
  • An die Verdampferanlage werden in an. sich bekannter Weise -sekundäre, z. B. mit tiefgekühlter Sohle .betriebene und an diese wieder gegeibemen falls tertiäre Kreisläufe angeschlossen, die ihrerseits Luftkühlvorrichtungen bedienen, d. h. die KühlwirIkung an die Stellen des Grubengebäudes heranbringen, an denen sie erwünscht bzw. notwendig ist..
  • Die Möglichkeit, daß infolge .der Temperatursteigerung -der komprimierten Gase bei dem Verdichtungsvorgang unter Tage, falls diese .durch, das gleicheBohrloch zutage gefördertwerden, und demzufolge Erwärmung des verflüssigten Kälteim.ittels am Bdhrlochkop,f durch sie eine Herabsetzung des Verdampfüngsdrucks, eine Teilentgasung desselben erfolgt, wird in diesem Falil dadurch begegnet, daß in die Einführungsleitung für das flüssige Kühlmittel über Tage eine kleine Kreiselpumpe oder eine andere Drucksteigerungsvorrichtung eingeschaltet werden, durch welche der Verflüssi,gungsd.ruck des flüssigen Kälteträgers! so weit erhöht wird, daß eine Überschreitung .des Verdam@pferdrucks kompensiert wird. Im Bereich des Bohrlochs selbst kann, da hier von oben nach unten mnit wachsender Teufe der Druck der Flüssigkeitssäule zunimmt, eine Überschreitung des. Verdampfungsdrucks nicht eintreten, obwohl hier die Tennperaturen .der aufwärtsströmenden, Gase am höchsten sind.
  • In der Abbildung ist .schematisch eine Anlage zur Durchführung des neuen Verfahrens beispielsweise unter Benutzung nur eines einzigen: Bohr- Lochs, für die Einführung des flüssigen und: die Rückführung de,s vergasten und verdichteten Kältemittels sowie gleichzeitig die Abführung der in dem Maschinenraum unter Tage etwa sich bildenden schädlichen: Gase dargestellt.
  • In dem Bohrloch sind die Falleitung 2 für den flüssigen Kälteträger und die gemäß dem Ausführungsbeispiel diese umgebende Steigleitung i ver# legt. Das in .dem Verflüssiger 3 verflüssigte Kältemittelgelangt über die Leitung :2 nach unter Tage und .hier nach. Reduzierung auf den Betriebsdruck durch einen Re-gler.l auf den Verdam.pfu.ngsdruck in den Kälteerzeuger (Verdampfer) 5, an den, in der Abbildung nicht dargestellte Selleunidärkreisläufe zum Transport der erzeugten Kälte in. das Innere des Grubengebäudes angeschlossen :sind.
  • Aus dem Kälteerzeuger 5 gelangt das vergaste Kältemittel unmittelbar in. den anschließenden Verdichter 6, in dem es; auf den: im Einzelfall je nach der Art des verwendeten Kühlmittels zweckmäßigsten Druck von: beispielsweise 16 ata verdichtet wird.. Durch die Leitung i wird das verdichtete Gas, falls der Verdichtungsdruck höher ist als der für das betreffende Gas erforderliche Verflüssigungs.druck, unmittelbar dem Verflüssiger 3 zugeführt, um dort durch Kondensation die unter :Tage aufgenommene Wärme abzugeben, oder, falls eine Nachverdichtung erforderlich ist, zu-nächst einen über Ventile 9, io zu- und abschaltbaren Nachverdichter 8 und von diesen dann dem Verflüs.siger 3, um in verflüssigtem Zustand erneut in den Kreis;lau:f einzutreten.
  • Eine zwischen dem Verflüssiger.3 und der Einführungsleitung 2 über Tage angeordnete kleine Kreiselpumpe i i dient der etwa notwendigen geringfügigen Erhöhung des Verflüssigungsdrucks des verflüssigten: Mediums so weit, daß der Verdampferdruck überschritten und eine teilweise Entasun- verhindert wird. Gemäß dem Ausführungse' el dient der Ringraum 13 zwischen der Bohrb -ispi lochschutzverrohrung und der Gassteigleitung i zur Hilfsbewetterung des: Maschinenraums, d. h. zur Abführung, der in, diesem, der zweckmäßig in sich abgeschlossen ist, etwa auftretenden; Gase mittels des in dem Maschinenraum angeordneten Gebläses. 12.
  • Selbstverständlich ist die Erfindung ,nicht auf die vorstehend im einzelnen; beschriebenen und-, die in der Abbildung veranschaulichte Ausführungsform beschränkt, sondern, es sind demgegenüber za:hl;reiche Abänderungen möglich, ohne von ihrem Grundgedanken abzuweichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRCCHE: i. Verfahren zur Kälteerzeugung ;in. Gruben zwecks Klimatisierung der Grubenluft, Küh-Inng von Arbeitsmaschinen, wie Preßluftkompressoren u..dgl., durch einen. im: Kreislauf in :das Grubengebäude eingeführten. flüssigen Kälteträger, der unter Tage verdampft und in verdampfter Form nach über Tage zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, ;daß das verdampfte Kältemittel nach Beladung mit Wärme vor seiner Rückleitung ,nach ü:beT Tage verdichtet wird. 2. nach Anspruch i, dadurch ge-'lcennzeichnet, .daß ;die Verdichtung unter Tage so weit erfolgt, daß der am Ausgang der Steigleitunig über Tage vorhandene Druck noch für die Verflüssigung ;des Kältemittels ausreichend ist. 3. Verfahren nach. Anspruch i und 2, .da-Jurch ,gekennzeichnet, daß der Druck des den Verflüssiger verl;asisendein verflüssigten Med.iums vor dem Eintritt desselben in ,die nach dem Verdampfer unter Tage führende Leitung so weit zusätzlich erhöht wird, daß die Erwärmung des flüssigen Mediums durch das längs der Leitung für das flüssige Medium aufwärtsströmende verdichtete gasförmige Kältemittel von .durch die Verdichtung erhöhter Temperatur ausgeglichen wird. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i bis 3, geke:nnizeichnet durch einen: über Tage angeordneten: Verflüss:iger und erforderlichen.fall,s Nachverdichter, die über Rohrleitungen mit einem unter Tage angeordneten; Verdampfer mit angeschlossenem Verdichter in Verbindung stehen. 5. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß .der unter Tage befindliche Teil der Anlage in einem .gegen. das übrige Grubengebäude abgeschlossenen Maschinenraum untergebracht ist, aus dem sich darin bildende Gase durch ,den freien Raum des die Leitungen aufnehmenden Bohrloches nach über Tage abgeförde.rt werden.
DED9887A 1951-07-25 1951-07-25 Verfahren zur Kaelteerzeugung in Gruben Expired DE879241C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1124902B (de) * 1956-02-09 1962-03-08 Franz Jansen Dipl Ing Dr Anordnung zur Einleitung von Frischwettern in Grubenraeume
FR2597545A1 (fr) * 1986-04-22 1987-10-23 Gen Mining Union Corp Procede de refroidissement de cavites souterraines

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1124902B (de) * 1956-02-09 1962-03-08 Franz Jansen Dipl Ing Dr Anordnung zur Einleitung von Frischwettern in Grubenraeume
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