DE86341C - - Google Patents

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DE86341C
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Germany
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ring
strut
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locomobile
zinc
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C9/00Bearings for crankshafts or connecting-rods; Attachment of connecting-rods
    • F16C9/04Connecting-rod bearings; Attachments thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shafts, Cranks, Connecting Bars, And Related Bearings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1895 ab.
Die Erfindung hat den Zweck, beim Gange einer Locomobile den Cylinder mit dem Kurbelwellenlager zu verstreben, und zwar geschieht dies selbsttätig,, indem bei warm gewordener Maschine die Strebestange festgeklemmt, dagegen bei sich abkühlender Maschine losgelassen wird.
Die Zeichnung veranschaulicht in den Fig. 1 bis 3 den Gegenstand der Erfindung, und zwar zeigt
Fig. ι die Verstrebung bei warmer Maschine in Wirksamkeit, während
Fig. 2 . dieselbe gelöst bei kalter Maschine darstellt.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht.
Im Besonderen bezeichnet:
α die Strebestange, welche Cylinder und Lager verbindet;
b einen kegelförmigen, seitlich aufgeschnittenen Stahlring;
c einen konisch ausgedrehten schmiedeisernen Ring;
d eingegossenes, dann bis zu seiner gröfsten Dichtigkeit zusammengeprefstes Zink (event. Blei);
e eine konisch ausgedrehte, mit Gasgewinde versehene gufseiserne Mutter;
f einen an den Dampfcylinder angegossenen Putzen;
g Blechscheiben, deren Zahl nach Bedarf verringert wird;
h das Kurbelwellenlager;
i eine schmiedeiserne Mutter zum Befestigen der Strebestange.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :'
Wird die Locomobile angeheizt, also warm, so wird die Entfernung zwischen Cylinder und Lager gröfser; die Strebestange α zieht sich infolge dessen aus/" hinaus und die eingedrehte Kehle an der Strebestange kommt an den Ring b zu stehen. Da der Cylinder aber ebenfalls warm geworden ist, so hat sich auch das Zink (event. Blei) d ausgedehnt. Da dieses sich nach der anderen Seite nicht ausdehnen kann, drückt es mit der Kraft seiner fast ganzen Volumenausdehnung auf den Ring c, welcher auf den Ring b gedrückt wird. Da der Ring b aufgeschnitten ist und an e Widerstand findet, so wird er zusammengedrückt, prefst sich also fest in die Kehle an α und hält somit die Strebestange fest. Wird die Maschine in Betrieb gesetzt, so tritt in den vorhandenen Dampfmantel Abdampf. Durch die nun bedeutend gröfser gewordene Hitze dehnt sich das Zink noch mehr aus; der Ring b wird also jetzt mit noch gröfserer Gewalt in die Kehle an der Stange α eingedrückt, so dafs dieselbe ganz' festgehalten wird und alle Kolbenstöfse auffängt. Wird die Maschine wieder kalt, so zieht sich das Zink wieder zusammen und übt keinen Druck auf den Ring c aus, welcher durch die Elasticität des Ringes b wieder zurückgeschoben wird. Ein eventuelles Festsitzen der Ringe b und c würde deshalb die Wirkung nicht beeinträchtigen, weil die Strebestange mit bedeutendem Druck zurückkommt und den
Ring b hinausdrückt. Um ein Durchdrücken des Zinks zu verhindern, lä'fst man das Loch in f nach dem äufseren Durchmesser hin spitz auslaufen und spart den Ring c an der Druckfläche kreisbogenförmig aus, so dafs der Druck von d von gefährlichen Stellen abgelenkt wird.
Ein Platzen der Wandstärken ist ausgeschlossen, weil sich bei so hohem Druck das Zink doch entsprechend zusammendrücken würde.
Um auch den zweiten Lagerstuhl zu verstreben, nietet oder schraubt man f direct auf die Feuerbüchse und läfst d von directem Dampf umspielen. Der Zweck würde hier durch gröfsere Hitze noch besser erreicht werden.
Die Verstrebung tritt also bei jedem Inbetriebsetzen der Locomobile in Wirksamkeit und löst sich bei Aufserbetriebsetzung derselben.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verstrebung des Kurbelwellenlagers an Locomobilen, gekennzeichnet durch eine Aussparung an der Strebestange α und einen in diese Aussparung passenden federnden Ring b, welcher bei Warmwerden der Locomobile durch die durch Dampf hervorgerufene Ausdehnung des Metalles d in die Aussparung an α geprefst wird und α dadurch festklemmt, bei Abkühlung der Locomobile aber losläfst und auf die Weise die Verstrebung löst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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