DE85368C - - Google Patents

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DE85368C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C15/00Calendering, pressing, ironing, glossing or glazing textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/26Glossing of fabrics or yarns, e.g. silk-finish

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Nonwoven Fabrics (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Wie bekannt, zeichnet sich die Seide vor allen anderen Gespinnstfasern durch ihren Lüster aus, d. h. durch das der Seidenfaser in hohem Grade eigenthümliche Vermögen, Licht zu reflectiren. Während das Wollhaar einen runden Querschnitt hat und daher nur von einer Linie Licht zu reflectiren im Stande ist, zeigt die Coconfaser eine bandartige Form (Querschnitt) und besitzt auf jeder Breitseite eine Licht reflectirende Fläche von 0,01 bis 0,015 mm Breite. Die Wolle zeigt infolge dessen der Seide gegenüber nur einen schwachen Lüster. Aehnlich verhält es sich mit anderen thierischen und pflanzlichen Faserstoffen.
Preist man die Wolle u. s. w. aber z. B. als Gewebe mit bekannten Hülfsmitteln, so entstehen auf den einzelnen Haaren bezw. Fasern zunächst kleine Flächen, und es wird dadurch der Lüster etwas erhöht; preist man stärker, so entstehen gröfsere Flächen, die aber jetzt nicht mehr als Lüster, sondern als ^Spiegel (technisch Speckglanz genannt) erscheinen, weil alle diese Flächen in einer Ebene liegen und beinahe ununterbrochen verbunden sind, also gleichzeitig Licht reflectiren können.
Im Gegensatz hierzu spiegeln beim Seidengewebe nur allein die zahllosen kleinen Flächen, welche, zufällig parallel gelagert, sich gerade in dem für das Auge richtigen Reflectionswinkel befinden. Dabei sind die einzelnen Flächen durch Linien oder andere Flächen, die zu jenen winklig sind, getrennt. Bei veränderter Lage des Gewebes oder des Auges reflectiren wieder zahllose andere parallele, d. h. in derselben Ebene liegende kleine Flächen.
Um nun auch anderen, in mancher Beziehung die Seide übertreffenden pflanzlichen oder thierischen Fasern oder Gemischen aus beiden, insbesondere Wolle, den Seidenglanz zu verleihen, ist es nöthig, auf den runden Haaren oder Fasern eine Anzahl Flächen zu erzeugen, die nicht in einer, sondern in verschiedenen zu einander winklig geneigten Ebenen liegen. Dies kann dadurch geschehen, dafs man die Wolle u. s. w. mittelst einer von einem dichten Seidenatlasgewebe galvanoplastisch entnommenen Form preist.
Da indessen solche Abdrücke sehr schwer herstellbar und auch wenig dauerhaft sind, so ist das folgende Verfahren bequemer. Dieses Verfahren läfst sich nun nicht etwa allein für fertige Gewebe anwenden, es hat sich vielmehr durch Versuche ergeben, dafs es sich auch sehr gut für jede Art Gespinnstfasern, Vorgespinnste und Garn, sowie auch für Gewebe aus irgend welchen Gespinnstfasern benutzen läfst; auch Seide und Halbseide kann man auf diese Weise noch mehr veredeln.
Auf einer Stahlplatte oder Stahlwalze werden zahlreiche kleine Flächen in verschiedenen winklig zu einander liegenden Ebenen eingravirt oder auf. einer entsprechenden Maschine, etwa einer Hobelmaschine, eingeschnitten. Man kann das Aussehen der in einer Linie eingravirten Flächen gut mit dem Aussehen der geschränkten Zähne eines Sägeblattes ver-

Claims (1)

  1. gleichen. Die Flächen sind so fein, dafs 5 bis 20 Rillen oder io bis 40 Flächen auf einen Millimeter kommen. Mit einer solchen Platte wird nun z. B. das Gewebe unter einem Druck von 30 bis 50 kg für den Quadratmeter geprefst, und zwar derart, dafs die Rillen parallel mit dem Garn liegen, auf welchem der Seidenglanz erzeugt werden soll.
    Da nun nach der Einwirkung der Presse durch das Verziehen des Gewebes die einzelnen Haare oder dergl. des Garnes nicht gleichmäfsig in der Lage verharren, in die sie •während des Pressens gezwungen waren, so entsteht aus jeder geprefsten Fläche wiederum eine gröfsere Anzahl kleinerer Flächen, und es wird dadurch der Charakter der Seide erreicht. Die Verhinderung des Spiegeins erfolgt durch die eingeprefsten Linien, da dadurch ein Absetzen der Flächen und somit ein unterbrochenes Zurückwerfen des Lichtes herbeigeführt wird, was gerade den Lüster im Gegensatz zu dem durch die in gleicher Ebene liegenden zahlreichen kleinen Flächen erzeugten Glanz bedingt.
    Um den so erzeugten Lüster haltbar zu machen bezw. die kleinen Flächen zu fixiren, wird die Operation bei hohen Temperaturen mit oder ohne vorausgehendem oder nachfolgendem Einwirken von Dampf ausgeführt.
    PatEnt-AnsρRUCH :
    Verfahren zur Erzeugung eines Seidenglanzes auf Geweben, Garnen, Vorgespinnsten u. s. w. aus Pflanzen- und Thier- sowie gemischten Gespinnstfasern, darin bestehend, dafs man durch Pressen auf denselben zahlreiche kleine, in verschiedenen Ebenen. winklig zu einander liegende Flächen erzeugt.
    Ergänzungs-Blatt zur Patentschrift 85368 Klasse 8b.
    Durch Entscheidung des Kaiserlichen Patentamts vom ii. Januar 1900, bestätigt durch Entscheidung des Reichsgerichts vom 11. Juni 1902, ist das Patent unter Vernichtung im Uebrigen auf folgenden Anspruch beschränkt worden:
    Verfahren zur Erzeugung eines gleichmäfsigen Seidenglanzes auf Geweben aus Pflanzen-, Thier- sowie gemischten Gespinnstfasern, darin bestehend, dafs auf den Geweben zahlreiche kleine in verschiedenen Ebenen winkelig zu einander liegende Flächen durch Pressen mittels Platten oder Walzen mit 5 bis 20 Rillen auf den Millimeter erzeugt werden.
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