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Benzinhahn für seitlich anzuschließende Benzinleitung Benzinhähne
für seitlich anzuschließende Benzinleitungen weisen herkömmlich einen senkrechten
Einlaufstutzen zum Befestigen des Benzinhahns an den Benzintank und einen seitlich
waagerecht herausstehenden Ablaufstutzen zum Anschluß der Benzinleitung auf. Die
Praxis verlangt nun Ablaufstutzen in verschiedenen Stellungen, und zwar bei Draufsicht
auf den Bedienungsgriff des Hahns nach rechts, nach links und auch nach hinten stehend.
Auch nach Zwischenstellungen herrscht Bedarf. Da nun der Ablaufstutzen herkömmlich
immer an das Benzinhahngehäuse angeformt ist, bedingt dies die Anfertigung und Lagerhaltung
der verschiedensten Gehäuse, die sich nur durch die Stellung des Ablaufstutzens
voneinander unterscheiden. Auch die Form des Ablaufstutzens ist ganz verschieden.
Es gibt gewellte Stutzen für den Anschluß eines Benzinschlauchs und Gewindestutzen
für den Anschluß metallischer Rohrleitungen, die letztgenannten wieder mit den verschiedensten
Gewinden. Alles in allem ergibt sich dadurch die Notwendigkeit, eine Vielzahl von
sonst gleichen Gehäusen zu bevorraten.
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Der Benzinhahn nach der Erfindung bringt in diesem Punkt eine wesentliche
Vereinfachung und Verbilligung. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß
das Benzinhahngehäuse aus zwei Teilen hergestellt wird, und zwar aus einem Oberteil,
das nur den Einlaufstutzen trägt, und einem Unterteil, das den Ablaufstutzen trägt.
Das Unterteil kann gemäß der Erfindung in den verschiedenen gewünschten Stellungen
am Oberteil befestigt werden, so daß diese beiden Teile zu einer Reihe verschiedener
Hahngehäuse kombiniert werden können. Jedes der beiden Teile, Oberteil wie Unterteil,
ist für sich
genommen kleiner und einfacher herzustellen als ein
einteiliges Hahngehäuse. Man kann ferner in eine Herstellungsform für das Unterteil
verschiedene Einsätze für die Gestaltung des Ablaufstutzens anbringen, so daß mit
einem verhältnismäßig geringen Aufwand an Herstellungswerkzeugen eine Vielzahl von
Hahngehäusen erzeugt werden kann.
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Die Verbindung zwischen Oberteil und Unterteil verursacht gegenüber
der bekannten einteiligen Ausführung des Hahngehäuses zwar einen zusätzlichen Aufwand
an Konstruktionselementen, doch kann die Verbindungsstelle normalisiert werden,
was die Anfertigung der zusätzlichen Konstruktionselemente in großen Stückzahlen
und somit zu verhältnismäßig geringen Kosten gestattet. Außerdem gestattet die Zweiteilung
des Hahngehäuses in ein Oberteil und ein Unterteil in vielen Fällen die Verwendung
von Druckguß, wodurch die spanabhebende Bearbeitung dieser Teile auf ein Minimum
reduziert werden kann. Bei einer einteiligen Ausführung des Hahngehäuses sind die
Stückzahlen meistens nicht so groß, daß sich die Herstellung der teueren- Druckgußform
rentiert. Die einteiligen Hahngehäuse werden daher üblicherweise als Warmpreßteile
hergestellt, was aber eine erhebliche spanabhebende Bearbeitung nach sich zieht.
Schließlich zeigt die Erfindung aber auch, w:e man die erwähnte Verbindungsstelle
zwischen Oberteil und Unterteil sehr einfach ausbilden kann, so daß der geringfügige
Mehraufwand an zusätzlichen Konstruktionselementen bei weitem nicht die sonstiLe
Einsparung an Kosten aufwiegt.
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Benzinhähne der genannten Art werden fast alz schließlich in der Kombination
mit einem abnehmbaren Filter verlangt. Hier ergibt sich ein weiterer Vorteil der
Erfindung, indem nämlich das Unterteil des Hahngehäuses gleich als Deckel für das
Filter ausgebildet ist, in den der abnehmbare Filterbecher eingeschraubt oder mittels
Bügels und Druckschraube in bekannter Weise befestigt ist. Gerade die Herstellung
sonst einteiliger Gehäuse erfordert für die Kombination Benzinhahn-Filter teuere
Herstellungsformen und viel spanabhebende Bearbeitung. Auch dies wird durch die
Ausbildung nach der Erfindung auf ein Minimum reduziert.
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Das Wesen der Erfindung ist in der Zeichnung an einigen Ausführungsbeispielen
dargestellt.
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Fig. i zeigt einen mit Filter kombinierten Benzinhahn von der Seite
gesehen in teilweisem Längsschnitt ; Fig. 2 und 3 zeigen 1'e einen Querschnitt durch
die Verbindungsstelle zwischen Oberteil und Unterteil des Hahngehäuses; Fig. 4 zeigt
einen Längsschnitt durch diese Verbindungsstelle mit besonders einfach ausgebildeten
Konstruktionselementen.
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In Fig. i ist i das Oberteil des Hahngehäuses, das den senkrecht stehenden
Einlaufstutzen 2 zur Befestigung des Benzinhahns an dem nicht gezeichneten Benzintank
trägt. 3 ist das Unterteil des Hahngehäuses, das den Ablaufstutzen 4 zum Anschluß
der nicht gezeichneten Benzinleitung trägt. Dargestellt ist ein gewellter Stutzen
für den Anschluß eines Benzinschlauchs. Statt dessen kann auch eine beliebig andere
Ausbildung des Ablaufstutzens vorgesehen sein. Das Unterteil ist grundsätzlich um
eine Längsachse des Benzinhahns schwenkbar, so daß also ganz beliebige Stellungen
des Ablaufstutzens 4 hergestellt werden können. Die Verbindung zwischen Oberteil
i und Unterteil 3 des Hahngehäuses erfolgt mittels einer Schraube 5, die den zweckmägigerweise
versenkt angeordneten Bund 6 des Unterteils 3 gegen den Stutzen 7 des Oberteils
i festzieht. Eine zwischengelegte Dichtung 8 stellt die Benzindichtigkeit, ein Federring
oder eine federnde Zahnscheibe 9 die Drehsicherung der Verbindung her.
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Wie aus der Zeichnung weiter ersichtlich ist, tragen der Stutzen 7
und die Schraube 5 eine Längsbohrung io für den Ausfluß des Benzins aus dem Oberteil
i. Es ist natürlich auch eine Gestaltung möglich, bei der das Benzin auf anderem
Wege abfließt; doch ist dargestellter Weg zweifellos der nächstliegende.
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Der Abfluß des Benzins aus dem Oberteil erfolgt in ein Filter, von
dem nur c;@r abschraubbare Becher ii dargestellt ist. Die weitere '?inrichtung des
Filters ist für die. Erfindung unerheblich. Um nun die Verbindungsstelle Oberteil-Unterteil
von dem beim An-und Abschrauben des Bechers ii ausgeübten Drehmoment zu entlasten,
ist im Unterteil 3 eine Nase 12 i vorgesehen, die gegen eine entsprechende Aus-;
sparung oder Abflachung des Stutzens 7 des Oberteils i anliegt. Dies ist in Fig.
2 im Querschnitt genau ersichtlich. Man kann noch einen Schritt weitergehen und
dem Stutzen 7 die Form eines regelmäßigen Vielechs geben, dem das Unterteil 3 entsprechend
angep1#t ist. Diese Möglichkeit ist in Fig. 4 in der Ausbildung als Achteck dargestellt.
Soviel Flächen das Vieleck hat, soviel verschiedene Stellungen kann das Unterteil
3 gegenüber dem Oberteil i einnehmen.
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Wird der Becher il nicht geschraubt, sondern in ebenfalls bekannter
Weise mittels eines nicht gezeichneten Bügels mit Druckschraube befestigt, so kann
die vorgeschriebene Drehsicherung mittels Nase bzw. Vieleck 12 entfallen. Der Stutzen
7 wird alsdann als runder Zylinder ausgeführt, und das Unterteil 3 kann in jeder
beliebigen Stellung am Oberteil i befestigt werden.
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In Fig. 4 ist schließlich eine Verbindung Oberteil-Unterteil dargestellt,
bei der der Stutzen 7 in einen runden Endzapfen 13 ausläuft, über den ein Schrumpfring
14 geschoben ist, dessen schwach konischer Außenmantel 15 in einem entsprechenden
Gegenkonus des Unterteils 3 gepreßt wird. Der Gegenkonus bewirkt ein Aufschrumpfen
des Rings 14 auf den Endzapfen 13. Diese Verbindung ist sehr fest und grundsätzlich
nicht mehr lösbar. Die Lösbarkeit wird indessen auch nicht mehr verlangt, wenn der
Hahn einmal zusammengebaut ist. Die drehsichernde Nase 12 kann ebenfalls beibehalten
werden. Ein Dichtring 9 ist nicht mehr unbedingt erforderlich, da die beschriebene
Schrumpfverbindung bei richtiger Ausbildung zugleich benzindicht sein wird. Zur
Sicherung gegen ein allmähliches Abgleiten des Schrumpfrings 14 vom Endzapfen 13
infolge von Betriebserschütterungen kann eine Umbördelung 16 am Ende des Stutzens
7 vorgesehen werden. Die Verbindung mittels eines derartigen Schrumpfrings ist einfach
und
betriebssicher und kann mit noch geringeren Kosten als die zuerst
beschriebene Schraubverbindung hergestellt werden. In Anbetracht der verschiedenen
Formen von Ablaufstutzen kann es sich auch als vorteilhaft erweisen, den Ablaufstutzen
4 nicht einteilig mit dem Unterteil 3, sondern ihn als besonderes Teil herzustellen
und ihn in irgendeiner Weise, z. B. durch Schraubung, mit dem Unterteil 3 zu verbinden.