DE868940C - Zeitverzoegerungsschaltung - Google Patents

Zeitverzoegerungsschaltung

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DE868940C
DE868940C DEL8784A DEL0008784A DE868940C DE 868940 C DE868940 C DE 868940C DE L8784 A DEL8784 A DE L8784A DE L0008784 A DEL0008784 A DE L0008784A DE 868940 C DE868940 C DE 868940C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
circuit
diode
heating
thermistor
time
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Expired
Application number
DEL8784A
Other languages
English (en)
Inventor
Konrad Bartels
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
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Publication date
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Publication of DE868940C publication Critical patent/DE868940C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03FAMPLIFIERS
    • H03F1/00Details of amplifiers with only discharge tubes, only semiconductor devices or only unspecified devices as amplifying elements
    • H03F1/52Circuit arrangements for protecting such amplifiers
    • H03F1/54Circuit arrangements for protecting such amplifiers with tubes only
    • H03F1/546Delaying application of anode power supply with respect to application of filament heating power supply

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)

Description

  • Zeitverzögerungsschaltung Die Erfindung, betrifft eine Zeitverzögerungsschaltung, insbesondere zur verzögerten Einschaltung der Anodenspannung von Röhrengeräten. Beim -triel> von Röhrenstufen hoher Leistungen, z. B. Sendern oder Industriegeneratoren, ist es notwen-(lig, eine Einschaltung von Heiz- und Anodenspannung nacheinander vorzunehmen. Insbesondere ist eine Automatisierung der verzögerten Einschalung der Anodenspannung dann notwendig, wenn durch Netzausfall eine unbeabsichtigte Ausschaltung der Geräte erfolgt.
  • Diese Aufgabe wurde bisher durch mechanische Ztitrelais gelöst. Diese haben jedoch eine große Anzahl 'Nachteile.
  • r. Sie weisen mechanisch bewegte Teile auf, die dem Verschleiß unterworfen sind; 2. es besteht eine Unsicherheit bei Defekten des Relais, daß unter Umständen der eineschaltete Zustand ständig beibehalten bleibt; 3.' bei kurzzeitigem Ausfall der Stromversorgung benötigt das Relais wieder volle Anlaufzeit und berücksichtigt nicht die Entropie der Kathoden der Röhren. Dies bedeutet einen längeren Betriebsausfall als notwendig ist; 4.. eine j\nderung der Zeitkonstanten des Relais ist meist nur in geringen Grenzen möglich. Auch ist eine kontinuierliche Wartung und Säuberung erforderlich.
  • Diese Nachteile vermeidet die erfindungsgemäle Anordnung.
  • Die erfindungsgemäße Zeitverzögerungsschaltung ist gekennzeichnet durch eine Kaskadenschaltung von Dioden, bei der der Heizstromkreis der folgenden Röhren jeweils über die Diodenstrecke der vorhergehenden Röhre geschlossen ist, ein Schaltrelais im Anodenkreis der letzten Diode und durch je einen Heißleiter im Heizstromkreis jeder Diode.
  • Zur Erzielung der L_itkonstante werden gemäß der Erfindung Heißleiter verwendet. Die Einschaltung eines Heißleiters allein in den Speisestromkreis genügt insbesondere für den Zweck einer-verzögerten Einschaltung der Anodenspannung von Röhrengeräten aus folgenden Gründen meist nicht. Die Verwendung nur eines Heißleiters großer Zeitkonstante bringt die Gefahr ungenauer Einhaltung der Zeit durch Änderung der Umgebungstemperatur oder durch Alterung mit sich. Außerdem ist die Zeitkonstante bei Verwendung nur eines Heißleiters nicht regelbar, und es besteht keine Möglichkeit, die Abkühlzeitkönstante zur Anheizzeitkonstante zu variieren. Die erfindungsgemäße Anordnung benutzt deshalb eine Kaskadenschaltung.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Die Zeichnung zeigt drei Dioden D i, D2, D3. Der Heizkreis für die zweite Diode D 2 wird über die Diodenstrecke der Diode D i geschlossen, und der Heizkreis der Diode D 3 wird über die Diodenstrecke der Röhre D2, geschlossen. Im Heizstromkreis der Diode D i liegt der Heißleiter H i, im Heizstromkreis der Diode D 2 der Heißleiter H2 und im Heizstromkreis der Diode D 3 der Heißleiter H 3. Im Anodenkreis der Diode D 3 liegt ferner das Relais R, dessen Kontakt r den verzögert einzuschaltenden Stromkreis L schließt. Die Heizspannung für die Dioden und der Erregungsstrom für das Relais R werden über einen Transformator T dem Netz N entnommen. Im Heizstromkreis der ersten Diode D i liegt ein Widerstand V, dessen Größe dem Ohmschen Ersatzwiderstand der Richtstrecke einer Diode entspricht, um für alle Röhren gleiche Spannungsverhältnisse zu schaffen. Im Erregungsstromkreis des Relais R liegt ein weiterer Heißleiter HR.
  • Bei Einschaltung des Netzes wird zunächst die Diode D i über den Heißleiter H= verzögert angeheizt. Nach Erwärmung der Kathode wird die Diode D i leitend und schließt dadurch über den Heißleiter H2 den Stromkreis für die Heizung der Diode D2. Wird D2 leitend, schließt sich der Heizstromkreis für die Diode D 3 über den Heißleiter L13. Beim Leitendwerden der Diode D 3 wird schließlich der Relaisstromkreis über den Heißleiter HR verzögert geschlossen. Für die Einstellung der Ansprechzeit vom Relais R ist der Shuntwiderstand W vorgesehen.
  • Aus der Schaltung ist ersichtlich, daß je nach den verwendeten Heißleitern, d. h. deren Verzögerungszeit eine beliebig lange Verzögerung für das Ansprechen des Relais R nach Einschalten des Netzes erreicht werden kann. Eine Grobregelung der Verzögerungszeit ist durch Kurzschließen einzelner Diodenstrecken möglich. An Stelle einer Diode wird ein Adapter eingefügt, der einen Ohmschen Ersatzwiderstand für die Richtstrecke enthält. Schließt man die Diodenstrecke D 3 kürz, so liegt lediglich der Heißleiter HR im Erregungsstromkreis des Relais R. Wird nur D 2 kurzgeschlossen, so ist eine Verzögerung über die beiden Heißleiter H3 und HR gegeben, und wird nur D i kurzgeschlossen, so ist die Ansprechverzögerung von derjenigen der Heißleiter H:2, H 3 und HR abhängig. Eine Feineinstellung der Regelzeit kann durch den Widerstand W bewirkt werden.
  • Weitere Möglichkeiten der Regelung sind dadurch gegeben, daß die gesamte Anordung in der zu schützenden Schaltung beispielsweise in nächster Nachbarschaft der Senderöhren untergebracht wird, so daß deren Grunderwärmung zur Vorwärmung der Heißleiter benutzt werden kann, die damit bei Ersteinschaltung größere Zeitkonstanten haben, als hei Wiedereinschaltung. Durch räumliche Zusamnienfassung oder Auseinanderlegung der einzelnen Heißleiter kann die Aufheizzeitkonstante variiert werden, und insbesondere kann die Aufheizzeitkonstante kleiner als die Abkühlzeitkonstante gemacht werden.
  • Der große Vorteil der Anordnung besteht darin, daß bei Netzausfall die Wiedereinschaltzeitkonstante von der Dauer des Netzausfalles abhängt. Bei sehr kurzzeitigem Netzausfall von i bis 2 Sekunden sind die Heißleiter noch nicht abgekühlt, so daß hei erneuter Einschaltung des Netzes praktisch eine sofortige Wiedereinschaltung der Anodenspannung bewirkt wird, dies ist ungefährlich, da sich ja auch die Kathode in dieser kurzen Zeit noch nicht abgekühlt hat. Bei kurzzeitigem Netzausfall tritt praktisch kaum ein längerer Sendeausfall auf als der doppelten Zeit des Netzausfalles entspricht.
  • Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf das beschriebene Beispiel der verzögerten Einschaltung der Anodenspannung bei Röhrengeräten beschränkt, sondern kann überall dort mit Erfolg verwendet werden, wo eine in großen Grenzen regelbare Einschaltverzögerung erwünscht ist.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zeitverzögerungsschaltung, insbesondere zur verzögerten Einschaltung der Anodenspannung von Röhrengeräten, gekennzeichnet durch eine Kaskadenschaltung von Dioden, bei der der Ileizstromkreis der folgenden Röhre jeweils über die Diodenstrecke der vorhergehenden Röhre geschlossen ist, ein Schaltrelais im Anodenkreis der letzten Diode und durch je-einen Heißleiter im Heizstromkreis jeder Diode.
  2. 2. Schaltung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen weiteren Heißleiter im Schaltrelaisstromkreis.
  3. 3. Schaltung nach Anspruch i oder 2, gekennzeichnet durch einen Widerstand im Heizstromkreis der ersten Diode, Schaltung nac11 irgendeinem der vorhergehendenAnsprüche, gekennzeichnet durch einen zur Feineinstellung dienenden regelbaren Shuntwiderstand über der Erregerwicklung des Schaltrelais. Schaltung nach irgendeinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Grobregelung irgendeine Diodenstrecke kurzgeschlossen wird.
DEL8784A 1951-04-15 1951-04-15 Zeitverzoegerungsschaltung Expired DE868940C (de)

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