DE8535C - Neuerungen an Melkmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Melkmaschinen

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DE8535C
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Germany
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DENDAT8535D
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DE8535U (de
Original Assignee
TH. BOWICK & TH. G. BOWICK in Bedford (England)
Publication of DE8535C publication Critical patent/DE8535C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/04Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • External Artificial Organs (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 45.
THOMAS BOWICK und THOMAS GILBERT BOWICK in BEDFORD
(England).
Neuerungen an Melkmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ii. Juli 1879 ab.
Vorliegende Erfindung besteht in Neuerungen an Melkapparaten, durch welche das Melken der Kühe und anderer Thiere erleichtert wird.
Erfinder wenden zu diesem Zweck mittelst Pumpe comprimirte Luft oder andere Flüssigkeit an, um die Zitzen des zu melkenden Thieres auszudrücken und die Milch herauszuziehen.
Die Zitzen umschliefsen dieselben mit Gefäfsen, die unten offen sind, und indem Luft in die Gefäfse hineingedrückt wird, wird dieser Druck auf die Zitzen übertragen, wodurch, ebenso wie bei der Handmelkerei, denselben die Milch in Pulsationen strahlenweise entzogen wird. Um die erwähnten Gefäfse zu tragen, ist ein Rahmen mit radial laufenden Schlitzen versehen, in welchen die Gefäfse, unten vorstehend, stecken.
Durch diese Anordnung können die Gefäfse so geschoben werden, dafs sie für die Zitzen eines Euters richtig stehen. Der Rahmen selbst kann durch ein Joch getragen werden, das über dem Rücken des zu melkenden Thieres liegt. In der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in Ausführung gezeigt; die Gefäfse zum Erfassen der.Zitzen sind in mehreren Ausführungsformen gezeigt, während die Wirkungsweise in allen Constructionen der Hauptsache nach dieselbe bleibt.
Fig. ι zeigt einen Grundplan des mit Schlitzen in radialer Richtung versehenen Rahmens mit den vier Gefäfsen und einem Centralkolben zum Drücken gegen das Kuheuter.
Fig. 2 ist ein Längenschnitt der Fig. 1, wobei auch die Verbindung mit der Pumpe . gezeigt ist, von der der Luftdruck zum Melken gewonnen wird.
Fig. 3 ist ein Querschnitt eines einzelnen Melkgefäfses.
A ist der mit Schlitzen versehene, an Riemen C C über dem Rücken des Thieres hängende Rahmen, der die je nach den Zitzen des Euters verstellbaren Melkgefäfse BB trägt.
Die Melkgefäfse B sind aus zwei concentrischen Röhren α α von biegsamem, luftdichtem Material, vorzugsweise aus vulcanisirtem Gummi gebildet; diese Röhren, welche oben und unten zusammengefügt sind, bilden einen Raum b von ringförmigem Querschnitt zwischen sich; jedes so geformte Gefäfs sitzt in einem Gehäuse c aus starrem Material, und die Flantsche dieses Gehäuses ruht auf dem Rahmen A.
Aus dem Luftraum b eines jeden zu einer Gruppe gehörenden Melkgefäfses führt das Zweigrohr d durch das umgebende Gehäuse c hindurch nach dem gemeinschaftlichen Rohr e, welches zur Luftpumpe D, Fig.. 2, führt.
Von diesem Centralrohr e geht das Rohr / ab, welches zu einem in der Mitte zwischen den vier Melkgefäfsen angebrachten Cylinder E' führt; letzteres ist nach unten geschlossen und trägt oben einen Kolben E, der mit dem Cylinder durch ein dehnbares Gummirohr verbunden ist; dieses Gummirohr mufs selbstverständlich so stark sein, dafs es den von dem Rohr D in den Melkapparat geleiteten Druck auszuhalten vermag.
Der Zweck dieser Anordnung ist, dafs gegen das Euter während des Melkens in derselben Weise ein Druck ausgeübt wird, wie dies der Kopf des Kolbens während des Säugens thut, und wird durch diesen Druck ein schnelleres Ausströmen der Milch aus den Zitzen erzielt, wenn auf letztere, wie nachstehend beschrieben, gewirkt wird.
Die Melkgefäfse sind vorzugsweise in etwas konischer Form construirt, so dafs sie den Zitzen besser angepafst sind, und die innere Wand des Gefäfses ist noch mit ringförmigen Rippen versehen, welche dazu dienen, dafs die Zitzen beim Melken fester erfafst werden.
In die Luftkammer b der Melkgefäfse drückt die Pumpe D stofsweise Luft hinein, wodurch die biegsame innere Wand des Gefäfses sofort gegen die Zitzen des Euters gedrückt wird; indem nun nach Aufhören des Druckes diese . Wand sich, wieder zurücklegt, automatisch ist die Thätigkeit des melkenden Mädchens nachgeahmt. Die aus den Zitzen herausgedrückte Milch wird in einem passend geformten, untergestellten Eimer aufgefangen.
Anstatt ein Doppelrohr aus biegsamem Material anzuwenden, können wir auch das feste Gehäuse c mit einem biegsamen Rohr α ausrüsten, wobei wir dann zur Bildung der Luftkammer die Enden des Rohres mit dem Gehäuse fest zusammenfügen.
Eine weitere Modification in der Construction des Melkgefäfses, um mittelst desselben die erforderlichem Druckpulsationen auszuüben, ist in Fig. 4,. im Querschnitt gezeigt.
Ih dieser Figur ist c das mit zwei nach innen konisch gestellten biegsamen Ansätzen cl cl (vorzugsweise aus Gummi hergestellt) versehene Melkgefäfs, in dem die Zitzen Aufnahme finden. Durch Einbringen der Zitze in dieses Gefafs wird um dieselbe herum ein luftdichter Raum geschaffen, in den durch das Rohr d Luft eingeführt wird.
Der Luftdruck wird bewirken, dafs sich die konisch gestellten Ansätze dicht an die Zitze anschliefsen, wodurch dieselbe zusammengeprefst und die Milch aus ihr herausgedrückt wird.
Fig. 5 stellt eine weitere Modification des Melkgefäfses dar. Die Druckpulsationen werden in dieser Construction durch den Kolben g erzeugt, dessen Kolbenstange den Kopf g1 trägt, der im Grundplan eine Segmentform hat, die sich gegen die Zitze anlegt. Der Kolben g arbeitet in einem Cylinder h, an dem ein Bügel sitzt, der den Theil kl von Segmentform, dem Theil g' ähnlich, in sich aufnimmt. Zwischen diese beiden Theile in Segmentform kommt die Zitze, die von diesen Theilen den erforderlichen aussetzenden, das Melken bewirkenden Druck empfängt.
Ein Rohr d führt von der Luftpumpe in das hintere Ende des Cylinders h; sobald die Pumpe nun arbeitet, drückt der Kopf gl des Kolbens g in Pulsationen gegen die Zitze ' an, wie bereits erklärt wurde.
Diese Ausführung der Melkgefäfse wird ebenso wie die Gefäfse B der Fig. ι und 2 in einem Tragrahmen angebracht.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. In einem Melkapparat die Combination einer die Zitze ganz oder theilweise umgebenden Luftkammer, wobei die Ausflufsöffnung der Zitze frei bleibt, mit den Einrichtungen, um in dieser Luftkammer einen abwechselnd verstärkten oder abgeschwächten Druck mittelst Luft oder anderer Flüssigkeit zu erzeugen, wodurch auf die Aufsenfläche der Zitze ein pulsirender Druck ausgeübt wird.
2. Der mit Bezug auf Fig. 5 dargestellte Apparat, um einen aussetzenden Druck oder eine melkende Wirkung auf die Zitzen auszuüben.
3. In Verbindung mit den erwähnten Luftkammern ein Kolben oder Druckkopf, der auf das Euter direct wirkt und der dadurch die Entleerung der Milch aus den Zitzen erleichtert. '
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT8535D Neuerungen an Melkmaschinen Active DE8535C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3101432A1 (de) * 1981-01-17 1982-09-02 Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck Mechanisch unterstuetztes fluidbett fuer backende bzw. schwerfluidisierbare schuettgueter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3101432A1 (de) * 1981-01-17 1982-09-02 Hölter, Heinz, Dipl.-Ing., 4390 Gladbeck Mechanisch unterstuetztes fluidbett fuer backende bzw. schwerfluidisierbare schuettgueter

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