DE866337C - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen oder Daempfen im Vakuum - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen oder Daempfen im Vakuum

Info

Publication number
DE866337C
DE866337C DEM5657A DEM0005657A DE866337C DE 866337 C DE866337 C DE 866337C DE M5657 A DEM5657 A DE M5657A DE M0005657 A DEM0005657 A DE M0005657A DE 866337 C DE866337 C DE 866337C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
still
vapor
wall
circulation device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM5657A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Bruecke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DEM5657A priority Critical patent/DE866337C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE866337C publication Critical patent/DE866337C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/08Refining
    • C11C1/10Refining by distillation
    • C11C1/103Refining by distillation after or with the addition of chemicals
    • C11C1/106Refining by distillation after or with the addition of chemicals inert gases or vapors
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/34Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping with one or more auxiliary substances
    • B01D3/343Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping with one or more auxiliary substances the substance being a gas

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten mit Gasen oder Dämpfen im Vakuum Zum Destillieren von Fettsäuren sind schon Gefäße benutzt worden, in denen die Fettsäuren mit Hilfe von Wasserdampf umgewälzt wurden. Zum Umwälzen diente dabei entweder ein zentrales Steigrohr, durch dlas die zu destillierende Flüssigkeit mittels Wasserdampf od. dgl. in den Dampfraum des Destilliergefäßes gehoben und darin verteilt wurde, so daß ein Flüssigkeitskreislauf durch die Fördervorrichtung hervorgerufen wurde, oder es war im Destilliergefäß ein zylindrischer Einsatz vorgesehen, der konzentrisch zu dem beheizten zvlinld,rischen Teil des Destilliergefäßes angeordnet war. Unten in dem Raum zwischen Einsatz und Destilliergefäß waren Dampfzuführungen in Form eine ~ gelochten Ringleitung angeordnet. Der durch diese Einrichtung zugeführte Dampf bewirkte die Förderung der Flüssiglçeit durch den Ringraum und ihre Umwälzung im Destilliergefäß. Bei bei den bekannten Einrichtungen vollzog sich die Abdestillation der zu destillierenden Stoffe aus der Flüssigkeit im wesentlichen, während diese aus den Fördervorrichtun,gen austrat und im Dampfraum des Destilliergefäßes niederfiel.
  • Es ist bereits gelungen, die Wirkung dieser bekannten Vorrichtung wesentlich zu verbessern. Insbesondere kann die Destillation destillierbarer Stoffe aus Flüssigkeiten nach Patent 86I 689 dadurch erheblich. beschleunigt werden, daß beim Mischen von Flüssigkeiten mit Gasen oder Dämpfen. insbesondere bei der Desodorisation von pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Ölen, Fetten, Wachsen, Harzen od. dgl., bei der Destillation z. B. von Fettsäuren, Miszellen, konzentrierten Mizellen, Mineralölen oder bei der Oxydation von Paraffinen od. dgl. die iil zentralen Umwälzvorrichtungen mit Dämpfen oder Gasen geförderte Flüssigkeit aus verschiedener Höhe, z. B. von verschiedenen übereinanderliegenden Stellen aus, in den Dampfraum des Behandlungsgefäß es verteilt wird. Beispielsweise wird hierfür eine Umwälzvorrichtung verwendet, die aus einem zentrisch angeordneten Steigrohr und einem zweiten kürzeren Steigrohr besteht, das das erste konzentnsche umgibt, so daß ein Umwälzkreislauf durch das erste Steigrohr und ein weiterer durch den Ringraum zwischen dem ersten und dem zweiten Rohr geschaffen wird.
  • Zweckmäßig werden Prallteller über den oberen Mündungen der Steigrohre vorgesehen. Das Treibmittel und. die zu fördernde Flüssigkeit treten unten in die beiden Steigrohr ein. Außerdem kann Dampf oder Gas außerhalb der Steigrohre in die zu behandelnde Flüssigkeit eingeleitet werden, wodurch die Durchmischung der Flüssigkeit und Destillation oder das Abtreiben von aus der Flüssigkeit zu entfernenden Stoffen noch weiter begünstigt werden. Diese Art der Umwälzung der Flüssigkeit in dem Behandlungsgefäß hat den Vorteil, daß große Durchsatzleistungen erreicht werden können, weil einerseits die Destillation im wesentlichen im Dampfraum des Behandlungsgefäßes vor sich geht und weil andererseits Schaum, der sich über der Flüssigkeit bildet, sehr schnell von der umgewälzten Flüssigkeit wieder zerstört wird, so daß ein Überschäumen des Behandlungsgefäßes selbst bei Anwendung großer Gas- oder Dampfmengen nicht zu befürchten ist.
  • Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung und Verbesserung dieses Behandilungsprinzips.
  • Nach der Erfindung wird die durch eine zentrale Umwälzvorrichtung geförderte Flüssigkeit oder ein großer Teil derselben auf das Gemisch von Flüssigkeit und dampf- oder gasförmigen Stoffen geleitet, das aus einem Ringraum emporsteigt, der entlang der zylindrischen Wandung des Behandlungsgefäßes geschaffen ist und in dem die Flüssigkeit durch ein unten eingeführtes gas- oder dampfförmiges Mittel emporgetrieben wird. Dadurch gelingt es einerseits, den Flüssigkeitsinhalt des Behandlungsgefäßes so gut zu durchmischen, daß im Flüssigkeitsraum die Flüssigkeit praktisch iiberall die gleiche Zusammensetzung hat. An(dererseits wird, da sehr große Flüssigkeitsmengen ständig über den Flüssigkeitsspiegel und in den Brüdenraum des Behandlungsgefäßes gelangen, die Destillationsgeschwindigkeit sehr groß. Schließlich erfolgt die Abdestillation aus der Flüssigkeit im wesentlichen im Brüdenraum aus aufgelösten Flüssigkeitsschichten, so daß sie besonders sehonends vor sich geht und verhältnismäßig medrige Destillationstemperaturen eingehakten werden können.
  • Zweckmäßig wird die durch die zentrale Umwälzvorrichtung geförderte Flüssigkeit auf eine Leitfläche gelenkt, die an der Wandung des Destilliergefäßes so angeordnet ist, daß die von der Leitfläche ablaufende Flüssigkeit auf die durch den ringförmigen an der Wandung des Destilliergefäßes liegenden Umwälzer emporströmende Flüssigkeit trifft. Dadurch wird die Schaumzerstörung sowohl als auch die Durchmischung noch verbessert. Als Umwälzvorrichtungen können z. B. die bekannten nach d'em Prinzip der Mammutpumpe wirkenden verwendet werden. Besonders zweckmäßig sind die zentralenUmwälzvorrichtungennach Patent 86 I 689.
  • Im übrigen kann das Destilliergefäß mit bekannten Einrichtungen, wieHeiz- und Kühlsystemen, Dampfbrausen, Tropfenfängern, glockenförmigen Einbauten im Brüdenraum für die Abscheidung geeigneter Stoffe aus den abziehenden Brüden od. dgl., ausgestattet sein.
  • Eine für das neue Verfahren besonders geeignete Vorrichtung ist beispielsweise und schematisch in der Zeichnung dargestellt.
  • In der Mitte des Destilliergefäßes I befindet sich eine Umwälzvorrichtung. Sie besteht aus einem Rohr 2, das mit seinem unten offenen Ende bis nahe zum Boden eines Ansatzes 3 reicht. Dieser rohrförmige Ansatz ist am Boden des Destilliergefäßes befestigt und steht mit dem Destilliergefäß in Verbindung, so daß die zu behandelnde Flüssigkeit aus dem Gefäß I in den Ansatz 3 und aus diesem in das Rohr 2 gelangen kann. Das Rohr 2 ist mit einer Einrichtung 4 für die Zuführung eines gas- oder dampfförmigen Treibmittels ausgestattet. Über seinem oberen, bis ih den Brüdenraum des Destilliergefäßes reichenden Ende kann ein Prallteller 5 od. dgl. angeordnet sein, der den Zweck hat, dem aus der oberen Mündung des Rohres 2 austretenden Gemisch von Flüssigkeit und Gas oder Dampf eine geeignete Strömungsrichtung und Verteilung im Brüdenraum 6 zu geben. Um das Rohr 2 kann ein weiteres Rohr 7 od. dgl. derart gelegt werden, daß zwischen den beiden Rohren ein Ringraum 23. entsteht. Dieser ist ähnlich wie das Rohr 2 unten mit Zuführungen 8 für ein gas- oder dampfförmiges Treibmittel versehen. Oberhalb der Mündung des Rohres 7 in den Brüdenraum des Destilliergefäßes kann ein Frallteller g od. dgl. vorgesehen sein.
  • Im Debtilliergefäß liegt, zweckmäßig konzentrisch zu seiner Wandung, ein Einsatz 24. Der Ringraum zwischen der Wandung des Destilliergefäßes I und dem Einsatz 24 ist mit einer Heizeinrichtung, z. B. Heizschlangen II, und unten mit Zuführungen IO für ein gas- oder dampfförmiges Treibmittel ausgestattet. Ferner siNd Rohrschlange 12 im Raum innerhalb des Einsatzes vorgesehen, die als Kühl- oder Heizvorrichtungen betrieben werden können.
  • Die Brause I3 im unteren Teil des Destilliergefäßes dient zur Einführung von Wasserdampf od. dgl. Gasen oder Dämpfen in die zu destillierende Flüssigkeit. Zweckmäßig sind die Öffnungen, aus denen der Dampf oder das Gas aus der Brause 13 austritt, schräg gestellt, so daß das austretende Mittel dem Flüssigkeitsinhalt des Destilliergefäßes eine rotierende Bewegung erteilt.
  • In. geeigneter Hübe über dem von dem Einsatz 24 und der Wandung des Destilliergefäßes gebildeten Ringraum 14. können Leitflächen 15 vorgesehen sein.
  • Zum Abzug der Brüden aus dem Destilliergefäß dient ein Stutzen Im im Deckel 17 des Destilliergefäßes. Dieser Deckel und gegebenenfalls der Stutzen können doppelwandig ausgebildet werden.
  • Hierbei kann der Raum zwischen den beiden Wandungen an eine Einrichtung zur Erzeugung eines Vakuums angeschlossen. sein, wodurch eine gute Wärmeisolierung des Deckels und eine entsprechende Verminderung der Kondensationserscheinungen im oberen Teil des Destilliergefäßes erreicht wird. Man kann aber auch ein Kühlmittel in den Raum zwischen den beiden Wandungen führen, um Stoffe aus den Brüden schon im Destilliergefäll durch Kondensation auszuscheiden. Diese Stoffe werden von der im oberen Teil des Brüdenraumes 6 befindlichen glockenförmigen Einrichtung I8 aufgefangen, deren. zentrale Öffnung 19 überdacht ist. Zwischen dem Dach 20 und der glockenförmigen Einrichtung I8 besteht ein ausreichender Abstand, so daß die Brüden zwisehen dem Dach und der Glocke ungehindert hindurchströmen können. Das Kondensat, das sich auf der Glocke 18 niederschlägt, wird in der Rinne 2I gesammelt und in geeigneter Weise abgeführt. Auch die glockenförmige Einrichtung 18 kann doppelwandig ausgebildet sein, z. B. zwecks Wärmeisolierung des Raumes unter der Glocke gegen den darüberliegenden Raum, und es kann d!er durch die Doppelwandung gebildete Raum an eine vakuumschaffende Einrichtung angeschlossen werden.
  • Im Betrieb wird im Destilliergefäß befindliche Flüssigkeit durch die mittlere nach Art einer Mammutpumpe ausgebildete Umwälzvorrichtung 2., 3, 4, 5 und die gegehenenfalls vorhandene weitere nach dem gleichen Prinzip wirkende Umwälzvorrichtung 7, 81, 9 ständig in den Brüdenraum 6 gehoben und in dem Brüdenraum verteilt. Die aus der bzw. den mittleren Umwälzvorrichtungen austretenden Flüssigkeitsschleier oder -schlichten werden so geleitet, daß mindestens ein großer Teil derselben auf die Flüssigkeitsmengen trifft, die im Ringraum 14 ständig von dem aus der gelochten Zuführungsleitung oder einem mit zahlreichen Offnungen versehenen Ringkanal aus strömenden Treibmittel od. dgl. emporgetragen werden. Es tritt dann eine sehr gute Durchmischung der durch die verschiedenen Umwälzkreisläufe bewegten Flüssigkeitsmengen ein. Dadurch, daß die von. den Umwälzvorrichtungen geförderten Flüssigkeitsmengen auf die Leitflächen 15 gerichtet werden und von diesen Leitflächen auf das Gemisch von Flüssigkeit und gas- odler dampfförmigem Treibmittel fließen, das oben aus dem Ringraum 14 austritt, kann diese Mischwirkung noch verbessert werden.
  • Obwohl die Intensität der Abdestillation aus den einzelnen Flüssigkeitskreis läufen verschieden ist, wird durch diese erreicht, daß die Zusammensetzung der Flüssigkeit im Flüssigkeitsraum des Destilliergefäßes überall praktisch dieselbe ist.
  • Demgeinäß verläuft der Destillationsvorgang sehr schnell und gleichmäßig.
  • Die Leitflächen 15 sind nicht unbedingt erforderlich. Man kann. nämlich die aus der zentralen Umwälzvorriehtung austretende Flüssigkeit durch die Prallteller 5 und 9 auch auf die Innenwand des Behandlungsgefäßes I richten. Die an dieser Wand abwärtsfließende Flüssiglceit trifft dann auf das in dem Ringraum 14 emporgebobene Gemisch von Flüssigkeit und Dampf oder Gas. Es findet auch hierbei eine gute Mischung der umgewälzten Flüssigkeitsmengen statt, die noch dadurch begünstigt wird, daß die Mischung schnell wieder zu den Umwälzvorrichtunlgen fließt. Da der Wirkungsgrad, mit dem die zu verdampfenden Stoffe aus den in den verschiedenen Kreisläufen sich befindenden Flüssigkeitsmengen abdestillieren nicht derselbe ist, ist eine intensive Mischung der von. den verschiedenen Um wälzvorrichtungen geförderten Flüssigkeitsmengen, bevor sie wieder zu den Umwälzvorrichtungen gelangen, von besonderer Wichtigkeit.
  • Durch die Wirkung der Brause I3 wird d;ie Mischung noch verstärkt. Außerdem wird erreicht, daß das durch die Brause zugeführte gas- oder dampfförmi.ge Mittel sehr gut in der zu destillierenden Flüssigkeit' verteilt wird und seine destillationsfördernde Wirkung in besonders hohem Maße zur Geltung kommt.
  • Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, daß trotz größter auf die Raumeinheit des Destilliergefäßes angewendeter Menge von Destillations- und Treibmittel und trotz intensivster Bewegung der Flüssigkeit im Destillationsgefäß ein Überschäumen der Flüssigkeit doch mit Sicherheit vermieden werden kann. Denn die aus der mittleren Umwälzvorrichtun.g austretende aufgelöste Flüssigkeitsmenge bewirkt eine vorzügliche Schaumzerstörung.
  • Diese wird dadurch wesentlich verbessert, daß die von den Leitlächen 15 abfließende Flüssigkeit auf das im Ringraum emporsteigende Gemisch von Flüssigkeit und Gas oder Dampf trifft. Dadurch wird erreicht, daß trotz Anwendung großer Dampf oder Gasmengen auch bei sehr hohem Vakuum keine oder doch nur sehr geringe Mengen der Flüssigkeit aus dem Destilliergefäß von den Brüden mitgeführt werden.
  • Durch diese Schaumzerstörung wird ferner erreicht, daß man den oberen Teil des Brüdenraumes und die glockenförmige Einrichtung 22 dazu verwenden kann, höhersiedende Stoffe, z. B. Ketone, Phytosterine, Cholesterine od: dgl. Stoffe mit guter Reinheit aus den Brüden abzuscheiden.
  • Im Brüdenraum des Destilliergefäßes erfolgt im höchsten Vakuum, das in der Apparatur erzeugt werden kann, also unter sehr günstigen Destillationsbedingungen die Destillation der abzutrennenden Stoffe. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung gelingt es, diese Ab trennung in sehr kurzer Zeit und bei hoher Leistung der Apparatur zu bewirken. Hierbei wird der weitere Vorteil erzielt, daß die destillierbaren Stoffe leicht und schnell abnehmen. Außer der Abkürzung der Destillationszeit ermöglicht die Erfindung, die Arbeitstemperatur sehr niedrig zu halten. Auch die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens gemäß der Erfindung wird bedeutend erhöht, und außerdem werden die Qualität der Erzeugnisse und die Ausbeute verbessert.
  • Die Bedienung der nach dem Verfahren gemäß der Erfindung arbeitenden Anlagen kann von Hand oder auch ganz oder teilweise automatisch vorgenommen werden, z. B. kann die Inbetriebsetzung der Apparatur sowie die Entleerung derselben manuell erfolgen, während der eigentliche Destillationsbetrieb einschließlich gegebenenfalls nachgeschalteter Kühl- oder Nachdämpfprozesse automatisch geregelt wird. Hierdurch wird eine sehr gute Betriebskontrolle gewährleistet.
  • A u s f ü h r u n g s b e i s p i e l Es soll z. B. Erdnußöl desodorisiert werden, das vor der Desodorisation von Verunreinigungen, wie Schleimstoffen, Phosphatiden, freien Fettsäuren, einem mehr oder weniger großen Teil der Farbstoffe u. dgl., in bekannter Weise befreit worden ist.
  • 5000 kg Erdnußöl, das eine Temperatur von 500 besitzt, werden in das unter Vakuum befindliche Destillationsgefäß 1 eingesaugt. Das Vakuum beträgt während des Betriebes z. B. 5 mm Hg.
  • Zuerst läßt man in dem Ringraumumwälzer 14 durch die gelochte Rohrringbrause 10 Wasserdampf in das Erfnußöl einströmen, der das Öl gleichmäßig durchmischt und kräftig umwälzt, dann wird der Heizdampf für die Heizschlange 12 angestellt und das Öl angewärmt. Hierauf wird der Treibdampf durch die Einrichtung 4 in den Umwälzer 2 eingeführt. Der Dampf mischt sich mit dem Öl-.
  • Dabei wird das Öldampfgemisch an den Prellteller 5 geschleudert, der das Öl über dem Flüssigkeitsspiegel, im Brüdenraum 6 des Destilliergefäßes gleichmäßig verteilt, an die Peripherie des Vakuumapparates 1 wirft. Schließlich wird der Treibdampf durch die Einrichtung 8 in den Ringraumumwälzer 7 eingelassen, der das Öldampfgemisch an den Prellteller 9 schleudert. Dadurch werden ebenfalls Olschleier gebildet, die sich unterhalb des vom Umwälzer 2 ausgehenden Flüssigkeitsspiegels im Brüdenraum 6 gleichmäßig ausbreiten und an die Peripherie des Vakuumapparates 1 geworfen werden.
  • Die aus den beiden Umwälzvorrichtungen austretenden Flüssigkeitsschleier oder Schichten werden von den Prelltellern so geleitet, daß sie z. B. auf die Leitflächen 15 prallen und von diesen auf das Gemisch von Öl und Treibmittel abfließen, das oben aus dem Ringraum 141 austritt. Hierbei erfolgt eine sehr gute Durchmischung der durch die verschiedenen Umwälzkreisläufe bewegten Flüssigkeitsmengen. Nach der Durchmischung des von den Leitflächen 15 abfließenden Öles mit dem oben aus der Ringbrause 14 austretenden Gemisch von ÖluncD Wasserdlampf fließt däs Öl in den Raum innerhalb des Einsatzes- 24. In diesem Ringraum befindet sich die Brause I3, die jetzt mit Treibdampf beaufschlagt wird. Die Öffnungen, aus denen der Dampf in das Öl eintritt, sind zweckmäßig schräg gestellt, so daß das austretende Mittel dem Flüssigkeitsinhalt eine drehende Bewegung erteilt, wodurch die Durchmischung noch verbessert wird.
  • Die Flüssigkeit strömt dann in schnellem Tempo an die Ansaugstellen der drei Umwälzer, von welchen sie weiter im Kreislauf umgewälzt wird.
  • Die beschriebene Art der Umwälzung der Flüssigkeit in dem Behandlungsgefäß hat den Vorteil, daß große Durchsatzleistungen erreicht werden können, weil einerseits die Destillation im wesentlichen im Dampfraum des Behandlungsgefäßes vor sich geht und andererseits Schaum, der sich über der Flüssigkeit bildet, sehr schnell von der umgewälzten Fliissigkeit wieder zerstört wird, so daß ein Uberschäumen des Behandlungsgefäßes selbst bei Anwendung großer Dampfmengen nicht zu befürchten ist.
  • Die Brüden, die die Geruchs- und Geschmacksstoffe od. dgl. mit sich führen, strömen aus dem Brüdenraum 6 durch die glockenföfmige Einrichtung 18 sowie durch den vom Deckel 17 umschlossenen Dom und die Öffnung 16 in die Kondensationsanlage. Der Deckel I7 ist mit einem Doppelmantel versehen. Der Raum zwischen beiden Wandungen des Doppelmantels ist an eine Einrichtung zur Erzeugung eines Vakuums angeschlossen, wodurch eine gute Wärmeisolierung des Deckels und eine entsprechende Verminderung der Kondensationserscheinungen im oberen Teil des Destilliergefäßes erreicht werden.
  • Das Erdnußöl wird im Destilliergefäß z. B. auf eine Temperatur von 1500 angewärmt und bei dieser Temperatur 2 Stunden lang desodorisiert.
  • Danlp wird der Heizdampf für die Heizschlange II abgestellt und hierauf Kühlwasser in die kombinierte Heiz- und Kühlschlange 12 eingeführt, wobei die Durchmischung des Öles durch die drei Umwälzkreisläufe aufrechterhalten bleibt und das Öl auf eine Temperatur von z. B. 110° heruntergekühlt wird.
  • Hinter dem Destilliergefäß 1 ist z. B. ein Ölnachkühler vorgesehen, der sich gleichfalls unter Hochvakuum befindet. In dem Nachkühler, der zu gleicher Zeit Nachdämpfer ist, wird das auf 110° im Destilliergefäß heruntergekühlte Öl abgelassen.
  • Während der Entleerung des Destilliergefäßes können die Treibdampfzuflüsse der drei Umwälzer abgestellt werden. Im Nachkühler wird dann das Erdnußöl unter weiterem Durchfluß von Wasserdampf auf die gewünschte Temperatur abgekühlt.
  • Mit einer solchen Apparatur können z. B. etwa 35 t Erdnußöl innerhalb 24 Stunden desodorisiert werden.
  • Das fertiggekühlte Öl kann mit einer aus dem Vakuum fördernden Pumpe in die Vorratsbehälter aus dem Ölkühler gepumpt werden.
  • Man kann aber auch ohne Nachkühler arbeiten.
  • Das Erdnußöl wird dann im Destilliergefäß I auf die gewünschte Temperatur heruntergekühlt.

Claims (9)

  1. P A T E N T A N S P R Ü C H E: 1. Verfahren zur Behandlung von Flüssigkeiten mit Gasen oder Dämpfen im Vakuum, insbesondere zum Abdestillieren von Geruchs- tiiid Geschmacksstoffen od. dgl., oder Fettsäuren aus pflanzlichen, tierischen oder synthetischen Ölen, Fetten, Wachsen, Harzen od, dgl., zur Destillation von Fettsäuren, des Lösungsmittels aus Miszellen oder konzentrierten Miszellen, zur Oxydation von Paraffin od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die zu behandelnde Flüssigkeit im Behandlungsgefäß durch eine zentral Umwälzvorrichtun; derart in dem Brüdenraum des Gefäßes verteilt wird, daß sie auf ein Gemisch von Flüssigkeit und Gas oder Dampf trifft, das in einem sich an der Wandung des Destilliergefäßes erstreckenden Ringraum emporsteigt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die von der zentralen Umwälzvorrichtung geförderte Flüssigkeit durch Leitflächen auf das im Ringraum emporsteigende Gemisch von Flüssigkeit und Dampf oder Gas gefüh.rt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Behandlungsgefäß eine zentrale Umwälzvorrichtung angeordnet ist, die nach dem Prinzip der Mammutpumpe arbeitet. daß an der Wandung des Behandlungsgefäßes eine weitere zweckmäßig nach dem gleichen Prinzip betriebene Umwälzvorrichtung in Form eines Ringraumes sich befindet, wobei Einrichtungen vorgesehen sin!d, die die von der zentralen Umwälzvorrichtung geförderte Flüssigkeit auf die an der Wandung des Destilliergefäßes emporsteigende Flüssigkeit leiten.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale Umwälzvorrichtulig zwei oder mehrere Austrittsöffnungen für die geförderte Flüssigkeit hat. die in verschiedener Höhe. liegen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, gekennzeichnet durch Heizschlangen, die in der an der Wandung des Destilliergefäßes befinldlichten Umwälzvorrichtung vorgesehen sind.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, gekennzeichnet durch Leitflächen für die von der zentralen Umwälzvorrichtung geförderte Flüssigkeit, die an der Wandung des Destilliergefäßes angeordnet sind und die von der zentralen Umwälzvorrichtung geförderte Flüssigkeit auf das an der Wandung des Destilliergefäßes emporsteigende Gemisch von Flüssigkeit und Dampf oder Gas leiten.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 6, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Kühlen undloder gegebenenfalls Heizen der behandelten Flüssigkeit und bzw. oder durch Zuführungen für Gase oder Dämpfe, die in dem Flüssigkeitsraum zwischen der zentralen und der äußeren Umwälzvorrichtung angeordnet sind.
  8. &. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel des Behandlungsgefäßes doppelwandig und für Isolierung durch Vakuum oder für Kühlung ausgebildet ist.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 8, gekennzeichnet durch einen glockenförmigen, gegebenenfalls doppelwandigen Einbau im oberen Teil des Briidenraumes des Behandlungsgefäßes mit Einrichtungen zum Auffangen, und Ableiten von Kondensat, das im oberen Teil des Brüdenranines entsteht.
DEM5657A 1950-08-19 1950-08-19 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen oder Daempfen im Vakuum Expired DE866337C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM5657A DE866337C (de) 1950-08-19 1950-08-19 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen oder Daempfen im Vakuum

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM5657A DE866337C (de) 1950-08-19 1950-08-19 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen oder Daempfen im Vakuum

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE866337C true DE866337C (de) 1953-02-09

Family

ID=7293207

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM5657A Expired DE866337C (de) 1950-08-19 1950-08-19 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen oder Daempfen im Vakuum

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE866337C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1507915B2 (de) Brühkammer für Tierkörper
DE866337C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Fluessigkeiten mit Gasen oder Daempfen im Vakuum
DE2629489A1 (de) Verfahren fuer kontinuierliche vulkanisierung von langgestreckten zu vulkanisierenden erzeugnissen sowie eine apparatur fuer die anwendung dieses verfahrens
DE861689C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Durchmischen von Fluessigkeiten, insbesondere OElen, Fetten, Mineraloelen, Paraffinen u. dgl., mit Wasserdampf, Luft oder anderen Gasen oder Daempfen
DE2401883A1 (de) Vorrichtung zur indirekten waermebehandlung von fluessigkeiten
DE723436C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Entfernung von Geruchs- und Geschmacksstoffen, Fettsaeuren und anderen fluechtigen Beimengungen aus pflanzlichen oder tierischen OElen oder Fetten
DE2034372A1 (de) Anlage und Verfahren zum Behandeln von Abscheidungsdampf fur die Tallöl Fraktionie rung
CH299695A (de) Vorrichtung zur Behandlung von Flüssigkeiten mit Gasen oder Dämpfen.
DE837911C (de) Verfahren zum Behandeln, insbesondere zum Geruchfreimachen von fetten OElen und Fetten und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
EP0339706B1 (de) Vorrichtung zum Desodorieren von organischen Flüssigkeiten
DE3813615C2 (de)
DE744815C (de) Vorrichtung und Verfahren zum Destillieren, insbesondere von hochsiedenden Fluessigkeiten
DE971144C (de) Verfahren zur Desodorisation von OElen oder Fetten
DE955411C (de) Reaktionskolonne fuer die kontinuierliche Behandlung von Fluessigkeiten
DE598494C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Entfernung von Geruch- und Geschmackstoffen und fluechtigen Saeuren aus OElen oder Fetten mit Wasserdampf
DE746691C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Oxydationserzeugnissen aus aliphatischen oder naphthenartigen Kohlenwasserstoffen
DE2617595C2 (de) Verfahren zum Gewinnen eines Feststoffes aus der Dampfphase eines Dampf-Gas-Gemisches und Vorrichtung zu dessen Durchführung
DE973744C (de) Verfahren zur kontinuierlichen Durchfuehrung chemischer Reaktionen zwischen Gasen und Fluessigkeiten, die gegebenenfalls Feststoffe enthalten
DE970270C (de) Vorrichtung zur Kondensation von Daempfen, Rauch und anderen Abgasen bei der Behandlung chemischer Produkte
DE1444380A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Trennung einer fluessigen Mischung organischer Substanzen
DE675345C (de) Verfahren und Vorrichtung zur stufenweisen Destillation hochsiedender Fluessigkeiten, insbesondere von Fettsaeuren, Glycerin u. dgl.
DE2161060C2 (de) Vorrichtung zum Geruchfreimachen von Ölen
DE3814255A1 (de) Vorrichtung zum desodorieren von organischen fluessigkeiten
DE651858C (de) Verfahren zur Druckwaermespaltung von Teer und anderen Kohlenwasserstoffoelen
DE1070765B (de)