CH313363A - Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Trinkmilchpräparates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Trinkmilchpräparates

Info

Publication number
CH313363A
CH313363A CH313363DA CH313363A CH 313363 A CH313363 A CH 313363A CH 313363D A CH313363D A CH 313363DA CH 313363 A CH313363 A CH 313363A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
milk
production
easily digestible
milk preparation
drinking milk
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Dr Med Lemke
Original Assignee
Heinz Dr Med Lemke
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heinz Dr Med Lemke filed Critical Heinz Dr Med Lemke
Publication of CH313363A publication Critical patent/CH313363A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23CDAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; MAKING OR TREATMENT THEREOF
    • A23C7/00Other dairy technology
    • A23C7/04Removing unwanted substances other than lactose or milk proteins from milk
    • A23C7/043Removing unwanted substances other than lactose or milk proteins from milk using chemicals in liquid or solid state, e.g. flocculating, adsorbing or extracting agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description


  Verfahren zur     Herstellung    eines leicht verdaulichen     Trinkmilchpräparates       Die vorliegende     Erfindung    betrifft ein  Verfahren zur     Herstellung    eines leicht ver  daulichen     Trinkmilchpräparates,    welches da  durch     gekennzeichnet    ist, dass auf 100 Teile  Rohmilch 0,1 Teil     Kalziumoxyd        Lind    0,2 Teile       Alkalikarbonat    zugesetzt werden, die     Mi-          schun        ,,    auf 70 C erhitzt und der dabei ent  stehende Niederschlag     abgetrennt    wird.  



       Kuhmileh,    Ziegenmilch     usw.    weisen gegen  über     Albumin-Milcharten    eine schwerere     Ver-          claulichkeit    auf, die auf eine gröbere     Ge-          rinnselbildung    im     Magendarmkanal    zurück  zuführen ist. Es wurde versucht, durch Ver  änderung des Salzgehaltes eine feinere     Ge-          rinnselbildung    und damit eine leichtere     Ver-          dauliehkeit    zu erzielen.

   Die Versuche, weich  gerinnende     Milchen    auf diesem Weg her  zustellen, haben praktisch nicht befriedigt,  da so die     Gerinnselbildung    kaum verfeinert  werde.  



  Ähnlich wie bei der Blutgerinnung, spielt  auch bei der Milchgerinnung das Kalzium  eine entscheidende Rolle. Rohmilch hat einen  relativ hohen Kalkgehalt, der bei     Lab-          ferrnenteinwirkung    zu einer sehr festen     Ge-          rinnselbildung    führt, eine Wirkung, die  praktisch in der Käserei ausgewertet. wird.

    Für die besonderen Verhältnisse des     Kälber-          ma.-ens    ist diese feste     Gerinnselbildung    phy  siologisch, aber nicht. für diejenige des       inensehlichen    Magens.     Erfindungsgemäss    wird  Kalzium, welches die Ursache der groben Ge-         rinnselbildung    ist, aus der Milch entfernt.  Die Entfernung gelang bisher nur mittels       Ionenaustauschern,        dialytischen    und     elektro-          dialytischen    Verfahren. Diese Verfahren  sind unwirtschaftlich und nicht geeignet,  sehr grosse Milchmengen rationell zu verar  beiten.

   Ausserdem bewirken diese Verfahren  eine     Entsalzung    vor allem durch Reduktion  der einwertigen Ionen in Milch, nämlich von  Natrium und Kalium. Die reaktionsträgeren  zweiwertigen Ionen, wie Kalzium, werden  nur unvollkommen aus der Milch entfernt.  Überraschenderweise wurde gefunden, dass  sich die gewünschte     Kalziumentfernung     durchführen lässt, wenn man der Milch     Kal-          ziumoxyd        Lind        Alkalikarbonat    zusetzt, ohne  dass hierdurch die übrigen Salzverhältnisse in  der Milch wesentlich gestört werden.  



  Mit der Hilfe des neuen Verfahrens ist es  möglich, der Kuhmilch, Ziegenmilch und  dergleichen das Kalzium in dem     gewünschten          Ausmass    zu entziehen, wobei man eine Trink  milch erhält, die wesentlich leichter verdau  lich ist als die Frischmilch und die deshalb  von allen     Menschen    vertragen wird.  



  Sollte bei dem erfindungsgemässen Ver  fahren eine     Überalkalisierung    der Milch ein  treten, die nur     geringfügig    sein kann, so  kann diese     überalkalisierung    durch Zusatz  von etwas Zitronensäure oder einer andern  für den menschlichen Genuss geeigneten      Säure ausgeglichen werden, so     dass    das End  produkt ein     pH    von etwa 6,8 hat, welches       13H    demjenigen einer Frischmilch entspricht.

         Aus   <I>f</I>     ii.hrungsb   <I>eis</I>     piel     1000 1 Kuhmilch erhalten einen Zusatz von  1 kg, Kalzium     OYydatum        Anhy        dricum    in Pul  verform und 2     kg,    Natrium- oder     Kaliumkar-          bonat.    Diese     Mischung    wird unter Rühren  auf etwa.     70     C erhitzt. Hierbei entsteht ein  Niederschlag, der durch     Abfiltern    über mit  telfeinen Tüchern leicht. abgetrennt werden  kann.

   Die derart     entkalkte    Milch ist in ihrem  Geschmack nicht. wesentlich verändert und  bildet bei Verdauung mit     Magensaft    wesent  lich feinere Gerinnsel als     unvorbehandeite     Kuhmilch oder auch als homogenisierte     Kuh-          mil    eh.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung, eines leicht verdaulichen Trinkmilchpräparates, dadurch gekennzeichnet, dass auf 100 Teile Rohmilch 0,1 Teil Kalziumolyd und 0,2 Teile Alkali karbonat zugesetzt werden, die Mischung auf 70 C erhitzt und der dabei entstehende Nie derschlag abgetrennt. wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass eine Überalkali sierung der Milch durch einen Zusatz einer organischen Säure ausgeblichen wird, so dass das Endprodukt ein pH von 6,8 hat. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Zitronensäure benutzt..
CH313363D 1951-10-22 1952-10-20 Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Trinkmilchpräparates CH313363A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE313363X 1951-10-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH313363A true CH313363A (de) 1956-04-15

Family

ID=6140095

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH313363D CH313363A (de) 1951-10-22 1952-10-20 Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Trinkmilchpräparates

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH313363A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113873888A (zh) * 2019-05-27 2021-12-31 菲仕兰坎皮纳荷兰公司 营养组合物

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113873888A (zh) * 2019-05-27 2021-12-31 菲仕兰坎皮纳荷兰公司 营养组合物

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60317057T2 (de) Verfahren zur herstellung eines lactosefreien milchprodukts
DE60110374T2 (de) Filtrationsverfahren fuer einen milchstrom
DE60123311T2 (de) Verfahren zum Herstellen einer Milch-Calcium-Zusammensetzung
CN107510026B (zh) 食盐及其制备方法和系统
DE60016482T2 (de) Milchmineralienzusammensetzung
DE2622020A1 (de) Verfahren zur behandlung eines natriumlaurylsulfat/protein-komplexes unter bildung eines eiweissersatzes
CH313363A (de) Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Trinkmilchpräparates
JPH02303450A (ja) オリゴ糖含量を高めた牛乳の調製法
DE69924814T2 (de) Neue, von milch abgeleitete magnesium/calcium-materialien und verfahren zu deren herstellung
DE873490C (de) Verfahren zur Herstellung eines leicht verdaulichen Milchpraeparates fuer diaetetische Zwecke
DE2649853C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer konzentrierten, gezuckerten pflanzlichen Milch
JPS6387944A (ja) 乳清ミネラルおよびその利用
JPS60248152A (ja) 強化用カルシウム塩、その製法及び利用
DE810341C (de) Verfahren zur Herstellung von Speiseeis und analogen Genussmitteln
DE832240C (de) Verfahren zum UEberfuehren von Trockenkasein in aufgeschlossenes Milcheiweiss
US223038A (en) Improvement in food for invalids
JPH0260303B2 (de)
DE945304C (de) Verfahren zur Gewinnung von back- und schaumfaehigem Milcheiweiss aus Molke
DE1053295B (de) Verfahren zur Herstellung von Sauermilchspeise
US700631A (en) Modified milk and process of obtaining same.
DE804092C (de) Verfahren zur Herstellung eines Milchzuckererzeugnisses
DE919513C (de) Verfahren zur Steuerung und/oder Stabilisierung der Wirkung hoher Temperaturen auf Viskositaet und Gerinnung bei der Behandlung von fluessigen Milchprodukten zur Herstellung konzentrierter fluessiger Produkte mit einem erhoehten Anteil von Milchtrockenmasse
EP1711072B1 (de) Verfahren zur herstellung einer calcium-laktat-malat verbindung und calcium-laktat-malat verbindung
AT162977B (de) Verfahren zur Gewinnung von schlagfähigem Eiweiß aus Hefe
US1167434A (en) Process of producing casein and product thereof.