DE855416C - Frequenzmodulierter Oszillator mit selbsttaetiger Frequenzkorrektion - Google Patents
Frequenzmodulierter Oszillator mit selbsttaetiger FrequenzkorrektionInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung mit einem frequenzmodulierten Oszillator,
einer mit diesem Oszillator gekoppelten Vorrichtung zur Erzeugung einer Regelspannung oder eines Regelstroms,
die (der) für den Frequenzgang dieses Oszillators maßgebend ist, und mit einer Kopplung (Regelkopplung)
zwischen dem Ausgang dieser Vorrichtung und einem Frequenzsteuerelement des Oszillators zur
selbsttätigen Nachregelung der Frequenz (A. F. C. = selbsttätige Frequenzkontrolle) des Oszillators.
Bei einer solchen Schaltungsanordnung ergibt sich, daß die Oszillatorfrequenz nur einen gewissen maximalen
Frequenzunterschied gegenüber der erwünschten Frequenz aufweisen darf, damit die Frequenznachregelung
wirksam sei. Das Frequenzgebiet der Oszillatorfrequenz, innerhalb dessen die Regelwirkung noch
auftritt, wird als der Fangbereich der A. F. C.-Schaltung bezeichnet. Dieser Fangbereich wird im allgemeinen
um so schmaler, je größer der Nachregelfaktor, d. h. das Maß der Unterdrückung eines unerwünschten so
Frequenzgangs, gestaltet wird. Bei frequenzmodulierten Oszillatoren mit besonders wenig schwankender
Mittelfrequenz, d. h. mit hohem Nachregelfaktor, kann der Fall leicht eintreten, daß die durch Temperaturschwankungen
bedingte Frequenzverschiebung des «5 Oszillators bewirkt, daß die Oszillatorfrequenz außerhalb
des Fangbereichs der Nachregelung fällt.
Die Erfindung bezweckt, eine Schaltungsanordnung
vorerwähnter Art zu schaffen, bei der die durch Temperaturänderungen
bedingte Frequenzverschiebung des Oszillators so gering gehalten wird, daß die Regelung
stets innerhalb des Fangbereichs der Frequenznachregelung bleibt.
Gemäß der Erfindung besteht die (der) dem Frequenzsteuerelement des Oszillators zugeführte Spannung
(Strom) wesentlich aus einer nicht von der Frequenzverschiebung des Oszillators abhängigen
ίο Komponente, wobei die erwähnte Regelkopplung einen temperaturabhängigen Widerstand enthält, wodurch
die Oszillatorfrequenz bei Temperaturänderungen stets innerhalb des Fangbereichs der selbsttätigen Frequenznachregelung
bleibt.
Es ist an sich bekannt, zur Verringerung der durch Temperaturänderungen bedingten Frequenzverschiebung
eines Oszillators in den Rückkoppelkreis des Oszillators temperaturabhängige Elemente einzufügen,
durch welche die Frequenzverschiebung herabgeminao dert wird. Dieses Verfahren ist jedoch in der Praxis
besonders schwer durchführbar, falls der Oszillator hinsichtlich der Frequenz moduliert wird, da sich in
diesem Fall das temperaturabhängige Element unvorteilhaft auf die Modulationskennlinie auswirkt.
Es ist auch eine Oszillatorschaltung mit selbsttätiger Frequenzregelung bekannt, bei der ein Frequenzdetektor
mit einem Diskriminatornetzwerk mit solchen temperaturabhängigen, abgestimmten Kreisen verwendet
wird, daß bei Temperaturänderungen die erzeugte Regelspannung gerade so groß ist, daß die Frequenzverschiebung
des Oszillators ausgeglichen wird. Bei dieser Schaltungsanordnung ist jedoch die Gefahr, daß
die Oszillatorfrequenz bei großer Regelspannung außerhalb des Fangbereichs der Frequenznachregelung fallen
wird, vielmehr größer als kleiner, und außerdem ist es nicht einfach, dem Frequenzdetektor hinreichend
genau die vorgeschriebene Temperaturabhängigkeit zu erteilen.
In den Ausgang des Frequenzdetektors könnte ein temperaturabhängiges Element eingefügt werden, aber
in diesem Fall könnte das Element sich erst auswirken, wenn der Frequenzdetektor eine gewisse Regelspannung
lieferte, d. h. wenn bereits ein gewisser Frequenzhub gegenüber der erwünschten Frequenz bestünde.
Da, gemäß der Erfindung, eine wesentliche Komponente der (des) dem Frequenzsteuerungselement des
Oszillators zugeführten Spannung oder Stroms von dem Frequenzhub des Oszillators unabhängig ist, ist
es möglich, unter Zuhilfenahme eines temperaturabhängigen Widerstands die erforderliche zusätzliche
Regelspannung zu erzeugen, um den Oszillator bei Temperaturwechseln stets innerhalb des Fangbereichs
der Frequenznachregelung zu halten.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand des in der Figur dargestellten Schaltbildes näher erläutert.
In der Figur bezeichnet 1 einen frequenzmodulierten Oszillator mit einem frequenzbestimmenden Schwingungskreis
2, zu dem eine Reaktanzröhrenstufe 3 parallel liegt, deren scheinbare Reaktanz in Abhängigkeit
von einer über die Klemmen 4 der Reaktanzröhrenstufe 3 zugeführten Modulationsschwingung geändert
wird. Die so vom Oszillator 1 erzeugten frequenzmodulierten Schwingungen werden unter Zuhilfenahme
eines Frequenzvervielfachers 5 in eine auszusendende, frequenzmodulierte Schwingung mit hoher Mittelfrequenz
und großem Frequenzhub umgewandelt.
Zur Stabilisierung der mittleren Frequenz dieser Schwingung wird sie gemeinsam mit der von einem
stabilen Oszillator 6 erzeugten Schwingung in der Mischstufe 7 gemischt, so daß eine Schwingung mit
niedriger Mittelfrequenz entsteht. Diese Schwingung wird unter Zuhilfenahme des Frequenzdetektors 8
demoduliert, worauf sich eine Regelspannung für die Nachfegelung der vom Oszillator 1 erzeugten Frequenz
ergibt.
Bei einer empfindlichen Regelschaltung ergibt sich nun, daß infolge der durch die auftretenden Temperaturänderungen
bedingten Frequenzverschiebung des Oszillators 1 die Frequenz dieses Oszillators außerhalb
des Fangbereichs der Regelschaltung fallen wird. Freilieh
setzt die Regelschaltung auch außerhalb des Fangbereichs ihre rationelle Wirkungsweise fort, da das
sog. Haltegebiet der' Regelschaltung größer als das Fanggebiet ist, aber wenn dann infolge irgendwelcher
Störung die Regelung zeitweise ausgerückt würde, wäre eine weitere Nachregelung der Oszillatorfrequenz
auch nicht mehr möglich, es sei denn, daß darauf ihre Frequenz wieder innerhalb des Fanggebiets der Regelung
fallen würde.
Gemäß der Erfindung wird die vom Frequenzdetektor gelieferte Regelspannung mittels eines Verstärkers
9 in einen Regelstrom umgewandelt, der teilweise eine Wicklung 10 durchfließt, wodurch ein ferromagnetischer
Kern 11 der Induktivität des frequenzbestimmenden
Kreises 2 des Oszillators 1 vormagnetisiert wird und teilweise einen Widerstand 12 mit negativem
Temperaturkoeffizienten durchfließt, z. B. einen sog. NTC-Widerstand.
Falls die Ausgangsspannung des Frequenzdemodulators 8, also die Regelspannung, Null ist, wird die
in .4-Schaltung betriebene Röhre 9 einen gewissen,
von der Frequenzverschiebung unabhängigen Anodenstrom aufweisen. Es folgt somit, daß eine dem Nullwert
entsprechende Stromkomponente, die unabhängig von der Frequenzverschiebung ist, im Regelstrom
durch die Wicklung 10 und den Widerstand 12 anwesend
ist.
Der die Wicklung 10 durchfließende vormagnetisierende
Strom besteht somit aus einer sich mit der Frequenzverschiebung des Oszillators 1 ändernden Kornponente
und einer von ihr nicht abhängigen Komponente, die jedoch infolge des temperaturabhängigen
Widerstands 12 sich in wesentlichem Maße mit der Temperatur ändert.
Die Schaltung wird so eingestellt, daß, wenn der Oszillator längere Zeit im Betrieb ist, die Oszillatorfrequenz
möglichst wenig von dem erwünschten Wert abweicht. Es ergibt sich dann, daß, wenn der Oszillator
eben in Betrieb genommen wird und somit noch eine verhältnismäßig niedrige Temperatur hat, die Oszillatorfrequenz,
wenn sich der Widerstand 12 nicht mit der Temperatur ändern würde, im allgemeinen niedriger
ist als dieser erwünschte Wert, und zwar so viel, daß diese Frequenz außerhalb des Fanggebiets der
Regelschaltung fallen würde. Da jedoch der Widerstand 12 mit negativem Temperaturkoeffizienten bei
dieser niedrigen Temperatur einen höheren Wert hat und somit mehr Strom die Vormagnetisierungswicklung
io durchfließt, ist die Induktivität des Kreises 2 geringer und infolgedessen die Frequenz des Oszillators
ι so viel größer, daß sie innerhalb des Fanggebiets der Frequenznachregelung bleibt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Schaltungsanordnung mit einem frequenzmodulierten Oszillator, einer mit diesem Oszillator gekoppelten Vorrichtung zur Erzeugung einer Regelspannung oder eines Regelstroms, die (der) für die Frequenzverschiebung dieses Oszillators maßgebend ist, und mit einer Regelkopplung zwischen dem Ausgang dieser Vorrichtung und einem Frequenzsteuerelement des Oszillators zur selbsttätigen Nachregelung der Frequenz (A. F. C.) des Oszillators, dadurch gekennzeichnet, daß die (der) dem Frequenzsteuerelement zugeführte Spannung oder Strom wesentlich aus einer nicht von der Frequenzverschiebung des Oszillators abhängigen Komponente besteht und daß die Regelkopplung einen temperaturabhängigen Widerstand enthält, wodurch die Oszillatorfrequenz stets innerhalb des Fanggebiets der Frequenznachregelung bleibt.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei welcher der frequenzbestimmende Kreis des frequenzmodulierten Oszillators mit einem ferromagnetischen Kern versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der von der erwähnten Vorrichtung erzeugte, von der Frequenzverschiebung des Oszillators abhängige Regelstrom teilweise einen temperaturabhängigen Widerstand und teilweise eine um den erwähnten Kern herum angebrachte Spule durchfließt, wodurch die Permeabilität dieses Kerns in Abhängigkeit vom Regelstrom gesteuert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5465 11.52
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