DE86607C - - Google Patents

Info

Publication number
DE86607C
DE86607C DENDAT86607D DE86607DA DE86607C DE 86607 C DE86607 C DE 86607C DE NDAT86607 D DENDAT86607 D DE NDAT86607D DE 86607D A DE86607D A DE 86607DA DE 86607 C DE86607 C DE 86607C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silicon
manganese
aluminum
pct
metals
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT86607D
Other languages
English (en)
Publication of DE86607C publication Critical patent/DE86607C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • C21C7/04Removing impurities by adding a treating agent
    • C21C7/06Deoxidising, e.g. killing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Firma FRIED. KRUPP in ESSEN a. d. Ruhr.
Das vorliegende Verfahren soll dazu dienen, beim Gießen von Metallen und Metalllegirungen, welche, wie Stahl, Flußeisen, Nickelstahl u. s. w., infolge der Art ihrer Herstellung sauerstoffhaltig sind, den Sauerstoff auf einfache Weise zu entfernen und unschädlich zu machen. Der Sauerstoff verbindet sich nämlich, wenn er nicht daran verhindert wird, mit dem im Gußmaterial stets vorhandenen Kohlenstoff zu Kohlenoxyd, und zwar geht diese Verbindung ziemlich langsam vor sich, auch noch während des Erstarrens der Gußmasse, so daß sich in letzterer Blasen bilden können. Man hat bisher versucht, diesem Uebelstande dadurch zu begegnen, daß man dem flüssigen Material beim Gießen Aluminium entweder rein oder in Form von Aluminiumeisen oder Aluminiumstahl zusetzte, und erreichte dadurch, daß der Sauerstoff, dessen chemische Verwandtschaft zu Aluminium größer ist als zu Kohlenstoff und Eisen bezw. zu den anderen in der Gußmasse enthaltenen Metallen, von dem Aluminium gebunden wurde und Thonerde mit ihm bildete, und zwar in Form eines feinen Pulvers, welches in der erstarrenden Masse zum großen ■ Theil suspendirt blieb. Obgleich dadurch die Blasenbildung verhindert wurde, bildete die Thonerde doch eine gewisse Verunreinigung des Metallgußstückes. Diese Verunreinigung kann jedoch ebenfalls in Fortfall gebracht werden, und zwar dadurch, daß man an Stelle des Aluminiums oder seiner Eisenlegirung dem flüssigen Gußmaterial während des Gießens oder auch vorher eine Legirung zusetzt, welche aus einem oder mehreren Metallen, deren chemische Verwandtschaft zu Sauerstoff diejenige der zu gießenden Metalle überwiegt, und: einem oder mehreren elektronegativen, nichtmetallischen Elementen (Metalloiden), wie Silicium oder Bor, besteht. Die Elemente dieser Legirung werden, wenn sie in ,einem passenden Mischungsverhältniß darin enthalten sind, durch die Aufnahme des Sauerstoffes der Gußmasse in einfache, doppelte oder mehrfache Silicate, Borate u. s. w. umgesetzt, welche eine mehr oder minder leichtflüssige Schlacke ergeben. Letztere, welche sich sehr schnell bildet, steigt alsdann in einzelnen Tropfen in der flüssigen, erheblich schwereren, metallischen Gußmasse in die Höhe und macht diese vollständig rein und blasenfrei.
Für die Desoxydirung von Stahl-, Nickelstahl- und Flußeisengüssen werden sich als metallische Zusätze am besten Aluminium oder auch alkalische Erdmetalle, wie Magnesium, eignen, und zwar jedes Metall für sich allein, oder zwei oder mehrere von ihnen in Verbindung mit einander oder auch in Verbindung mit einem oder mehreren anderen Metallen, wie Mangan oder Eisen, während der nichtmetallische Zusatz am zweckmäßigsten aus Silicium besteht.
Da die einfachen Silicate strengflüssigere Schlacken bilden als die doppelten und mehrfachen Silicate, so wird die Verwendung von wenigstens zwei Zusatzmetallen neben einander immer empfehlenswerth sein.
Von der ,Anwendung von Alkalimetallen, wie Kalium, Natrium u. s. w., wird man meistens absehen, obgleich ihre chemische Verwandtschaft zum Sauerstoff am größten
(2. Auflage, ausgegeben am ig. Oktober igoj.)

Claims (2)

  1. ist, oder vielmehr gerade aus diesem Grunde, weil die Lebhaftigkeit, mit der sie den Sauerstoff binden, leicht zu explosiven Erscheinungen führen kann. Außerdem spricht auch ihr höherer Preis gegen ihre Verwendung.
    Das Bor als nicht metallischer Zusatz kann sich in verschiedenen Fällen ebenso gut oder auch manchmal besser als Silicium eignen, weil die Borate meistens bei nicht zu hohen Temperaturen flüchtig werden und sofort bei ihrer Entstehung aus der flüssigen Gußmasse verdampfen.
    Es ist auch nicht ausgeschlossen, das Silicium oder das Bor durch Phosphor oder ein ähnliches Element zu ersetzen, da es bei den nichtmetallischen Zusätzen im wesentlichen nur darauf ankommt, daß sie durch die Absorption des im Gußmaterial enthaltenen Sauerstoffs mit den neben ihnen zugesetzten Metallen leicht schmelzbare oder flüchtige Verbindungen bilden und dadurch die Bildung von pulverförmigen Ausscheidungen verhindern.
    Als besonders zweckmäßiger Zusatz für Stahlgüsse hat sich eine Legirung von Aluminium mit Mangan und Silicium, letztere beiden Stoffe in Form von Ferromangan und Ferrosilicium, erwiesen, und zwar in einem Verhältnis von 5 pCt, Aluminium zu 10 pCt. Mangan und 10 pCt. Silicium neben 75 pCt. Eisen.
    Läßt man das Mangan aus dieser Mischung heraus, so wird sich wahrscheinlich dennoch ein Doppelsilicat, bestehend aus Aluminiumeisensilicat, bilden; aber jedenfalls gewährt die Anwesenheit von Mangan eine größere Sicherheit für die Bildung einer leichtflüssigen Schlacke.
    Pate nt-A ν Sprüche:
    ι. Verfahren zur Desoxydirung sauerstoffhaltiger Metalle oder Metalllegirungen, dadurch gekennzeichnet, daß man der flüssigen Gußmasse der letzteren während des Gießens oder vor demselben einen Zusatz giebt, welcher Aluminium oder Magnesium neben Mangan oder einem anderen geeigneten Metall und außerdem Silicium oder ein anderes, mit den erwähnten Metallen und dem zu entfernenden Sauerstoff möglichst leichtflüssige Schlacken bildendes Element in einem die günstigste Schlackenzusammensetzung verbürgenden Mischungsverhältnis enthält.
  2. 2. Eine Ausführungsart des durch den Anspruch ι gekennzeichneten Verfahrens, bei welchem der Zusatz aus einer Legirung besteht, die 5 Theile Aluminium auf je ■ 10 Theile Mangan und Silicium neben Eisen enthält.
DENDAT86607D Active DE86607C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE86607C true DE86607C (de)

Family

ID=358646

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT86607D Active DE86607C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE86607C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2382507A1 (fr) * 1974-05-24 1978-09-29 Sumitomo Metal Ind Ferro-alliage pour l'affinage de l'acier fondu

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2382507A1 (fr) * 1974-05-24 1978-09-29 Sumitomo Metal Ind Ferro-alliage pour l'affinage de l'acier fondu

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE86607C (de)
DE1931694C3 (de) Mischung zum Verhindern eines Verstopfens der Tauchausgußdüsen beim Stahlstranggießen
DE1299670B (de) Zusatz zu Gusseisenschmelzen zum Entschwefeln und zur Kugelgraphitbildung
DE938189C (de) Die Verwendung einer Magnesium-Cer-Legierung zur Erzeugung von kugelartigem Graphit in grauem Gusseisen
DE2623423A1 (de) Vorlegierungs-pellets fuer die herstellung von aluminiumlegierungen
DE2265330C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Gußeisen mit Kugelgraphit
DE515805C (de) Verfahren zur Herstellung sehr feinkoerniger Kupferlegierungen mit geringen Gehalten an Aluminium, Silicium und Eisen
DE187414C (de)
DE1238221B (de) Stickstoffhaltige Vorlegierungen fuer Stahl
DE1302000B (de) Brikett zum Einbringen von Magnesium in metallische Schmelzen
DE2324636A1 (de) Kornfeinungsmittel fuer aluminium und aluminiumlegierungen
AT53221B (de) Verfahren zur Herstellung von Eisen- und anderen Legierungen.
DE513623C (de) Bleilagermetall
AT320879B (de) Aluminiumfreies exothermes Pulver
DE146668C (de)
AT95309B (de) Verfahren zur Herstellung von Legierungen.
DE645806C (de) Lunkerverhuetungsmittel
DE179817C (de)
DE50723C (de) Verfahren zur Reinigung einer zur Aluminiumgewinnung bestimmten Reduktionsmischung
DE330679C (de) Verfahren zur Reduktion von Metalloxyden mit Hilfe von Natriumlegierungen
AT97896B (de) Verfahren zur Herstellung von Wolframlegierungen.
AT41375B (de) Verfahren zur Erzeugung dichter und gleichmäßiger Güsse aus Kupfer und Kupferlegierungen.
AT111837B (de) Verfahren zur Rückgewinnung und Reinigung von Leichtmetallen, wie insbesondere Magnesium und dessen Legierungen.
DE888175C (de) Schmelzhilfsstoff, insbesondere fuer Nichteisen-Schwermetall-Schmelzen
DE102005062994A1 (de) Verfahren zur Herstellung von dickwandigen Gussstücken