DE87779C - - Google Patents

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DE87779C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/32Material containing basic nitrogen containing amide groups leather skins

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KATSFPTICHES
PATENTAM'
PATENTSCHRIFT
KLASSE 28: Gerberei.
CARL BECKE in MÜHLHAUSEN i. Th.
Chemikalien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. November 1895 ab.
Das bisher angewendete Verfahren, Leder zu marmoriren, besteht darin, dafs das levantirte, d. h. gekörnte Leder zuerst gefärbt wird, worauf die Körner auf chemischem Wege mittelst einer Aetzflüssigkeit (Schwefelsäure) von der Grundfarbe befreit werden und die so entfärbten Körner neu gefärbt werden, so dafs ein Muster entsteht. Das Leder wird hierauf geprefst, um die Körnung verschwinden zu lassen. Dieses chemische Verfahren hat einen grofsen Nachtheil, da die längere Anwendung selbst verdünnter Schwefelsäure das Leder angreift. In dem neuen Verfahren ist deshalb von der Verwendung ätzender Flüssigkeiten abgesehen; die Marmorirung wird auf rein mechanischem Wege erreicht.
Das neue Verfahren besteht darin, dafs das fertig gegerbte Leder vor dem Färben levantirt oder chagrinirt, d. h. gekörnt wird. Die erhabenen Körner werden hierauf mittelst eines Tuchballens mit einem Lacküberzug verdeckt, wobei zu verhüten ist, dafs etwas von der Deckflüssigkeit in die Vertiefungen des Leders gelangt. Als Deckflüssigkeit verwendet man am besten in Spiritus gelösten Schellack. Erst nachdem das Leder in der erwähnten Weise behandelt worden ist, wird es gefärbt. Die mit Lack verdeckten Stellen nehmen selbstverständlich keinen Farbstoff auf, -sondern lediglich die tiefer liegenden Furchen und Rinnen des gekörnten Leders. ■-■·■■,-
Hierauf wird der Lack entfernt; zu diesem Zwecke werden die Felle in warmem Wasser behandelt, abgebürstet oder in anderer mechanischer Weise auf der Narbenseite behandelt, bis die Deckschicht vollständig entfernt ist.
Es hat sich hierbei die Verwendung einer Weinsteinlösung als vortheilhaft herausgestellt. Hierauf färbt man die Körner je nach dem Farbmuster, welches gewünscht wird. Will man z. B. roth und schwarz marmorirtes Leder erhalten, so färbt man nach vorgenommenem Lackanstrich die Felle schwarz und nach Entfernung des Lackanstrichs die Körner roth. Zur Erzielung eines weifs marmorirten Musters werden die Körner ungefärbt gelassen.
Die Marmorirung läfst sich auch durch Umänderung in der Reihenfolge der Manipulationen erzielen, indem zuerst das Leder gefärbt wird, hierauf die Deckschicht aufgetragen und das Leder ein zweites Mal gefärbt wird, um dann erst die Lackschicht mechanisch zu entfernen.
Die weitere Zurichtung. geschieht in bekannter Weise durch Glattpressen u. s. w.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Verfahren zum Marmoriren von Leder auf mechanischem Wege ohne Zuhülfenahme ätzender Chemikalien, darin bestehend, dafs, nachdem die Erhöhungen des fertig gegerbten und gekörnten Leders mit einer Schutzschicht bestrichen sind, das Leder gefärbt wird, und dafs sodann nach mechanischer Entfernung der Deckschicht die Körner für sich gefärbt werden.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens, darin bestehend, dafs das Leder vor und nach dem Auftragen der Deckschicht gefärbt und darauf die Deckschicht entfernt wird.
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