DE854852C - Gusslegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Gusslegierung und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
- Publication number
- DE854852C DE854852C DEC3018A DEC0003018A DE854852C DE 854852 C DE854852 C DE 854852C DE C3018 A DEC3018 A DE C3018A DE C0003018 A DEC0003018 A DE C0003018A DE 854852 C DE854852 C DE 854852C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- carbon
- cast alloy
- oxygen
- molybdenum
- tungsten
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000000956 alloy Substances 0.000 title claims description 8
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 title claims description 8
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 4
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 15
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims description 15
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 12
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 claims description 12
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 claims description 12
- 239000003870 refractory metal Substances 0.000 claims description 9
- ZOKXTWBITQBERF-UHFFFAOYSA-N Molybdenum Chemical compound [Mo] ZOKXTWBITQBERF-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 229910052750 molybdenum Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 239000011733 molybdenum Substances 0.000 claims description 6
- WFKWXMTUELFFGS-UHFFFAOYSA-N tungsten Chemical compound [W] WFKWXMTUELFFGS-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 6
- 229910052721 tungsten Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 239000010937 tungsten Substances 0.000 claims description 6
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 3
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 3
- 239000000843 powder Substances 0.000 claims description 3
- 238000005266 casting Methods 0.000 claims description 2
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 8
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 8
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 8
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 7
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 238000010309 melting process Methods 0.000 description 2
- 150000002739 metals Chemical class 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 1
- 239000012768 molten material Substances 0.000 description 1
- 239000012254 powdered material Substances 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22C—ALLOYS
- C22C27/00—Alloys based on rhenium or a refractory metal not mentioned in groups C22C14/00 or C22C16/00
- C22C27/04—Alloys based on tungsten or molybdenum
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
- Gußlegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung
zenden Metalle zu schmelzen und zu gießen, führten zu Rohlingen, die außerordentlich spröde waren und nicht bearbeitet werden konnten, auch nicht in der Wärme. - Hauptaufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung von Gußkörpern aus hochschmelzendem Metall, die geschmiedet, im Gesenk geschmiedet, gewalzt oder gezogen werden können, wenn sie erwärmt sind.
- Außerdem gibt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung solcher Rohlinge.
- Der Erfindung liegt die Feststellung zugrunde, daß Rohlinge aus hochschmelzenden Metallen, wie Molybdän und Wolfram, heiß bearbeitet werden können, wenn sie kleine Mengen von Kohlenstoff enthalten. und der Sauerstoffgehalt unter eine außerordentlich niedrige Grenze gesenkt wird. So kann eine Legierung, deren Kohlenstoffgehalt in dem 1 >ereich von o,oi bis 0,25 0/0 liegt, die weniger als o,oo5 % Sauerstoff enthält und die im übrigen aus '\lolybdäil oder Wolfram oder einer beliebigen Legierung beider Metalle besteht, geschmiedet werden. Im Sinne dieser Betrachtungen wird ein Metall als schmiedbar bezeichnet, wenn bei der Bearbeitung im warmen Zustande die Querschnittsfläche um wenigstens 5o % herabgesetzt werden kann. Um die besten Ergebnisse zu erhalten, sollte der Kohlenstoffgehalt zwischen 0,03 und o,io% und der Sauerstoffgehalt unterhalb von 0,0030/0 liegen. Innerhalb dieses bevorzugten Bereiches können Gußblöcke erhalten werden, die sich zu Stangen, Stäben oder Blechen auswalzen und in ihrer Querschnittsfläche wesentlich herabsetzen lassen.
- Bisher werden die als handelsüblich rein bezeichneten hochschmelzenden Metalle als Pulver angeboten. Es wurde jedoch festgestellt, daß diese Metallpulver kleine Mengen Sauerstoff enthalten, die entfernt werden müssen, um einen schmiedbaren Gußkörper zu erhalten. Gemäß der Erfindung wird der Sauerstoff aus dem Metall dadurch entfernt, daß während oder vor dem Schmelzen eine errechnete Kohlenstoffmenge beigefügt und unter Hochvakuum geschmolzen wird. Dabei soll der Druck in der Schmelzkammer kleiner sein als 500 Mikron Quecksilbersäule und vorzugsweise kleiner als ioo Mikron. Die zuzuführende Kohlenstoffmenge muß denjenigen Betrag, der zur Herbeiführung der Umsetzung mit dem im Material enthaltenen Sauerstoff errechnet wird, um so viel übersteigen, daß derrestliche Kohlenstoffgehalt innerhalb der oben angegebenen Grenzen liegt. Dabei wurde gefunden, daß es bei der Annäherung an die höhere Druckgrenze erforderlich ist, eine Kohlenstoffmenge zu benutzen, die sich der oberen Grenze des Kohlenstoffgehaltes nähert. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, den Sauerstoffgehalt des Rohmaterials genau zu messen. Zu diesem Zweck kann das bekannte Vakuumschmelzverfahren zur Bestimmung des Sauerstoffgehaltes benutzt werden.
- Wenn auch jede geeignete Methode benutzt werden kann, um den Kohlenstoff in das Metall einzuführen und die Mischung zu schmelzen, so hat es sich doch besonders bewährt, das gepulverte, hochschmelzende Metall mit dem gepulverten Kohlenstoff in dem -verlangten Mengenverhältnis zu mischen und diese Mischung durch Druck zu einer Stange oder einem Stabe zu verfestigen. Dieser Stab wird dann vorzugsweise durch elektrische Widerstandserhitzung so weit erhitzt, daß das gepulverte Material zu einer Stange sintert, die eine genügende Festigkeit aufweist, um als Elektrode in einem Vakuumlichtbogenschmelzofen zu dienen. Diese Stange wird dann als eine Elektrode des Lichtbogens benutzt und dabei aufgebraucht. Die Gegenelektrode ist vorzugsweise das Schmelzbad des Materials. Zu diesem Zweck benutzt man vorzugsweise eine wassergekühlte Kupferform, um das geschmolzene Material zu sammeln. Um die zu verbrauchende Elektrode im richtigen Abstand vom Metallschmelzbad anzuordnen und sie während des Schmelzvorganges in diesem Abstand zu halten, können irgendwelche geeigneten Mittel benutzt werden. Beim Beginn des Schmelzens kann ein kleines Stück desselben hochschmelzenden Metalles in der Form angebracht werden und wirkt während der Bildung des Schmelzbades als Startelektrode.
- Das Innere der Form und die ganze Schmelzkammer wird in passender Weise abgeschlossen und durch übliche Mittel evakuiert.
- Der Fachmann ersieht, daß bei dem Verfahren zur Herstellung schmiedbarer Rohlinge aus gegossenem hochschmelzendem Metall im Rahmen der Erfindung Änderungen möglich sind, ohne daß das Wesen oder der Schutzbereich der Erfindung verlassen würde.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Gußlegierung, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem hochschmelzenden Metall, wie Molybdän oder Wolfram, besteht und o,oi bis 0,25 % Kohlenstoff und nicht mehr als 0,005 0/0 Sauerstoff enthält.
- 2. Gußlegierung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß sie aus einem hochschmelzenden Metall, wie Molybdän oder Wolfram, besteht und 0,03 bis o,io% Kohlenstoff und nicht mehr als 0,003010 Sauerstoff enthält.
- 3. Gußlegierung aus Molybdän oder Wolfram nach Anspruch i oder 2, die neben Kohlenstoff und Sauerstoff praktisch nur Molybdän oder Wolfram enthält.
- 4. VerfahrenzurHerstellungderGußlegierung nach Anspruch 1, 2 oder 3, welches darin besteht, daß dem hochschmelzenden Metall eine berechnete Kohlenstoffmenge zugeführt wird, die die zur Umsetzung mit dem Sauerstoff erforderliche Menge etwas übersteigt, und daß diese Mischung bei einem 5oo Mikron Quecksilbersäule nicht übersteigenden und vorzugsweise ioo Mikron Quecksilbersäule nicht übersteigenden Druck zum Zweck des Gusses geschmolzen wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem das hochschmelzende Metall und Kohlenstoff in Pulverform gemischt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US854852XA | 1947-09-25 | 1947-09-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE854852C true DE854852C (de) | 1952-11-06 |
Family
ID=22191909
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC3018A Expired DE854852C (de) | 1947-09-25 | 1950-10-03 | Gusslegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE854852C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1170656B (de) * | 1951-03-30 | 1964-05-21 | American Metal Climax Inc | Warmverformbare Molybdaenlegierung |
-
1950
- 1950-10-03 DE DEC3018A patent/DE854852C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1170656B (de) * | 1951-03-30 | 1964-05-21 | American Metal Climax Inc | Warmverformbare Molybdaenlegierung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0554808B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Formteilen aus Metallegierungen | |
| DE2137996A1 (de) | Verfahren zum Eintragen eines festen Metalls in eine Metallschmelze | |
| DE3003915A1 (de) | Verfahren zum herstellen von stahl | |
| DE960930C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gussstuecken aus Molybdaen- und bzw. oder Wolframlegierungen | |
| DE69912119T2 (de) | Tantal-silizium legierungen, deren produkte und verfahren zu deren herstellung | |
| DE854852C (de) | Gusslegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE2550642C2 (de) | Verfahren zum Herstellen großer Stahlblöcke | |
| DE1152267B (de) | Ternaere Uranlegierung und Verfahren zur Herstellung und Waermebehandlung derselben | |
| DE679594C (de) | Herstellung von Dauermagneten | |
| DE2740213C2 (de) | Verwendung einer Wolfram-Titan-Aluminium-Legierung | |
| DE1533399A1 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Aluminiumvorlegierung | |
| DE720502C (de) | Hartmetallegierung, insbesondere fuer Werkzeuger, und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE1483265B2 (de) | Verwendung einer magnesiumlegierung | |
| DE670031C (de) | Verfahren zur Herstellung von Bronzepulver | |
| DE1258109B (de) | Verfahren zur pulvermetallurgischen Herstellung von zur weiteren Verarbeitung bestimmten Koerpern | |
| DE677189C (de) | Herstellung von Borcarbiden | |
| DE966470C (de) | Verfahren zur Herstellung feuerfester Stoffe und Schleifmittel aus unreinen Rohstoffen, insbesondere Bauxiten | |
| DE1258113B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Loetdrahtes, -stabes bzw. -bandes aus einem phosphorhaltigen Messinghartlot | |
| DE1533171C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Zink vorlegierung | |
| AT138245B (de) | Hartmetallegierung und Verfahren zur Herstellung von Hartmetallen. | |
| DE873446C (de) | Zinklegierung fuer Ziehwerkzeuge und andere Gussteile | |
| AT353996B (de) | Verfahren zum elektroschlackegiessen von metallbloecken | |
| AT216221B (de) | Gußlegierung auf Molybdängrundlage | |
| DE1533474B1 (de) | Verfahren zur herstellung von magnesium ferrosilizium | |
| DE1608785A1 (de) | Schmelz- und Giessverfahren zur Herstellung von Metallstraengen |