DE860353C - Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von Carbonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von Carbonsaeureestern

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DE860353C
DE860353C DEF3761D DEF0003761D DE860353C DE 860353 C DE860353 C DE 860353C DE F3761 D DEF3761 D DE F3761D DE F0003761 D DEF0003761 D DE F0003761D DE 860353 C DE860353 C DE 860353C
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DE
Germany
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column
ester
esterification
mixture
water
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Expired
Application number
DEF3761D
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English (en)
Inventor
Franz Dr Steinberger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
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Application granted granted Critical
Publication of DE860353C publication Critical patent/DE860353C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C67/00Preparation of carboxylic acid esters
    • C07C67/08Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with the hydroxy or O-metal group of organic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur umunterbrochenen Herstellung von Carbonsäureestern Es ist bereits bekannt, hochsiedende Ester. in einem ununterbrochenen Verfahren aus einem gleichmolekularen Säure-Allcohol-Geinisch herzustellen. Dieses Gemisch ließ man jedoch in einem großen Kessel laufen, in dem sich stets ein sehr großer Überschuß des einen Bestandteils befand. Dadurch erhielt man die hochsiedenden Ester aus" diesem Kessel nur in starker Verdünnung, was die weitere Aufarbeitung wesentlich umständlicher machte.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der Herstellung von Estern mit einem über roo° liegenden Siedepunkt das gleichmolekulare Umsetzungsgemisch, das den einen Bestandteil höchstens in ganz kleinem Überschuß von wenigen Prozenten sowie den Katalysator enthält, direkt und ununterbrochen dem Oberteil einer' Fraktionierkolonne zuführen kann. Diese Arbeitsweise hat den großen Vorteil, daß' die Veresterüng bereits während des allmählichen Herabwanderns nach den tieferen Böden erfolgt, wobei das ' Veresterungswasser azeotrop nach oben abdestilliert. Infolge der restlosen Entfernung dieses Reaktionswassers gelingt es, das Gleichgewicht zu Gunsten völliger Esterbildung zu verschieben. Die Veresterung ist. am Boden der Kolonne bereits so gut wie vollendet: Bei Herstellung von; - Carbonsäureestern, wie Butylacetat, genügt dieser Ester selbst als Schleppmittel zur schnellen azebtropen Entfernung des Wassers. Bei Estern finit höherem Siedepunkt als dem von Butylacetat ist es Häufig zweckmäßig, nicht den Ester als azeotropen Wasserträger zu benutzen, sondern eines der üblichen azeotropen Wasserentziehungsmittel, 'beispielsweise Butylacetat, dem Oberteil der Kolonne zuzusetzen, um Verluste durch Zersetzung bei zu hohen Blasentemperaturen zu vermeiden. Dieses Mittel wird in einem Abscheider wieder vom Wasser getrennt und kehrt auf die Kolonne zurück, während das Reaktionswasser in einer Nebenkolonne von noch gelöstem Ester und Alköhd1 befreit wird.
  • Der am Boden der Kolonne abgezogene Rohester wird durch alkalische Wäsche, beispielsweise mit Sodalösung, neutralisiert und darauf in einer zweiten Kolonne zum Reinprodukt rektifiziert; diese Rektifikation kann bei hochsiedenden Estern auch vorteilhaft im 'Vakuum vorgenommen werden. Dier Ester fließt dem oberen Teil einer Kolonne zu, dem Kopf derselben entweicht Vorlauf und kehrt nach der Veresterungskolonne zurück. Der Reinester wandert in der Kolonne nach unten und wird dort dampffc.rmig der Kolonne entzogen und kondensiert.
  • Bei Gegenwart von Verunreinigungen ist es manchmal vorteilhaft, Ester von nicht zu hohem Siedepunkt dampfförmig dem Unterteil der Vereiterungskolonne zu entnehmen, danach zu kondensieren und nach vollendeter Sodawäsche zu rektifizieren.
  • Wo zum Transport von der Veresterungskolonne nach der Reindestillierkolonne eine Pumpe benutzt wird, ist es vorteilhaft, die Sodäwäsche mit Hilfe der Pumpe vorzunehmen," von welcher man den mit Sodalösung gemischten Ester mehrmals im Kreislauf bewegen läßt, bevor er zur Trennung von der Sodalösung in einen Abscheider und von da nach der Reinkolonne gelangt. , Der Verlauf der Veresterung wird nachstehend an Hand des beigefügten Reaktionsschemas erläutert: Aus dem Gefäß i läuft eine Mischung der zu veresternden Carbonsäure mit dem betreffenden Alkohol und der Katalysatorsäure einem der oberen Böden der Vereiterungskolonne 2 ZU. Falls gewünscht, setzt man aus dem Gefäß 3 ein Schleppmittel, wie Butylacetat, zu. In diesem Fall wird zu Beginn die erforderliche Menge einmalig der Kolonne zugesetzt und später nur bei Bedarf gelegentlich noch etwas Verdunstungsverlust ersetzt. Das azeotrop abdestillierende Schleppmittel-Wasser-Gemisch geht über den Kühler 4 nach dem Abscheider 5, von wo das die obere Schicht bildende Schleppmittel auf den Kopf der Kolonne 2 zurückkehrt, die untere Wasserschicht dagegen der Kolonne ( zuläuft. In deren unterem Ende wird das vom Schleppmittel befreite Wasser ausgeschieden. Am Kopf der Kolonne 6 destilliert ein Schleppmittel-Wasser-Gemisch über denKühler 7 nach dem Abscheider 8, von wo das Wasser auf die Kolonne 6 zurückkehrt. Die obere Schleppmittelschicht wird nach der Kolonne 2 zurückgeführt. Soweit rohe technische Alkohole verarbeitet werden, ist hier unter Umständen die beste Gelegenheit, Verunreinigungen kontinuierlich auszuscheiden; zu diesem Zweck wird die obere Schicht ganz oder teilweise im Gefäß 9 aufgefangen, um je nach Bedarf aufgearbeitet zu werden.
  • Vom entstandenen-Rohester läßt man so viel, als dem zulaufenden Reaktionsgemisch entspricht, vom Boden der Kolonne 2 durch den Kühler io nach der Pumpe i i gelangen, wo er mit aus dem Gefäß 12 zulaufender Lösung von Soda oder anderen alkalischen Medien gemischt und mehrmals kräftig tierumgepumpt wird und darauf dem Abscheider 13 zuläuft. Dort trennen sich wäß'rige Schicht und Ester. Erstere gelangt nach der Kolonne 6, der Ester nach der Kolonne 11..- In der Kolonne 14 erfolgt die kontinuierliche Reindestillation je nach dem Siedepunkt des Esters mit oder ohne Anwendung von Vakuum. Der Einlauf aus 13 ist .bei Vakuumdestillation entsprechend zu regulieren. Der Vorlauf geht über den Kühler 15 nach den beiden Vorlagen 16 und 17, von denen beim Arbeiten im Vakuum immer die eine unter Vakuum steht, die andere aber entspannt und in die Kolonne 2 entleert wird. Der reine Ester wird dampfförmig aus dem unteren Teil der Kolonne 14 entnommen und gelangt durch den Kühler r8 nach den Vorlagen i9 und 2o.
  • Gelegentlich wird etwas Flüssigkeit aus dem Bodenstück der Kolonne 14 zu Reinigungszwecken entnommen uni in der Wasserkolonne 6 mit aufgearbeitet.
  • Falls erwünscht ist, den Ester zur Befreiung von basischen Unreinheiten vor der alkalischen Wäsche über Säure zu destillieren, kann man den Rohester dem Unterteil der Veresterungskolonne 2 bei 22 dampfförmig entnehmen, durch einen Kühler kondensieren und dann mittels der Pumpe i i neutralisieren und wie oben weiter behandeln. In diesem Fall wird von Zeit zu Zeit bei 23 die Kolonne von überschüssigemKatalysator befreit. Die abgezogene Flüssigkeit gelangt dann nach der Kolonne 6. Beispiel i Eine Mischung von io7 kg 3-Methoxy-i-butanol und 6o kg Essigsäure, mit i bis 2 kg 5o9/oiger Schwefelsäure als Katalysator versetzt, läuft aus dem Vorratsgefäß i der im Oberteil mit Butylacetat beschickten Kolonne 2 zu. Butylacetat und Wasser destillieren ab; ersteres kehrt auf die Kolonne zurück, das Wasser gelangt nach Kolonne 6, in' welcher darin gelöstes Lösungsmittel wiedergewonnen wird, worauf das Wasser nach dem Kanal gelangt. Dus fertige Methoxvbutylacetat wird in-Pumpe i i mit Soda gewaschen und darauf in Kolonne 14 bei 4o mm Druck rektifiziert. Beispiel e Eine aus 78, kg n-Butanol, 6n kg Essigsäure und Katalysatorsäure bestehende Reaktionsmischung läuft der Kolonne 2 zu. Buty lacetat und Wasser destillieren ab; ersteres kehrt auf die Kolonne zurück, das Wasser wird, wie im Beispiel i, in Kolonne 6 aufgearbeitet. Das gebildete Butylacetat wird dampfförmig beim untersten Kolonnenboden abgezweigt, durch einen Kühler niedergeschlagen, neutralisiert und in Kolonne i¢ unter normalem Druck kontinuierlich rektifiziert. Am Boden von Kolonne z wird gelegentlich etwas Butylacetat mit Katalysatorsäure abgezogen und der Wasserkolonne 6 zur Aufarbeitung zugesetzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: i. Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von Carbonsäureestern mit einem über 10o° liegenden Siedepunkt unter Einleitung eines annähernd gleichmolekularen Säure-Alkohol-Gemisches in Gegenwart einer kleinen Menge Katätysatorsäure in das Veresterungsgefäß, Entfernung des Wassers in Form eines azeötropen Gemisches, Kondensation dieses Gemisches, Trennung der hierbei erhaltenen Schichten, übliche Aufarbeitung der wäßrigen Schicht sowie Rückführung der organischen Schicht in das Veresterungsgefäß und Abführung des flüssigen esterhaltigenUmsetzungsgemisches aus dem Veresterungsgefäß mit anschließender üblicher Aufarbeitung auf reinen Ester, dadurch gekennzeichnet, daß man das Säure-Alkohol-Gemisch ununterbrochen dem Oberteil' einer Fraktionierkolonne zuführt und den flüssig abgeschiedenen Ester dauernd am Boden dieser Kolonne abzieht. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Herstellung von Estern mit einem über dem des Butylacetats liegenden Siedepunkt dem Oberteil der Veresterungskolonne eines der bekannten azeotropen Wasserentziehungsmittel zugesetzt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und z., dadurch gekennzeichnet, daß der entstandene Rohester nicht am Boden der Veresterungskolonne entnommen, sondern an einer darüberliegenden Stelle der Kolonne dampfförmig abgezapft und nach seiner Kondensation in üblicher Weise weiterbehandelt wird:. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr.615 3g8.
DEF3761D 1939-07-21 1939-07-21 Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von Carbonsaeureestern Expired DE860353C (de)

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DEF3761D Expired DE860353C (de) 1939-07-21 1939-07-21 Verfahren zur ununterbrochenen Herstellung von Carbonsaeureestern

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2187757A1 (de) * 1972-06-10 1974-01-18 Basf Ag

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE615398C (de) * 1924-05-24 1935-07-10 Usines De Melle Sa Des Verfahren zur direkten ununterbrochenen Herstellung aliphatischer oder aromatischer Ester

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DE615398C (de) * 1924-05-24 1935-07-10 Usines De Melle Sa Des Verfahren zur direkten ununterbrochenen Herstellung aliphatischer oder aromatischer Ester

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