DE85598C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
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- F42B19/00—Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
- F42B19/36—Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means adapted to be used for exercise purposes, e.g. indicating position or course
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
"Die nachstehend beschriebene Erfindung betrifft ein Verfahren, um Bewegungsvorgänge,
die sich entweder im Dunkeln oder unter der Oberfläche des Wassers abspielen und daher
der Wahrnehmung verborgen sind, durch eine auf der Wasseroberfläche erscheinende und
längere Zeit hindurch continuirlich brennende Flamme für das Auge sichtbar und durch
Instrumente beobachtungsfähig zu machen. Dasselbe umfafst alle diejenigen Fälle, bei
welchen ein sich bewegender Körper gegen einen anderen, ruhenden oder sich mit anderer
Geschwindigkeit bewegenden mit einem Stofs antrifft. Hierbei trägt entweder der bewegte
Körper die nachstehend beschriebenen Einrichtungen, oder aber der ruhende Körper ist mit
denselben versehen, die durch den Anprall des bewegten ausgelöst werden.
Ein Beispiel der ersteren Art bieten die Torpedos. Bei nächtlichen Versuchen zu
Manöverzwecken erschweren die Beobachtung insbesondere zwei Umstände. Zunächst ist
man nicht im Stande, von dem abfeuernden Schiff aus den Lauf des Torpedos vermöge
der aufsteigenden Luftblasen wie am Tage zu verfolgen, und vermag daher vom Schiff aus
nicht zu beurtheilen, ob und wo der Torpedo die Scheibe getroffen hat. Sodann macht das
Auffinden des auf dem Wasser treibenden Torpedos im Dunkeln bedeutende Schwierigkeiten.
Beide Umstände haben dazu mitgewirkt, dafs in den meisten Marinen die Torpedos bei nächtlichen Uebungen nicht wirklich abgeschossen
werden, sondern dafs das Abschiefsen nur durch Abbrennen eines Buntfeuers markirt
wird. Es wird hierbei stillschweigend angenommen, dafs ein Torpedoboot, das an den
Feind in Schufsnähe herangekommen ist, diesen im Ernstfalle auch treffen würde. Diese Annahme
ist aber durchaus nicht einwandsfrei, vielmehr ist es allgemein bekannt, dafs sich
Entfernungen, Gröfsenverhältnisse und Geschwindigkeiten im Dunkeln bei weitem
schwieriger abschätzen lassen als unter voller Tagesbeleuchtung. Es kann und wird daher
der Angreifer, der nach bisherigem Gebrauch nur durch Manöveriren bei Tageslicht geschult
ist, glauben, bereits in die günstigste Lage dem Gegner gegenüber gekommen zu sein, das
Abschiefsen des Torpedos markiren und triumphirend sein Buntfeuer abbrennen, ohne
dafs er doch im Ernstfalle dem Feinde den geringsten Schaden zugefügt haben würde, weil
zufolge falschen Abschätzens von Entfernungen und Richtung der Torpedo das Ziel überhaupt
nicht getroffen haben würde. Das Abbrennen des Buntfeuers markirt daher nichts weiter, als
dafs der Commandant des Torpedobootes glaubt, nahe genug an den Feind herangekommen
zu sein; ob diese Ansicht zutreffend ist und der Schufs auch wirklich getroffen haben würde, dafür fehlt es bisher an jeder
sicheren Controle, und die stillschweigende Annahme, dafs der Torpedo treffen müsse, ist um
so willkürlicher, als die Mannschaft zufolge der eingangs erwähnten Schwierigkeiten nicht auf
nächtliches, thatsächliches Operiren eingeübt ist. Diese bisher noch fehlende wichtige Con-
trole läfst sich durch das vorliegende Verfahren
erreichen, durch welches auch in der Nacht genau derjenige Punkt über der Wasseroberfläche
sichtbar gemacht wird, an welchem der Torpedo unter Wasser die Scheibe getroffen
hat, und der lange genug deutlich sichtbar bleibt, um unter Zuhülfenahme von Entfernungsund
Winkelmessern genaue Beobachtungen möglich zu machen, die zur Correctur für die folgenden Schüsse dienen können. Zugleich
wird auch die Stelle angezeigt, an welcher der Torpedo auf der Oberfläche treibt und geborgen
werden kann.
Eine ähnliche Absicht scheint bei dem Tiefseeboot des Patentes Nr. 35975 obgewaltet zu
haben. Es sollen dort Signalpatronen aus dem Boote durch das Wasser steigen und entzündet
werden. Woraus die Patronen bestehen und in welcher Weise die schwierige Zündung
unterhalb des Wassers erfolgen soll, ist indessen nicht angegeben.
Auch bei dem Geschofs des Patentes Nr. 49805 handelt es sich um das Markiren
gewisser Punkte im Wasser. Das letztere erfolgt dadurch, dafs dem mit Phosphorcalcium gefüllten
Geschofs Blasen von Pho.sphorwasserstoff entsteigen, die sich an der Oberfläche in
einzelnen Aufflammungen entzünden. Zur Beruhigung der Wellen dient eine dem Geschofs
beigegebene Menge fetten Oeles. Das Phosphorcalcium wirkt aber bekanntlich in der Weise,
dafs Blasen einzeln emporquellen, so dafs nach jedem Lichtblick ein dunkles Intervall erfolgt
und eine constante Feuererscheinung nicht zu erzielen ist. Das Einstellen von Instrumenten,
Entfernungs- und Winkelmessern und dergl. auf eine solche irrwischartige Flamme ist aber äufserst
schwierig. Dem gegenüber zeigt das neue Verfahren die neue technische Wirkung, dafs
vom ersten Aufflammen des Feuers bis zu seinem Erlöschen eine constante, nicht durch
dunkle Intervalle unterbrochene Feuererscheinung erzielt wird, die es gestattet, mit aller Ruhe
und Schärfe Beobachtungen zu machen.
In der Zeichnung ist eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Einrichtung beispielsweise
dargestellt. Es wird zu dem Zwecke im Innern des Torpedos an einer beliebigen Stelle,
etwa im Kopf desselben, ein Gefäfs A untergebracht, das mit einer Flüssigkeit gefüllt ist,
welche nach Art der durch das Patent Nr. 78759 geschützten Schwimmfeuermasse wirkt, von dieser selbst jedoch wesentlich verschieden
ist. Das Gefäfs A ist durch ein sich nach innen öffnendes Ventil ν verschlossen,
dessen Spindel s aus dem Kopfe herausragt und dort gegebenen Falls einen Querarm a
trägt. Die Ventilspindel ist derart gebremst, dafs beim Abheben des Ventilkegels der letztere
in geöffnetem Zustande verbleibt. Wird nun ein mit dieser Einrichtung versehener Uebungstorpedo
auf eine Scheibe abgeschossen, - so stöfst die Spindel s (bezw. deren Querarme)
gegen das Netzwerk der Scheibe und drückt das Ventil von seinem Sitze ab. Die im Gefäfs
A enthaltene entzündliche Flüssigkeit steigt an die Wasseroberfläche und markirt durch
die ausbrechende Flamme über Wasser den Punkt, an welchem die Scheibe unter Wasser
getroffen wurde. Auf seinem weiteren Wege beschreibt der Torpedo eine feurige Bahn
hinter sich, an deren Ende er an die Oberfläche steigt, wo er bei dem lange brennenden
Lichte leicht aufgefischt werden kann. Um die Flamme auch für den Fall zu erzeugen, dafs
der Torpedo die Scheibe verfehlte, der Ventilkegel ν also nicht abgehoben wurde, ist an
demselben noch die Stange t vorgesehen, die mit dem Triebwerk des Torpedos in irgend
einer bekannten Weise derart in Verbindung gebracht ist, dafs beim Ablaufen des Triebwerkes
ein Zug an der Stange s ausgeübt wird.
Die zur Ausführung des Verfahrens dienende Flüssigkeit wirkt zwar nach Art der durch das
Patent Nr. 78759 geschützten Schwimmfeuermasse, mufs aber wesentlich andere Eigenschaften
haben. Es würde nämlich jener eine consistente, zähflüssige Masse darstellende Stoff
an den Wandungen des Gefäfses A und dem Ventilkegel ν kleben bleiben und aus der verhältnifsmäfsig
engen Oeffnung gar nicht oder erst so spät austreten, ' dafs der Zeitpunkt des
Treffens unter Wasser mit dem des Markirens über Wasser nicht annähernd zusammenfiele.
Daher erscheint nur eine ganz leicht bewegliche Flüssigkeit ohne Adhäsion für die Gefäfswandungen
und von geringerem specifischen Gewicht als Wasser verwendbar. Als ganz besonders geeignet haben sich die leichten
Kohlenwasserstoffe gezeigt, die sich bei der Destillation der Steinkohlen und des Holzes
bilden, dann aber ist jede andere brennbare, sich mit dem Wasser wenig mischende, leicht
bewegliche Flüssigkeit, wie Schwefeläther, Chloroform und dergl., verwendbar. Um diese
Flüssigkeit in den im Wasser entzündlichen Zustand überzuführen, werden sie in der durch
das Patent Nr. 78759 dargestellten Weise mit Natrium, Kalium oder Phosphorcalcium behandelt.
Soll die Masse beim Brennen in verschiedenen Farben leuchten, was erwünscht sein kann, wenn mehrere Torpedoboote gegen
ein gemeinschaftliches Ziel operien, so wird der Masse noch feines Korkmehl zugesetzt,
das mit einer concentrirten wässerigen Lösung des betreffenden Metallsalzes (z. B. Strontium
für roth, Kupfer für blau) vorher getränkt und dann wieder getrocknet war.
Wie eingangs erwähnt, können die Einrichtungen zur Ausführung des Verfahrens auch
auf ruhenden Körpern angebracht und durch
den Stofs eines dagegen bewegten zweiten Körpers ausgelöst werden. So kann dieses
Verfahren beispielsweise zur Warnung vor Klippen und Untiefen in Anwendung gebracht
und damit für die Küstenschifffahrt, der es an einem Hilfsmittel fehlt, das auch bei Nebel, wenn
das Feuer der Leuchtthürme nicht wahrzunehmen ist, nicht versagt, von gröfster Bedeutung
werden. Werden im gröfseren Umkreise um solche Stellen, welche Gefahren für die Schifffahrt bieten, leichte schwimmende Gestelle
verankert, welche an ihrem äufseren Umfange mit Gefäfsen, die dem Behälter A entsprechen,
besetzt sind, so wird ein auch im Nebel oder Dunkel der Nacht dagegen fahrendes Schiff
durch die plötzlich aus dem Wasser hervorlodernde Flamme rechtzeitig gewarnt, so dafs es
sich noch der Gefahr zu entziehen vermag. Um den Schiffer des anlaufenden Fahrzeuges
zugleich über seine Lage zu orientiren, sind auf den Gerüsten Tafeln angebracht, die mit
der Angabe, wie er zu steuern hat, um in den Hafen einzulaufen, versehen sind. Bei dem
grellen Licht, das die unmittelbar auf der Wasseroberfläche erzeugten Flammen verbreiten,
sind die Inschriften auch beim dichtesten Nebel deutlich erkennbar.
Die Anwendungsarten des Verfahrens sind damit nicht erschöpft, vielmehr läfst es sich
auch im Kriegsfalle bei Häfen, die mit Minenoder Balkensperren besetzt sind, mit Vortheil
verwerthen, um den eigenen Schiffen die Durchfahrt durch die Sperre zu zeigen. Es
ist nur erforderlich, das Wasser vor und innerhalb der Sperre mit unter der Wasseroberfläche
liegenden Schwimmkörpern derart zu besetzen, dafs äufserlich nichts wahrzunehmen ist. Diese
Schwimmkörper, welche die Fahrrinne einmal rechts und einmal links begrenzen und mit
Gefäfsen A besetzt sind, die in verschiedenen Farben brennen, werden beim Verlegen genau
eingepeilt und ihre gegenseitige Lage wird auf einer Karte vermerkt. Trifft ein mit letzterer
versehenes eigenes Schiff nun etwa das äufserste rothe Licht auf Steuerbord, so ergiebt sich aus
der Karte ohne Weiteres der einzuschlagende Kurs, damit nach einiger Zeit auf Backbord
das nächste, etwa blaue Licht erscheint u. s. f.
Giebt man diesen Lichtern nun eine kurze Brenndauer, so können sie dem nachsetzenden
Feind, der vielleicht auch das rothe Licht anläuft, nicht zur Orientirung dienen, denn da
ihm der Winkel, unter welchem er von seiner bisherigen Richtung abzuweichen hat, nicht
bekannt ist, und die Schwimmkörper durch keinen über das Wasser herausragenden Theil,
wie dies bei anderen Betonnungsweisen durchaus nothwendig ist, ihre Anwesenheit verrathen.
Aus dem Vorstehenden erhellt, dafs als wesentlich an dem Erfindungsgegenstande nicht
die zufällig gewählte Ausführungsform zu betrachten ist, da sich statt des Behälters A mit
Leichtigkeit andere Einrichtungen (z. B. Glasgefäfse, welche durch den Stofs zerbrochen,
blasenartige Körper, die durch den Anprall zerplatzt werden, Hähne und dergl.) verwenden
liefsen, sondern dafs das Wesentliche in dem Verfahren begründet ist, Bewegungserscheinungen
aller' Art, welche sonst dem Auge verborgen sind, durch eine längere Zeit continuirlich
leuchtende Flamme sichtbar zu machen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Verfahren, Bewegungsvorgänge aller Art im Wasser, welche der Beobachtung dadurch entzogen sind, dafs sie sich entweder im Dunkel der Nacht oder unter der Oberfläche abspielen, dadurch dem Auge wahrnehmbar und längere Zeit hindurch der Beobachtung und Messung zugänglich zu machen, dafs durch die Bewegung (z. B. eines Torpedos gegen eine Scheibe, eines Fahrzeuges gegen eine Minensperre) ein Gefäfs geöffnet wird, das seinen im Wasser entzündlichen Inhalt entleert, der den Brennstoff zu einer auf der Oberfläche schwimmenden continuirlichen Flamme bildet.
- 2. Zur Ausführung des unter i. gekennzeichneten Verfahrens eine Masse, welche aus einer brennbaren, leicht beweglichen, keine innere Consistenz besitzenden und im Wasser wenig löslichen Flüssigkeit besteht, welcher zum Zweck der Entzündbarkeit im Wasser Kalium, Natrium oder Phosphorcalcium mechanisch beigemengt ist, und die mit die Flammen färbenden Substanzen versetzt sein kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE85598T | 1894-08-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE85598C true DE85598C (de) | 1896-02-28 |
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ID=357725
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189485598D Expired DE85598C (de) | 1894-08-05 | 1894-08-05 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE85598C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6793197B2 (en) | 2003-01-30 | 2004-09-21 | Fisher Controls International, Inc. | Butterfly valve |
| RU2776512C1 (ru) * | 2021-12-23 | 2022-07-21 | Федеральное государственное казенное военное образовательное учреждение высшего образования "Военный учебно-научный центр Военно-Морского Флота "Военно-морская академия им. Адмирала Флота Советского Союза Н.Г. Кузнецова" | Устройство торпеды, позволяющее подводной лодке создавать полынью в ледовом покрове и определять её место для всплытия из-подо льда |
-
1894
- 1894-08-05 DE DE189485598D patent/DE85598C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6793197B2 (en) | 2003-01-30 | 2004-09-21 | Fisher Controls International, Inc. | Butterfly valve |
| RU2776512C1 (ru) * | 2021-12-23 | 2022-07-21 | Федеральное государственное казенное военное образовательное учреждение высшего образования "Военный учебно-научный центр Военно-Морского Флота "Военно-морская академия им. Адмирала Флота Советского Союза Н.Г. Кузнецова" | Устройство торпеды, позволяющее подводной лодке создавать полынью в ледовом покрове и определять её место для всплытия из-подо льда |
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