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Tragbare Holzbearbeitungsmaschine Es ist bekannt, Einphasen -Wechselstrom-Induktionsmotoren
durch Verwendung von dauernd eingeschalteten Kondensatoren, - #sog. Betriebskondensatoren,
in ihren Laufeiggenschaften zu verbessern. Durch das Einschalten,derartiger ICondensatoren
in Hilfsphasen wird das Kippmoment erhöht undder cos (p verbessert. Die Betriebskondensatoren
werdendabei so bemessen, daß Idas Anzugsmoment des Motors 0,4 bis o,6 seines Nenndrehinomentes
beträgt. Würde man solche dauernd eingeschalteten Kondensatoren größer bemessen,
so würdedasbei normal linDauerbetriehbeanspruchten Motoren zu einer unzulässigen
E, rwärmung der Hilfsphasenwicklung führen. Infolgedessen ist der mit solchen Betricbskondensatoren
erzielbare Vorteil sehr begrenzt.
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Günstigere Ergebnisse zur Verbesserung der Anlaufeigenschaften von
Wechselstromniotoren der genannten Art erzielt man, wenn man Hilfsphase und größer
bemessene Kondensatoren nur beim Anlauf des Motors ein- und unmittelbar danach wieder
ausschaltet. Man erreicht mit diesen sog. Anlaufkondensatoren Anzugsmomente, die
das u,obi-s 3,5fache,des Nenndrehmornentes betragen. Zur Erhöhung des Kippmomentes
sind sie dagegen nicht geeignet; denn würde man sie entsprechend lange Zeit eingeschaltet
lassen, so würde das zu einer unzulässigen Erwärmung der Hilfsphasenwicl-.lung führen.
Zum selbsttätigen Abschalten unmittelbar nach ;dem Anlaufen des Motors hat man deshalb
schon Fliehkraftschalter angeordnet. Diese sind aber umständlich, teuer und in der
Wirkung nicht unbedingt zuverlässig. Außerdem haben die für den genannten Zweck
bemessenen Kondensatoren eine#h recht großen Platzbedarf und auch ein verhältnismäßi-
hohes Gewicht.
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Man hat auch schon beide Systeme miteinander vereinigt d. li.
an ' Motor sowohl einen
,2bschaltbaren großen Anlaufkondensator
und einen dauernd eingeschalteten kleinen Betriebsikondensator verwendet. Beim Anlauf
hat dann -der Motor die Eigens-chaften, die beider Erläuterung Ües zweiten Systems
erwähnt wurden,und im Betrieb entspricht der Motor denjenigen des ersten Systems.
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Die Erfahrungen mit tragbaren' Holizbearbeitungsmaschinen, insbesondere
Handkreissägen und 'Kettensteinmaschinen, zeigen nun, daß für deren Betriebsweise
weder Einphasen - Wechselstrom-Induktionsmotoren mit dauernd, eingeschalteten
Üblichen Betriebskondensatoren noch solche mit abschaltbaren Anlaufkondensatoren
zweckmäßig *sind. Die sog. Betriebskontdensatoren bringen zwar die Handkreissäge,zum
Anlaufen, geben ihr jedoch kein ausreichendes Drehinament, wie es (der Arbeiter
erwartet, der mit einer drehstronigetriebenen HandL kreissäge zu arbeiten gewohnt
ist. Schon bei geringen Über1.astungen, wie sie bei der üblichen Arbeitsweiee unvermeidlich-,
sind, werdeen solche -Motoren über ihr Kippinoment hinaus beansprucht, bleiben stehen
und werden deshalb vomHandwerker ,abgelehnt. Auch die mit großen Anliaufkondiensatoren
ausgestatteten tragbaren Holzbearbeitungsniaschinen stoßen in der Praxis auf Ablehnung.
Einmal werden die tragbaren Maschinen durchden Anbau der großen Kondensatoren zu
schwer und u nhandlich. Ferner ist die Bedienung sehr erschwert, weil manbei dem
einfachen Handwerker die genaue Befolgung der schwierigen Bedienungsvorechriften
für das Ein- --und Ausschalten nicht erreichen kann, Vor allem aber bleibt das Kippmoment
und damit die Überlastharkeit der Maschinen bei abgeschaltetem Anlaufkondens-ator
besonders weit unterder Grenze, die dem all-gemein gebräuchlichen Drehstrornmotor
eigentümlich ist. Sie kommen also als brauchbarer Ersiatz für Drehstrommotoren nicht
in Betracht.
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Das' führte schließlich dazu, daß bei tragbaren Holzbearbeitungsmaschinen
Wechselstrainkondensatormotoren bis. heute völlig ungebräuchlich ge-.blieben sind
und daß man z. B. in Amerika, versucht hat der Schwierigkeiten dadurch Herr zu werden,
W man übermäßig hochtourige Kollektormotoren (n# gooo/min) haut und tdie Tourenzahl
dann durch Untersetzungsgetriebe- herunfer transformiert. Derartige Lösungenkommen
jedoch für europäische Verhältnisse kaum in Betracht, weil die notwendigen Stückzahlen
fehlen, um die zugehörigen Getriebe mit der gewünschten Präzistion zu einem erschwinglichen
Preis herstellen zu können.
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Die Erfindung geht nun -von dem Gedankens aus, daß es eine Eigentümlichkeitder
genannten Han#dkreissägen und Kettensteinmaschinen ist, daß sie überhaupt nicht
im Dauerbetrieh beansprucht werden. Es genügt, wennsie für eine Ha:lbstundenleistung
ausgelegt und mit einem entsprechenden Hinweis -auf idem Typenscl-ül#d versehen
sind. Das stört den Käufer,cler Maschine nicht im geringsten; dermder Maschinenbenutzer
ist sich über die intermittierend&, Arbeitsweise der tragbaren Holzbearbeitungsmaschine
im klaren und weiß, daß auf einen jeden Sägeschnitt oder jedes, Stemmloch eine gewisse
Ruhepause folgt. Hier setzt die Erfindung ein. Sie besteht in einer Konstruktion,
#die für andere Betriebsverhältnisise nicht ohneweiteres anwendbar wäre, nämlich
darin, auf einer tragbaren HolzbearbeitungsmaschinemitEinphasen-Wechselstrom-Induktionsmotor
einen nur mit dem Motor ausschaltbaren Kondensator fest anzuordnen, dessen Kapazität
maximal Joppelt so groß ist -wie die ider bisher üblichen, nicht ausschaltbaren
Betriebskondensatoren"aber kleiner ist als dieder Anlaufkondensatoren; hierbei wird
für den Anlauf ein für diegenanntentragharenHolzbearbeitungsmaschinen völlig ausreichendes
Anzugsmoment erreicht, das dem o,5-_#bis i,ofachen Nenndrehmonient entspricht. Ferner
verleihtder so beinessene Kondensator dem Motor ein- Kippmoment, welches recht nahe,
z. B. 8.o"/o" an das Kippinoment des für (derartige Maschinen in der Regel verwendeten
Drehstrommotors herankommt. Es wird aliso gemäß der Erfindung auf dem Gebiet der
tragbaren Holzbearbeitungsmaschinen eine Lücke ausgefüllt in ihrem Anwendungsbereich"der
bisher zwis-chenden Motoren mit Betriebskondensatoren und,denjenigen mit ausschaltbaren
Anlaufkondensatoren unausgenutzt vorhanden war, wobei sich die räumliche und, gewichtsmäßige
Größe der Kondensatoren in Grenzen hält. -die bei den von Hand tragbaren Maschinen
noch nicht als lästig empfunden werden. Durch die Erfindung ist es denmach möglich
geworden, leichte und kleine Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmetoren mit ähnlich
hoher Leistung, wie sie die Drehstrommotoren haben, in tragbare Holzbearbeitungsmaschinen
einzubauen, welche gegenüber den bekannten Wechselstrommotoren in derartigen Holzbearbeitungsmaschinen
keine Kollektoren wie die Universal- und Repulsionsmotoren benötigen und für den
rauhen und staubigen Betrieb unempfindlicher und in der Herstellung billiger sind.
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Die Erfindung wird im folgenden unter Hinweis auf ein inder Zeichnung,dargestelltes
Ausführun#gsbeispiel -beschrieben-. Es zeigt Fig. i eine tragbare Holzbearbeitungsmaschine
(Handkreissäge) in Seitenansicht, Fig. 2 die vorgenannteDarstellunginAnsicht von
oben mit einem teilweisen Schnitt durch den Schalterdeckel, Fig. 3 einen
- schematischen Schaltplan des Kondensatoreinbaus.
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Über einer Tischplatte i ist ein Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmotor
#2 mit Hilfsphasenwicklung angeordnet, welcher eine Kreissäge 3 antreibt,
idie äuf dem oberen Teil durch eine Schutzhaube 4 überdeckt ist. Mittels eines vorderen
Handgriffes 5 und eines hinteren, Griffes 6 ist die Handkreiesäge
tragbar. Der hintere Handgriff #6,ist unten zu einem SchaUergehäuse 7 erweitert,
welches zum Einbau -des Schalter.9 8 mitseinen Zuleitungen seitlich offen
ist -und eine seitliche Aubaufläche hat. Der Schalter ist zweckmäßig vom Handgriff
6 aus bedienbar. Im Schaltergehäuse 7 f ühren die Leitungen vom Motor,
durch das Schaltergehäuse 7 überdeckt, zum Schalter. An der Anbaufläche
des Schaltergehäuses 7 ist ein Kondensator io angebaut, und
zwar
führt seine Zuleitun- zur Hilfsphase. Seine Anschlußseite liegt in unmittelbarer
Nähe zur Anschlußseite des Schalters 8. Sein Schalterdeckel
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ist so ausgebildet, daß er den Kondensator io und die Stromzuführungii enthält
und die Anschlußseite in eine Ausnehmung 12 des Deckels ragt. Dadurch, daß der Scharterdeckel
9 zusammen mit Stromzuführung, Kondensator und Schaltergehäuse durch mehrere
Schrauben 13 mit dem Handgriff 6
fest verbunden ist, nehmen die genannten
Teile an den Sch-wenkbewegungen der Maschine teil, wenn d,iese in an sich bekannter
Weist auf verschieden tiefe Sägeschnitte eingestellt wird. Die Schaltung des Kondensators
io ist in Fig. 3 schematisch dargestellt. R und 0 sind die Zuleitungen
für den Einpliasenwechselstrom. R führt einerseits über einen Schalter und den Kondensator
io.zu.r Hilfsphase und; anderseits zur Arbeitsphase. An Stelle eines einzigen Kondensators
können natürlich auch mehrere kleine Kondensatoren parallel geschaltet werden.