DE864268C - Farbfernseheinrichtung - Google Patents
FarbfernseheinrichtungInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04N—PICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
- H04N11/00—Colour television systems
- H04N11/06—Transmission systems characterised by the manner in which the individual colour picture signal components are combined
- H04N11/12—Transmission systems characterised by the manner in which the individual colour picture signal components are combined using simultaneous signals only
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Description
Die Erfindung bezieht sich, auf Einrichtungen
zur Übertragung von farbigen Fernsehbildern, und zwar insbesondere auf solche, die so ausgebildet
sind, daß das gesendete farbige Bild mit einem Empfänger, der nur zur Wiedergabe schwarzweißer Bilder geeignet ist, ebensogut empfangen
werden kann, wie eine schwarz-weiße Bildsendung. Bei solchen Einrichtunigen sind alle Zeilenwechselfrequenzen
und Bildwechselfrequenizen die gleichen,
ίο wie bei den üblichen Einrichtungen zur Übertragung
von Schwarz-Weiß-Bildern, und die zusammengesetzte Bildpunktkompomente des Farbfernsehzeichens
ist so beschaffen, daß diejenigen aus ihr abgeleiteten Zeichenspannungen, die dem
Bild die Farbe verleihen, in einem Empfänger für schwarz-weiße Bilder nur in geringem Maße wirksam
werden.
In einem Farbfernsehempfänger kann die Wiedergabe
des Bildes entweder mittels einer einzigen Kathodenstrahlröhre oder mittels mehrerer solcher
Röhren erfolgen. Im letzteren Fall wird eine Anj zahl von miteinander in Beziehung stehenden
Kathodenstrahlen; so gesteuert, daß diese Strahlen dieBildschirme einer gleichen Anzahl von Kathodenstrahlröhren1
in einer Reihe von- aus parallelen Zeilen bestehenden, aufeinanderfolgenden Bildern
abtasten. Bei einem bekannten Farbfernsehempfänger wird die zusammengesetzte Bildpunktkomponente
analysiert und ihre schwarz-weißen Teile und ihre Farbteile werden den Steuergittern der
Kathodenstrahlröhren zugeführt, um die Stärke der
Kathodenstrahlen und dadurch die Helligkeit und die Farbe des wiedergegebenen Bildes zu steuern.
Die den Zeilenwechsel, den Bildwechsel und die Farbenauswahl synchronisierenden Komponenten
des Fernsehzeichens werden voneinander und' von der zusammengesetzten1 Bildpuniktkomponente getrennt
und ihrer Bestimmung gemäß verwendet. Auf diese Weise wird das gesendete schwarz-weiße
ίο oder farbige Bild im Empfänger schwarz-weiß oder
farbig wiedergegeben. ;
In einer bekannten Einrichtung, mit der sowohl schwarz-weiß als auch farbig wiederzugebende
■ farbige Bilder gesendet werden, werden die Grundfarben
des gesendeten Bilides. im Sender durch eine Vorrichtung ausgewählt, die in bezug auf diese
Farben die gleichen elektrischen Eigenschaften besitzt und dlaher für die grünen, roten und blauen
Farbenkomponenten der gleichen Stärke dieselbe elektrische Energie liefert. Der Auswahlvorgang
ergibt ein zusammengesetztes Farbzeichem mit einer Unterträgerwelle für die Farbe, die eine Frequenz
von etwa 3,8 Megahertz hat und deren Amplituden- und Phasenoharakteristik den drei verschie-
-denen Farben entspricht, indem sie im Abständen von 120° in cyclischer Folge durch die Farbzeichenspannungen
moduliert wird, deren Frequenz zwischen ο und 2 Megahertz liegt. Außerdem wird
aus den' den Grundfarben entsprechendem Farb-Zeichenspannungen eine Schwarz-Weiß-Komponente
abgeleitet, die die gleichen Energiewerte für Grün, Rot und. Blau aufweist und1 .eine Frequenz
zwischen ο und 4 Megahertz hat. Das. zusammengesetzte Bildpunktzeichen besteht aus der Summe
dieser Schwarz-Weiß-Komponentenj und der zusammengesetzten
Farbzeichenkomponenten. Der Empfänger enthält eine der vorgenannten Farbauswahlvorrichtung
ähnliche Farbauswahlvorrichtung, die aus dem zusammengesetzten Bildpunktzeichen 40' in Abständen' von 1200 die Farbzeichen von ο bis
2 Megahertz auswählt. Diese Farbzeichen werden, dann mit den hochfrequenten Komponenten der
empfangenen Schwarz-Weiß-Zeichenspanniung kombiniert
und ergeben eine Farbzeichenspannung hoher Auflösung, die den Steuerelektroden der
Kathodenstrahlröhren zugeführt wird.
Eine Fernseheinrichtung der genannten Art ist imstande, Zeichenspanttiumgen, die sich über ein
Frequenzband von insgesamt 8 Megahertz erstrecken, über einen Kanal mit einer Bandbreite
von nur 4 Megahertz zu übertragen. Aus diesem Grunde wird die Frequenz der Auswahlspannung
bzw. der Unterträgerwelle, für die Farbe in die unmittelbare Nähe der oberen- Grenze des Frequenzbandes
von· 4 Megahertz verlegt, d. h. zu etwa
3,8 Megahertz bestimmt, diamit die Farbzeichenkomponenten mit einer Frequenz von ο bis 2 Megahertz
als Modulationsfrequenzen! für diese Welle verwendet werden können. Diejenigen Farbzeichenkomponenten
des resultierenden Zeichens, die die . höheren Frequenzen haben, d. h. diejenigen, deren
Frequenz zwischen 2 und 4 Megahertz liegt, werden dann in zeitlicher Folge miteinander kombiniert,
um die die gemischten Höhen darstellende Komponente des Schwarz-Weiß-Zeichens zu ergeben.
Bei einem im Rahmen einer solchen Einrichtung verwendeten bekannten Empfänger werden sowohl
die Farbzeichenkomponenten als auch das Schwarz-Weiß-Zeichen über den Auswahlkanal übertragen,
um die Farbzeichen zu ergeben.. Bei einer anderen Art von Empfängern werden die die Frequenzen
von 2 bis 4 Megahertz umfassenden Komponenten des Schwarz-Weiß-Zeichens nicht über den Auswahlkanal,
sondern über einen gesonderten Kanal übertragen. Derartige Empfänger haben jedoch
gewisse unerwünschte Eigenschaften. Zwecks Erzielung von gesättigten Farben bei der Wiedergabe werden für den Farbenauswahl sehr kurze
Impulse verwendet, wodurch die durch die Auswahlvorrichtung gehende Zeichenenergie sehr vermindert
wird, so daß zusätzliche Verstärkerstufen vorgesehen werden müssen. Bei Verwendung von
längeren Impulsen für die Farbenauswahl erhält man dagegen bei der Wiedergabe Farben, die
weniger gesättigt sind, als diejenigen des gesendeten Bildes. Da der niederfrequente Teil des
Schwarz-Weiß-Zeichens über den· Auswahlkanal übertragen wird, ist das der Auswahl unterworfene
-Zeichen ein zusammengesetztes Bildpunktzeichen,
so daß eine Einrichtung zur Wiedereinführung der Gleichstromkomponente erforderlich ist, um die
richtigen Farbzeichenspannumgen zu erhalten.
Weiterhin, ergibt sich in Anbetracht der Notwendigkeit der Verwendung je eines o- bis 2-Megahertz-Tiefpaßfilters
in jedem der Farbzeichenkanäle und eines 2- bis 4-Megahertz-Bandfuters in dem Kanal
für die gemischten Höhen die Aufgäbe der gegenseitigen kritischen Anpassung des Frequenzganges
dieser Filter, um das richtige gegenseitige Verhältnis zwischen den über sie geleiteten Zeichenspannungen
zu erhalten. Diese Aufgabe stellt sich übrigens auch dann ein, wenn nur Schwarz-Weiß-.Zeichen
empfangen und Sehwarz-Weiß-Bilder wiedergegeben werden.
■ Das Prinzip der Übertragung mit gemischten Höhen gibt die Lehre, dlaß die Auflösung des
wiedergegebenen Bildes in erster Linie von der Güte der schwarz-weißen Komponenten des zusammengesetzten
Bildpunktzeichens abhängt. Aus diesem Grunde ist es außerordentlich wichtig, daß diese Komponente mit voller Treue übertragen
wird.
Es ist bekannt, daß die üblichen Übertragungseinrichtungen
Zeichen verschiedener Frequenzen nicht mit der gleichen Treue übertragen. Es kann
daher sehr wohl sein, daß in einer Übertragungseinrichtung der obengenannten Art die durch die
Farbzeidhenkomponenten modulierte Unterträgerwelle von 3,8 Megahertz nicht mit derselben Stärke
übertragen wird, wie das Schwarz-Weiß-Zeichen, so daß das wiedergegebene Bild dann weniger gesättigte
Farben hat, als das gesendete Bild, Es ist auch wohl bekannt, daß in einem durchschnittlichen
farbigen Bild der prozentuale Gehalt am gesättigten Farben sehr gering ist, so diaß der Durchschnittswert
der Farbensättigung auch sehr niedrig liegt.
Dies heißt mit anderen Worten, das die scbwarzweiße Komponente den Hauptteil der im wiedergegebenen'
Bild vorhandenen Energie darstellt. Dies ist ein weiterer Grund für die Sicherung einer sehr
treuen Übertragung dieser Komponente. Da bei den obenerwähnten Empfängern zumindest Teile
des Schwarz-Weiß-Zeichens über die Auswahlkanäle übertragen werden, die einen nicht linearen
Frequenzgang haben können!, ist es ziemlich
schwer, diese hohe Übertragunigstreue des Schwarz-Weiß-Zeichens zu sichern.
Bei beiden obenerwähnten Arten von Empfängern werden der Auswahlspaninung von 3,8 Megahertz
Farbzeichenkomponenten benachbarter Frequenzen überlagert, um die erwünschten Farbzeichen
Von ο bis 2 Megahertz zu erreichen, die dem Steuergitter der Kathodenstrahlröhren zugeführt
werden. Bei dieser Überlagerung ergibt die Auswahlspanmung von 3,8 Megahertz zusammen
mit Störimpulsen und -anderen Interferenzspannungen!
gewisse Schwebungsfrequenzen. Wenn die Frequenz einer Interferenzspannung im Bereich
von 2 bis 4 Megahertz Hegt, wird die sich aus der Überlagerung ergebende Spannung im Frequenzbereich
von ο bis 1,8 Megahertz liegen und wird sich infolgedessen im wiedergegebenen Bild viel
stärker bemerkbar machen, als die eigentliche Interferenzspannung, deren Frequenz erheblich
höher liegt. Wenn die Interferenzspannung beispielsweise eine Frequenz von 3,7 Megahertz hat, ergibt
sich bei der Überlagerung eine resultierende Interferenzspannung von o, 1 Megahertz, die sich im
wiedergegebenen Bild in hohem Maße geltend macht. Eine solche Interferenzspannung kann auch eine
Komponente des Schwarz-Weiß-Zeichens sein. Wenn solche Komponenten des Schwarz-Weiß-Zeichens
in dem die Auswahlvorrichtung enthaltenden Kanal erscheinen, ergeben sich ähnliche Störungserscheinungen.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Fernsehübertragungseinrichtung, die die Wiedereinführung
der Gleichstromkomponente in den Auswahlkanälen überflüssig macht, die Möglichkeit der
Regelung der Sättigung der Farben des wieder-
gegebenen Bildes gibt und eine hohe Übertragungstreue der Schwarz-Weiß-Zeichen sichert, ohne daß
hierzu eine kritische gegenseitige Anpassung einer ■größeren Anzahl· von Filtern erforderlich wäre.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zum Senden bzw. Empfangen von farbigen Fernsehbildern, bei der im Sende- bzw. Empfangsgerät ein aus allen Farbzeichenkomponenten des gesendeten Bildes Zusammengesetzes, zumindest die niedrigeren Frequenzen des gesamten Frequenzbereiches des zusammengesetzten Bildpunktzeichens umfassendes, zur schwarz-weißen Wiedergabe des Bildes geeignetes Schwarz-Weiß-Zeichen abgeleitet und diesem dann die zum Färben des Bildes dienenden Farbzeichenkomponenten einzeln zugesetzt werden. Die Erfindung wird an Hand ihrer in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen das Schaltbild des Senders bzw. des Empfängers der erfindungsgemäßen Einrichtung, die Fig. 1 a und 2 a zeigen Abänderungen der Einrichtungen gemäß Fig. 1 bzw. Fig. 2, während Fig. 3 eine weitere Abänderung des Empfängers gemäß Fig. 2 darstellt.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zum Senden bzw. Empfangen von farbigen Fernsehbildern, bei der im Sende- bzw. Empfangsgerät ein aus allen Farbzeichenkomponenten des gesendeten Bildes Zusammengesetzes, zumindest die niedrigeren Frequenzen des gesamten Frequenzbereiches des zusammengesetzten Bildpunktzeichens umfassendes, zur schwarz-weißen Wiedergabe des Bildes geeignetes Schwarz-Weiß-Zeichen abgeleitet und diesem dann die zum Färben des Bildes dienenden Farbzeichenkomponenten einzeln zugesetzt werden. Die Erfindung wird an Hand ihrer in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Fig. 1 und 2 zeigen das Schaltbild des Senders bzw. des Empfängers der erfindungsgemäßen Einrichtung, die Fig. 1 a und 2 a zeigen Abänderungen der Einrichtungen gemäß Fig. 1 bzw. Fig. 2, während Fig. 3 eine weitere Abänderung des Empfängers gemäß Fig. 2 darstellt.
Im folgenden' wird unter dem Ausdruck Schwarz-Weiß-Zeichen derjenige Teil des zusammengesetzten
Bildpunktzeichens verstanden, der durch einen nur zur Wiedergabe von Schwarz-Weiß-Bildern geeigneten
Empfänger wiedergegeben werden würde. Dieser Teil ist also derjenige, der nach der Entfernung
aller zur Farbenübertragung dienenden Unterträgerwellen und ihrer Modulationskotnponenten
übrigbleibt. Das- Schwarz-Weiß-Zeichen kann entweder aus allen Farbzeichen in untereinander
gleicher Stärke oder aber vorwiegend aus einem von diesen bestehen. Mit dem Ausdruck
Farbzeichen wird im folgenden eine Zeichenspannung bezeichnet, deren Augenblickswert proportional
der Intensität der Grundfarbe eines Bildpunktes des an der Sendestelle abgetasteten Bildes
ist. Teile des Frequenzbandes dieser Zeichenspannung werden als Farbzeichenkomponenten bezeichnet.
Unter dem Ausdruck zusammengesetzte Farbzeichenkomponente wird diejenige Zeichenspannung
verstanden, die sich bei der Modulation einer Farbenträgerwelle oder Unterträgerwelle
durch ausgewählte Komponenten des. Farbzeichens, d.h. durch Farbzeichenkomponenten, ergibt. Die zusammengesetzte
Farbzeichenkomponente bestimmt durch ihre Amplitude und durch ihre Phase die Farbe des zu übertragenden Bildpunktes. Der Ausdruck
zusammengesetztes Bildpunktzeichen bezeichnet eine sich aus der Kombination des
Schwarz-Weiß-Zeichens und der zusammengesetzten Farbzeichenikomponente ergebende Zeichenspannung.
Der Fernsehsender gemäß Fig. 1 enthält eine Bildfängereinheit 10, die drei Kathodenstrahlröhren
enthält, von denen jede für eine der Grundfarben Grün, Rot und Blau empfindlich ist. An die Ablenkmittel
dieser Röhren ist ein Zeilenabtastgenerator 12 bzw. ein Bildabtastgenerator 13
angeschlossen. Mit den Steuergittern der Kathodenstrahlröhren ist ein Sperrimpulsgenerator
14 verbunden, der zur Unterdrückung unerwünschter Impulse in der Modulätionsspannung
der Einheit 10 und zur Sicherung der richtigen Wellenform dieser Spannung dient. Ferner ist ein
Synchronisier impulsgenerator 15 vorgesehen, der einesteils mit dem Modiulationsfrequenizverstärker
18 und andernteils mit einem Auswahtepannungsgenerator
31 verbunden ist. Die Generatoren 12, 13, 14 und 15 werden durch einen Taktgeber 16
miteinander synchronisiert. An die Ausgangskreise der Bildfängerröhren der Einheit 10 ist eine weiter
unten näher zu beschreibende Einrichtung 17, der Modulationsfrequenzverstärker 18, ein mit dem
Oszillator 20 verbundener Modulator 19, ein Kraftverstärker 21 und eine Antenne 22 angeschlossen.
Sämtliche vorgenannten Teile des Senders gemäß Fig. r können, mit Ausnahme der Einrichtung 17,
üblicher Ausführung sein, so daß sich eine nähere
Erläuterung. ihres Aufbaues und ihrer Wirkungsweise erübrigt.
Die Einrichtung 17 enthält Mittel zur Erzeugung
des zusammengesetzten. Bildpunktzeichens, das im Empfänger gemäß Fig. 2 zur Bestimmung der
Helligkeit und der Farbe des wiedergegebenen
Bilidesi verwendet wird. Zu diesem Zweck ist in der Einrichtung 17 zunächst ein Zeichenkanal vorgesehen,
ins welchem zumindest gewisse Farb-Zeichenkomponenten
zu einem Schwarz-Weiß-Zeichen kombiniert werden. Dieser Kanal, enthält
einen Addierkreis 23, dem die einzelnen Farbzeichen von den Bildfängerröhren über die Klemmen 24e,
24& und 24c zugeführt werden. An diesen Addierkreis
schließt sich ein für den Frequenzbereich von
ο bis· 4 Megahertz durchlässiger Tiefpaßfilter 25
sowie ein weiterer Addierkreis 26 an. Jeder der genannten Addierkreise kanu einen Verstärker
hoher Impedanz enthalten. Weiterhin enthält die Einrichtung Vj einen zweiten Zeuchenkanal zur
Ableitung einer zusammengesetzten Farbzeichenkomponente
aus zumindest einer der von den Bildfängerröhrengelieferten
Farbzeichenkomponenten. Dieser zweite Kanal besteht aus an die Klemmen
24α, ·246 und 24C angeschlossenen Tiefpaßfiltern 27a,
27j, und 27C mit. einem Durchlaßbereich von ο bis
2 Megahertz, deren Ausgangskreise an diie festen
Kontakte 28a, 286 und 28C eines rotierenden Schalters
29 mit einem rotierenden Kontakt 28^ ange^
schlossen sind. Dieser Schalter ist ziwar der Einfachheit
halber als mechanischer Schalter dargestellt, wind aber normalerweise ein elektronischer
Schalter sein. Der rotierende Kontakt 28^ des
Schalters 29 ist über einen für den Frequenzbereich von 2 bis 4 Megahertz durchlässigen! Bandfilter 30
mit dem Addierkreis 26 verbunden. In diesem Addierkreis werden; die über den erstgenannten
Kanal· übertragenen Schwarz-Weiß-Zeichen, und die
über den zweitgenatnnten Kanal übertragenen zusammengesetztenFarbzeichenkompo'nentenzu
einem zusammengesetzten Farbzeichen vereinigt. Schließlich enthält die Einrichtung 17 noch einen Auswahlspannungsgeoerator
31, dessen Eingangskreis an den Synehroniisierungsirnpulsgenerator 15 angeschlossen
ist, während sein Ausgaaiigskreis mit dem Schalter 29 in Verbindung steht.
In der Einrichtung 17 werden die von den BiIdfängerröbren
der Einrichtung 10 herstammenden grünen, roten und blauen Farbzeichen, von denen
ein jedfes eine Bandbreite von ο bis 4 Megahertz
hat, über die Klemmen 24a, 24& und 24C gleichzeitig
dem Addierkreis 23 zugeführt und werden dort in einem vorbestimmten gegenseitigen Verhältnis miteinander
vereinigt, um ein Schwarz-Weiß-Zeichen zu ergeben, das eine Bandbreite· von ο bis 4 Megahertz
umfaßt. Dieses Schwarz-Weiß-Zeichen gelangt über den Tiefpaßfilter 25 zum Addierkreis 26.
Gleichzeitig werden die von den drei Bilidlfängerröhren
herrührenden drei Farbzeichenkomponenten über die Klemmen 24a, 24& und 24C je einem der
Tiefpaßfilter 27a, 2Jb und 27C zugeführt, die ihren
in den Frequenzbereich von ο bis- 2 Megahertz fallenden Teil zu den festen Kontakten 28S, 286 und
28C des Schalters 29 durchlassen. Dieser Schalter,
der mit einer hohen Auswahlfrequenz von etwa 3,8 Megahertz arbeitet, wählt die seimen festen
Kontakten zugeführten Farbzeichenkomponenten nacheinander aus und liefert für jede dieser Komponenten
eine Impulsfolge, deren Amplitude proportional der Helligkeit des gerade abgetasteten
farbigen Bildpunktes ist. Am rotierenden Kontakt 28rf ergibt sich also ein Zug von aufeinanderfolgenden.
Impulsfolgen in vorbestimmter zeitlicher Ordnung. Diese Impulse werden im Bandfilter 30 in
Sinus wellen umgeformt, deren Frequenz der Arbeitsfrequeniz des Schalters 29 entspricht und
deren Amplituden entsprechend der Stärke der einzelnen Farbzeichen moduliert sind. Diese Sinuswellen
können' vektoriell zu einer einzigen zusammengesetzten Farbzeichenkomponente vereinigt
werden, deren Modulationskomponenten mit jeder der einzelnen Farbzeichenkomponenten in Beziehung
stehen. Die zusammengesetzte Farbzeichenkomponente wird im Addierkreis 26 mit dem über
den erstgenannten Kanal übertragenen Schwarz-Weiß-Zeichen vereinigt undl bildet mit diesem zusammen
ein zusammengesetztes Bildpunktzeichen, das dem Modulationsfrequenzverstärker 18 zugeführt
wird. Der Schalter 29 erhält seine Betriebsspannung von dem durch den Synchronisierungsimpulsgenerator
15 gesteuerten Auswahlspannungsgenerator 31.
Die vorbeschriebene Einrichtung hat eine Reihe von Vorteilen gegenüber den bekannten Einrichtungen
ähnlicher Art. Infolge der Tatsache, daß über den durch den Addierkreis 23 und den Tiefpaßfilter
25 gebildeten Nebenschlußkanal nicht nur die die gemischten Höhen darstellenden Komponenten
von 2 bis 4 Megahertz übertragen werden, sondern das vollständige Schwarz-Weiß-Zeichen von ο bis
4 Megahertz übertragen wird, ergibt sich ein einfacherer Aufbau des Senders. Da hierbei für die
Übertragung dtes> Schwarz - Weiß - Zeichens kein weiterer Kanal erforderlich ist, kann man sich die
gegenseitige Anpassung der Filter in den Kanälen für die Farbzeichen und für das Schwarz-Weiß-Zeichen
ersparen, wodurch die Übertragungstreue des Schwarz - Weiß - Zeichens verbessert wird.
Weiterhin können infolge der Übertragung des Schwarz - Weiß - Zeichens über einen besonderen
Kanal die Frequenzbänder der über die Farbzeichenkanäle übertragenen Farbzeichenkomponenten
ganz erheblich beschnitten werden, und zwar bis auf einige hundert Kilohertz. Das Schwarz-Weiß-Zeichen
kann als der zum Zeichnen des BiI-des dienende feine Pinsel betrachtet werden, wobei
dann die Farbzeichenkomponenten die zum Kolorieren des Bildes dienenden breiten Pinsel darstellen.
Fig. la stellt eine andere Ausführungsform der
Einrichtung 17 gemäß Fig. 1 dar. Bei dieser Einrichtung
17' enthält der zum Übertragen des Schwarz-Weiß-Zeichens dienende Zeichenkanal einen
Tiefpaßfilter 25', der für einen Frequenzbereich von ο bis 2 Megahertz durchlässig ist, während der zur
Übertragung der Farbzeichenkomponenten dienende
Zeichenkanal Tiefpaßfilter 27/, 27/ und 27/ enthält,
'die für Frequenzen von 0 bis 4 Megahertz durchlässig sind. Die Ausgangsklemmen 32 und 33
der Einrichtung 17' sind an den Verstärker 18 der
Einrichtung gemäß Fig. 1 angeschlossen. Obzwar bei der Einrichtung gemäß Fig. 1 a nur der die Frequenzen
vom ο bis 2 Megahertz umfassende Teil des Schwarz-Weiß-Zeichens über den Nebenschlußkanal
23> 23' übertragen wird, während sein die Frequenzen
von 2 bis 4 Megahertz umfassender Teil· über den Farbzeichenkamal gebt, ist die Wirkungsweise
der Einrichtung im wesentlichen doch dieselbe, wie diejenige der Einrichtung 17 gemäß Fig. 1, weil der
die Frequenzen von ο bis 2 Megahertz umfassende Teil des Schwarz - Weiß - Zeichens den weitaus
größeren Energiegehalt hat. Infolgedessen wird das Schwarz - Weiß - Zeichen durch den etwaigen
nicht linearen Frequenzgang des Farbzeichenkanals auch 'hier nicht merklich beeinflußt.
Fig. 2 stellt einen Empfänger dar, der zum Empfang des mit dem Sender gemäß Fig. 1 oder gemäß Fig. ι a gesendeten farbigen Bildes geeignet ist, aber auch zum Empfang von schwarz-weiß gesendeten Bildern verwendet werden.· kann. Er enthält «5 einen mit der Antenne 41 verbundenen Hochfrequenzverstärker 40, an den eine Überlagererstufe 42, ein Zwischenfrequenzverstärker 43, ein Demodulator 44, eine Übertragungseinrichtung 45 und eine aus Kathodenstrahlröhren bestehende B'ildwiedergabevorrichtung 46 angeschlossen ist. Die zur Wiedergabe von in je einer der Grundfarben gehaltenen Bildern dienendem Kathodenstrahlröhren, der Bildwiedergabevorrichtung sind im Verhältnis· zueinander so angeordnet, daß die auf ihnen erscheinenden Teilbilder durch halbdurchsichtige Spiegel zu einem einheitlichen, farbigen Bild kombiniert werden. Am den Demodulator 44, der den Stufen 40, 42 und 43 auch eine Regelspannung zur selbsttätigen Verstärkungsregelung liefert, ist ferner über einen Synchronisierzeichentrenner 47 ein ZeilenabtastJgenerator 48 -und ein Bildabtastgenerator 49 angeschlossen. Diese Generatoren stehen mit den Ablenkspulen der Kathodenstrahlröhren in Verbindung. Der Synchronisierzeichen'-trenner 47 steht fernerhin mit einem einen Teil der Übertragungsvorrichtung 45 bildenden Farbenträgerwellengenerator 31' in Verbindung. Schließlich ist an den Zwischenfrequenzverstärker 43 noch eine Tonwiedergabevorrichtung 51 angeschlossen. Sämtliche erwähnten Teile des Empfängers gemäß Fig. 2 können, bis auf die Übertragungseinrichtung 45 üblicher Ausführung sein, so daß sich eine nähere Erläuterung ihres Aufbaues und ihrer Wirkungsweise erübrigt.
Fig. 2 stellt einen Empfänger dar, der zum Empfang des mit dem Sender gemäß Fig. 1 oder gemäß Fig. ι a gesendeten farbigen Bildes geeignet ist, aber auch zum Empfang von schwarz-weiß gesendeten Bildern verwendet werden.· kann. Er enthält «5 einen mit der Antenne 41 verbundenen Hochfrequenzverstärker 40, an den eine Überlagererstufe 42, ein Zwischenfrequenzverstärker 43, ein Demodulator 44, eine Übertragungseinrichtung 45 und eine aus Kathodenstrahlröhren bestehende B'ildwiedergabevorrichtung 46 angeschlossen ist. Die zur Wiedergabe von in je einer der Grundfarben gehaltenen Bildern dienendem Kathodenstrahlröhren, der Bildwiedergabevorrichtung sind im Verhältnis· zueinander so angeordnet, daß die auf ihnen erscheinenden Teilbilder durch halbdurchsichtige Spiegel zu einem einheitlichen, farbigen Bild kombiniert werden. Am den Demodulator 44, der den Stufen 40, 42 und 43 auch eine Regelspannung zur selbsttätigen Verstärkungsregelung liefert, ist ferner über einen Synchronisierzeichentrenner 47 ein ZeilenabtastJgenerator 48 -und ein Bildabtastgenerator 49 angeschlossen. Diese Generatoren stehen mit den Ablenkspulen der Kathodenstrahlröhren in Verbindung. Der Synchronisierzeichen'-trenner 47 steht fernerhin mit einem einen Teil der Übertragungsvorrichtung 45 bildenden Farbenträgerwellengenerator 31' in Verbindung. Schließlich ist an den Zwischenfrequenzverstärker 43 noch eine Tonwiedergabevorrichtung 51 angeschlossen. Sämtliche erwähnten Teile des Empfängers gemäß Fig. 2 können, bis auf die Übertragungseinrichtung 45 üblicher Ausführung sein, so daß sich eine nähere Erläuterung ihres Aufbaues und ihrer Wirkungsweise erübrigt.
Diejenigen Teile der Übertragungseinrichtung 45, die in - ihrer Wirkungsweise gewissen Teilen
der Einrichtung 17 des Senders gemäß Fig. 1 entsprechen,
sind mit denselben Bezugszeichen bezeichnet wie jene, wobei diese Bezugszeichen nur
durch einen Strich von jenen der Fig. 1 unterschieden sind. Die Übertragungseinrichtung 45 enthält
zwei Zeichenkanäle zur Übertragung der ihren Eingangsklemmen 35 zugeführten zusammengesetzten
Bildpunktzeichen. Der eine Kanal besteht aus einem Tiefpaßfilter ζ2α mit einem Durchlaßbereich
von ο bis 4 Megahertz und einem damit in Reihe geschalteten Isolierverstärker 52, dessen Ausgangskreise
an die Klemmen 53ß, 536 und 53,, angeschlossen
sind. Der andere Kanal besteht aus einem für die Frequenzen von 2 bis 4 Megahertz durchlässigen
Bandfilter 30', einem Verstärker 36 mit regelbarer Verstärkung, drei zueinander parallelgeschalteten
Synchrondemodulatoren 29/, 296' und 29/ sowie
aus mit j einem von diesen in Reihe geschalteten Tiefpaßfiltern 27/, 27/ und 27/ mit einem
Durchlaßbereich von ο bis 2 Megahertz, deren Ausgangskreise ebenfalls an die Klemmen 53ß, 536 und
53C angeschlossen sind. Zwecks möglichst weitgehender
Herabsetzung einer etwaigen gegenseitigen Beeinflussung zwischen dem Schwarz - Weiß-Zeichen
und der Auswahlspannung kann der Bandfilter 30' zweckmäßig einen nicht1 linearen Frequenzgang
'haben, so daß er im wesentlichen nur für Frequenzen durchlässig ist, die in der Nähe der Frequenz
der Auswahlspannung liegen. Die Synchrondemodulatoren 29/, 29/ und 29/ werden durch
einen an den Synchronisierzeichentrenner 47 angeschlossenen Farbträgerwellengenerator 32ß gesteuert.
Die Wirkungsweise der Übertragungseinrichtung 45 ist eine Umkehrung derjenigen der Einrichtung
17 des Senders gemäß Fig. 1. Das sich im Ausgangskreis
des Demodulators 44 ergebende zusammengesetzte Bildpunktzeichen gelangt über die
Eingangsklemme 35 teils zum Tiefpaßfilter ζ2α,
teils zum Bandfilter 30'. Der Tiefpaßfilter ζ2α läßt
den den Frequenzbereich von ο bis· 4 Megahertz umfassenden Teil des zusammengesetzten Bildpunktzeichens,
d. h. praktisch genommen das Schwarz - Weiß - Zeichen, zum Isolierverstärker 52 durch, der das Schwarz - Weiß - Zeichen jeder der
Klemmen S3a, 53& und 53C zuführt. Der Bandfilter
30' läßt den den Frequenzbereich von 2 bis 4 Megahertz umfassenden Teil des· zusammengesetzten
Bildpunktzeichens, d. h. also das zusammengesetzte Farbzeichen, zum Verstärker 36 durch, dessen Verstärkungsgrad
zwecks Regelung der Sättigung der Farben des wiedergegebenen Bildes regelbar ist.
Die Synchrondemodulatoren 29/, 29/ und 29/ trennen dann die im zusammengesetzten Färbzeichen
enthaltenen drei Farbenkomponenten Rot, Grün und Blau voneinander, indem sie sie aus dem
zusammengesetzten Farbzeichen in cycklüscher Folge herausgreifen und liefern diesen Farbkomponenten
entsprechende Impulse, welche mit den gleichen Impulsen im Sender synchron sind. Der im Frequenzband
von ο bis'2 Megahertz liegende Teil dieser drei Impulsfolgen wird dann über die Tiefpaßfilter
27a> 27/ und 27/ je einer der Klemmen S3a, 53&
und 53C zugeführt, wo er sich mit dem Schwarz-Weiß-Zeichen
vereinigt, um zum Steiuergitter je einer der drei Kathodenstrahlröhren der Bildwiedergabevorrichtung
46 zu gelangen.
Der Empfänger gemäß Fig. 2 ist auch dazu geeignet, schwarz-weiße Bilder wiederzugeben, und
zwar unabhängig davon, ob das gesendete Bild
ebenfalls schwarz-weiß oder farbig ist. Zu diesem
Zwecke braucht nur der die Synehromdemodulatoren
29/, 2%' und 29/ enthaltende zweite Zeichenkanal
abgeschaltet-zu werden. Dann) gelangt über den den Tiefpaßfilter 52a und den Isolierverstärker
52 enthaltenden ersten ZeichenkamaL nur das Schwarz - Weiß - Zeichen- zu den Kathodenstrahlröhren.
Der Empfänger gemäß Fig. 2 weist erhebliche Vorteile gegenüber bekannten Empfängern ähnlicher
Art auf. Zwecks Wiedergabe der Schwarz-Weiß-Bilder ist keine gegenseitige Anpassung der
Tiefpaßfilter 52a und 27/, 27/ und 27/ erforderlich.
Da der Isolierverstärker 52 ein vollständiges Bildpunktzeichen liefert, genügen zum Kolorieren
'des Bildes Farbzeichenkomponenten, deren Frequenzband
nicht mehr als einige hundert Kilohertz umfaßt. Die in diesem Fall in dem Farbzeichenkanälen
zur Verwendung kommendem Filter kleiner Bandbreite erhöhen die Zeichenstärke, so daß die
Anzahl der erforderlichen Verstärker vermindert werden kann. Ein weiterer wichtiger Vorteil des
Empfängers gemäß Fig. 2 ergibt sich aus der Verwendung
des Bamdfilters 30', der es ermöglicht, den Synchrondemodulatoren 29/, 29/ und 29/ anstatt
des zusammengesetzten- Bildpunktzeichems nur das zusammengesetzte Farbzeichem zuzuführen. Hierbei wird'die Zeidhenstärke im diesen Demodulatoren
nur durch die Stärke des zusammengesetzten Farbzeichens -bestimmt, so daß also die Wiedereinführung
der Gleichstromkomponente vor den Demodulatoren nicht erforderlich ist. Durch Regelung der
.Verstärkung des Verstärkers7 36 kann! die Sättigung
der Farben des wiedergegebenen Bildes geregelt wenden. Die Übertragung des- Schwarz - Weiß-Zeichens
über einen in Nebenschluß zu den Farbzeichenkanälen; liegenden Zeichenkanal macht es
überflüssig, die einzelnen Farbzeichenkomponenten in Form sehr kurzer Impulse herauszugreifen', um
gesättigte Farben zu erzielen. Durch die auf diese Weise erreichte Möglichkeit der Verwendung längerer
Farbimpulse wird die Anzahl der erforderlichen) Verstärkerstufen im Empfänger noch weiter
vermindert. Schließlich hat die Anordnung dem Vorteil, daß durch einen etwaigen nicht linearen Frequenzgang
der Synchrondemodulatoren die Linearität des Schwarz-Weiß-Zeichens, nicht beeinträchtigt
wird.
Die in Fig. 2 a dargestellte Übertragungseinrichtung
45' unterscheidet sich von der Übertragungseinrichtung 45 gemäß Fig. 2 darin, daß der
-Tiefpaßfilter 52,, durch einen Tiefpaßfilter 2.5'
mit einem Durchlaßbereich von ο bis 2 Megahertz ersetzt ist und die Tiefpaßfilter 2JU,
27/ und 2jc' weggelassen sind. Hierbei umfaßt also
■ das über den erstem Zeichenkamal 25', 52' übertragene Schwarz-Weiß-Zeichen nur die Frequenzen
von ο bis 2 Megahertz umd der fehlende, die Frequenzen
von ο bis 4 Megahertz umfassende Teil des Schwarz-Weiß-Zeichens wird über den Farbzeichenkamal
ergänzt. Diese Einrichtung ist viel einfacher und billiger als diejenige gemäß Fig. 2
und hat gegenüber den bekannten Einrichtungen |
den Vorteil, daß statt vier Filter - nur zwei, nämlich die Filter 25' und 30', aneinander angepaßt
werden müssen.
Fig. 3 zeigt das detaillierte Schaltbild einer den Übertragumgseinrichtungem 45 und 45' der Fig. 2
und 2 a entsprechenden Übertragungseinrichtung 45" sowie einer der Bildwiedergabevorrichtung 46
der Fig. 2 entsprechenden Bildwiedergabevorritih-6"
g4
Der erste Zeichenkanal der Übertragungseinrichtung· 45" enthält eine Verstärkerröhre 54, in deren
Ausgangskreis, ein Verzögerungsnetzwerk 55 liegt, das so bemessen ist, daß es zumindest den den Frequenzbereich
vom 0 bis 2 Megahertz umfassenden Teil des Schwarz - Weiß - Zeichens durchläßt. An
dieses Netzwerk schließt sich ein für die Auswahlspannung undurchlässiger Filter 56 -sowie eine
Gruppe von drei zueinander parallel geschalteten Spannungsteilern 6oa, 6ob und 6oc an. Im Eingangskreis
der Röhre 54 Megt ein zur Kontrastregelung dienender Spannungsteiler 57 sowie ein zur Erzeugung
einer Vorspannung für die Kathode dienendes, aus einem Widerstand 58 unter dem dazu parallel
geschalteten Kondensator 59 bestehendes Netzwerk. Die Röhre erhält ihreAnodenspannung über das Netzwerk
55, den Filter 56, die Spannungsteiler 6οα, 60&
und 6oc, einen Widerstand 61 umd eine Spule 62
von der Spamnungsquelle + B. An den Ausgangskreis
der Röhre 54 ist ferner über einen Widerstand 63 und einen Kondensator 64 ein den Eingang
des zweitem Zeichenkamais bildender Bandfilter 30" angeschlossen. Dieser besteht aus miteinander verbundenen,
abgestimmtem. Kreisen 67, 68 und 69, 70, die so bemessen sind, daß sich der Durchlaßbereich
des Filters von 2,8 bis. höchstens 4 Megahertz erstreckt.
An den Filter 30" schließen sich als Synchrondemodulatorem wirkende Elektronenröhren
65o> 65» und 6sc an, in deren Ausgangskreis je ein
Tiefpaßfilter 66a, 666 und 66C liegt. Diese Filter
sind vorzugsweise so bemessen, daß sie für den Frequenzbereich von ο bis 1 Megahertz durchlässig
sind. Der Filter 30" ist über einen Kondensator 7O0
mit dem einen Steuergitter der Röhre 65s verbunden.
Dieses Steuergitter steht über einen G.itterableitwiderstand Jia auch mit einem der Kathode der
Röhre eine Vorspannung liefernden Netzwerk 72a,
73a in Verbindung. Die Röhre 6ζα erhält ihre
Anodenspamnung · von der Spannungsquelle + B über eine Spule 74a und einen Widerstand 75ß. Der
aus einer Spule 7O0 und einem Kondensator 77'a bestehende
Tiefpaßfilter 66a liegt zwischen der Anode der Röhre 65a und der Ausgangsklemme 53/. Die
Röhren 655 und 6se sind in derselben Weise geschaltet
wie die Röhre 65a. Auch die Tiefpaßfilter 66a,
66& und 66C sind untereinander normalerweise
gleich. Wenn jedoch nur sehr schmale Frequenzbänder umfassende Farbzeichenkomponenten übertragen
werden, ist es zweck bester Ausnutzung der Unterschiede der Empfindlichkeit des Auges für die
Grundfarben Grün, Rot und Blau und zwecks Erreichung der geringstem Bandbreite für alle Farbzeichen
vorteilhaft, den grünem und rotem Kanal für ein Frequenzband von 0,5 Megahertz und den
blauen Kanal für ein, Frequenzband von ο, ι Megahertz
durchlässig zu machen. Die Röhren 6ζα, 6$b
und 65 c werden durch den Färb träger wellengenerator
31' gesteuert.
Die Bildwiedergabevorrichtung 46" enthält drei Kathodenstrahlröhren y8a, j8b und y8c. Das über
den ersten Kanal der Übertragungseinrichtung 45" übertragene Schwarz-Weiß-Zeichen wird von den
Spannungsteilern 6oa, 6ob und 6oc über Leitungen
79«. 79b und 79c sowie Kondensatoren 8oß, 8o6 und
8oc den Kathoden der Kathodenstrahlröhren zugeführt.
Die über den zweiten Kanal' der Übertragungseinrichtung 45" übertragenen roten, grünen
und blauen Farbzeichenkomponenten gelangen von den Klemmen 53/, 53/ und 53/ über die Leitungen
8iß, 8ij, und 8ic zum Steuergitter je einer der Kathodenstrahlröhren.
Zur Wiedereinführung der Gleichstromkomponente dient bei der Kathodenstrahlröhre
78a die Diode 82a, die über einen KondensatoT
iooß zwischen das Steuergitter und die
Kathode der Kathodenstrahlröhre geschaltet ist. Die Anode der Diode ist über einen Widerstand 84a an
eine positive Spannungsquelle, beispielsweise an einen Spannungsteiler 83, angeschlossen. Zwischen
die Kathode und die Anode der Diode ist ein Arbeitswiderstand 85a geschaltet. Die in den Kathodenkreis
der Röhre 78a geschalteten Widerstände 86a
und 87«, die an die Spannungsquelle + C angeschlossen sind, lieferni eine Vorspannung für die
Kathode der Kathodenstralröhre. Die Kathodenstrahlröhren 7S0 und 78C sind in derselben Weise
geschaltet.
Die Wirkungsweise der Anordnung gemäß Fig. 3 entspricht derjenigen der Übertragungseinrichtungen
45 und 46 der Fig. 2 und kann kurz wie folgt beschrieben werden:
Das sich im Ausgangskreis des Demodulators 44 der Fig. 2 ergebende zusammengesetzte Bildpunktzeichen
gelangt über die Eingangsklemmen3S zur Röhre 54. Das im Ausgangskreis dieser Röhre erscheinende
Schwiarz-Weiß-Zeichen wird im Verzögerungsnetzwerk 55 so weit verzögert, daß etwaige
Unterschiede zwischen den Übertragungszeiten im ersten und im zweiten Kanal ausgeglichen werden,
worauf aus ihm im Filter 56 die eine Frequenz von etwa 3,8 Megahertz aufweisende Auswahlspannung
ausgesiebt wird. Die zum Ausgleichen der Zeichenstärken in den Leitungen 79ß, 7% und ygc dienenden
Spannungsteiler 6oß, 6ob und 6oc führen das
Schwarz-Weiß-Zeichem zu den Ausgangsklemmen ioia, ioi6 und ioic des ersten Zeichenkanals. Von
diesen Klemmen gelangt das Schwarz-Weiß-Zeichen zu der Kathode der Kathodenstrahlröhren 7S0, 78&
und 78C, die daher den zur Wiedergabe von Schwarz-Weiß-Bildern
erforderlichen vollen Frequenzbereich umfassende Steuerspannungen erhalten, auch wenn
eine farbige Bildsendung empfangen wird.
Zwecks Erzielung einer farbigen Bildwiedergabe bzw. zwecks Kolorierung des Schwarz-Weiß-Bildes
wird die Ausgangsspannaing der Röhre 54 über
den Widerstand 63 und den Kondensator 64 auch dem Netzwerk 30" im Eingang des zweiten Zeichenkanals
zugeführt. Da der erste Zeichenkanal ein vollständiges Schwarz - Weiß - Zeichen überträgt,
braucht das Netzwerk 30" nur einen gewissen Teil des gesamten zusammengesetzten Farbzeichens zu
übertragen, z. B. den im Frequenzbereich von 2,8 bis 4 Megahertz liegenden Teil. Diese Zeichenspannung
gelangt über die Kopplungskondensatoren 7°a< 7°b un-d 7öc gleichzeitig zu den Steuergittern
aller drei Röhren 6ζα, 6s& und 65,..
Der synchron mit der entsprechenden Farbauswahlvorrichtung
im Sender arbeitende Farbträgerwellengenerator
31' steuert diese drei Röhren so, daß sie, in cyclischer Folge arbeitend, je eine der
drei Farbenkomponenten herausgreifen. Wenn die Röhre 6$α durchlässig ist, greift sie aus dem zusammengesetzten
Farbzeichen die grüne Zeichenkomponenite heraus und führt sie über den. Tiefpaßfilter
66a in der gewünschten Bandbreite, die vorzugsweise weniger als 1 Megahertz beträgt, zur
Ausgangsklemme 53/. Diese grüne Farbzeichenkomponente tritt dann am Steuergitter der Kathodenstrahlröhre
78e in Erscheinung und moduliert
den Kathodenstrahl dieser Röhre so, daß auf dem Bildschirm der Röhre ein grünes Bild erscheint,
welches dem Bild entspricht, das auf die für Grün empfindliche Bildfängerröhre des Senders einwirkt.
In ähnlicher Weise erscheint auf dem Bildschirm der Kathodenstrahlröhre 78& ein rotes und auf dem
Bildschirm der Kathodenstrahlröhre 78^ ein blaues
Bild. Durch optische Vereinigung dieser drei Teilbilder ergibt sich dann das vollständige farbige
Bild.
Die gemäß der Erfindung ausgebildeten Sender und Empfänger können naturgemäß nicht nur in
Verbindung miteinander, sondern auch in Verbindung mit anderen Empfängern bzw. Sendern verwendet
werden, ohne daß sie dabei ihre weiter oben erwähnten Vorteile einbüßen.
Claims (13)
1. Einrichtung zum Senden bzw. Empfangen von farbigen Fernsehbildern, dadurch gekennzeichnet,
daß im Sende- bzw. Empfangsgerät ein aus allen Farbzeichenkomponenteni des gesendeten
Bildes zusammengesetztes, zumindest die niedrigeren Frequenzen des gesamten Frequenzbereiches
des zusammengesetzten BiIdpunktzeichens umfassendes, zur schwarz-weißen
Wiedergabe des Bildes geeignetes Schwarz-Weiß-Zeicheni abgeleitet und diesem dann die
zum Färben des Bildes dienenden Farbzeichenkomponenten einzeln zugesetzt werden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Sende- bzw. Empfangsgerät zwei parallel geschaltete Zeichenkanäle
vorgesehen sind, von denen der eine zur Übertragung des Schwarz-Weiß-Zeichens und der
die Vorrichtung zum cyclischen Auswählen der einzelnen Farbzeichenkomponenten enthaltende
andere Zeichenkanal1 zur Übertragung der Farbzeichenkomponenten dient.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenkanal
für das Schwarz-Weiß-Zeichen für Frequenzen von ο bis 4 Megahertz durchlässig ist.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenkanal für das Schwarz-Weiß-Zeichen für Frequenzen
von ο bis 2 Megahertz, durchlässig ist- und die höheren Frequenzen des Schwarz-Weiß-Zeichens
aus den Farbzeichenkomponenten ergänzt werden.
5. Einrichtung nach einem oder mehreren der
vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbzeichenkanal aus einer der Anzahl der zu übertragenden Grundfarben entsprechenden
Anzahl von Zweigen besteht.
6. Empfangseinrichtung nach einem oder
mehreren' der vorstehenden Ansprüche mit einer Bildwiedergabevorrichtung, welche aus mehreren
Teilen besteht, von denen jeder zur Wiedergabe eines in einer der übertragenen Grundfarben
gehaltenen Teilbildes bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das· Schwarz-Weiß-Zeichen
sämtlichen Teilen, der Bildwiedergabevorrichtung zugeführt wird, während die einzelnen
Farbzeichenkomponenten! des zusammengesetzten. Bildpunktzeichens je einem der genannten
Teile zugeführt werden.
7. Empfangseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenkanal für
das Schwarz - Weiß - Zeichen einen zur Übertragung zumindest des die niedrigeren' Frequenzen
des gesamten Frequenzbandes des Schwarz - Weiß - Zeichens umfassenden) Teiles dieses Zeichens geeigneten1 Verstärker und Filter
enthält, während im Farbzeichenkanal ein im wesentlichen1 nur für die Farbzeichenkomponenten
des zusammengesetztenBilidpuniktzeichens
durchlässiger Bandfilter vorgesehen ist.
8. Empfangseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Filter im Kanal für das Schwarz - Weiß - Zeichen für den Frequenzbereich
von 0 bis 2 Megahertz und derjenige im Kanal für die Farbzeichenkomponenten für den Frequenzbereich von 2 bis 4
Megahertz durchlässig ist.
9. Empfangseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß in demjenigen Teil
des Zeichenkanals für die Farbzeichenkomponenten, in welchem die Unterträgerwelle für die
Farben nicht mehr in Erscheinung tritt, in jedem Zweig dieses Kanals ein Filter mit einem
Durchlaßbereich von ο bis 2 Megahertz vorgesehen ist.
10. Empfangseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenkanal
für das Schwarz-Weiß-Zeichen einem Filter zum
Aussieben der Unterträgerwelle- für die 'Farbzeichen
enthält.
11. Empfangseinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der eine der beiden Zeichenkanäle ein· Verzögerungsnetzwerk
zum Ausgleichen' der Unterschiede zwischen den Übertnagungszeiteni in den beiden Zeichenkanälen
enthält.
12. Empfangseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeichenkanal
für die Farbzeichenkomponenten einen regelbaren Verstärker enthält.
13. Empfangseinrichtung nach einem oder
mehreren der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur Trennung der einzelnen Farbzeichenkomponenten' voneinander
dienende Farbauswahlvorrichtung durch einen vom Synchronisierzeichentrenner des Empfängers
gesteuerten Sinuswellengenerator gesteuert wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 5645 1,53
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