DE85572C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D39/00—Filtering material for liquid or gaseous fluids
- B01D39/14—Other self-supporting filtering material ; Other filtering material
- B01D39/20—Other self-supporting filtering material ; Other filtering material of inorganic material, e.g. asbestos paper, metallic filtering material of non-woven wires
- B01D39/2068—Other inorganic materials, e.g. ceramics
- B01D39/2082—Other inorganic materials, e.g. ceramics the material being filamentary or fibrous
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung eines verbesserten Filtermaterials von einer derartigen
Beschaffenheit, dafs dasselbe ganz besonders zur Beseitigung der kleinsten Mikroorganismen
aus dem Wasser geeignet ist.
Das verbesserte Filtermaterial besteht aus Fasern oder Flocken von Asbest, welche derart
mit einander vereinigt und zusammengeprefst sind, dafs die Masse durch und durch eine
gleichmäfsige Structur besitzt und äufserst geeignet ist, die in dem Wasser gewöhnlich vorhandenen
Verunreinigungen und Mikroorganismen zurückzuhalten.
Man hat ein Filtermaterial schon hergestellt, welches aus einer oblatenähnlichen Asbestschicht
bestand und so angeordnet war, dafs es die in dem Wasser enthaltenen Verunreinigungen
zurückhielt. Wenn nun auch solche dünnen Asbestblätter für den beabsichtigten Zweck sehr wirksam waren, so konnte doch
durch praktische Versuche festgestellt werden, dafs sie so leicht zerbrechlich waren, um bei
ihrer Handhabung oder beim Transport derartig beschädigt zu werden, dafs leicht unfiltrirtes
Wasser durch dieselben hindurchlief. Es zeigt sich bei diesen Versuchen ferner, dafs es
sehr schwer ist, solche Filterblätter von gleichmäfsiger Stärke herzustellen; bei der eigenartigen
Beschaffenheit der Asbestfaser erschienen wohl solche Blätter (wenn dieselben
trocken waren) dem Auge völlig tadellos; wurden dieselben jedoch angefeuchtet und
gegen ein helles Licht gehalten, so konnte man die Ungleichmäfsigkeiten in der Stärke und
manche äufserst dünne Stellen mit Leichtigkeit erkennen. Gerade diese dünnen Stellen sind
bei der Handhabung solcher Filter leicht zerbrechlich und lassen selbst in unzerbrochenem
Zustand leicht feine Mikroorganismen ihren Weg durch diese dünnen Platten hindurch
finden. Nach vorliegender Erfindung sollen diese Unvollkommenheiten beseitigt werden,
das Filtermaterial derselben soll nicht nur die feinsten Mikroorganismen aus dem Wasser entfernen,
sondern soll dieselben auch auf ihrer Oberfläche festhalten und am Durchgang durch
diese Filter hindern. Zu diesem Zweck soll nach vorliegender Erfindung das Filtermaterial
in folgender Weise hergestellt werden.
Roher Asbest wird gequetscht und durch eine Kratzmaschine, wie solche z. B. zum
Krempeln der Baumwolle benutzt wird, oder durch irgend eine andere für die gute Zertrennung
der Asbestfaser geeignete Vorrichtung hindurchgeführt. Die so zertrennten oder zerlegten
Asbestfasern oder Flocken läfst man sanft eine über die andere in einen Behälter
direct aus der genannten Vorrichtung fallen, so dafs der Asbest in diesem Behälter in
äufserst feinen Flocken wie Schnee lagert; der ganze Vorgang sieht denn auch dem Falle
von Schnee sehr ähnlich.
Der erwähnte Behälter zum Auffangen der Asbestfasern oder Flocken hat vorzugsweise die
Form eines flachen Troges, dessen Gröfsenverhältnisse sich nach dem Umfang und der
Stärke der gewünschten Filterblätter richtet. Der Boden dieses Troges ist durchbrochen und
mit Flanell oder einem ähnlichen Material bedeckt, auf welches ein Stück feinen Mousselins
oder dergleichen gelegt wird, damit die Asbestmasse aus dem Trog herausgehoben
L/
werden kann. Der Flanell und Mousselin werden mit Wasser angefeuchtet, und der Trog
wird dann unter die Kratz- oder Reifsmaschine gestellt . und schnell hin - und herbewegt,
während der zerfaserte Asbest hineinfällt, damit ein ebenes und gleichförmiges Ablagern
bewirkt wird. Sobald genügend Asbest in dem Trog sich abgelagert hat, wird letzterer
weggenommen und ein neues Stück Mousselin auf die Asbestmasse gelegt; Wasser wird übergesprengt,
bis die ganze Masse vollgesaugt ist. Nun wird ein Brett oder eine Platte heraufgelegt,
welche möglichst genau der inneren Gestalt des Troges entspricht. Indem man hierauf auf diese Platte einen möglichst gleichförmigen
Druck ausübt, drückt man den feuchten Asbest zusammen und prefst einen grofsen Theil des Wassers heraus, welches
durch den durchbrochenen Boden den Behälter verlöfst. Darauf läfst man mit dem Druck
nach, entfernt die Platte, und das so gebildete Asbestblatt, welches auf beiden Seiten ein
Stück Mousselin besitzt, wird aus dem Trog herausgehoben und bei Seite gelegt, bis eine
Anzahl von Asbestblättern in ähnlicher Weise angefertigt sind. Man legt dieselben auf einander,
bis der Stapel eine genügende Anzahl enthält. Dieser Blattstapel wird dann in einer
genügend kräftigen Presse stark zusammengeprefst; je stärker der Druck, desto besser ist
es. Nach dem Herausnehmen aus dieser Presse kann man die Mousselinstücke entfernen und
in einem warmen Trockenraum aus den Asbestblättern den Rest der Feuchtigkeit beseitigen.
Dieselben legt man zweckmä'fsig nunmehr zwischen Papierblätter . oder dergleichen und
schneidet sie in Scheiben oder Stücke geeigneter Gestalt. Dadurch, dafs man die Asbestblätter
zwischen Papier legt, lassen sich dieselben bedeutend glatter schneiden.
Bei der Herstellung dieser Asbestblätter bezw. solcher Asbestfiltermasse ist es wesentlich und
wichtig, dafs die Fasern oder Flocken des Asbestes sanft und leicht auf einander fallen
und dafs die Masse vor der beschriebenen Zusammenpressung nicht berührt oder geschüttelt
wird; denn wenn die Asbestmassen gewissermafsen mit den Händen aus dem Behälter
herausgenommen und in die Presse gebracht werden, so würde das Asbestblatt eine
klumpige und ungleichmäfsige Structur erhalten. Wenn dagegen das Filtermaterial in der beschriebenen
Weise hergestellt wird, so erhält es eine durch und durch gleichmäfsige Beschaffenheit.
Mit Hülfe des beschriebenen Verfahrens ist man im Stande, eine Filtermasse herzustellen,
welche vollständig aus einer unorganischen Substanz, d. h. aus reinem Asbest ohne jede
Beimischung besteht. Die Filterblätter, welche in dieser Weise hergestellt sind, besitzen nicht
nur die vortheilhaften Eigenschaften der bisher hergestellten dünnen Blätter, sondern auch
folgende: Sie sind gleichmäfsiger, dichter und fester; sie brechen nicht bei ihrer Handhabung
und zeigen in feuchtem Zustande keine Unvollkommenheiten ; sie bewirken die Wasserfiltration
sehr schnell und halten aufserdem auf ihrer Oberfläche die kleinsten Mikroorganismen
, welche bei den bisherigen Filterarten durch die Filter hindurchgingen, vollständig
zurück, und sie können bedeutend billiger und schneller hergestellt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Herstellung von Filterplatten aus Asbest, dadurch gekennzeichnet, dafs man die Asbestfasern, wenn sie durch eine Kratzmaschine oder sonstwie zertrennt sind, wie Schneeflocken frei durch die Luft in einen Aufnahmebehälter fallen läfst, dessen Boden durchbrochen und mit durchlässigem Material, wie Flanell, bekleidet ist, in welchem sich die Asbestfasern sanft auf ein Stück Mousselin oder dergleichen legen,~ dafs man sie dann mit einem Stück gleichen Stoffes bedeckt, das Ganze mit Wasser tränkt und zu einer dünnen Scheibe ausquetscht, eine Anzahl solcher Scheiben auf einander legt und einem starken Druck unterwirft.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE85572C true DE85572C (de) |
Family
ID=357703
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT85572D Active DE85572C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE85572C (de) |
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