DE862007C - Verfahren zum Sulfonieren organischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zum Sulfonieren organischer Verbindungen

Info

Publication number
DE862007C
DE862007C DEM6393A DEM0006393A DE862007C DE 862007 C DE862007 C DE 862007C DE M6393 A DEM6393 A DE M6393A DE M0006393 A DEM0006393 A DE M0006393A DE 862007 C DE862007 C DE 862007C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nozzle
liquid
dissolved
temperature
sulfur dioxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM6393A
Other languages
English (en)
Inventor
John K Fincke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Monsanto Chemicals Ltd
Original Assignee
Monsanto Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Monsanto Chemicals Ltd filed Critical Monsanto Chemicals Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE862007C publication Critical patent/DE862007C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Sulfonieren organischer Verbindungen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sulfonieren organischer Verbindungen, das darin besteht, daß ein Strom von flüssigem Schwefeldioxyd, der gelöstes SO" enthält, mit einem Strom von flüssigem S02 gemischt wird, der einen darin gelösten Kohlenwasserstoff enthält, der wenigstens eine - C H =CH-Gruppe enthält, wobei dieser Kohlenwasserstoff sulfoniert und Sulfonierungswärme freiwird. Die miteinander gemischten Ströme gehen dann durch eine Düse hindurch, in der das flüssige Schwefeldioxyd durch die Sulfonierungswärme verdampft wird und wobei S O3 mit dem Kohlenwasserstoff bei einer Temperatur von wenigstens 2o° reagiert.
  • Die S02-Ströme treten also zusammen in eine Düse ein, die ohne wesentlichen Gewinn oder Verlust an Wärme passiert wird, und werden in eine Zone verminderten Druckes versprüht, wobei die Sulfonierungsreaktion fast augenblicklich erfolgt.
  • Die vorliegende Erfindung bedeutet eine Verbesserung des Sulfonierungsverfahrens organischer Verbindungen, bei dem Schwefeldioxyd als Lösungsmittel und SO, als Sulfonierungsmittel benutzt wird. Der vorliegende Prozeß kann mit einer verhältnismäßig einfachen Vorrichtung ausgeführt werden, wobei man einen hohen Durchsatz erzielen kann. Bei früheren Prozessen war in Vorschlag gebracht worden, die Sulfonierung in flüssigem Schwefeldioxyd unter Vorkühlung der Ströme des Sulfonierungsmittels und des zu sulfonierenden Materials vorzunehmen, wobei die Ströme in einer Zone bei niederen Temperaturen vereinigt wurden und worauf dann der Strom in eine zweite Zone überging, deren Temperatur höher war als die der ersten Zone und worauf dann das Produkt mit Wasser vermischt wurde, um die Reaktion zum Stillstand zu bringen.
  • Gemäß der Erfindung wird die Sulfonierung nahezu augenblicklich dadurch herbeigeführt, daß -man einen Strom von flüssigem SO" der die gelöste organische Verbindung mit wenigstens einer - CH = CH-Gruppe enthält, und einen Strom von flüssigem SO" der gelöstes SO, enthält, miteinander vermischt. Die Ströme werden in einer Mischzone miteinander vermischt, die aus einer kurzen rohrföhnigen Düse besteht und dann in eine Kammer zerstäubt, in der etwa atmosphärischer Druck herrscht. Es wurde gefunden, daß, wenn man in dieser Art arbeitet, der Druckabfall in der Zerstäubungsdüse wenigstens 2,8kg/cml beträgt. Infolge der Reaktionswärme, die bei der Sulfonierung entwickelt wird, . tritt die Verdampfung eines entsprechenden "Betrages an flüssigem SO, in der Düse ein, wobei die Bildung von gasförmigem SO, in dieser Art auf Rechnung des beobachteten großen Druckabfalls geht. Die sich ergebende Mischung des Sulfonierungsproduktes und des verdampften Schwefeldioxyds, die die Düse mit b'Qher; Geschwindigkeit verläßt, wird in die Sammelkammer zerstäubt, in der die feinverteilten sulfonierten Produkte von dem verdampften gasförmigen S 02 abgetrennt werden. Alles flüssige Schwefeldioxyd, das aus der Düse austritt, verdampft in der Sammelkammer und erniedrigt deren Temperatur, aber es beeinträchtigt die Düsentemperatur nicht wesentlich. Beide Produkte, das sulfonierte organische Produkt und das verdampfte Schwefeldioxyd,- werden daraufhin in irgendeiner geeigneten Weise wiedergewonnen.
  • Der Druckabfall beim Durchgang durch die Düse bei der Sulfonierungsreaktion beträgt wenigstens das Zoofache und evtl. sogar das 5oofache des Druckabfalls einer gleichen Menge reiner Flüssigkeit ohne Dampfentwicklung. Der Druckabfall hängt von dem Maß der Verdampfung des S 02 ab, der wiederum von der Sulfonierungswärme der behandelten Kohlenwasserstoffe abhängig ist, sowie in einem geringeren Maße von dem Grad der Verdünnung der reagierenden Substanzen.- Die Temperatur der Sulfonierung, die von der Menge des als Lösungsmittel für die reagierenden Substanzen benutzten SO, abhängt, sollte wenigstens 2o° betragen und 75° nicht wesentlich überschreiten. Wenn man geringere Mengen des als Lösungsmittel dienenden SO, benutzt, wird die Temperatur der Sulfonierung höher sein als wenn man größere Mengen benutzt und umgekehrt, mit Ausnahme des oben dargelegten Falles ist. jedoch die Menge an SO" die bei der Reaktion zugegen ist, nicht von ausschlaggebender Bedeutung, soweit die Reaktion selbst davo4 betroffen wird, jedoch kann durch Verändern der Anteile an flüssigem Schwefeldioxyd, das man als Lösungsmittel benutzt, die Temperatur innerhalb der angegebenen Größen verändert werden.
  • Infolge des feinverteilten Zustandes des die Düse verlassenden Sulfonierungsproduktes kann die Gesamtmenge an flüssigem oder gasföhnigem SO, in dem Produkt schnell und vollkommen abgetrennt und daraus entfernt werden. Im Gegensatz zu früheren Verfahren erfolgt der vorliegende Prozeß der Sulfonierung adiabatisch, d: h. das System verliert weder Wärme noch wird Wärme gewonnen. Die Reaktion findet bei Temperaturen von wenigstens 2o°, aber unterhalb 7o° statt und wird, soweit dies möglich ist, zu Ende geführt, um den kurzen Zeitraum, der für den Durchgang des Materials durch die kurze Sprühdüse erforderlich ist, auszunutzen.
  • Mit den Mitteln der vorliegenden Erfindung ist es möglich, jeden Kohlenwasserstoff zu sulfonieren, der in flüssigem Schwefeldioxyd bei gewöhnlicher Temperatur oder bei wenig erhöhten Temperaturen löslich ist und der wenigstens eine-CH= CH- Gruppe enthält. Die Kohlenwasserstoffe können entweder aliphatische oder aromatische oder Mischungen dieser Verbindungen sein. Spezielle Verbindungen, die die obige Gruppierung enthalten und die nach dem Verfahren der Erfindung behandelt werden können, sind folgende: Benzol, Naphthalin, Anthracen, Diphenyl, Toluol, Äthylbenzol, Dodecylbenzol, alkylierte Naphthaline, allkyliertes Anthracen oder alkyliertes Diphenyl usw., ferner Olefine, z. B. Äthylen, Propylen, Butylen, Isobutylen, Amylen, Octen, Decen, Dodecen, Tetradecen; Hexadecen, Octadecen usw. Olefine, die mehr als eine ungesättigte Gruppe enthalten, können auch nach den hierin beschriebenen Verfahren behandelt werden. , Es wurde gefunden, daß SO, im wesentlichen quantitativ mit der ungesättigten Gruppe im Molekül reagiert und daß es möglich ist, so viel SO,-Gruppen einzuführen, als ersetzbare Wasserstoffatome im Molekül der Verbindungen zugegen sind, die die Gruppierung - CH = CH - enthalten. Um - dies zu bewirken, ist es erforderlich, daß das in dem flüssigen Schwefeldioxydstrom, der in die Mischdüse eintritt, enthaltene S03 so bemessen wird, daß er die Zahl an S03 Molekülen enthält, die man in die organische Verbindung, die sulfoniert werden soll, einzuführen wünscht.
  • Wie oben festgestellt wurde., sind die Kohlenwasserstoffe, die sulfoniert: werden sollen, dadurch gekennzeichnet, daß sie die Gruppe - CH = CH - im Molekül enthalten. Diese Gruppe kann ein Teil eines Olefinmoleküls sein, oder sie kann auch ein Teil eines aromatischen Ringes sein. Die aromatischen Sulfonsäuren bestehen nach der Neutralisation mit Alkalien aus den aromatischen Alkalisulfonaten. Die olefinischen Produkte bestehen nach der Neutralisation mit einem. Alkali aus den Alkalisalzen der Alkylschwefelsäureester.
  • Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, daß man voneinander getrennte Lösungen von 'Schwefeltrioxyd in flüssigem Schwefeldioxyd und von den zu sulfonierenden Kohlenwasserstoffeh, in flüssigem SO, gelöst, herstellt: Die Lösungen werden in Druckgefäßen unter einem Druck aufbewahrt, der etwa ihrem Dampfdruck entspricht. Aus den Druckgefäßen werden die Lösungen mittels Leitungen, die zu einer Düse von verhältnismäßig geringer Länge führen, abgezogen. Die Lösungen fließen in die Düse ein und werden innig miteinander gemischt. Es findet eine Sulfonierung der Kohlenwasserstoffe statt, und dabei wird Reaktionswärme frei. Die frei gewordene Wähne verursacht innerhalb der Düse eine Verdampfung von S02. Das große Gasvolumen, das in der Düse frei wird, verursacht einen Druckabfall, der wesentlich den Druckabfall übertrifft, der beobachtet wird, wenn Lösungen von Schwefeldioxyd durch die Düse hindurchfließen. Der Druckabfall innerhalb der Düse beträgt wenigstens 2,8 kg/cm2 und beträgt üblicherweise etwas weniger als 7 kg/cm2.
  • Die Mischung von gasförmigem SO" und flüssigem Sulfonierungsprodukt, die aus der Düse austritt, wird in einer Trennkammer, die etwa bei atmosphärischem Druck arbeitet, gesammelt. Das verdampfte SO" das wasserfrei ist, wird wiedergewonnen, komprimiert und verflüssigt und kann ohne weitere Reinigung bei dem Verfahren wieder gebraucht werden. Die organische Sulfonsäure wird mit Alkalihydroxyd neutralisiert zwecks Herstellung von Alkalisalzen der entsprechenden Sulfonsäuren.
  • Die Zeichnung zeigt eine Apparatur, die zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens geeignet ist. In dieser stellt i einen Vorratsbehälter dar, der zur Aufnahme einer Schwefeldioxydlösung von Schwefeltrioxyd bestimmt ist. Der Vorratsbehälter 2 enthält flüssiges Schwefeldioxyd. Der Vorratsbehälter 3 enthält den zu sulfonierenden Kohlenwasserstoff. Die Vorratsbehälter i, 2 und 3 ruhen auf Waagen 4, 5 und 6, so daß man den Inhalt der Vorratsbehälter von Zeit zu Zeit abwiegen kann. Die Vorratsbehälter i und 2 sind mit Druckmessern 7 und 8 versehen und auch mit Anschlußverbindungen 9 und io, um flüssiges Schwefeldioxyd aus der Rohrleitung ii zuzuführen. Die Vorratsbehälter i, 2 und 3 sind am Boden mit Auslaßöffnungen und Ventilen 12, 13 und 14 versehen, um das Ausfließen des Inhalts in die- Rohrleitungen 15, 16 und 17 zu kontrollieren. Das flüssige Schwefeldioxyd, das gelöstes SO, enthält, fließt durch die Rohrleitung 15, durch die Meßvorrichtung 18,. dann durch das Rohr i9 und tritt in die Mischdüse 2o ein. In gleicher @Veise strömt das flüssige SO. durch das Rohr 16 und die Meßuhr 21 in die Rohrleitung 22.
  • Der Kohlenwasserstoff in dem Vorratsbehälter 3 fließt über das Rohr 17 in die Pumpe 39, durch die er durch Leitung 23 über die Meßuhr 24 in die Leitung 25 gedrückt wird. Die Flüssigkeiten fließen in die Rohre 22 und 23 und werden in dem Rohr 26 miteinander vereinigt, in dem sich der Kohlenwasserstoff in dem flüssigen Schwefeldioxyd löst und mit diesem eine Lösung bildet. Das Rohr 26 führt zur Düse 2o.
  • Die Düse 2o befindet sich in der Kammer 27, die aus einem leeren Gefäß von verhältnismäßig großem Volumen besteht oder vorzugsweise aus einem Turm, in dem sich ein mit Füllkörpern angefüllter Abschnitt 28 befindet, in dem sich Raschigringe oder ein anderes geeignetes Pack.- oder Füllmaterial befinden. Die Enden des Turmes sind mittels Flanschen 29 und 3o abgeschlossen. Eine Austrittsöffnung für das flüssige Sulfonierungsprodukt ist bei 31 vorgesehen und eine Gasaustrittsöffnung bei 32. Das Rohr 33 führt zu einem zusätzlichen Gasflüssigkeitsseparator 34, der mit einem Flüssigkeitsauslaß 35 und mit einem Gasauslaß 36 versehen ist. Das sulfonierte Produkt wird mittels der Rohrleitung 31 abgezogen, wozu noch der kleine Betrag hinzutritt, der an der Auslaßöffnung 35 gewonnen werden kann. Das verdampfte S02, das über das Rohr 36 den Gasseparator 34 verläßt, kann durch hier nicht gezeigte Mittel komprimiert und verflüssigt werden. Das flüssige Schwefeldioxyd- kann dann in das Rohr ii zurückgeführt werden.
  • Zu Kontrollzwecken ist ein Manometer 37 vorgesehen, das den Druck in der Sammelzone 27 anzeigt. Ein Thermoelement 38 ist auch vorgesehen und an der Düse 2o angeordnet. Dieses zeigt die Temperatur der Düse und ihres Inhalts an.
  • Das Verfahren soll durch die folgenden Beispiele erläutert werden. Beispiel x Benzolsulfonsäure Man gebrauchte die in der Zeichnung dargestellte Apparatur. Die Düse 2o war hierbei ein Rohr mit einem inneren Durchmesser von o,i cm und einer Länge von 1,27 cm..
  • Eine ausreichende Menge SO, wurde im Vorratsbehälter i in flüssigem S02 gelöst und so eine 3ogewichtsprozentige Lösung hergestellt. In den Vorratsbehälter 3 wurde Benzol eingefüllt und in den Vorratsbehälter 2 flüssiges Schwefeldioxyd. Die Strömungsgeschwindigkeit der S 02S 03 Lösung aus dem Vorratsgefäß i wird der Strömungsgeschwindigkeit des Benzols aus dem Tank 3 angepaßt, und zwar so, daß etwas mehr als i Mol S03 für je ein Mol Benzol, das in die Düse eintritt, der Düse 2o zugeführt wird. Der Betrag an SO, aus dem Tank 2 wird der Strömungsgeschwindigkeit des Benzols angepaßt, so daß man in dem Rohr eine annähernd 5ogewichtsprozentige Lösung erhält. Während des Vorganges hat die Düse eine Temperatur von etwa 25'. Man erhält in guter Ausbeute Benzolmonosulfonsäure, die aus dem Rohr 31 abgezogen wird. Die Temperatur an der DÜSe20 betrug 2o bis35'. Beispiel 2 Dodecylbenzolmonosulfonsäure Ausreichende Mengen SO, wurden in flüssigem SO. im Vorratsbehälter i unter Bildung einer 3o°/oigen Lösung gelöst. Man füllte dann Dodecylbenzol in den Vorratsbehälter 3 ein und flüssiges Schwefeldioxyd in den Vorratsbehälter 2. Die Strömungsgeschwindigkeit des Dodecylbenzols aus dem Tank 3 -und die des S02 aus dem Tank 2 wurden so eingestellt, daß die Lösung im Rohr 26 nahezu 65 Gewichtsprozent Dodecylbenzol enthielt. Die Strömungsgeschwindigkeit der S02 S03 Lösung aus Tank i wird so eingestellt, daß der Düse 2o 1,15 Mol S03 für jedes Mol Dodecylbenzol, das durch Rohr 26 der Düse 2o zugeführt wird. Die Düse hat die gleichen Abmessungen wie die nach Beispiel i. Die Temperatur an der Düse 2o betrug 25 bis 35'. Beispiel 3 Dodecylbenzoldisulfonsäure Die Disulfonierung von Dodecylbenzol wird wie im Beispiel 2 beschrieben ausgeführt mit der Ausnahme, daß 2 Mol SO, in SO, gelöst auf i Mol Dodecyibenzol in SO, gelöst der Düse 2o zugeführt werden. Die Temperatur der Düse betrug 33° und der Druckabfall etwa 3,5 kg/cm'. Das Produkt wurde in einem Betrage von 3,6 kg in der Stunde gewonnen und bestand wesentlich aus der Disulfonsäure des Dodecylbenzols. Beispiel 4 Dodecylbenzolpentasulfonsäure Die Pentasulfonsäure des Dodecylbenzols wurde wie nach Beispiele hergestellt ausgenommen, daß 5 Mol SO, auf i Mol Dodecylbenzol der Düse 2o zugeführt wurden. Das Dodecylbenzol wurde als 58°/°ige Lösung in SO, zugeführt. Das S03 wurde in 3o°/°iger Lösung in SO, zugeführt. Die Düsentemperatur betrug 63°. Der Druckabfall innerhalb der Düse betrug 3,5 kg/cm2.
  • Beispiel 5 Schwefelsäurehexadecylester Eine 25 °/°ige Lösung von SO, in SO, wurde hergestellt und der Düse 2o zugleich mit einer 5o°/°igen Lösung Hexadecen in SO, gelöst zugeführt. Der Durchfluß durch die Düse 2o wurde so bemessen, daß 2 Mol SO, auf i Mol Hexadecen zugeführt wurden. Das Additionsprodukt von Hexadecen und SO, wurde aus der Leitung 31 gewonnen. Es wurde Wasser zugeführt und dann mit Natriumhydroxyd neutralisiert. Die sich ergebende Lösung des Natriumsalzes des Schwefelsäurehexadecylesters wurde in einer Trommel getrocknet und als feinverteiltes weißes Pulver gewonnen.
  • Der Betrag an SO" der anzuwenden ist, muß ausreichend sein, um die .reagierenden Substanzen zu lösen. Jede Menge S02, die über den Betrag hinausgeht, der zum Auflösen der reagierenden Substanzen erforderlich ist, ist unbedenklich, da sie nach dem Verlassen der Düse nur verdampft und wiedergewonnen in das Verfahren zurückgeführt werden kann. Ein derartiger übeIschuß an S OZ hat keine merkliche Wirkung auf den Druckabfall oder auf die Temperatur der Sulfonierungsreaktion. Da die Produkte der Reaktion trocken und rein sind, ist es nur erforderlich, bei der Wiedergewinnung das SO, erneut zu komprimieren und zu -verflüssigen.
  • Eine Berechnung des Druckabfalls innerhalb der Düse, unter der Voraussetzung vorgenommen, daß die Flüssigkeit völlig flüssig bleibt, ergab nur einen Wert von 0,014 kg/cm2. Der tatsächliche Druckabfall, der 2,8 kg/cm2 übersteigen, aber weniger als 7 kg/cm2 betragen sollte, hängt von der Sulfonierungswärme der betreffenden Verbindung ab und rührt von der Verdampfung von SO, iri der Düse her.
  • Beispiel 6 Carbylsulfat Äthylengas wird in flüssigem SO, in Mengen, die ausreichend sind, eine 25°/°ige Lösung zu bilden, gelöst. Diese Lösung wird mittels der Leitung 26 der Düse 2o zugeführt. Ferner wird eine 300%ige Lösung von SO, in SO, hergestellt und der Düse 2o mittels Leitung ig zugeführt. Die Strömungsgeschwindigkeiten beider Lösungen werden in derartigen Verhältnissen zueinander gehalten, daß auf jedes Mol Äthylen 2 Mole SO, kommen. Man erhält das Carbylsulfat aus der Austrittsöffnung 31, und man kann es durch Zugabe von kaltem Wasser in Äthionsäure überführen. Wenn man Carbylsulfat mit warmem Wasser behandelt, so erhält man Isäthionsäure.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Sulfonieren organischer Verbindungen mittels SO, in flüssigem SO" dadurch ge kennzeichnet, daß ein Strom von flüssigem SO., der gelöstes SO, enthält, mit einem Strom von flüssigem SO" in dem ein Kohlenwasserstoff, der wenigstens eine -CH=CH-Gruppeenthält,gelöst ist, gemischt wird, die gemischten Flüssigkeitsströme mittels einer Düse in ein Sammelgefäß entspannt werden, hierbei Druck, Temperatur und Strömungsgeschwindigkeit so -gewählt werden, daß die frei werdende Reaktionswärme vollständig durch die Verdampfungswärme des als Lösungsmittel dienenden SO, abgeführt wird, die Sulfonierung also kurzfristig unter annähernd adiabatischen Bedingungen erfolgen kann und zu diesem Zweck die Temperatur der SO,-Lösung in der Mischzone auf 2o bis 75° und der Druckabfall beim Durchgang durch die Sprühdüse zwischen 2,8 und 7 kg/cm2 eingestellt wird, und schließlich das entstandene Sulfonierungsprodukt aus dem Sammelgefäß abgezogen wird. Angezogene Druckschriften:-USA.-Patentschriften Nr. 2 244 512 und 2 2g0 i67.
DEM6393A 1948-04-01 1950-09-29 Verfahren zum Sulfonieren organischer Verbindungen Expired DE862007C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US862007XA 1948-04-01 1948-04-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE862007C true DE862007C (de) 1953-01-08

Family

ID=22196948

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM6393A Expired DE862007C (de) 1948-04-01 1950-09-29 Verfahren zum Sulfonieren organischer Verbindungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE862007C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095817B (de) * 1956-07-17 1960-12-29 Iashellia Res Ltd Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung zum Sulfonieren von mit Schwefeltrioxyd sulfonierbaren organischen Fluessigkeiten

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2244512A (en) * 1939-03-04 1941-06-03 Preparation of aliphatic-aromatic
US2290167A (en) * 1939-08-14 1942-07-21 Solvay Process Co Preparation of sulphonation derivatives

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2244512A (en) * 1939-03-04 1941-06-03 Preparation of aliphatic-aromatic
US2290167A (en) * 1939-08-14 1942-07-21 Solvay Process Co Preparation of sulphonation derivatives

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1095817B (de) * 1956-07-17 1960-12-29 Iashellia Res Ltd Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung zum Sulfonieren von mit Schwefeltrioxyd sulfonierbaren organischen Fluessigkeiten

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1568311B2 (de) Verfahren zur Herstellung waschaktiver höherer Alkenylsulfonate
DE1443545A1 (de) Kontinuierlicher Sulfonierungsprozess
US4113765A (en) Continuous process for sulfonating alkyl aromatics
DE1179196B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Sulfonieren und Sulfatieren von organischen Verbindungen
DE862007C (de) Verfahren zum Sulfonieren organischer Verbindungen
US2572605A (en) Process for sulfonation of organic compounds
US2634287A (en) Process for sulfation of aliphatic alcohols
DE2256758B2 (de) Verwendung von erdoelsulfonaten fuer die verdraengung von rohoel aus erdformationen
DE852304C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Mischpolymerisationsprodukten
DE877455C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefelsaeureestern aliphatischer Oxyverbindungen
CH509953A (de) Verfahren zur Herstellung alkylierter aromatischer Verbindungen
US3346505A (en) Sulphonation of organic compounds
DE917603C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstgellung von hochprozentigen Alkylarylsulfosaeuren
DE1095817B (de) Kontinuierliches Verfahren und Vorrichtung zum Sulfonieren von mit Schwefeltrioxyd sulfonierbaren organischen Fluessigkeiten
DE2106507A1 (de) Mischung synthetischer Waschmittel und Verfahren fur ihre Herstellung
DE859159C (de) Verfahren zur Gewinnung von Sulfonsaeuren
DE2039360A1 (de) Verfahren zur Herstellung organischer Sufate oder Sulfonate
WO1994015910A1 (de) VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON α-SULFOFETTSÄURE-DISALZ-PASTEN
DE949823C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeureisopropylestern
DE659279C (de) Verfahren zur Herstellung von festen Salzen der hoehermolekularen Alkylschwefelsaeuren
CH267114A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Laktamen durch Umlagerung von Oximen zyklischer Ketone.
DE903732C (de) Verfahren zur Herstellung von Polysulfonsaeuren phenylierter Rosaniline
DE1543167A1 (de) Verfahren zur Sulfonierung und/oder Sulfatierung organischer Verbindungen,die eine oder mehrere Hydroxylgruppen enthalten
DE2800788A1 (de) Sulfonierverfahren und hierfuer geeignete vorrichtung
AT256059B (de) Verfahren zur Herstellung hellfarbiger Olefinsulfonierungsprodukte bzw. der entsprechenden Sulfonate