DE877162C - Elektronenroehrenanordnung zum Arbeiten mit ultrakurzen Wellen, unter Verwendung einer Mehrgitter-Bremsfeldroehre - Google Patents

Elektronenroehrenanordnung zum Arbeiten mit ultrakurzen Wellen, unter Verwendung einer Mehrgitter-Bremsfeldroehre

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DE877162C
DE877162C DEP4039D DEP0004039D DE877162C DE 877162 C DE877162 C DE 877162C DE P4039 D DEP4039 D DE P4039D DE P0004039 D DEP0004039 D DE P0004039D DE 877162 C DE877162 C DE 877162C
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    • H01J25/70Tubes specially designed to act as oscillator with positive grid and retarding field, e.g. for Barkhausen-Kurz oscillators with resonator having distributed inductance with capacitance, e.g. Pintsch tube
    • HELECTRICITY
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Description

  • Elektronenröhrenanordnung zum Arbeiten mit ultrakurzen Wellen, unter Verwendung einer Mehrgitter-Bremsfeldröhre Die vorliegende Erfindung betrifft eine Elektronenröhrenanordnung zum Arbeiten mit ultrakurzen elektromagnetischen Wellen.
  • Versucht man mit einer Dreielektrodenröhre, bestehend aus Kathode, Steuergitter und Anode, ultrahochfrequente Schwingungen von weniger als z m Wellenlänge zu erregen, so stößt man auf die folgende Schwierigkeit: Die Laufzeit der Elektronen von der Kathode bis zur Anode soll klein oder mindestens vergleichbar bleiben mit der Periode der anzufachenden Schwingungen. Bei praktisch möglichem Elektrodenabstand bedeutet dies derart hohe Anodenspannungen, daß infolge des Durchgriffs der Anode und bei Aussteuerung in der Spannung das Steuergitter die Kathode nicht mehr genügend entgegen der Einwirkung der Anode zu beeinflussen vermag. Die Röhre verliert also ihre Steuerfähigkeit. Diese Schwierigkeit kann dadurch überwunden werden, daß die Elektronen nach Austritt aus dem Steuerraum KG, zwischen Kathode IL und Steuergitter G1 zunächst in einen Beschleunigungsraum G1, G2 zwischen dem Steuergitter G1 und einem Beschleunigungsgitter G2 eintreten, in welchem sie auf eine derart hohe Geschwindigkeit gebracht werden, daß sie den eigentlichen für die Anfachung der ultrahochfrequenten Schwingungen dienenden Raum zwischen dem Beschleunigungsgitter G2 und der Anode A in Zeiten durchqueren, die klein oder vergleichbar mit der Periode der anzufachenden Schwingungen bleiben. Vom Beschleunigungsraum Gi, G2 sollen im allgemeinen hochfrequente Felder ferngehalten werden. Der Laufweg und damit die Laufzeit G1, G2 können daher verhältnismäßig groß gewählt werden, so daß auch bei höheren Spannungen die Beeinträchtigung der Steuerfähigkeit nicht eintritt, und ferner können nun Laufweg und Laufzeit im eigentlichen Anfachraum G2A der Periode der anzufachenden Schwingungen angepaßt werden ohne eine in Betracht kommende Rückwirkung auf den Steuerraum.
  • Die erfindungsgemäße Elektronenröhrenanordnung zum Arbeiten mit ultrakurzen Wellen unter Verwendung einer Mehrgitter-Bremsfeldröhre mit zwischen Beschleunigungsgitter und Kathode liegendem Steuergitter, dessen Gleichvorspannung wesentlich niedriger als diejenige des Beschleunigungsgitters ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Resonanzgebilde an den Raum zwischen Steuergitter und Kathode (Steuerraum) und ein anderes Resonanzgebilde, daß dieselbe Betriebsfrequenz aufweist wie das zuerst erwähnte Resonanzgebilde, an den Raum zwischen Beschleunigungsgitter und Bremselektrode (Anfachraum) angekoppelt wird.
  • Die Verwendung von Mehrgitterröhren in Bremsfeldschaltungen ist an sich bereits bekannt. Eine dieser bekannten Anordnungen zeigt z. B. die Verwendung eines positiv vorgespannten Gitters zwischen der Bremselektrode und dem Beschleunigungsgitter und den Anschluß eines einzigen Resonators entweder an das Beschleunigungsgitter und die Bremselektrode oder an das Beschleunigungsgitter und die Kathode. Bei anderen bekannten Anordnungen ist ein Resonanzsystem an die Bremselektrode und das Steuergitter angeschlossen, während an das Beschleunigungsgitter kein Resonanzsystem angeschlossen ist. Ferner ist die Verwendung einer Mehrgitterröhre in einer Bremsfeldschaltung in der Art bekannt, daß an die Kathode und an das dieser am nächsten benachbarte Gitter sowie an die Bremselektrode und an das dieser am meisten benachbarte Gitter je ein Resonanzsystem angeschlossen ist, jedoch sind hier die beiden Gitter mit einer gleich großen hohen positiven Vorspannung beaufschlagt. Beide Gitter sind also Beschleunigungsgitter. Auch ist es bekannt, bei solchen Anordnungen die beiden beiderseits der zwei Gitter liegenden Elektroden als Kathoden auszubilden und als Bremselektroden zu verwenden. Auch die Verwendung einer Dreigitterröhre in Bremsfeldschaltung ist bekannt. Hierbei ist das der Kathode zunächst liegende Gitter als Modulationsgitter ausgebildet und an die Bremselektrode und das dieser Elektrode am meisten benachbarte Gitter ein Lechersystem angeschlossen. Es sind auch Untersuchungen bekannt, die darauf gerichtet sind, festzustellen, welche Verwendungsmöglichkeiten . der einzelnen Elektroden einer Dreigitterröhre bestehen, um eine derartige Röhre zu Schwingungen anzufachen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen ist, daß die Intensität der erzeugten Schwingungen mit der Zahl der abgestimmten Schwingungssysteme wächst. Eine der vorliegenden Erfindung entsprechende Elektronenröhrenanordnung ist jedoch auch aus diesen Untersuchungen nicht bekanntgeworden.
  • Um bei der erfindungsgemäßen Anordnung mit geringer Steuerspannung eine gute Aussteuerung des Emissionsstromes zu erzielen, empfiehlt es sich, den Abstand Glühkathode-Steuergitter möglichst klein zu wählen. Es ist dies im Gebiete der ultrahochfrequenten Schwingungen auch deswegen von besonderer Bedeutung, weil der Verschiebungsstrom neben dem Elektronenstrom eine erhebliche - Rolle spielt, und zwar im Steuerraum im ungünstigsten Sinne, indem der an der Kathode noch voll aus Elektronenstrom bestehende totale in der Röhre nachweisbare Strom am Steuergitter bereits zum Teil aus Verschiebungsstrom besteht und der Elektronenwechselstrom auf einen um so kleineren Betrag abgeklungen ist, je breiter - der Steuerraum KG, gewählt wird. Wenn nämlich z. B. ein Elektron oder gleichzeitig eine Mehrzahl von Elektronen die Kathode verläßt, so werden von diesem Elektron auf dem Wege zum Gitter elektrische Ladungen auf dem Gitter influenziert. Bis zu dem Zeitpunkt, in dem das Elektron in der Fläche des Gitters angelangt ist, werden aber von einem etwas später von der Kathode gestarteten Elektron und von einem noch später gestarteten Elektron usf. ebenfalls Ladungen auf dem Gitter influenziert. Diese von später gestarteten Elektronen influenzierten Ladungen und damit der Verschiebungsstrom am Gitter sind um so stärker, j e länger der Weg ist, den das erstere Elektron bis zur Gitterfläche zurückzulegen hat, denn in der entsprechenden Zeit starten immer wieder neue Elektronen, die auf dem Gitter Ladungen influenzieren. Erstrebenswert ist aber, daß in der Gitterfläche der gesamte (totale) Wechselstrom zu einem möglichst großen Anteil aus Elektronen besteht, damit dann ein möglichst großer Elektronenwechselstrom in den Anfachraum gelangt und den Anfachresonator anfacht.
  • Derselbe ungünstige Effekt stellt sich ein, wenn wegen zu kleinem Mittelwert der Steuerspannung mit zu großer Laufzeit im KG,-Raum gearbeitet wird. Versuche bei 12 cm Wellenlänge haben ergeben, daß es mit Rücksicht auf diesen Effekt vorteilhaft ist, das obere Ende des linearen Teiles der statischen Röhrenkennlinie für die Steuerung der dm-Wellen heranzuziehen. Auch bei Verwendung der Anordnung als Gleichrichter ist mit Rücksicht auf möglichst kurze Laufzeit im Steuergitterraum die Gleichrichtung am oberen Knick der Kennlinie wirkungsvoller als die Gleichrichtung am unteren Knick.
  • Bringt man nun die aus dem Steuergitter austretenden Elektronen im Beschleunigungsraum G1, G2 auf eine bestimmte Geschwindigkeit und untersucht, bei welcher Anodenspannung dieser Elektronenwechselstrom optimale Anfachung eines an den Anfachraum G.A angeschlossenen Resonators hervorbringt, so zeigt es sich, daß diese Anfachung immer dann ein Maximum ist, wenn das Anodenpotential in der Nähe des Kathodenpotentials liegt, wenn also die Elektronen an der Anode mit der Geschwindigkeit Null ankommen oder umkehren. Diese Beziehung besteht praktisch unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit die Elektronen in den Anfachraum eintreten. Wie Versuche ergeben haben, muß bei maximaler Anfachung die Anodenspannung ein wenig positiver als die Spannung der Kathode gewählt werden. Trotzdem kehrt die Mehrzahl der Elektronen vor der Anode um und bewegt sich zurück zum Beschleunigungsgitter G2. Diese Umkehr hängt damit zusammen, daß die Elektronen durch die Elemente des Steuergitters G2 seitliche Ablenkung erfahren, welche ihnen eine Geschwindigkeitskomponente parallel zum Gitter erteilen und die Geschwindigkeitskomponente senkrecht zum Gitter herabmindern. Daß ein gerade vor der Anode umkehrender Elektronenwechselstrom eine maximale Anfachung auf einen am G2A-Raum angekoppelten Resonator ausübt, hat seinen Grund darin, daß bei dieser Wahl der Anodenspannung die Elektronen die längste Zeit mit dem Hochfrequenzfeld im G.A-Raum in Wechselwirkung stehen. Die Kopplung zwischen bewegten Elektronen und Hochfrequenzfeld ist also möglichst groß; denn wird die Anodenspannung wesentlich höher als die Kathodenspannung gewählt, so verringert sich die Laufzeit, und die Elektronen verschwinden nach einmaligem Durchqueren des G. ,A-Raumes an der Anode. Wird aber die Anodenspannung wesentlich niedriger als die Kathodenspannung gewählt, so werden die Elektronen in einer Ebene zwischen Beschleunigungsgitter und Anode zur Umkehr gezwungen, und ihre Laufzeit im G2 A-Raum ist wiederum kleiner als in dem ausgezeichneten Falle, da die Umkehr unmittelbar vor der Anode stattfindet.
  • Das bei Wahl des Anodenpotentials sich einstellende Optimum der Anfachwirkung auf den Anfachraum G,A hängt nun seinerseits ab von der Geschwindigkeit, mit welcher der Elektronenwechselstrom das Beschleunigungsgitter G2 durchquert, und zwar zeigt es sich im Falle ebenflächiger Elektroden und bei vernachlässigbarer Wirkung der Raumladungen im Anfachraum, daß bei Festhalten des Anodenpotentials in der Nähe des Kathodenpotentials und bei Veränderung der Beschleunigungsspannung über den G1, G.-Raum die Anfachwirkung ein absolutes Maximum wird, falls die unmittelbar vor der Anode umkehrenden Elektronen den Anfachraum mit der einfachen Laufzeit ungefähr gleich einem Drittel der Periodendauer der ultrahochfrequenten Schwingungen durchqueren.
  • Bei nicht ebener, sondern beispielsweise zylindersymmetrischer Anordnung oder bei Berücksichtigung der Raumladungen, also im Falle hoher Stromdichte in der Umkehrzone vor der Anode, muß die einfache Laufzeit etwas abweichend von i/3 der Periodendauer der ultrahochfrequenten Schwingungen eingestellt werden. Am einfachsten ist es, durch den praktischen Versuch jeweils die Spannungen und damit die Laufzeit zu bestimmen, bei welcher maximale Anfachung, also im Falle eines Schwingungserzeugers maximale Schwingleistung auftritt. Um sowohl im Steuerraum IiGl als auch im Anfachraum G,A die ultrahochfrequenten, elektrischen Felder herzustellen, sollen diese Räume je einem für die betreffenden ultrahochfrequenten Schwingungen abgestimmten Resonator angehören.
  • Ein Ausführungsbeispiel zeigt die Abb. i, und zwar ist Abb. i a ein Schnitt längs x-x der Abb. i b.
  • In Abb. i a bedeuten K die Kathode, G1 das Steuergitter, G2 das zweite Gitter, welches mit G1 den Beschleunigungsraum abgrenzt und A die Anode. K und G1 sind die Enden eines Lechersy stems der Länge A/2, wo 2. die Wellenlänge bedeutet. Dieses System schwingt derart, daß in seiner Mitte ein Spannungsknoten auftritt, bei welchem zweckmäßigerweise die Gleichspannungen zugeführt werden, während an den Enden, insbesondere am KG,7 Ende, ein Spannungsbauch entsteht, derart, daß das in ihm auftretende elektrische Feld zum Hervorrufen der Steuerwirkung benutzt wird. In analoger Weise sind das Gitter G2 und die Anode A die Enden der beiden Leiter eines zweiten Lechersystems der Länge 2/2. Das zur Steuerung und das zur Anfachung dienende Lechersystem sind derart zueinander angeordnet, daß der zwischen den beiden Gittern G1, G2 gelegene Beschleunigungsraum weit außerhalb der Resonanz mit den ultrahochfrequenten Schwingungen liegt. Diese Anforderung kann beispielsweise erfüllt werden durch eine Anordnung entsprechend Abb. i b. Führt man am Ende RS ultrahochfrequente Schwingungen zu und stellt die Gleichspannungen von G1, G2 und A in der Weise ein, daß eine maximale Steuerwirkung der aus K austretenden Elektronen und eine maximale Anfachung der durch das Gitter G2 in den G,A-Raum eintretenden Elektronen erfolgt, so kann an den Enden T U eine verstärkte ultrahochfrequente Schwingung abgenommen werden. Die Anordnung arbeitet also als Verstärker für cm- und dm-Wellen.
  • Statt der in den Abb. i a und i b dargestellten ebenen Anordnung kann mit Vorteil eine in den Abb. 2 a und 2b wiedergegebene zylindersymmetrische Anordnung gewählt werden. Sie zeichnet sich gegenüber der ebenen Anordnung durch geringe Streustrahlung, also geringe Verlustdämpfung aus, ist aber im übrigen in genau derselben Weise aufgebaut, wie dies für die ebene Anordnung der Abb. i a und i b der Fall ist.
  • Sobald die Möglichkeit der Verstärkung besteht, kann durch Einführung einer geeigneten Kopplung zwischen dem Resonator, welchem der Anfachraum angehört, und dem Resonator, welchem der Steuerraum angehört, eine Entdämpfung des gesamten Schwinggebildes, z. B. zu Empfangszwecken, hervorgerufen werden, eine Entdämpfung, die schließlich bis zur Selbstanregung von Schwingungen getrieben werden kann, so daß die Anordnung als Erzeuger von ultrahochfrequenten Schwingungen, beispielsweise als Sender für ultrahochfrequente, elektrische Wellen, arbeitet. Natürlich müssen Kopplungen der beiden Resonatoren und die Laufzeit der Elektronen von der Kathode bis zum Eintritt in den Anfachraum G, A derart aufeinander abgestimmt werden, was zweckmäßigerweise durch Wahl der Beschleunigungsspannung und des Abstandes G1, G2 geschieht, daß der gesteuerte Elektronenstrom mit einer für die Anfachung richtigen Phase in den Anfachraum G2A eintritt.
  • In den Abb. 3 a und 3 b ist der Querschnitt und der Längsschnitt einer derartigen Anordnung wiedergegeben, Kathode K, Steuergitter G, Beschleunigungsgitter G2 und Anode A sind hier in die Mitte von Resonatoren der Länge 2/2 verlegt, die, da die Elektroden in einem Spannungsbauch sich befinden müssen, an ihren Enden durch geeignete Kapazitäten kurzgeschlossen sind. An einem Ende bildet die Kurzschlußkapazität eine Platte P, die den entsprechend verbreiterten Stirnflächen der zylindrischen Elektroden als zweite Belegung eines Kondensators gegenübersteht. Diese dem Resonator des SteuerraumeshiGl und dem Resonator des Anfachraumes G,A gemeinsame Kondensatorplatte P vermittelt die Kopplung zwischen den beiden Resonatoren. Je kleiner der Zwischenraum zwischen dieser Platte .P und den ihr gegenüberstehenden Stirnflächen der Elektroden gewählt wird, um so größer ist die Kapazität und um so kleiner die Kopplung zwischen Anfachraum und Steuerraum. In dem an der Platte P bestehenden Spannungsknoten der beiden Resonatoren werden zweckmäßigerweise auch die Gleichspannungen der Elektroden geführt. Diese Anordnung der Rückkopplungsmittel innerhalb der metallischen Wandung des Resonatorhohlraumes ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie eine besonders einwandfreie Bestimmung der Phasenlage der einzelnen Resonatoren zueinander ermöglicht, insbesondere die Phasenlage von äußeren Einflüssen, wie Strahlungskopplung usw., vollkommen unabhängig macht. Auf der Gegenseite zur Platte P verengert sich der Anodenzylinder A auf einen Zylinder W, der der Verlängerung des Zylinders G2 in einem kleinen Spalt gegenübersteht. Auch dieser kleine Spalt dient als Kapazität für den Resonator, welchem der Anfachraum G,A angehört. Der Zylinder W, der beispielsweise eine Länge von A/4 haben kann, schließt ab mit einer Ebene E, aus welcher der innere Zylinder G2 frei herausragt und infolge davon als Antenne der Länge R/4, also als Strahler dient. Die Ankopplung des Strahlers an den Anfachraum G,A wird angepaßt durch geeignete Wahl des Zylinderdurchmessers W. Je enger der Zylinder W an die Verlängerung des Zylinders G2 anschließt,'um so loser ist die Kopplung zwischen Strahler und Anfachraum. Es empfiehlt sich, diese Kopplung derart einzustellen, daß der Strahler, bezogen auf den Anfachraum, einen Belastungswiderstand darstellt, welcher gleich dem inneren Verlustwiderstand des Resonators, dem der Anfachraum angehört, ist. Der Beschleunigungsraum ist von den beiden konzentrischen Rohren, die in ihrer Mitte das Steuergitter G1 und das Beschleunigungsgitter G2 bilden, begrenzt und stellt daher ebenfalls ein konzentrisches Lechersystem dar. In dem Innenraum desselben ist koaxial ein zylindrischer Körper Z vorgesehen, der die Wirkung hat, den Wellenwiderstand des von den beiden Zylindern G1, G2 gebildeten konzentrischen Lechersystem herabzusetzen.
  • Die Anfachwirkung ist um so größer, je mehr Elektronen in den Anfachraum G,A eintreten. Es ist infolgedessen darauf zu achten, daß ein möglichst geringer Prozentsatz des von der Kathode ausgehenden Elektronenstromes an einem der Gitter G, bzw. G2 verlorengeht.
  • Da die Raumladesteuerung bei sehr hohen Frequenzen beeinträchtigt wird, wenn nicht äußerst kleine Abstände und Laufzeiten zwischen Kathode K und Steuergitter G1 gewählt werden, empfiehlt es sich, bei besonders hohen Frequenzen als Elektronenquelle eine zwischen einer Glühkathode und einer oder mehreren, zweckmäßig stab- oder bandförmigenHilfsanoden mit schwach positiver Vorspannung übergehende Elektronenströmung als Elektronenquelle zu benutzen.
  • Endlich ist es möglich, mit ein und derselben Kathode auf zwei im Gegentakt arbeitende Systeme, bestehend aus je einem Steuerraum KG" einem Beschleunigungsraum G1, G2 und einem Anfachraum G2 A, einzuwirken. Es kann dies beispielsweise dadurch geschehen, daß der Anordnung in Fig. i b eine zum Kathodenleiter SK als Spiegelachse spiegelsymmetrische Anordnung zugeordnet wird. Von K gehen dann in beiden Richtungen Elektronenströme aus, von denen jeder in einem ihm zugeordneten Steuerraum beeinflußt und in einem besonderen Anfachraum zur Erzeugung ultrahochfrequenter Schwingungen ausgenutzt wird. Bei zylindrischer Anordnung der Elektroden bzw. Resonatoren entstehen dann Systeme mit Schlitzanode, Schlitzsteuergitter und Schlitzbeschleunigungsgitter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektronenröhrenanordnung zum Arbeiten mit ultrakurzen Wellen, unter Verwendung einer Mehrgitter-Bremsfeldröhre mit zwischen Beschleunigungsgitter und Kathode liegenden Steuergitter, dessen Gleichvorspannung wesentlich niedriger als diejenige des Beschleunigungsgitters ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein Resonanzgebilde an den Raum zwischen Steuergitter und Kathode (Steuerraum) und ein anderes Resonanzgebilde, daß dieselbe Betriebsfrequenz aufweist wie das zuerst erwähnte Resonanzgebilde, an den Raum zwischen Beschleunigungsgitter und Bremselektrode (Anfachraum) angekoppelt wird. z. Elektronenröhrenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die positive Spannung des Beschleunigungsgitters so hoch gewählt ist, daß die Röhre in der Nähe des oberen Endes des linear ansteigenden Teiles der Kennlinie arbeitet. 3. Elektronenröhrenanordnungnach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerraum im Spannungsbauch eines Steuerresonators und der Anfachraum im Spannungsbauch eines Anfachresonators liegen und der Beschleunigungsraum (zwischen Steuergitter und Beschleunigungsgitter) relativ zu der angefachten Schwingung verstimmt ist. 4. Verfahren zum Betrieb einer Elektronenröhrenanordnung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß bei ebenen Elektroden die Elektrodenspannungen so hoch gewählt sind, daß die Elektronenlaufzeit im Anfachraum weniger als die halbe Periodendauer, insbesondere ungefähr ein Drittel der Periodendauer der ultrahochfrequenten Schwingung beträgt. 5. Elektronenröhrenverstärkeranordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuer- und Anfachraum dadurch weitgehend entkoppelt sind, daß die Resonatoren nach verschiedenen Richtungen von den Elektroden verlaufend angeordnet sind. 6. Elektronenröhrenanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Resonatoren in der Grundschwingung erregt werden und die Elektroden über Spannungsknoten der Resonatoren die Vorspannungen zugeleitet erhalten. 7. Elektronenröhrenanordnungnach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß konzentrische Lechersysteme als Resonatoren dienen und vorzugsweise diese an ihren Enden kapazitivkurzgeschlossen sind. B. Elektronenröhrenanordnung nachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuer- und Anfachraum, insbesondere bei Empfangs- bzw. Generatoranordnungen, derart miteinander gekoppelt sind, daß bei passend gewählter Laufzeit der Elektronen im Steuer- und Beschleunigungsraum der gesteuerte Elektronenwechselstrom mit einer für die Anfachung günstigen Phase in den Anfachraum eintritt. g. Elektronenröhrenanordnungnach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerresonator und der Anfachresonator außer über die Entladungsstrecke noch zusätzlich miteinander gekoppelt sind und der Anfachresonator über eine teilweise als Kurzschlußkondensator wirkende Energieleitung mit einer Antenne gekoppelt ist. io. ElektronenröhrenanordnungnachAnspruchi oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige Kathode zwei im Gegentakt arbeitenden Systemen, bestehend aus je einem mit der Kathode und dem Steuergitter verbundenen Steuerresonator und je einem mit dem Beschleunigungsgitter und der Bremselektrode verbundenen Anfachresonator, angehört. i i. Elektronenröhrenanordnung nach Anspruch 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß auch der Beschleunigungsraum von einem konzentrischen Lechersystem gebildet wird.
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