DE862740C - Verfahren zur Herstellung eines Malz-Milch-Praeparates - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Malz-Milch-PraeparatesInfo
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- DE862740C DE862740C DEP32353A DEP0032353A DE862740C DE 862740 C DE862740 C DE 862740C DE P32353 A DEP32353 A DE P32353A DE P0032353 A DEP0032353 A DE P0032353A DE 862740 C DE862740 C DE 862740C
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- A23C—DAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
- A23C9/00—Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
- A23C9/12—Fermented milk preparations; Treatment using microorganisms or enzymes
- A23C9/123—Fermented milk preparations; Treatment using microorganisms or enzymes using only microorganisms of the genus lactobacteriaceae; Yoghurt
- A23C9/1232—Fermented milk preparations; Treatment using microorganisms or enzymes using only microorganisms of the genus lactobacteriaceae; Yoghurt in powdered, granulated or dried solid form
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- A23C9/1234—Fermented milk preparations; Treatment using microorganisms or enzymes using only microorganisms of the genus lactobacteriaceae; Yoghurt characterised by using a Lactobacillus sp. other than Lactobacillus Bulgaricus, including Bificlobacterium sp.
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- A—HUMAN NECESSITIES
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines Malz-Milch-Präparates Es existiert eine Reihe Malz-Milch-Präparate; die sich unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel befinden. Sämtliche sind aus Gerstenmalz und Milch in variierenden Mengenverhältnissen und verschiedenen Zusätzen anderer Stoffe hergestellt. Im Hinblick auf die Konsistenz unterscheiden sie sich voneinander dadurch, daß ein Teil in trockener Form, z. B. als trockenes Pulver, und andere als Paste vorkommen. Bei allen bisher bekannten Präparaten dieser Art wurde die Malizkleie sorgsam entfernt. Das in den Präparaten vorkommende Milchfett befindet sich in einem sehr labilen Zustand und neigt häufig dazu, ranzig zu werden, was natürlich unangenehm auf den Geschmack des Präparates einwirkt. Die meisten der bekannten Präparate sind diastasehaltig und können nach Angaben A-, B- und C-Vitamine enthalten. Obengenanntes Präparat, dessenAnwendung hauptsächlich nahrungsphysiologische Bedeutung hat, kann durch Zusatz von Stoffen, wie z. B. Eisen, Mangan, Jod, Chinin u. a. m., auch medizinische Bedeutung erlangen.
- Vorliegendes Verfahren unterscheidet sich wesentlich von früheren Herstellungsmethoden und ist hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, daß Milch, am besten frische Milch, gut mit fein verina:hlenem Malz, z. B. Gerstenmalz, :gemischt wird. Die ilbIischung (Maische) soll so lange bei einer Temperatur von etwa 6o bis e6,5' stehen, bis die Stärke mit Jod-Jodkalium-Lösung keine Reaktion mehr gibt. Hierauf wird die Maische bis auf eine Temperatur von etwa q.0° oder darunter abgekühlt und mit einer Kultur eines milchshurebildenden Bakterienstammes (bzw. Bakterienstämme) beimpft. Die Züchtung dieser Bakterienkultur in der Malz-Milch-Maische wird so lange fortgesetzt, bis ein pH-Wert von 4,8 'bis 5,0 erreicht ist und die Milch koaguliert, was gewöhnlich nach etwa 4 -Stunden= geschieht. Danach werden die Bakterien abgetötet, 'was am'eirifächsten durch ein schnelles Erhitzen auf ungefähr 70° geschieht. Darauf wird eingedampft, nachdem das Ganze auf etwa 5o°-abgekühlt worden ist. Dasf'E,indampfen wird durch Anwendung von Vakuum erleichtert, wodurch der - Ein_dainpfprozeß beschleunigt wird und die Gefahr für einen chemischen Abbau oder Zerstörung von in die gebildeten Produkte eingehenden, temperaturempfindlichen Substanzen ferngehalten wird. Das trockene Präparat wird hierauf vermahlen und zweckmäßig zu Tabletten verarbeitet.
- Das Malz-Milch-Präparat, das man gemäß vorliegendem Verfahren erhält, unterscheidet sich von den früher genannten bekannten Präparaten dadurch, daß, dasselbe auf .bakteriologischer - Basis hergestellt ist, was in verdauungsphysiologischer Hinsicht von Bedeutung ist. Außerdem bietet vorliegende Herstellungsmethode die.Möglichkeit, ein Präparat herzustellen, in dem das Milchfett gegen Ranzigwerden geschützt ist, weswegen das nach vorliegendem Verfahren hergestellte Präparat unbegrenzte Zeit haltbar ist. Außerdem enthält das Präparat Stoffwechselprodukte von gewissen für die Darmtätiaikeit notwendigen milchs!äurcbildenden -B:a1.terien, wodurch das Präparat außer als Nährmittel auch eine gewisse medizinische Bedeutung bekommt. Die. Stoffweeh_ selprodukte der in Frage kommenden Bakterien haben eine sehr vorteilhafte Wirkung auf die Tätigkeit des Darmes.
- Die als Nahrungsmittel so wichtige Kleie findet ,sich in dem Präparat in sehr fein verteilter Form, weswegen es auch von magenkranken Personen vertragen wird. Besonders bemerkenswert ist, daß der Fettgehalt bei dem gemäß vorliegendem Verfahren hergestellten Präparat höher (i12% und darüber) als bei bisher bekannten ähnlichen Präparaten gehalten werden kann; wo. der Fettgehalt nur etwa 3,8%, beträgt.
- Die Erfindung soll im folgenden durch ein Ausführungsbeispiel ,beleuchtet werden,, ohne daß jedoch die Erfindung hierdurch begrenzt ist.
- '3--efspel ,=-,5u# Liter. Milch werden auf 6:5' erhitzt, worauf man die Milch mit 7 kg fein vermahlenem Gerstenmalzmischt. Die Malz-Milch-Maische soll danach .bei 6o -bis, 65° so lange stehen, bis die- Stärke mit Jod-JodJcalium-Lösung keine Reaktion mehr gibt. Danach wird die Maisehe auf ungefähr 40° herabgekühlt und traft 1/411/a- einer kräftig virulenten Acidophiluskultur beimpft. Nach 4- Stunden hat die-Maischeeinen pH-Wert von 4,o bis 5;o, und die Milch- ist geronnen.. Hierauf nimmt man eine schnelle Erhitzung, auf 7& vor, um die Bakterien ibzutöten;. und kühlt auf 5o11 ab. Bei .dieser Temperatur wird das Eindampfen der -Maische vorgenommen. -Nach dem Trocknen wird- das Präparat vermahlen und -in Tablettenform übergeführt.
- Das gemäß- vorliegendem Verfahren hergestellte Pf äparat kann mit verschiedenen Zusätzen versehen werden,-wie Geschmacksstoffe und Vitamine, wie- auch anderen Stoffen, die nicht schädlich auf den biologischen Charakter des -Piiäparates. - oder seine Zusammensetzung einwirken.
- Als sehr geeignete Bakterien sollen gewisse im Verdauungskanal des Menschen, z. B. im Darm, vorkommende Milchsäurebakterien (Thermobact. acidophilum) usw. genannt werden, deren Stoff--wechselprodukte große Bedeutung für die Wirksafkeit ,des Darmes haben.
- ,In der vorliegenden Beschreibung wurde als geeignete Maßnahme zur Verhinderung weiterer Milchsäurebildung Erhitzung auf etwa 70° vorgeschlagen, wobei die Bakterien getötet werden. Dieses dürfte doch nicht die einzige Weise sein, um die Milchsäurebildung abzubrechen. Man kann z. B. auch starkes Herunterkühlen, Desinfizieren oder andere für dnesenZweck passendeMaßnahmen anwenden.
Claims (1)
- ' PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Malz-Milch-Präparates, dadurch gekennzeichnet, daß Milch mit geeignetem fein vermahlenem Malz, z. B. Gerstenmalz, gemischt und zur Überführung der Stärke in Zucker fair einige Zeit .bei einer Temperatur von 6o - bis 6_5° stehengelassen wird, worauf eine Impfungt der Mischung (Maische) mit einer Kultur von geeigneten milchsäureerzeugenden Bakterien erfolgt- und .die Züchtung dieser Bakterien nur bis zur Koagulation der Milch ausgedehnt wird, wonach die Milchsäurebildung z. B. durch schnelles Erhitzen auf. ungefähr 7o11 abgebrochen wird: 2: Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung vor der Impfung reit der Bakterienkultur heruntergekühlt wird, zweckmäßig auf eine Temperatur von 40°. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzuckerung der Stärke so weit geführt wird, daß eine Jod-Jodkalium-Lösung keine Reaktion mehr gibt. 4. Verfahren nach Anspruch 11, 2 oder 3, dadurch-gekennzeichnet, daß die Impfung mit im Darmsystem des Menschen vorkommenden milchsäureerzeugendenBakterien, z. B-.Thermobact. acidophilurn, vorgenommen wird. 5. Verfahren nach Anspruch z, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impfung mit 1/4 % einer kräftig virulenten Acidophiluskultur vorgenommen wird. 6. Verfahren nach Angpruch'i, 2, 3, 4 oder 5; dadurch gekennzeichnet, daß die Züchtung der Bakterien während einer Zeit von etwa 4 Stunden geschieht. 7. Verfahren nach Anspruch i, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Züchtung vorgenommen wird,' bis ein pH-Wert von 4,8 bis 5,o erreicht ist. B. Verfahren nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das erhaltene Produkt zweckmäßig bis zurr trockenen Zustand eingedampft wird, wobei dasEindampfen vorzugsweise bei niedriger Temperatur, z. B. 5o° oder niedriger, vorgenommen wird und man sich hierzu zweckmäßig der Vakuumeindampfung bedient. g. Verfahren nach Anspruch z ;bis 8, dadurch gekennzeichnet, dar das Präparat, zweckmäßig nach dem Trocknen, mit Geschmacksstoffen und/oder Vitaminen und/oder anderen Stoffen, die nicht schädlich auf die Zusammensetzung des Präparates einwirken, versetzt wird. to. Verfahren nach einem oder einigen der Ansprüche -:2 .bis g, dadurch gekennzeichnet, daß das nach der Trocknung gewonnene Präparat gemahlen und in Tablettenform übergeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE862740X | 1947-01-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE862740C true DE862740C (de) | 1953-01-12 |
Family
ID=20366874
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP32353A Expired DE862740C (de) | 1947-01-08 | 1949-01-25 | Verfahren zur Herstellung eines Malz-Milch-Praeparates |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE862740C (de) |
-
1949
- 1949-01-25 DE DEP32353A patent/DE862740C/de not_active Expired
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