DE873166C - Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen - Google Patents

Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen

Info

Publication number
DE873166C
DE873166C DES2715A DES0002715A DE873166C DE 873166 C DE873166 C DE 873166C DE S2715 A DES2715 A DE S2715A DE S0002715 A DES0002715 A DE S0002715A DE 873166 C DE873166 C DE 873166C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
splitting device
teeth
moving
fixed
cutting edges
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES2715A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr-Ing Knolle
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SAAT und ERNTE TECHNIK GmbH
Original Assignee
SAAT und ERNTE TECHNIK GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SAAT und ERNTE TECHNIK GmbH filed Critical SAAT und ERNTE TECHNIK GmbH
Priority to DES2715A priority Critical patent/DE873166C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE873166C publication Critical patent/DE873166C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C1/00—Apparatus, or methods of use thereof, for testing or treating seed, roots, or the like, prior to sowing or planting

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 45b GRUPPE 1oi
S 2715 III 145h
. Wilhelm Knolle, Heidelberg
ist als Erfinder genannt worden
Saat- und Ernte-Technik G. m. b. H., Eschwege (Hess.)
Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder
Futterrüb ens amen
Patentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 9. April 195O1 an
Patentanmeldung bekanntgemacht am 10. Juli 1952
Patenterteilung bekanntgemacht am 26. Februar 1953
Die von den samentragenden Zucker- und Futterrübenpflanzen geernteten Samenkapseln enthalten in der Regel mehrere Keimlinge. Es kommt zwar auch vor, daß nur ein einziger Keimling in einer Samenkapsel enthalten ist, jedoch bilden solche Samenkapseln die Ausnahme; in der Regel sind drei bis fünf solcher Keimlinge in einer Kapsel enthalten.
Eine derartige Samenkapsel entsteht dadurch, daß die an der Pflanze getrennten Fruchtknoten, die den Keimling umschließen, im Laufe der Samenreife zusammenwachsen. Fig. 1 zeigt schematisch einen Schnitt durch eine derartige Samenkapsel, bei dem durch Kreuzschraffur die- aus den Fruchtknoten gebildete Samenhülle angedeutet ist, während die eigentlichen Keimlinge weiß gelassen sind.
(Es ist nun, um den Keim vor dem Einfluß von schädlichen Bodenpilzen u. dgl. zu schützen und um weiterhin um den Keim herum eine Feuchtigkeit absorbierende und speichernde, korkartige, zum Teil aus den Kelch- und Blütenblättern bestehende Umhüllung zu behalten, wichtig, daß die aus Gründen der Ersparnis von Pflegearbeit auf dem Feld erwünschte S amenzerteilung derart geschieht, daß um jeden Keim herum die Umhüllung nebst ihren blättchenartigen Anhängseln möglichst vollständig erhalten wird. Würde man die Zerteilung der Samenkapseln durch eine Art von Abschleifen (Mahlen) vornehmen, so würde man diese
Anhängsel beseitigen und dadurch die zum Teil aus den Kelch- und Blütenblättern bestehende, feuchtigkeitsspeichernde Umhüllung mindestens teilweise entfernen, wodurch ein rasches Aufgehen der Keime, die sog. Keimfreudigkeit, insbesondere bei trockener Witterung behindert werden würde. Deshalb soll, eine Zerteilung der Samenkapseln nach Möglichkeit so erfolgen, wie in Fig. ι schematisch angedeutet ist. Man muß anstreben, von der beispielsweise drei Keime enthaltenden Samenkapsel zunächst durch einen Schnitt bzw. einen Bruch nach Linie a-a den Teil I abzutrennen und danach durch einen weiteren Schnitt oder Bruch nach Linie b-h die Teile II und III abzusondern. Dann 1S bleiben die Keime selbst unverletzt, also in ihrer Keimfähigkeit ungemindert, und von einer korkartigen Hülle allseitig umgeben, also in ihrer Keimfreudigkeit ungeschmälert. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung dient zur Ausübung einer solchen so Zerteilung mehrkeimiger Samenkapseln von Zuckerund Fütterrüben.
Die in Fig. 2 im senkrechten Längsschnitt dargestellte Spaltvorrichtung besteht aus einer feststehenden Einlaufglocke i mit Zulauföffnungen 2 für das zu bearbeitende Saatgut. In der Mittelachse der Einlaufglocke ι ist mittels einer Lagerwelle 3 eine umlaufende Scheibe 4 angeordnet, deren Antrieb in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Am unteren Rand der Einlaufglocke 1 und am oberen Rand der umlaufenden Scheibe 4 sind Zähne angeordnet, mit denen die Spaltung der Samenkapseln erfolgt.
Die Zähne. 5 der feststehenden Einlaufglocke besitzen Schneiden 6, die in einer Horizontalebene angeordnet sind. Der Zahngrund 7 verläuft derart schräg, daß die Höhe der Zähne 5, d. h. ihr Überstand aber den Zahngrund, in Richtung von innen tiach außen abnimmt.
Die Zähne 8 der umlaufenden Scheibe 4 liegen mit ihren Schneidkanten 9 und mit ihrem Zahngrund 10 parallel zueinander und in Horizontalebenen. Die Schneidkanten 9 liegen etwa in der Höhe der oberen Fläche der umlaufenden Scheibe4, und die Zähne 8 erstrecken sich nach innen zu über den Bereich der feststehenden Zähne 5 der Einlaufglocke hinaus. Auf diese Weise bilden die inneren Enden der Zähne 8 Einfallöffnungen· für die zu zerteilenden Samenkapseln, so daß diese in den Wirkungsbereich der Zähne 5, 8 gelangen, wenn sich die Scheibe 4 dreht, wodurch die Samenkapseln .nach außen geschleudert werden. Um dies zu ermöglichen, ist die Höhe der Zähne in der feststehenden Glocke ι an ihrem inneren Anfang und die Höhe der Zähne 8 über ihre ganze Länge hin so 5.5 bemessen, daß der Freiraum zwischen den beiderseitigen Zahngründen 7 und 10 am inneren Anfang der Zähne etwas größer ist als das Maß der in der Vorrichtung zu bearbeitenden Samenkapsel, ünH der Überstand der Zähne 8 über die Zähne 5 ist so groß gehalten, daß derartige Samenkapseln mit Sicherheit zwischen die Zähne gelangen können. Falls mittels der Vorrichtung Samenkapseln bearbeitet werden sollen, die bereits einmal in einer vorgeschalteten, grundsätzlich gleich gestalteten Vorrichtung teilweise aufgespalten worden sind, richtet sich die Größenabmessung der Zähne nach der Größe der aus der vorgeschalteten Vorrichtung austretenden Samenkapselteile. Die Höhe der Zähne in der umlaufenden Scheibe beträgt zweckmäßig etwa die Hälfte bis ein Drittel der Größe der in der Vorrichtung zu bearbeitenden umfangreichsten Samenkapseln. Darüber hinaus kann zum Zweck der Feineinstellung der Spalt zwischen der umlaufenden Scheibe und der feststehenden Einlaufglocke regelbar sein.
Wie aus Fig. 3, die eine Draufsicht auf einen Teil der umlaufenden Scheibe 4 darstellt, ersichtlich, verlaufen die Zähne 8 der umlaufenden Scheibe 4 radial. Die durch die gestrichelt gezeichneten Schneidkanten 6 dargestellten darüiberliegenden Zähne 5 der feststehenden Glocke 1 dagegen verlaufen derart, daß sie mit den Zähnen 8 einen Winkel bilden. Dieser ist so gelegt, daß die äußeren Enden der Zähne 5 der feststehenden Einlaufglocke im Sinne der Drehrichtung A der umlaufenden Scheibe 4 den inneren Enden der Zahnes vorauseilen.
Fig. 4 zeigt in vergrößertem Maßstab einen abgewickelten senkrechten Schnitt durch Fig. 2 in Höhe der Linie c-c. Man ersieht aus dieser Darstellung, daß die Zahnlücken erheblich größer sind als die Zahnprofile, so daß die abgetrennten Samenkapselabschnitte nach außen hin ungestört aus dem Zahnbereich austreten können, sobald sie durch die Spaltung auf ein Maß gebracht worden sind, daß die Höhe der Zähne 8' in der umlaufenden Scheibe nicht überschreitet bzw. jedenfalls geringer ist als dieses Maß zuzüglich dem verbleibenden Spalt. Am äußeren Rand der Vorrichtung, ist die Höhe der Zähne 5 in der feststehenden (Einlaufglocke auf ein ganz geringes Maß abgesunken.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Spaltvorrichtung zur Zerteilung mehrkeimiger Rübensamen in einkeimige, von der Samenhülle noch ganz oder teilweise umschlossene Samen, gekennzeichnet durch feststehende Schneiden (6) einerseits und diesen gegenüber bewegte Schneiden (9) andererseits, durch die von den mehrere Keime enthaltenden Kapseln Teile etwa in Form von Kugelabschnitten abgetrennt werden.
2. Spaltvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Spalt zwischen der Ebene der feststehenden Schneiden (6) einerseits und der bewegten Schneiden (9) andererseits.
3. Spaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt regelbar ist.
4. Spaltvorrichtung nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehenden Schneiden (6) am unterenUmiang oder Rand einer feststehenden Einlaufglocke (1) und die bewegten Schneiden (9) auf einer waagerecht angeordneten Scheibe (4) sitzen.
5· Spaltvorrichtung nach Anspruch^ dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnlücken größer sind als die Profile der Zähne (5, 8).
6. Spaltvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnlücken um so viel größer als die Profile der Zähne (5, 8) sind, daß die Samenabschnitte, welche kleiner geworden sind als die Austrittsöfinungen der Spaltvorrichtungen, durch die Zentrifugalkraft ungestört aus dem Bereich der Zähne herausgeschleudert werden.
7. Spaltvorrichtung nach Anspruch 4 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Zahngründe von innen nach außen abnimmt.
8. Spaltvorrichtung nach Anspruch 4 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß sich die bewegten Zähne (8) der bewegten Scheibe (4) nach innen weiter erstrecken als die festen Zähne (5) der Einlauf glocke (1).
9. Spaltvorrichtung nach Anspruch 4 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die gegeneinander arbeitenden Zähne unter einem solchen Winkel zueinander stehen, daß die Spaltung unter einer nach außen wirkenden Schwerkraft erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
©5828 3.53
DES2715A 1950-04-09 1950-04-09 Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen Expired DE873166C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES2715A DE873166C (de) 1950-04-09 1950-04-09 Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES2715A DE873166C (de) 1950-04-09 1950-04-09 Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE873166C true DE873166C (de) 1953-11-23

Family

ID=7469777

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES2715A Expired DE873166C (de) 1950-04-09 1950-04-09 Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Zucker- oder Futterruebensamen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE873166C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019113B (de) * 1952-11-25 1957-11-07 Frederik Bjarne Varding Hasse Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Samen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1019113B (de) * 1952-11-25 1957-11-07 Frederik Bjarne Varding Hasse Spaltvorrichtung zum Zerteilen mehrkeimiger Samen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0135724B1 (de) Mehrreihige Erntemaschine, insbesondere für Mais
DE2222415C3 (de) Außenabteiler eines Scheibenmähwerkes
DD255663A5 (de) Erntegeraet
AT320331B (de) Feldhäcksler
DE935465C (de) Strohschneider
DE1757448C3 (de) Mähmaschine
DE2524894A1 (de) Einzugsvorrichtung an einem feldhaecksler
DE2114267A1 (de) Kreiselmaeher
DE404818C (de) Ruebenschneider
DE102019130953A1 (de) Erntevorrichtung zum Ernten von Wurzelfrüchten und entsprechendes Verfahren
DE619661C (de) Schneidvorrichtung fuer die Zerlegung von Getreidekoernern
DE924404C (de) Zusatzwerkzeug fuer eine Vorrichtung zum Zerkleinern landwirtschaftlicher Saftfutterpflanzen
DE406166C (de) Ruebenerntemaschine
DE340684C (de) Ruebenschneidmaschine mit einer um eine senkrechte Achse umlaufenden Messerscheibe
DE1201106B (de) Einzelkornsaemaschine
DE1963579A1 (de) Saemaschine mit geneigter Scheibe
DE320838C (de) Wuerfelschneidmaschine fuer Fleisch, Speck
AT200028B (de) Schleifvorrichtung für Rasierapparate mit rotierenden Messersternen
DE1283589B (de) Einzelkornsaemaschine
DE408231C (de) Scheibenfoermige Klinge zum Enthaeuten von Tieren
DE666179C (de) Liegende Strangpresse zum Entgasen grubenfeuchten Tones
AT122993B (de) Maschine zum Zerschneiden von Futterpflanzen ihrer Länge nach.
DE594055C (de) Vorrichtung zum Reinigen von Rueben mit einer in der Bodenoeffnung eines Troges angeordneten, mit Profileisen besetzten Trommel
AT220410B (de) Maschine zur Bodenbearbeitung
DE814037C (de) Zerreibemaschine