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Elektro-Metallspritzpistole 1letallspritzpistolen, bei deren Betrieb
zwei stromführende Drähte fortwährend kurzgeschlossen werde», so daß die Drahtenden
schmelzen, das geschmolzene Metall durch Druckluft zerstäubt und in einem Strahl
auf die zu bespritzende Oberfläche von Werkstücken der verschiedensten Art geschleudert
wird. sind bekannt. Bei diesen Pistolen werden die zu verspritzenden Drähte mit
Hilfe einer in das Gehäuse eingebauten 1'reßluftturbine von Transportrollen vorgeschoben
und in gebogenen metallischen Führungsdüsen derart abgelenkt, daß die in einem Stromkreis
genügend hoher Stromstärke eingeschalteten Drähte miteinander in Berührung kommen
und in dem sich bildenden Kurzschlußlichtbogen schmelzen. Die Drähte müssen dabei
natürlich in dem Maße, in dem sie durch den Lichtbogen abschmelzen, störungsfrei
nach dem Kurzschlußpunkt vorgeschoben werden, um einen ununterbrochenen Betrieb
der Pistole zu ermöglichen. Die bekannten Pistolen entsprechen dieser Forderung
nicht finit ausreichender Sicherheit, insbesondere wenn Drähte mit größerem Durchmesser
(etwa 1,5 bis 3 mm) und aus härterem Werkstoff (z. 13. Stahl) verwendet werden.
Infolge des großen Reibungswiderstandes und unvermeidlicher Knickstellen in den
Drähten setzt dann häufig der Drahtvorschub aus. worauf die Drähte durch die gezahnteit
'hransportrollen abgeschabt werden und der Lichtbogen erlischt. Die Pistole kann
dann nur dadurch wieder in Betrieb gesetzt werden, daß die
Drähte
von außen nachgeschoben werden, wodurch eine unerwünschte Unterbrechung der Spritzarbeit
bedingt ist. Da die Enden der zu verspritzenden Drähte bei den bekannten Pistolen
durch gekrümmte Metalldüsen nach dem Kurzschlußpunkt hin gebogen und geführt werden
und diese Düsen auch die Aufgabe haben, den Drähten den Kurzschlußstrom von der
Stromduelle aus zuzuführen, ergeben sich bei diesen Pistolen auch häufig dadurch
empfindliche Störungen, daß die Führungskanäle der Düsen schon nach kurzer Betriebszeit
ausgeschliffen und nicht selten durchgeschliffen werden, insbesondere deshalb, weil
sich die Düsen infolge der hohen Strombelastung sehr stark erhitzen und ausglühen.
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Bei der Metallspritzpistole nach der Erfindung werden diese Nachteile
dadurch vermieden, daß die zu verspritzenden Metalldrähte beispielsweise parallel
zueinander durch ein Mehrfachrollengetriebe, vorzugsweise ein Doppelrollengetriebe,
vorgeschoben, anschließend in je einer Rollenbahn (Drahtbiegevorrichtung) gebogen
und schließlich durch geradlinige Führungsdüsen zu einem bestimmten Kurzschlußpunkt
hingelenkt werden.
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Der Aufbau der erfindungsgemäßen Spritzpistole sei an Hand der Fig.
1 bis 11 für einige Ausführungsbeispiele im einzelnen näher beschrieben.
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Fig. 1 und 2 zeigen je einen Mittelschnitt durch die Pistole; Fig.
3 stellt einen Schnitt C-C zu Fig. 2, Fig. .4 einen Schnitt D-D zu Fig. 1
und 2 dar; in den Fig.5 bis 12 sind abgewandelte Ausführungsformen veranschaulicht;
Fig. 13 und 14 zeigen eine Anordnung, die eine Verbesserung der Stromzuführung zur
Folge hat; Fig.15 zeigt schließlich beispielsweise das Schema einer Steuerungsanordnung
für den Betrieb der Pistole.
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In dem Gehäuse to mit aufklappbarem Deckel i t ist ein Doppelrollengetriebe
gelagert, das aus den Drahtvorschubwalzen 12, 13 und den im Deckel i t gelagerten
Vorschubrollen 14 und 15 besteht. An Stelle eines solchen Doppelrollengetriebes
könnte natürlich auch ein Rollengetriebe mit mehr als zwei Vorschubwalzen und Gegenrollen
verwendet werden. Die Vorschubwalzen 12, 13 werden mittels der auf ihren Achsen
sitzenden Schneckenräder 16 und 17 durch eine gemeinsame Schneckenwelle 18 angetrieben,
die ihrerseits, zweckmäßig elektromotorisch, etwa über eine biegsame Welle 19 in
Umdrehung versetzt werden kann.
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Auf den Walzen 12, 13 und den Gegenrollen 14 und 15 sitzen, durch
Hülsen und Scheiben aus z. B. Vulkanfiber u. dgl. isoliert, einerseits die Transportradkränze
2o und 21, andererseits die Zahnradkränze 22 und 23. Dabei greifen die Zahnradkränze
22 und 23 der unmittelbar angetriebenen Vorschubwalzen 12 und 13 bei geschlossenem
Gehäusedeckel in die Zahnradkränze der im Gehäusedeckel schwenkbar gelagerten Vorschubrollen
14 und 15 ein, wodurch auch diese Vorschubrollen in an sich bekannter Weise angetrieben
werden. Die zu verspritzenden Drähte 24 und 25 werden durch die vom Gehäuse z. B.
durch Vulkanfiberhiilsen und -Scheiben isolierten Tüllen 26 und 27 in das Gehäuse
eingeführt und laufen auf die Transportradkränze 20 und 21 der Vorschubwalzen 12
und 13 und der Vorschubrollen 14 und 15 auf. Zur Erzielung eines genügenden Anpressungsdruckes
werden diese mittels der Druckfedern 28 und 29 im Gehäusedeckel gegebenenfalls mit
einstellbarem Druck gegen die Drähte gepreßt.
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Nach Verlassen des Vorschubrollengetriebes werden die Drähte 24 und
25 durch geradlinige Führungshülsen 30, 31 geschoben und gelangen so in den Düsenkopf
32, innerhalb dessen sie in je einer Rollenhahn 33 und 34 gebogen und mit Hilfe
der geradlinigen Führungsdüsen 35 und 36 zu einem bestimmten Punkt K außerhall>
des Düsenkopfes hingelenkt werden, in dem sie sich zum Kurzschluß berühren. I)ie
Führungshülsen 30, 31
und Führungsdüsen 35, 36 können aus Metall oder eirein
anderen anorganischen Werkstoff, vorzugsweise einem solchen bestehen, der härter
als (las Metall der zu verspritzenden Prähte ist. In den Rollenbahnen 33 und 34
werden die Drähte zwischen Rollen 37, 38 und 39 geführt, von denen gegebenenfalls
mehrere oder alle mit besonderen Führungsrillen versehen sein können. Die Achsen
der Rollen 37 stehen zweckmäßig senkrecht zu den Achsen der Rollen 3<8 1n1(1
39.
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Die Rollenbahnen 33, 34 (Drahtbiegevorrichtungen) bilden mit ihren
geradlinigen Führungsdüsen 35 und 36 je eine konstruktive Einheit und sind auf den
konsolartigen Trägern 41 und 42, in die sich die Führungshülsen 30 und 31
fortsetzen, derart schwenkbar befestigt, daß der Abstand des Berührungspunktes K
der Drähte vom Mundstück der Pistole innerhalb bestimmter Grenzen eingestellt werden
kann.
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Die Stromzuführung (die einzustellende Stromstärke richtet sich nach
dem Durchmesser und dein Werkstoff der zu verspritzenden Drähte sowie nach der Geschwindigkeit
des Drahtvorschubes) zu der Pistole erfolgt mittels der gegen das Gehäuse durch
das Isolierstück 9o isolierten Schienen 43 und 44, die an die Führungshülsen
30 und 31 und damit auch an die mit ihnen gut leitend verbundenen Drahtbiegevorrichtungen
33 und 34 angeschlossen sind. Der Stromübergang auf die Drähte selbst wird daher
im wesentlichen durch die Biegerollen 37 und insbesondere durch die Kontaktrollen
38 und 39 vermittelt, die mit Hilfe der Blattfedern 4o gegen die Drähte gepreßt
werden. Der unerwünschte Stroiniibergang von den metallischen Führungsdüsen 35 und
36 und den Führungshülsen 30 und 31 auf die Drähte kann dadurch weitgehend
vermindert werden. Er kann im übrigen vollkommen dadurch vermieden werden, daß die
Führungsdüsen 82 aus einem keramischen Werkstoff, zweckmäßig einem solchen hoher
Hitzebeständigkeit, gefertigt werden und (laß die Führungshülsen 83 auf ihrer ganzen
Länge mit Hülsen 84 aus einem geeigneten Isolierstoff, z. 13. keramischem Werkstoff,
ausgekleidet sind, wie <lies in Fig. 5 angedeutet ist.
Uni ein
Ausschleifen der Führungsdüsen möglichst zu verhindern, empfiehlt es sich, diese
aus einem Werkstoff herzustellen, der neben hoher Hitzebeständigkeit auch eine hohe
Verschleißfestigkeit aufweist. Es kann auch zweckmäßig sein, daß die Führungsdüsen
nur zum "heil, vorzugsweise an ihrem Auslaufende 85. aus einem keramischen Werkstoff
bestehen, wie (lies beispielsweise Fig. 5 zeigt.
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L"in die Oberfläche der Drähte von etwa anhaftenden Schmutz- und Metallteilchen
zu befreien, k(innen z. 13. an den Einlaufenden der Führungshiilsen 30 und
31 stopfbuchsenartige Kammern 9i angeordnet sein, in denen z. 13. ölgetränkte
Filzplatten als Schmutzabstreifer untergebracht sind.
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Die mit den spannungsführenden Metalldrähten in Berührung kommenden
Metallteile der Drahteinführungen in (las Gehäuse, des Vorschubrollengetriebes,
der Drahtb egevorrichtungen usw. müsse» natürlich voni Gehäuse der Pistole durch
Isolierluchsen. -scheiten und -hiilsen I isoliert sein. Statt dessen kann aber auch
(las Gehäuse selbst aus Isolierstoa. z. 13. Bakelit od. dgl., bestehen. Wird (las
Gehäuse aus lsolierstoff hergestellt, so ist es zweckinä ßig, es zu panzern, z.
B. mit Metallbeschlägen und/oder mit Metallkanten zu versehen, uin seine Widerstandsfähigkeit
ini Gehrauch zu erhöhen. Natürlich müssen die Drahtrollen, von denen die zu verspritzenden
Drähte 24 und 25 abgespult werden, von Erde isoliert sein.
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Das im wesentlichen konische :Mundstück 46 des Düsenkopfes wird zweckmäßig
in an sich bekannter Weise mit einer iin wesentlichen konischen Einsatzhülse 47
aus Isolierstoff ausgekleidet, um eine Berührung der unter Spannung stehenden Drähte
finit dein metallischen Gehäuse zu vermeiden. Es ist vorteilhaft, für die Fertigung
dieser Hülse einen keramischen Isolierstoff hoher Hitzebeständigkeit zu wählen,
um den thermischen Beanspruchungen durch den hurzschlußlichtbogen Rechnung zu tragen.
Die isolierende Einsatzhülse kann auch in der Mitte durch eine isolierende Trennwand
65 unterteilt sein, um einen Kurzschluß der Drähte innerhalb des Düsenkopfes mit
Sicherheit zu verhindern (vgl. Fig. 6).
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Uni (las ini Berührungspunkt K (Kurzschlußpunkt) der Drähte schmelzende
Metall zu zerstäuben und auf die zu bespritzende Oberfläche eines Werkstückes zu
schleudern, wird der Pistole über einen Anschluß 48 Preßluft von möglichst mehr
als 2,5 atü Druck zugeführt, die durch einen Kanal 49 -zunächst in eine Luftkammer
5o geleitet wird, von wo aus sie durch zahlreiche Kanäle 51 in der Stirnwand 52
der Luftkammer 5o, gleichmäßig verteilt, in den Düsenkopf 32 einströmt, den sie,
im Mundstück 46. 47 entsprechend geführt, in einem Strahl von möglichst geringem
Spitzenwinkel verläßt, so (laß auch der Strahl der geschmolzenen, auf das \Verkstück
geschleuderten Metallteilchen einen Streukegel von nur geringem Spitzenwinkel bildet.
Besonders zweckmäßig ist es, den Preßluftstrom derart durch die Pistole zu führen,
daß die Preßluft innerhalb der Pistole angestaut wird. Es muß daher der Querschnitt
des Preßluftstromes heim Eintritt in die Pistole größer sein als dessen Querschnitt
heim Eintritt in die Luftkammer, dieser Querschnitt wieder größer sein als der Querschnitt
des Preßluftstromes bei seinem Eintritt in den Düsenkopf und schließlich dieser
Querschnitt wiederum größer sein als der Querschnitt des Preßluftstromes beim Verlassen
des Düsenkopfes.
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Der Preßluftstrom kann, wie dies Fig.6 zeigt, im Düsenkopf auch derart
geführt sein, daß dem Düsenkopf konzentrisch zu dem aus dessen Mitte austretenden
Preßluftstrahl ein zweiter Preßluftstrahl6i mit ringförmigem Querschnitt entströmt,
der den Streukegel des zentralen Preßluftstrahles zylindrisch begrenzt. Dieser zweite
Preßluftstrahl kann aus einem ringförmigen Spalt im Mundstück des Düsenkopfes gespeist
werden, der mit dem Hohlraum des Düsenkopfes in Verbindung steht. Der ringförmige
Spalt kann z. B. durch den Hohlraum zwischen dem Nlundstück des Düsenkopfes 62 und
der auf ihrer äußeren Mantelfläche mit z. B. drei Längsrippen 63 versehenen Einsatzhülse
64 gebildet werden (vgl. Fig. 6 und 7).
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Zur äußeren Führung des ringförmigen Preßluftstrahles 70 kann
schließlich auch ein auf die Stirnfläche des Düsenkopfes aufgesetzter Rohransatz
71 dienen, dem durch einen besonderen Anschluß 72 Preßluft zugeführt wird, die durch
die Kanäle 73 ausströmt (vgl. Fig. 8 und 9).
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Uni die ini Düsenkopf angeordneten Drahtbiegevorrichtungen 33 und
34 und Führungsdüsen 35 und 36 leicht zugänglich zu machen, ist der Düsenkopf 32
durch einen Bajonettverschluß 53, 54, 55 finit der Stirnwand 59 des Gehäuses io
verbunden. Die axiale Länge des Düsenkopfes 32 kann in bekannter Weise durch eine
Schraubverbindung seiner zylindrischen Wandungsteile 56 und 57 mit Feststellmutter
58 innerhalb bestimmter Grenzen verkürzt oder verlängert werden, was bei Veränderung
der Lage des einstellbaren Kurzschlußpunktes K der Drähte erforderlich ist.
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Zum Bespritzen schwer zugänglicher Oberflächenteile empfiehlt es sich,
die Düsenkopflänge erheblich größer als den Düsenkopfdurchmesser zu bemessen, um
beim Bespritzen nicht durch das Pistolengehäuse behindert zu sein, dessen Querschnittabmessungen
nicht unter ein bestimmtes Mindestmaß gebracht werden können. In diesem Fall muß
natürlich dafür Sorge getragen werden, daß die Drähte 24 und 25 vom Vorschubrollengetriebe
ab bis zum Eintritt in die Drahtbiegevorrichtungen 33 und 34 gut geführt sind, um
ihrAusknicken zu vermeiden. Es kann dies durch die Verwendung entsprechend verlängerter
Durchführungshülsen 8o und 81 (vgl. Fig. io) oder auch durch Anordnung von besonderen
Führungsrollen ähnlich den Führungsrollen 37 und 38 der Drahtbiegevorrichtungen
33, 34 leicht erreicht werden.
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Zur Abschirmung der von dem Kurzschlußlichtlogen ausgehenden ultravioletten
Strahlung und zum Schutz gegen etwa fortgeschleuderte glühende Metallteilchen wird
zweckmäßig ein auf die Stirnfläche des Düsenkopfes aufgesetzter rohrförmiger
Ansatz
verwendet, um das Arbeiten mit der Pistole ohne besonderen Schutz des Körpers (Brille,
Handschuhe) zu ermöglichen. Der zur Führung des ringförmigen Preßluftstrahles 7o
dienende Rohransatz 71 kann natürlich gleichzeitig auch diesem Zweck angepaßt werden.
Im übrigen genügt ein einfacher, z. B. zylindrischer Rohransatz, der den Kurzschlußpunkt
umschließt und der aus Metall oder einem anderen hitzebeständigen, gegebenenfalls
durchsichtigen, jedoch quarzfreien Werkstoff bestehen kann.
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Bei den bisher beschriebenen Ausführungsformen der Pistole werden
die zu verspritzenden Drähte parallel zueinander vorgeschoben und in Drahtbiegevorrichtungen
nach dem Kurzschlußpunkt hin gebogen. Nach einer abgewandelten Ausführungsform der
Pistole, die in Fig. i i schematisch dargestellt ist, können die Drähte auch im
spitzen Winkel zueinander durch je ein Mehrfachrollengetriebe, vorzugsweise je ein
Doppelrollengetriebe, vorgeschoben werden, deren im stumpfen Winkel zueinander angeordnete
Vorschubwalzen ioi, 102 mittels Schneckenräder 103, 104 durch je eine Schneckenwelle
105, io6 über je eine gegebenenfalls biegsame Welle 107, io8 zweckmäßig
elektrisch angetrieben werden. Bei Verwendung dieser Anordnung des Drahtvorschubes
sind die Drahtbiegevorrichtungen in der Regel entbehrlich, nämlich dann, wenn die
beiden Drähte geradlinig in Richtung auf den Kurzschlußpunkt vorgeschoben werden
können. An Stelle der Drahtbiegevorrichtungen können in diesem Falle ähnlich wie
die Drahtbiegevorrichtungen gestaltete Rollenbahnen io9, i io verwendet werden,
die im wesentlichen der Stromzuleitung zu den Drähten dienen.
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Die im stumpfen Winkel zueinander angeordneten Vorschubwalzen ioi,
102 können auch durch Kardangelenke 111, 112 miteinander gekuppelt sein, wie dies
in Fig. i i angedeutet ist. In diesem Fall ist natürlich nur eine der beiden Schneckenwellen
erforderlich.
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In Fig. 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Pistole nach der
Erfindung dargestellt, bei dem wiederum die bei 24 und 25 angedeuteten Drähte in
einem spitzen Winkel zueinander und auf geradem Wege zum Kurzschlußpunkt K vorgeschoben
werden können, so daß die zu verspritzenden Drähte nicht abgebogen werden müssen
und die sonst beim Abbiegen der Metalldrähte auftretenden Schwierigkeiten vermieden
sind. Die Fortbewegung der Drähte 24 und 25 erfolgt mittels eines doppelten Vorschubgetriebes,
dessen elektroniotorisch angetriebene Welle toi Tiber Zahnräder bzw. Zahnräderpaare
die Vorschubwalzen bewegt.
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Der Innenraum der Elektro-Metallspritzpistole nach Fig. 12 ist derart
unterteilt, daß man den zum Verspritzen des geschmolzenen Metalls erforderlichen
Luftstrom nur längs einem der Drähte 24 durch die eine Hälfte der Pistole leiten
kann. Der Luftstrom tritt bei 2o2 in den Innenraum der Pistole ein und wird dort
längs des Drahtes 24, zweckmäßig konzentrisch zu ihm, geleitet. Der Vorschubmechanismus
der durch die isolierten Tüllen 26 und 27 dein Gehäuse zugeführten Drähte ist der
gleiche, jedoch wird der Draht 25, der als Gegenpol zum Kurzschluß bei K an den
Draht 24 herangeführt wird, nicht unter Preßluft gehalten. Letzteres ist auch nicht
erforderlich, da der Schnittpunkt zwischen den beiden Drähten notwendigerweise auch
in der Achse des luftumspülten Drahtes liegt und so die abschmelzenden Teile leider
Metalldrähte von dein einen Luftstrom erfaßt und auf das Werkstück geschleudert
werden.
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Es empfiehlt sich naturgemäß, die Pistole nach Fig. 12 derart auszubilden
und zu benutzen, daß in der Gebrauchslage, entsprechend der Darstellung in Fig.
12, der Teil mit (lern luftuinspiilten Draht 24 unterhalb des anderen Teiles mit
dem Draht 25 liegt.
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Die Ausführungsform nach Fig. 12 gestattet es, einen kleinen Streukegel
des verspritzten Materials einzuhalten. Bei Metallspritzpistolen, bei denen zwei
Drähte schräg durch das 1)iisensysteni laufen, ist dies nicht ohne weiteres der
Fall, da bei ihnen erhebliche Luftwirbel entstehen und eine Bündelung des Streukegels
erst durch besondere, oben angegebene Maßnahmen erzwungen werden kann.
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In manchen Fällen wird sich eine Stromzuführung zu den Drähten 24,
25 über Rollen 38, 39 (Fig. 2) im Dauerbetriel»iicht bewähren, weil dabei an jeder
Rolle nur eine punktförmige Berührung mit dem Metalldraht auftritt und dadurch bei
Strömen zwischen 200 und 3oo A außerordentliche Stromdichten auftreten, die zu thermischen
Überbeanspruchungen und Verschtnorungen der Kontaktrollen führen.
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Um diesem Übelstande abzuhelfen, erfolgt der Stromübergang zu den
Drähten über eine Anordnung, die nach Art einer Gliederkette von Raupenschleppern
ausgebildet ist. Fig. 13 läßt erkennen, wie die Kettenglieder 301 etwa ausgebildet
und durch das gezahnte Rad 302 angetrieben werden können. In Fig. 14 ist
die ganze Kontaktgabevorrichtung mit den Gliederketten 401 und deren Antriebsrädern
4o2 schematisch dargestellt.
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Zweckmäßig wird bei einer derartigen Anordnung durch eine der Drahtform
angepaßte Aussparung der einzelnen Kettenglieder ein Flächenkontakt erzielt. Die
Gliederkette wird entweder durch den vorgeschobenen Draht mitgenommen oder von der
Antriebswelle der Drahtvorschubeinrichtung mit angetrieben, und zwar niit einer
Geschwindigkeit, die jeweils dem Drahtvorschub entspricht. In beiden Fällen findet
keine Relativbewegung zwischen Kettenglied und Metalldraht statt, genau wie eine
solche bei der Antriebsraupe eines Schleppers zwischen Kette und Erdboden nicht
stattfindet. Auf dieseWeise wird beimGegenstand der Erfindung neben der Erzielung
eines guten Kontaktes der Verschleiß dieses wichtigen Bauteiles außerordentlich
gering gehalten.
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Für den Betrieb der Pistole ist es zur Verbinderung von Störungen,
mierläßlich, daß die zu verspritzenden Drähte nur bei ausströmendem Preßluftstrahl
und vorteilhafter-weise nur bei eingeschaltetem Vorschubrollengetriebe unter Spannung
gesetzt und kurzgeschlossen werden können.
| Uni <lies zu gewülii-leisten, empfiehlt es sich, den |
| Schalter für den Anschluß der Stromquelle derart |
| zu verriegeln. (laß er erst nach Einschaltung des |
| Preßluftstrahles und gegebenenfalls des Vorschub- |
| rollengetriebes eingeschaltet werden kann. Es muß |
| ferner dafür gesorgt -%verden, daß der Schalter |
| selbsttätig auslöst, sobald der Preßluftstrom und ge- |
| gebenenfalls auch der Drahtvorschub unterbrochen |
| werden. Eine geeignete Steuerungsanordnung hier- |
| zu -zeigt z. B. (las Schema nach der Fig. 15. In |
| der zur Pistole I' führenden Preßluftleitung
L ist |
| <las Ventil l' eingebaut. Bei geöffnetem Ventil, d. h. |
| bei ausströmendem Preßluftstrahl, ist der Kon- |
| takt K i geschlossen, und es kann auch der Kon- |
| takt K., @v;ihrend des Niederdrückens eines Druck- |
| knopfes geschlossen werden. Bei geschlossenem |
| Ventil sind dagegen die Kontakte K, und K_ ge- |
| üttiiet, w@ihren(1 der Kontakt K., nicht zugänglich |
| bzw. verriegelt ist. |
| Der litirzscliltil,9stronilkreis der Pistole wird |
| durch (las Schaltschutz S1 nach Schließung des |
| Kontaktes K., geschlossen. Die Spule.Sp des Schalt- |
| schützes -zieht aber bei Schließung dieses Kontaktes |
| erst an. wenn nach Einlegen des Schalters .S, der |
| Motor J/ für den Drahtvorschub der Pistole ein- |
| geschaltet und damit gleichzeitig der Spulenstrom- |
| kreis über (las Schaltmesser 1 des SchaltersSz (und |
| (leii Kontakt Ki) geschlossen ist. Nach Anziehen |
| des Schlitzes ist der Spulenstromkreis über den |
| Kontakt Ki. (las Schaltmesser I und den Halte- |
| kontakt Il des Schalters S, geschlossen. Beim |
| Schließen des Preßluftventils G' oder beim Abschal- |
| ten des Klotors JI für den Drahtvorschub öffnet |
| sich der Spulenstroinkreis bei Kontakt K, bzw. |
| Schaltmesser I, wodurch der Kurzschlußstromkreis |
| der Pistole durch den Schalter .Si selbsttätig unter- |
| brochen wird. |