DE873490C - Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Milchpraeparates fuer diaetetische Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Milchpraeparates fuer diaetetische Zwecke

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DE873490C
DE873490C DEL10425A DEL0010425A DE873490C DE 873490 C DE873490 C DE 873490C DE L10425 A DEL10425 A DE L10425A DE L0010425 A DEL0010425 A DE L0010425A DE 873490 C DE873490 C DE 873490C
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milk
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milk preparation
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Heinz Dr Med Lemke
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
    • A23C7/00Other dairy technology
    • A23C7/04Removing unwanted substances other than lactose or milk proteins from milk
    • A23C7/043Removing unwanted substances other than lactose or milk proteins from milk using chemicals in liquid or solid state, e.g. flocculating, adsorbing or extracting agents
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
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    • A23C9/00Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Milchpräparates für diätetische Zwecke Kuhmilch, Ziegenmilch usw. weisen gegenüber Albumin-Milcharten eine schwerere Verdaulichkeit auf, die durch ihre gröbere Gerinnselbildung im Magendarmkanal bei gleichzeitiger Einwirkung von proteolytischem Ferment und Magensäure bedingt ist. Dieser Umstand hat schon mehrfach Veranlassung gegeben, durch Veränderung der Salzgehalte eine feinere Gerinnselbildung und damit eine leichtere Verdaulichkeit zu erzielen. Die Versuche, weich gerinnende Milch auf diesem Wege herzustellen, haben sich praktisch nicht durchsetzen können, da die grobe Gerinnselbildung auf diesem Wege kaum verfeinert wurde.
  • Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer leicht verdaulichen Trinkmilch, das auf diesem Gebiet einen erheblichen Fortschritt bringt. Das neue Verfahren besteht darin, daß der Kuhmilch Calciumo@yd und Alkalicarbonat zugesetzt werden, wobei die Mischung auf etwa 70° erhitzt und der dabei entstehende Niederschlag abgetrennt wird. Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, daß ähnlich wie bei der Blutgerinnung auch bei der Milchgerinnung das Calcium eine entscheidende Rolle spielt. Kuhmilch hat einen relativ hohen Kalkgehalt, der bei Labfermenteinwirkung zu einer sehr festen Gerinnselbildung führt, eine Wirkung, die praktisch in der Käserei ausgewertet wird. Für die besonderen Verhältnisse des Kälbermagens ist diese feste Gerinnselbildung bestimmt physiologisch, aber nicht für diejenige des menschlichen Magens.
  • Mit der Hilfe des neuen Verfahrens ist es möglich, der Kuhmilch, Ziegenmilch u. dgl. das Calcium in dem gewünschten Ausmaß zu entziehen, wobei man die Trinkmilch erhält, die wesentlich leichter verdaulich ist als die Frischrriilch und deshalb von allen Menschen vertragen wird.
  • Sollte bei diesem Verfahren eine Überalkalisierung der Milch eintreten, die nur geringfügig sein kann, so kann diese Überalkalisierung durch Zusatz von etwas Citronensäure oder einer anderen für den menschlichen Genuß geeigneten Säure ausgeglichen werden, so daß das Endprodukt einen pH von etwa 6,8 hat und damit einer Frischmilch entspricht. Ausführungsbeispiel i ooo 1 Kuhmilch erhalten einen Zusatz von i kg Calcium Oxydatum Anhydricum in Pulverform und 2 kg Natrium- oder Kaliumcarbonat. Diese Mischung wird unter Rühren auf etwa 7o° erhitzt. Hierbei entsteht ein Niederschlag, der den größten Teil der in der Kuhmilch enthaltenen Calciumsalze mit sich reißt und durch Abfiltern über mittelfeinen Tüchern leicht abgetrennt werden kann. Die derart entkalkte Milch ist in ihrem Geschmack nicht wesentlich verändert und bildet bei Verdauung mit Magensaft wesentlich feinere Gerinnsel als unvorbehandelte Kuhmilch oder auch als homogenisierte Kuhmilch.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Milchpräparates für diätetische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, daß auf ioo Teile Kuhmilch o,i Teil Calciumoxyd und o,2 Teile Alkalicarbonat zugesetzt werden, die Mischung auf etwa 7o° erhitzt wird und der dabei entstehende Niederschlag abgetrennt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die dabei entstehende, praktisch unbedeutsame Überalkalisierung der Milch durch einen geringfügigen Zusatz von Citronensäure oder einer anderen für den menschlichen Genuß geeigneten Säure ausgeglichen wird, so daß das Endprodukt einen PH von etwa 6,8 hat und damit einer Frischmilch entspricht.
DEL10425A 1951-10-22 1951-10-22 Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Milchpraeparates fuer diaetetische Zwecke Expired DE873490C (de)

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DE1086530B (de) * 1958-05-19 1960-08-04 Hoval A G Verfahren zur Herstellung von mit leichtloeslichem, organischem Kalziumsalz angereicherter Milch

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