DE857041C - Verfahren zum Abkuehlen von Loeserueckstaenden bei der Gewinnung von Chlorkalium aus Kalirohsalzen - Google Patents

Verfahren zum Abkuehlen von Loeserueckstaenden bei der Gewinnung von Chlorkalium aus Kalirohsalzen

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DE857041C
DE857041C DEV188D DEV0000188D DE857041C DE 857041 C DE857041 C DE 857041C DE V188 D DEV188 D DE V188D DE V0000188 D DEV0000188 D DE V0000188D DE 857041 C DE857041 C DE 857041C
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DE
Germany
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cooling
air
grains
extraction
residue mass
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DEV188D
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Otto Dr Karsten
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VEREINIGTE KALIWERKE SALZDETFURTH AG
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VEREINIGTE KALIWERKE SALZDETFURTH AG
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01D—COMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00—Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/04—Chlorides
    • C01D3/08—Preparation by working up natural or industrial salt mixtures or siliceous minerals
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01D—COMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
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  • Geology (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Abkühlen von Löserückständen bei der Gewinnung von Chlorkalium aus Kalirohsalzen Die bei der Gewinnung von Chlorkalium aus Kalirohsalzen anfallenden Löserückstände werden bei vielen Kaliwerken benutzt, um Leerräume im Bergwerk zu versetzen, auf anderen Werken werden die Löserückstände auf Kieserit weiter verarbeitet.
  • Im allgemeinen fallen die Löserückstände in der Chlorkaliumfabrik in heißem Zustand an. Im Bergwerk sind aber höhere Temperaturen des Versatzmaterials unerwünscht, weil die Bergleute dadurch belästigt werden und- ihre Arbeitsleistung erniedrigt wird. Die Löserückstände müssen daher zuvor abgekühlt werden.
  • Die Abkühlung ist auch notwendig, wenn die Löserückstände auf Kieserit verarbeitet werden sollen. 1» diesem Fall behandelt man sie mit kaltem Wasser, das praktisch alle nicht aus Kieserit bestehenden Salze auflöst, so daß der Kieserit zurückbleibt. Bei nicht abgekühlten Löserückständen erwärmt sich das Wasser, und es wird dann auch Kieserit mit aufgelöst, wodurch die Ausbeute verschlechtert wird.
  • Die Kühlung der Löserückstände wird bisher auf zweierlei Weise durchgeführt. Entweder behandelt man die Löserückstände mit kalten Betriebslaugen der Chlorkaliumfabrik oder man läßt die Löserückstände längere Zeit an der Luft lagern:.
  • Beide `"erfahren befriedigen nicht. Bei der Abkühlung mit kalten Betriebslaugen wird zwar eine Temperaturerniedrigung erzielt, jedoch haftet den abgekühlten Rückständen wegen der Zähigkeit abgekühlter Betriebslauge eine beträchtliche Menge Lauge an, die für den Betrieb des Bergwerks erhöhte Kosten mit sich bringt. Da die anhaftende Lauge Chlorkalium enthält, entsteht außerdem ein Verlust.
  • Bei der Abkühlung durch Lagermassen an der Luft werden sowohl kühle wie trockene Rückstände erhalten, jedoch sind die Kosten für dieses Verfahren wirtschaftlich ungünstig. Bei einem Kaliwerk mittlerer Größe müßten z. B. täglich einige tausend Tonnen Rückstände zu einer dünnen Schicht ausgebreitet und nach der Abkühlung wieder gesammelt werden.
  • Man hat bereits versucht, die Abkühlung der Löserückstände kontinuierlich auf dem Transportweg von der Chlorkaliumfabrik in das Bergwerk durch Anwendung von Kühltrommeln vorzunehmen, wobei als Kühlmittel Luft angewendet wurde. Dieses Verfahren hat sich jedoch nur in wenigen Fällen als brauchbar erwiesen. Insbesondere bei Hartsalzlöserückständen ergaben sich bereits nach kurzer Betriebsdauer so viel Ansätze von Rückstandsmasse innerhalb der Trommel, daß die Kühlung mangelhaft wurde und ein geregelter Betrieb nicht durchgeführt werden konnte.
  • Man hat auch schon vorgeschlagen, die Kühlung durch Lagernlassen an der Luft dadurch zu verbilligen, daß man) ringförmige Halden aufschüttet, die durch ein; drehbares Bespeicherungs- und Entspeicherungswerk betrieben werden. Ganz abgesehen davon, daß bei ringförmigen Halden die Belüftung auf der in Frage kommenden Innenseite behindert ist, ergeben sich so große Aggregate, daß der Zweck, eine Verbilligung, nicht erreicht wird.
  • Zur Vermeidung aller Schwierigkeiten der bisher bekannten Verfahren wird nach der vorliegen-dien Erfindung die Abkühlung der Löserückstände während des freien Falles vorgenommen,. Es wurde gefunden, daß die Salzkörner bereits nach einem Fall von etwa io m genügend abgekühlt sind, wenn sie während des Fallens mit der ausreichenden Menge Luft in Wärmeaustausch gebracht werden. Die schnelle Abkühlung wird offenbar in erster Linie durch Verdunstung von Wasser aus der anhaftenden Lauge bewirkt; die Abkühlung ist überraschenderweise so groß, daß die Wärme im Innern der Kristalle ausgeglichen wird.
  • Es wurde weiter gefunden, daß in der Zeiteinheit große Mengen Löserückstände, wie sie in der Kaliindustrie anfallen, mit der notwendigen Menge Luft wirklich in Wärmeaustausch gebracht werden können, wenn die Rückstandsmasse mit Luft verblasen wird. Die Rückstandsmasse löst sich dabei in Salzkörner auf und fällt regenartig herab. Sie kann in einer Wanne aufgefangen werden, aus der sie mit Transportmitteln entfernt wird.
  • Die Kühlwirkung kann noch verstärkt werden, wenn die herabregnende Rückstandsmasse von der Seite her oder von unten her mit weiterer Luft beblasen wird. Man kann das Verfahren auch so durchführen, daß man die Auflösung der Rückstandsmasse in einzelne Körner mit maschinellen Mitteln, wie Schleuderräder, Prallteller usw., vornimmt und die Abkühlung lediglich durch Beblasen der herabregnenden Salzkörner mit Luft von der Seite her oder von unten her bewirkt.
  • Die Ausführung des, Verfahrens und die dabei verwendeten Hilfsmittel seien beispielsweise an Hand der schematischen Zeichnung erläutert.
  • Die Rückstandsmasse wird durch ein Förderband F gefördert. Sie fällt an der Stelle a herunter und gelangt frei fallend in den Bereich des durch das Gebläse V erzeugten Luftstroms, der die Masse in Körner auflöst, die in die Wanne W herabregnen, aus der sie von Zeit zu Zeit kontinuierlich, z. B. mittels einer Transportschnecke, ausgeräumt werden.
  • Die frei fallenden Körner werden zusätzlich von dien seitlich und unten bei h' und h" zugeleiteten Luftströmen getroffen. Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine Abkühlung der Löserückstände in kontinuierlichem Betrieb. Bei mittleren jahrestemperaturen wird eine Abkühlung von 65 auf 28° erreicht. Gleichzeitig wird eine Erniedrigung des Feuchtigkeitsgehaltes um etwa i % erzielt. Der Stromaufwand für die Herstellung der Gebläseluft beträgt größenordnungsmäßig nur etwa 20 kW für ioo t Rückstand pro Stunde.
  • Im Gegensatz zu der Anwendung von Kühltrommeln wurde ein störungsfreier Betrieb erzielt, der nur wenig Wartung bedarf und überraschend wenig Kosten verursacht. Die abgekühlte Masse ist ohne weiteres für den Versatz im Bergwerk geeignet.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abkühlen von Löserückständen, welche bei der Gewinnung von Chlorkalium aus Kalirohsalzen anfallen, dadurch gekennzeichnet, daß die in Körner aufgelöste Rückstandsmasse während des freien Falls durch Wärmeaustausch mit Luft abgekühlt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflösung der Rückstandsmasse in Körner auf mechanischem Weg, z. B. durch Anwendung von Schleuderrädern oder Pralltellern, erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflösung der Rückstandsmasse in Salzkörner durch Gebläseluft erfolgt, wobei die Luftmenge so groß sein kann, daß sie gleichzeitig für die Kühlung der Rückstandsmasse ausreicht.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die herabregnende Rückstandsmasse während des freien Falls von der Seite oder von unten her mit einem Luftstrom beblasen wird.
DEV188D 1944-01-12 1944-01-12 Verfahren zum Abkuehlen von Loeserueckstaenden bei der Gewinnung von Chlorkalium aus Kalirohsalzen Expired DE857041C (de)

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DE857041C true DE857041C (de) 1952-11-27

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DE (1) DE857041C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062229B (de) * 1957-12-06 1959-07-30 Gewerkschaft Baden Verfahren zum Kuehlen des bei der Kalirohsalz-Heissverloesung anfallenden Rueckstandes auf einem Planfilter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062229B (de) * 1957-12-06 1959-07-30 Gewerkschaft Baden Verfahren zum Kuehlen des bei der Kalirohsalz-Heissverloesung anfallenden Rueckstandes auf einem Planfilter

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