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Projektionsgerät für Fahrzeugkarten Die Erfindung betrifft ein Projektionsgerät
insbesondere zur Darstellung von Fahrzeugkarten und -plänen. Dieses Spezialprojektionsgerät
ist für den Einbau in das Instrumentenbrett von Kraftfahrzeugen und Flugzeugen vorgesehen.
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Bekannt sind Projektionsgeräte für die verschiedensten Ven%-ciidungsz«vecke.
Nicht bekannt sind solche Geräte, welche sich für die speziellq Verwendung zum Einbau
in Instrumentenbretter von Kraftfahrzeugen und Flugzeugen eignen. Bisher werden
daher in Fahrzeugen Flug-, Land- und Seekarten in Buchform, als Einzelkarten und
als Bandkarten verwendet.
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Die bekannten Projektoren in ihrer üblichen Bauart sind für die genannte
Aufgabe aus folgenden Gründen wenig oder gar nicht geeignet. Die Baulänge der Geräte,
d. h. die Länge der optischen Achse ist zu groß. Die Bedienung des Bildwechsels
ist für die spezielle Verwendung z. B. im Kraftwagen ungeeignet, da die Bedienung
nicht von der Rückseite der Mattscheibe aus erfolgen kann.
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An ein Spezialprojektionsgerät für beispielsweise Kraftfahrzeugkarten
müssen daher folgende Forderungen gestellt werden: Die optische Achse muß so angeordnet
sein, daß die Baulänge des Gerätes ein bestimmtes Maß nicht überschreitet, ohne
die weiteren Abmessungen übermäßig zu erhöhen. Die Mattscheibe zur Darstellung des
projizierten Bildes muß annähernd in oder hinter der Ebene des Instrumentenbrettes
liegen. Die Bedienung des Bildwechsels muß hinter dem Instrumentenbrett in nächster
Nähe der Mattscheibe erfolgen. Der Vergrößerungsmaßstab muß einen festen Wert haben,
so daß die Diapositive der Karten in einem
bestimmten zweckmäßigen
Maßstab auf der Mattscheibe dargestellt werden.
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Die obergenannten Forderungen, die im Sinne eines praktischen speziellen
Gebrauchs in Fahrzeugen zu stellen sind, erfüllt das Spezialprojcktionsgerät für
Fahrzeugkarten gemäß Erfindung. Das Gerät kennzeichnet sich im wesentlichen durch
folgende Konstruktionsmerkmale : Die optische Achse ist um vorzugsweise 9o° geknickt,
wodurch eine Verkürzung der Baulänge erzielt wird. Im Strahlengang des Gerätes ist
zwischen Filmbild und Objektiv oder zwischen Objektiv und Mattscheibenbild ein Spiegel
oder Prisma angeordnet. Der Vergrößerungsmaßstab des Gerätes ist fest. Das projizierte
Bild von Karten und Plänen erscheint in einem dem Verwendungszweck angepaßten festen
'Maßstab. Eine besondere Scharfeinstellung des Bildes ist nicht nötig. Der Filmtransport
für den Bildwechsel erfolgt von der Rückseite des Gerätes nahe der Mattscheibe durch
je einen Filmtransporttrieb für Vor- und Rücktransport. Die Mattscheibe für die
Sichtbarmachung des projizierten Bildes ist an .der Rückseite des Gerätes angeordnet
und liegt in oder wenig vor dem Instrumentenbrett des Fahrzeuges. Der die Kartenbilder
tragende vorzugsweise farbige Filmstreifen trägt auf den Trennungsstegen des Films
zwischen den eigentlichen Bildern fahrtechnische Hinweise oder Reklamen, welche
bei Weitertransport des Films auf die Mattscheibe projiziert werden. In der Folge
der Kartenbilder ist nach je einer bestimmten festen Anzahl von Karten eine übersichtskarte
eingereiht, welche eine Numerierung der Felder der Einzelkarten trägt. Die Einzelkarten
tragen die entspre,-chende Nummer.
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Fig. 1 stellt den waagerechten Längsschnitt des Gerätes dar; Fig.2
zeigt die Rückansicht des Gerätes, wie sie sich dem Beobachter darstellt.
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Das Spezialprojektionsgerät besteht aus folgenden optischen Elementen:
Der Lichtquelle 1, dem Kondensor 2, welcher ein- oder mehrlinsig sein kann, dem
Film 3 mit den vorzugsweise farbigen Diapositiven, dem Dneikantprisma oder Spiegel
s zur Brechung der optischen Achse 6, .dem Objektiv 7 für die vergrößerte Projektion
des Filmdiapositivs und der Mattscheibe 8 für die Sichtbarmachung des projizierten
Bildes.
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Der Aufbau des Spezialprojektionsgerätes ist erfindungsgemäß folgender:
An der Rückseite des Tubus 9, welcher vorzugsweise rechteckigen Querschnitt aufweist,
ist die Mattscheibe 8 angeordnet und wird von dem Flausch 1 o gehalten. Der Tubus
9 und der Flansch 1 o sind lösbar miteinander verbunden. Der Flansch 1o dient zur
Befestigung des Spezialprojektionsgerätes bei beispielsweiser Verwendung im Kraftwagen
an dem mit einer entsprechenden Öffnung versehenen Instrumentenbrett 34 des Kraftwagens
mittels der Befestigungsschrauben t 1., An der Vorderöffnung des Tubus 9 ist das
Gehäuse 12 lösbar oder fest so angebracht, daß die Längsachse des Gehäuses 12 mit
derjenigen des Tubus 9 einen Winkel von beispielsweise 9o° bildet. In dem Gehäuse
12 befinden sich die Befestigungs-Stege 27. An letzteren ist der Rahmen
13 mit seinen Befestigungslaschen 26 lösbar befestigt und somit mit dem Gehäuse
12 verbunden.
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In dem Rahmen 13 ist das Objektiv 7, der Prismenstuhl oder der Spiegelrahmen
15 sowie das Filmfenster 16, die Filmführung 17 mit den Lagerstellen für die Filmspulen
18 sowie die Kondensorfassung 25 und die Fassung 28 für die Lichtquelle t befestigt.
Der Spiegelrahmen 15 dient als Halterung für den Spiegel 5.
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Der Film 3 ist in bekannter Weise mit seinen Enden an den Kernen der
Filmspulen 18 befestigt und auf diese aufgespult. Der Film 3 ist von einer Spule
zur anderen zwischen der Filmführung 17 und dem Filmfenster 16 geführt.
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Die Filmspulen 18 besitzen an ihren zur Mattscheibe 8 weisenden Enden
die Gelenkschlösser 19, in welche je ein Gelenktrieb 20 eingreift. Die Filmspulen
18 sind vorn in dem Spulenlager 31 gc#-lagert. Letzteres ist durch Lösen der Halteschraube
32 abnehmbar. Die Antriebswellen 21 sind mit den Gelenktrieben 20 fest verbunden
und in den Lagerbuchsen 22' gelagert. An der Rückseite des Flansches 1o sind auf
die Antriebswellen 21 die Triebknöpfe 23 so befestigt, daß der Film 3 somit wahlweise
mit einem der beiden Triebknöpfe 23 in der jedem Knopf zugeordneten Richtung transportiert
werden kann.
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Die Kon.densorfassung 25 trägt den ein- oder mehrlinsigen Kondensor
2, die Fassung 28 trägt die Lichtquelle 1, eine Glühlampe. Hinter der Glüh-Iampe
kann an dem Rahmen 13 ein Reflektor angeordnet sein. In letzterem Falle kann die
Längsachse der Glühlampe senkrecht der zwischen Lichtquelle 1 und Film 3 verlaufenden
optischen Achse angeordnet sein.
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Das Gehäuse 12 ist am .seiner Vorderseite mit dem Deckel 30 lösbar
verschlossen. Am Flansch 1 o ist der Beleuchtungsschalter 24 angebracht und über
die Lichtleitung 33 mit der Lichtquelle 1 verbunden.
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Die Funktion des Spezialprojektionsgerätes ist folgende : Das Licht
der durch den Beleuchtungsschalter 24 eingeschalteten Lichtquelle 1 wird von dem
Kondensor 2 gesammelt, parallelgerichtet und tritt durch den zwischen Filmfenster
16 und Filmführung 17 geführten Film 3. Das so beleuchtete Ding, das Filmdiapositiv,
wird nun durch das Objektiv 7 in fester Vergrößerung auf der Mattscheibe 8 für den
dahinter befindlichen Beobachter sichtbar. Im Strahlengang zwischen Ding und Objektiv
7 liegt der Spiegel 5, welcher die optische Achse 6 rechtwinklig knickt. Der Filmtransport
wird von dem Beobachter durch Bedienen eines der Triebknöpfe 23 durchgeführt.
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Fig. 3 zeigt einen Teil des Films 3 mit den Filmbildern 35 und den
Zwischenbildern 36, welche zur Darstellung von fahrtechnischen Hinweisen oder für
Reklamen dienen können. In der Folge der Filmbilder 35 ist nach je einer bestimmten
festen Anzahl von Karten eine nicht dargestellte übersichtskarte, die den gesamten
Bereich aller Karten darstellt, eingereiht, welche eine Numerierung der Felder der
Einzelkarten trägt. Die Karten tragen
eine fortlaufende Numerierung,
welche der Numerierung der entsprechenden Felder der übersichtskarte entsprechen.