DE873166C - Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen - Google Patents
Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder FutterruebensamenInfo
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- DE873166C DE873166C DES2715A DES0002715A DE873166C DE 873166 C DE873166 C DE 873166C DE S2715 A DES2715 A DE S2715A DE S0002715 A DES0002715 A DE S0002715A DE 873166 C DE873166 C DE 873166C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C1/00—Apparatus, or methods of use thereof, for testing or treating seed, roots, or the like, prior to sowing or planting
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Soil Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45b GRUPPE 1oi
S 2715 III 145h
. Wilhelm Knolle, Heidelberg
ist als Erfinder genannt worden
Saat- und Ernte-Technik G. m. b. H., Eschwege (Hess.)
Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder
Futterrüb ens amen
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 9. April 195O1 an
Patentanmeldung bekanntgemacht am 10. Juli 1952
Patenterteilung bekanntgemacht am 26. Februar 1953
Die von den samentragenden Zucker- und Futterrübenpflanzen geernteten Samenkapseln enthalten in
der Regel mehrere Keimlinge. Es kommt zwar auch vor, daß nur ein einziger Keimling in einer
Samenkapsel enthalten ist, jedoch bilden solche Samenkapseln die Ausnahme; in der Regel sind
drei bis fünf solcher Keimlinge in einer Kapsel enthalten.
Eine derartige Samenkapsel entsteht dadurch, daß die an der Pflanze getrennten Fruchtknoten,
die den Keimling umschließen, im Laufe der Samenreife zusammenwachsen. Fig. 1 zeigt schematisch
einen Schnitt durch eine derartige Samenkapsel, bei dem durch Kreuzschraffur die- aus den
Fruchtknoten gebildete Samenhülle angedeutet ist, während die eigentlichen Keimlinge weiß gelassen
sind.
(Es ist nun, um den Keim vor dem Einfluß von schädlichen Bodenpilzen u. dgl. zu schützen und
um weiterhin um den Keim herum eine Feuchtigkeit absorbierende und speichernde, korkartige,
zum Teil aus den Kelch- und Blütenblättern bestehende Umhüllung zu behalten, wichtig, daß die
aus Gründen der Ersparnis von Pflegearbeit auf dem Feld erwünschte S amenzerteilung derart geschieht,
daß um jeden Keim herum die Umhüllung nebst ihren blättchenartigen Anhängseln möglichst
vollständig erhalten wird. Würde man die Zerteilung der Samenkapseln durch eine Art von Abschleifen
(Mahlen) vornehmen, so würde man diese
Anhängsel beseitigen und dadurch die zum Teil aus den Kelch- und Blütenblättern bestehende, feuchtigkeitsspeichernde
Umhüllung mindestens teilweise entfernen, wodurch ein rasches Aufgehen der Keime, die sog. Keimfreudigkeit, insbesondere bei
trockener Witterung behindert werden würde. Deshalb soll, eine Zerteilung der Samenkapseln nach
Möglichkeit so erfolgen, wie in Fig. ι schematisch angedeutet ist. Man muß anstreben, von der beispielsweise
drei Keime enthaltenden Samenkapsel zunächst durch einen Schnitt bzw. einen Bruch
nach Linie a-a den Teil I abzutrennen und danach
durch einen weiteren Schnitt oder Bruch nach Linie b-h die Teile II und III abzusondern. Dann
1S bleiben die Keime selbst unverletzt, also in ihrer Keimfähigkeit ungemindert, und von einer korkartigen
Hülle allseitig umgeben, also in ihrer Keimfreudigkeit ungeschmälert. Die Vorrichtung gemäß
der Erfindung dient zur Ausübung einer solchen so Zerteilung mehrkeimiger Samenkapseln von Zuckerund
Fütterrüben.
Die in Fig. 2 im senkrechten Längsschnitt dargestellte
Spaltvorrichtung besteht aus einer feststehenden Einlaufglocke i mit Zulauföffnungen 2
für das zu bearbeitende Saatgut. In der Mittelachse der Einlaufglocke ι ist mittels einer Lagerwelle 3
eine umlaufende Scheibe 4 angeordnet, deren Antrieb in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Am
unteren Rand der Einlaufglocke 1 und am oberen Rand der umlaufenden Scheibe 4 sind Zähne angeordnet,
mit denen die Spaltung der Samenkapseln erfolgt.
Die Zähne. 5 der feststehenden Einlaufglocke besitzen
Schneiden 6, die in einer Horizontalebene angeordnet sind. Der Zahngrund 7 verläuft derart
schräg, daß die Höhe der Zähne 5, d. h. ihr Überstand aber den Zahngrund, in Richtung von innen
tiach außen abnimmt.
Die Zähne 8 der umlaufenden Scheibe 4 liegen mit ihren Schneidkanten 9 und mit ihrem Zahngrund
10 parallel zueinander und in Horizontalebenen. Die Schneidkanten 9 liegen etwa in der
Höhe der oberen Fläche der umlaufenden Scheibe4, und die Zähne 8 erstrecken sich nach innen zu über
den Bereich der feststehenden Zähne 5 der Einlaufglocke hinaus. Auf diese Weise bilden die inneren
Enden der Zähne 8 Einfallöffnungen· für die zu zerteilenden
Samenkapseln, so daß diese in den Wirkungsbereich der Zähne 5, 8 gelangen, wenn sich
die Scheibe 4 dreht, wodurch die Samenkapseln .nach außen geschleudert werden. Um dies zu ermöglichen,
ist die Höhe der Zähne in der feststehenden Glocke ι an ihrem inneren Anfang und die
Höhe der Zähne 8 über ihre ganze Länge hin so 5.5 bemessen, daß der Freiraum zwischen den beiderseitigen
Zahngründen 7 und 10 am inneren Anfang
der Zähne etwas größer ist als das Maß der in der Vorrichtung zu bearbeitenden Samenkapsel, ünH
der Überstand der Zähne 8 über die Zähne 5 ist so groß gehalten, daß derartige Samenkapseln mit
Sicherheit zwischen die Zähne gelangen können. Falls mittels der Vorrichtung Samenkapseln bearbeitet
werden sollen, die bereits einmal in einer vorgeschalteten, grundsätzlich gleich gestalteten
Vorrichtung teilweise aufgespalten worden sind, richtet sich die Größenabmessung der Zähne nach
der Größe der aus der vorgeschalteten Vorrichtung austretenden Samenkapselteile. Die Höhe der Zähne
in der umlaufenden Scheibe beträgt zweckmäßig etwa die Hälfte bis ein Drittel der Größe der in der
Vorrichtung zu bearbeitenden umfangreichsten Samenkapseln. Darüber hinaus kann zum Zweck
der Feineinstellung der Spalt zwischen der umlaufenden Scheibe und der feststehenden Einlaufglocke
regelbar sein.
Wie aus Fig. 3, die eine Draufsicht auf einen Teil der umlaufenden Scheibe 4 darstellt, ersichtlich,
verlaufen die Zähne 8 der umlaufenden Scheibe 4 radial. Die durch die gestrichelt gezeichneten
Schneidkanten 6 dargestellten darüiberliegenden Zähne 5 der feststehenden Glocke 1 dagegen
verlaufen derart, daß sie mit den Zähnen 8 einen Winkel bilden. Dieser ist so gelegt, daß die
äußeren Enden der Zähne 5 der feststehenden Einlaufglocke im Sinne der Drehrichtung A der umlaufenden
Scheibe 4 den inneren Enden der Zahnes
vorauseilen.
Fig. 4 zeigt in vergrößertem Maßstab einen abgewickelten senkrechten Schnitt durch Fig. 2 in
Höhe der Linie c-c. Man ersieht aus dieser Darstellung, daß die Zahnlücken erheblich größer sind
als die Zahnprofile, so daß die abgetrennten Samenkapselabschnitte
nach außen hin ungestört aus dem Zahnbereich austreten können, sobald sie durch die
Spaltung auf ein Maß gebracht worden sind, daß die Höhe der Zähne 8' in der umlaufenden Scheibe
nicht überschreitet bzw. jedenfalls geringer ist als dieses Maß zuzüglich dem verbleibenden Spalt. Am
äußeren Rand der Vorrichtung, ist die Höhe der Zähne 5 in der feststehenden (Einlaufglocke auf ein
ganz geringes Maß abgesunken.
Claims (9)
1. Spaltvorrichtung zur Zerteilung mehrkeimiger Rübensamen in einkeimige, von der
Samenhülle noch ganz oder teilweise umschlossene Samen, gekennzeichnet durch feststehende
Schneiden (6) einerseits und diesen gegenüber bewegte Schneiden (9) andererseits, durch die
von den mehrere Keime enthaltenden Kapseln Teile etwa in Form von Kugelabschnitten abgetrennt
werden.
2. Spaltvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Spalt zwischen der Ebene
der feststehenden Schneiden (6) einerseits und der bewegten Schneiden (9) andererseits.
3. Spaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt regelbar ist.
4. Spaltvorrichtung nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
feststehenden Schneiden (6) am unterenUmiang oder Rand einer feststehenden Einlaufglocke (1)
und die bewegten Schneiden (9) auf einer waagerecht angeordneten Scheibe (4) sitzen.
5· Spaltvorrichtung nach Anspruch^ dadurch
gekennzeichnet, daß die Zahnlücken größer sind als die Profile der Zähne (5, 8).
6. Spaltvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnlücken um so viel
größer als die Profile der Zähne (5, 8) sind, daß die Samenabschnitte, welche kleiner geworden
sind als die Austrittsöfinungen der Spaltvorrichtungen,
durch die Zentrifugalkraft ungestört aus dem Bereich der Zähne herausgeschleudert
werden.
7. Spaltvorrichtung nach Anspruch 4 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand
der Zahngründe von innen nach außen abnimmt.
8. Spaltvorrichtung nach Anspruch 4 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sich die
bewegten Zähne (8) der bewegten Scheibe (4) nach innen weiter erstrecken als die festen
Zähne (5) der Einlauf glocke (1).
9. Spaltvorrichtung nach Anspruch 4 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die
gegeneinander arbeitenden Zähne unter einem solchen Winkel zueinander stehen, daß die Spaltung
unter einer nach außen wirkenden Schwerkraft erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©5828 3.53
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES2715A DE873166C (de) | 1950-04-09 | 1950-04-09 | Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES2715A DE873166C (de) | 1950-04-09 | 1950-04-09 | Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE873166C true DE873166C (de) | 1953-11-23 |
Family
ID=7469777
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES2715A Expired DE873166C (de) | 1950-04-09 | 1950-04-09 | Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE873166C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019113B (de) * | 1952-11-25 | 1957-11-07 | Frederik Bjarne Varding Hasse | Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Samen |
-
1950
- 1950-04-09 DE DES2715A patent/DE873166C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019113B (de) * | 1952-11-25 | 1957-11-07 | Frederik Bjarne Varding Hasse | Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Samen |
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