DE85653C - - Google Patents

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DE85653C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H3/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up intermittently, e.g. mules
    • D01H3/02Details
    • D01H3/04Carriages; Mechanisms effecting carriage movements
    • D01H3/06Carriages; Carriage rails; Squaring motions
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H2700/00Spinning or twisting machines; Drafting devices
    • D01H2700/20Spinning mules; Transmissions
    • D01H2700/205Spindles or spindle control in spinning mules

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.Yfc
KLASSE 76: Spinnerei.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Abänderung des Platt'sehen Seifaktorgetriebes und bezweckt, denjenigen Verlust an Triebkraft für den Antrieb der Spindeltrommelwelle zu vermeiden, welcher sonst bei der Umsteuerung der Bewegung durch die Aufhebung des in der einen Richtung fortwirkenden Beharrungsvermögens entsteht. Bei den jetzigen selbstthätigen Mulefeinspinnmaschinen oder Seifaktoren (speciell des Platt'sehen Typus) wird nämlich dieser Umsteuerungsverlust unvermeidlich , da nur ein einziges an der Hauptwelle umzusteuerndes Seil- bezw. Würteltriebwerk die Drehungsübertragung im Sinne der Fadenzwirnung einerseits und die entgegengesetzte für das zeitweise »Abschlagen« andererseits bewirkt, und weil dieses ganze die Hauptwelle mit umfassende Würteltriebwerk, dessen Bewegungsmoment verhältnifsmäfsig grofs ist, vorerst unter nutzloser Aufwendung einer gewissen Gegenkraft zum Stillstande gebracht werden mufs, ehe die Rückwärtsdrehung im Sinne dieser Gegenkraft beginnen kann.
Gemäfs der neuen Anordnung wird die Einrichtung so getroffen, dafs der Twistwürtel gleichsinnig umlaufen kann, wobei rechtzeitig ein- und auszurückende Kuppelungen zur Umschaltung der Bewegung der Spindeltrommelwelle dienen.
Fig. ι und 2 sind zwei Uebersichtsskizzen (Grundrisse) von dem Seifaktorgetriebe der neuen Art, welchem die Benutzung zweier getrennt ein- und ausschaltbarer Seil- bezw.
Würteltriebwerke, von denen das eine ausschliefslich das Abschlagen bewirkt, eigenthümlich ist.
An der, wie bekannt, auf dem Selfaktorwagen gelagerten, die Drehung der Spindeln bewirkenden Spindeltrommelwelle j sind zwei Kuppelungen h h' und //' angeordnet, von denen die eine oder andere mittelst mechanischer Einstellmittel mit der Welle in Küppelungsverbindung zu bringen ist. Zur Kuppelung h h' gehört ein Triebwerk, welches, mit dem Seil oder der Twistschnur g wirkend, den Antrieb von dem Würtel^ in der (hohlen) Hauptwelle 5 mit Riemscheibe b empfängt. Innerhalb der Hauptwelle s, die am Headstock gelagert ist, vermag sich unabhängig die Hülfswelle ρ zu drehen, die aber eine Drehung von der Abschlagvorgelegewelle α nur zeitweise bezw. dann aufnimmt, wenn die Kuppelung q q' eingerückt ist. Der dieser Welle zugehörige Twistwürtel r mit Twistschnur m bildet das zweite Seiltriebwerk oder Abschlaggetriebe und überträgt die Drehung zur Zeit, wo der Abschlagvorgang durch Ausrücken der Kuppelung h h' und Einschalten der Kuppelung / /' entsprechend vorbereitet ist, so auf die Spindeltrommelwelle j, dafs die Drehung entgegengesetzt zur Drehung während der Wagenausfahrt (Fig. 1) ist. Nachdem dieser in der äufsersten Ausfahrtstellung (Fig. 2) stattfindende Abschlagvorgang, wodurch die Fäden von der Spitze der Spindeln zu der aufwindebereiten Stellung hinabgeführt werden, beendigt ist, wird die Wageneinfahrt mit
Ausrückung der Kuppelung / /' begonnen. Am Ende der Wageneinfahrt wird die Kuppelung h h' wieder eingerückt, so dafs die Spindeltrpmmelwelle wieder vom Würfel/ angetrieben wird.
Aus dieser Erläuterung des Erfindungsgegenstandes ist ersichtlich, dafs bei gehörig geregelter Ein- und Ausschaltung der Kuppelungen der von der Hülfswelle ρ nebst Würtel r und Seil m vermittelte Abschlagantrieb den Antrieb von der Hauptwelle s (nebst Würfel f und Seil g) ablösen kann, ohne dafs letzteres Triebwerk aufgehalten zu werden braucht, woraus eine Betriebsersparnifs sowie gröfsere Zuverlässigkeit des Betriebes folgert. Uebrigens soll die Kuppelung q q' der Abschlagwelle ρ nicht früher erfolgen, als bis nach Ausrückung der Kuppelung h h' und Einrückung der Kuppelung //' das Beharrungsvermögen der Spindeltrommelwelle durch Mitschleppung des demnächst wirksamen Triebwerkes r ml aufgezehrt und dadurch die Umsteuerung der Bewegung erleichtert ist.
Die beschriebene Neuerung läfst sich in mannigfachen constructiven Gestaltungen zur Ausführung bringen. Gewöhnlich werden Reibungskuppelungen angewendet, deren Ein- und Ausrückung dadurch- von der Bewegung des Wagens mechanisch abhängig gemacht wird, dafs zur geeigneten Zeit Anläufe mit bezüglichen Bethätigungshebeln zusammenwirken. In besonderen Fällen wendet man, um den Bedingungen des Spinnbetriebes für grobes' und feines Garn Rechnung tragen zu können, auch eine selbstthätige Aus- und Einschaltvorrichtung für den Treibriemen an, der dadurch zu bestimmten Zeiten von der Fest-. scheibe b zur (punktirt dargestellten) Losscheibe b1 theilweise abgeleitet und — kurz nach Vollendung des Einfahrtlaufes — wieder an erstere zurückgeleitet wird. Die Steuerung des Seifaktors erfolgt, wie gewöhnlich, von der hierfür besonders eingerichteten Steuerwelle α aus.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine selbstthätige Mulefeinspinnmaschine, die aus dem Platt'sehen Selfaktor dadurch hervorgegangen ist, dafs zur Vermeidung von Arbeitsverlusten und zur Abminderung der Spannungswechsel im Treibriemen die für das Abschlagen der Fäden erforderliche Richtungsänderung der Drehung der Spindeltrommelwelle (j) nicht durch Rückwärtsdrehung ■des Twistwürtels ffJ, sondern durch Schliefsen zweier Kuppelungen fq q' I V) und OefFnen einer dritten (h h') bewirkt wird, wonach der Twistwürtel für alle Bewegungsperioden in gleichem Sinne umläuft.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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