DE85594C - - Google Patents

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DE85594C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B91/00Tools, implements, or accessories for hand sewing
    • D05B91/12Tool receptacles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Bedding Items (AREA)
  • Magnetic Treatment Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMTA^
PATENTSCHRIFT
KLASSE 33: Hand- und ReiseGeräthe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. September 1895 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Kissen, um Nadeln, wie Nähnadeln.und dergl., zu halten; das Wesen der Erfindung besteht darin, dafs man das Kissen bezw. den Halter magnetisch macht, so dafs die Nadeln anhaften, und dadurch das Festhalten derselben erfolgt.
Es werden ein oder mehrere Magnete im oberen Theil eines Ringes aus Holz, Celluloid oder sonstigem geeigneten Material angeordnet. Der Ring oder -das Gestell kann mit einer gröfseren Anzahl von Magneten versehen werden, so dafs die ganze umschlossene Fläche magnetisch wird, derart, dafs Nadeln, die man auf jene Fläche des Kissens auflegt, an jedem Punkt gehalten werden. Die Magnete können von irgend einer beliebigen Form und in beliebiger Weise in dem Rahmen befestigt sein, doch bettet man dieselben besser in Siegellack, Wachs, Asphalt, Gyps oder dergl. ein, welcher Stoff in den Ring hineingegossen wird. Um das Festlegen der Magnete innerhalb des Ringes zu erleichtern, wird denselben zweckmäfsig eine bestimmte Gestalt gegeben, und zwar werden vornehmlich flache Streifen harten Stahls verwendet, deren Enden aufwärts und dann beide nach innen, also gegen einander gebogen sind, so dafs sich die beiden Pole an der Haftfläche des Kissens befinden.
In der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsformen eines.solchen Kissens dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die Oberansicht eines ringförmigen Halters, dessen Ueberzug zwecks gröfserer Deutlichkeit fortgelassen ist, Fig. 2 ist ein Querschnitt in der Linie I-VI der Fig. 1 und Fig. 3 zeigt eine Abänderung.
Die Aufsenseite des ringförmigen Körpers A wird passend derart gestaltet, dafs man den Körper bequem aufnehmen bezw; in die Hand nehmen kann, und es wird die Innenseite mit einer Nuth α versehen, vermittelst deren der Eingufs von Siegellack, Wachs oder Gyps C, der die Magnete enthält, gehalten wird. Die beiden Magnete BB1 sind so angeordnet, dafs ihre Pole sich an der Haltfläche des Nadelkissens befinden, und zwar so, dafs die entgegengesetzten Pole der beiden Magnete auf ein und derselben Seite liegen. Die Höhe der Magnete, ist etwas geringer als die des Ringes. Der letztere trägt eine kleine Oese b, mittelst deren das ganze Kissen aufgehängt werden kann.
Um die Magnete zu befestigen, werden sie mit ihren Polen auf eine flache Eisenplatte innerhalb des Ringes gelegt, sodann wird geschmolzenes Wachs oder Asphalt in den Ring eingegossen, so dafs die untere (die spätere obere) Fläche durchaus glatt wird und die Magnetpole in dieser Fläche sichtbar sind. Der Ring A wird vollständig angefüllt, so dafs die Magnete, abgesehen von ihren Polstücken, vollkommen von der Masse umschlossen sind. Schliefslich wird dann das Kissen an der Arbeitsfläche mit einem Stüqk Tuch oder sonstigem Stoff überzogen, welchen man nach Belieben verzieren kann.
Dieses so beschaffene Nadelkissen wird Stahloder Eisennadeln jeder Art festhalten, nicht aber' Kupfernadeln, so dafs man letztere, auch wenn sie durch galvanischen Ueberzug eine andere Farbe erhalten haben, doch sofort er-
kennen und von dem Gebrauch ausschliefsen kann, was aus hygienischen Rücksichten von Werth ist. Ein fernerer Vorzug des Nadelkissens liegt darin, dafs man dasselbe zum Aufnehmen von Nadeln vom Boden benutzen kann, indem man es einfach gegen die auf dem Boden liegende Nadel bringt; schliefslich aber wird das sogen. Hineinkriechen der Nadeln in das Kissen, wie es bei Kissen aus Stoff bekanntlich leicht eintritt, durchaus verhindert.
Im allgemeinen genügen zwei Magnete für ein Nadelkissen von der üblichen Gröfse, doch körinen deren auch mehr Verwendung finden.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher das Kissen herzförmig gestaltet ist und drei Magnete FF1F'2 besitzt, deren Anordnung mit Bezug auf die Lage ihrer Pole zu der Arbeitsfläche des Kissens und zu einander mit der erstbeschriebenen Anordnung übereinstimmt. Auch bei dieser Ausführungsform besitzt der Ring £ eine innen umlaufende Nuth, mittelst deren die Befestigung der Masse bewirkt wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Nadelkissen, bei welchem die Nadeln durch in das Kissen eingelegte Magnete festgehalten werden.
  2. 2. Ein Nadelkissen nach Anspruch i, bei welchem die Magnete in eine giefsbare Masse eingebettet sind, welche von einem Ring oder Rahmen umschlossen wird.
  3. 3. Ein Nadelkissen nach Anspruch 1, bei welchem die Polstücke der Magnete einander entgegen gebögen sind, wobei sich diese Polstücke an der mit einem Tuche oder dergl. überzogenen Arbeitsfläche des Kissens befinden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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