DE849385C - Verfahren und Vorrichtung zum Vortreiben einer Strecke bzw. zum Abteufen eines Schachtes unter gleichzeitiger Einbringung eines Ausbaues - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Vortreiben einer Strecke bzw. zum Abteufen eines Schachtes unter gleichzeitiger Einbringung eines AusbauesInfo
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- DE849385C DE849385C DEG3089A DEG0003089A DE849385C DE 849385 C DE849385 C DE 849385C DE G3089 A DEG3089 A DE G3089A DE G0003089 A DEG0003089 A DE G0003089A DE 849385 C DE849385 C DE 849385C
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D19/00—Provisional protective covers for working space
- E21D19/04—Provisional protective covers for working space for use in drifting galleries
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D9/00—Tunnels or galleries, with or without linings; Methods or apparatus for making thereof; Layout of tunnels or galleries
- E21D9/06—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining
- E21D9/0607—Making by using a driving shield, i.e. advanced by pushing means bearing against the already placed lining the shield being provided with devices for lining the tunnel, e.g. shuttering
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Vortreiben einer Strecke bzw. zum Abteufen eines Schachtes unter gleichzeitiger Einbringung eines Ausbaues Beim Vortreilxii einer Strecke bzw. beim Al)-teufen eines Schachtes in nicht standfestem Gebirge können leicht Schwierigkeiten dadurch entstehen, dal die Geliirgsscliichten vorzeitig in Bewegung geraten. Es wird daher gewöhnlich zunächst ein vorläufiger Ausbau eingebracht, der dann durch einen jede Auslaufgefahr beseitigenden endgültigen Ausbau ersetzt wird. Am zweckmäßigsten ist für dien en.dgiiltigen Aushau Beton.
- Es ist auch schon vorgeschlagen worden, beim Abteufen eines Sehachtes in Schwimmsand eineu Schneidschuh in das Gebirge einzupressen, der eine Verschalung für den einzubringenden Ausbau trägt. In der Nähe des Schncidschuhes wird hinfiter diese Verschalung flüssiger Beton eingepreßt, der einerseits den Schneidschuh vorbewegen soll und der andererseits im verfestigten Zustand den endgültigen Ausbau bildet. Durch ein Becherwerk od. dgl. sollten die Gebirgsmassen von der Schachtsohle gehoben werden. Es muß bezweifelt werden, ob auf diese Weise einmal der Schneideschuh m,it hinreichendem Druck vorgepreßt werden kann, zumal er durch die angehängte Verschalung stark abgebremst wird. Andererseits wird der Beton lediglich durch den Druck im allgemeinen nicht hinreichend verdichtet werden, um die Belastung durch den ihn umgebenden Schwimmsand aufnehmen zu können.
- Zur Vermeidung der vorerwähnten Nachteile wird gemäß der Eifindung beim Vortreiben einer Strecke bzw. auch beim Abteufen eines Schachtes ebenfalls ein Schneidschuh durch den in flüssigem Zustand eingebrachten Ausbau vorgepreß.t. Der Schneidschuh wird jedoch zusätzlich zur Erleichterung seines Vorschubs und zur Verdichtung des Betons durch Rüttler beeinfluBt. Sind mehrere Rüttler über den Umfang einer in der genannten Weise herzustellenden Strecke verteilt angeordnet, so kann die Vortriebsrichtung dadurch geändert werden, daß ein oder mehrere Rüttler an der Krümmungsinnensseite stillgesetzt werden, während die Rüttler an der Krümmungsaußenseite weiterarbeiten..
- Weitere Einzelheiten der Erfindung sollen an Hand eines in der Zeichnung dergesteldten Aus, führungsbeispiels näher erläutert werden. Es zeigt Fig. i einen Längsschnitt durch eine Strecke, die in der geschilderten Weise vorgetrieben, wird, Fig. 2 einen Querschnitt etwa nach der Linie 2-2 der Fig. i.
- Der Vortrieb der Strecke soll unter Anwendung eines Schneidschuhes io erfolgen. Dieser ist mit seinem hinteren Teil gleitend geführt in einem zylindrischen Körper i i, der rückwärts durch den ringförmigen Boden 12 begrenzt wird. Der Boden 12 ist rückseitig mit einem Stahlblechmantel 13 verbunden, dessen äußerer Durchmesser dem end.-gültigen freien Querschnitt entspricht. Die Schmeidikan.te ioa des Schneidschuhes io ist etwas nach außen gezogen, so daß dier Schmeidschuh. io und in gleicher Weise auch der daran anschließende zylindrische Hohlkörper i i keine unnötige Reibung an dem nicht ausgebauten S,treckenquerschniitt 14 finden. Der an dieser Stelle verbleibende Spalt zwischen dem Streckenquerschnitt und den Teilen io und i i wird jedoch zweckmäßig durch eine Schürze 15 aus Gummi, Leder od. dgl. überdeckt. Der Ausbauraum 16 ist daher allseitig abgeschlossen, wenn davon ausgegangen wird, daß der früher hergestellte und bereits verfestigte Ausbau 17 einen Abschluß nach hinten bildet.
- An den Ausbau-ran,m 16 ist eine Druckleitung 18 angeschlossen, durch welche unter einem mehr oder miinder hohen Druck Beton in den Raum 16 eingepreßt werden kann. Dieser unter Druck zugeführte Beton wirkt gleichzeitig als hydraulisches Druckmittel auf die Ringfläche 12. Der Schneidschuh io wird daher mit einem Gesamtdruck, der sich errechnet aus der Fläche des Ringes 12 und dem Druck, mit welchem der Beton eingepreßt wird, gegen das Gebirge gedrückt. Durch Regelung des Druckes der Betonbrühe kann die Vortriebsgeschwindigkeit, die natürlich von der Nachgiebigkeit des Gebirges abhängig ist, geregelt werden.
- Sollte ein hydraulischer Druck solcher Höhe notwendig sein., daß seine Erzeugung Schwierigkeiten bereitet, oder der mit sonstigen unangenehmen Begleiterscheinungen verknüpft ist, so können zusätzlich ein oder mehrere Rüttler i9 vorgesehen sein. Diese Rüttler i9, die z. B. über eine Feder 2o auf den Ringboden 12 wirken, erleichtern nicht nur das Vordringen des Schneidschuhes io, sondern bewirken in bekannter Weise eine Verdichtung des in den Ausbauraum 16 eingepreßten Betons. Es empfiehlt sich, über dien Umfang des Schneid-Schuhes io verteilt mehrere Rüttler i9 anzuordnen. Dabei wird vorteilhaft der Schneidschuh io in entsprechend viele sektorförrnige Teile unterteilt. Dadurch, daß die Rüttler ig nur auf einer Seite in Tätigkeit gesetzt werden, kann eine Verschwenkung beim Streckenvortrieb erreicht werden.
- Der zvlind'rische Hohlkörper i i, in welchem der Schmeidschuh io bzw. die einzelnen Segmente desselben gleitend geführt sind, ist vom Innern der Strecke aus durch eine oder mehrere verschließbare Offnungen 21 zugänglich. Die Wartung der Rüttler i9 bereitet daher keine Schwierigkeiten. Ferner können auf diese «eise gegebenenfalls Holzstücke oder sonstige Teile in den auszubauenden Raum 16 eingebracht werden, an denen später z. B. Rohrleitungen od. dgl, aufgehängt werden sollen. Der Abtransport dies Haufwerkes kann. durch einen an der Sohle angeordneten Förderer 22 bewirkt werden, der mit der zyliindrischen Verschalung 13 verbunden ist, also ebenfalls selbsttätig vorgezogen wird.. Ein Teil des Haufwerkes 23 wirrt seich selbständig auf den Förderer 22 schieben, der Resrt kann von Hand eingekratzt werden, wobei die seitlich und geneigt angeordneten Bleche 24 das Einkratzen von Hand erleichtern.. Darüber hinaus kann auch das Kopfstück dies Förderers irgendwelche schwingenden Bewegungen vollführen, durch diie die Aufnahme erleichtert wird.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zum Vortreiben einer Strecke bzw. zumAbteufen eines Schachtes unter gleichzeitiger Einbringung eines Ausbaues, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schneidschuh, der in bekannter Weise durch den Druck des in flüssigem Zustand eingebrachten Betons zur Herstellung des Ausbaues vorgepreßt wird., zusätzlich zur Erleichterung seines Vorschubes und zur Verdichtung des Betons durch Rütd4er beeinflußt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erreichung eines ku-rven#-förmnigen Streckenvortriebes eine zusätzliche Rüttelung nur an der Krümmu-n.gsaußenseite bewirkt wird.
- 3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahr rens nach Anisspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidschuh (io) an seinem; hinteren Ende eine Verschalung (13) trägt, die an ihrem dem Schneidschuh benachbarten Ende einen Rohranschluß (18) zum Einpressen dies flüssigen Betons in den durch die Verschalung frei gehaltenen Ausbauraum (16) trägt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch giekenrnzeic'hnet, daß über den Streckenumfang verteilt mehrere unabhängig voneinander am treibbare Rüttelvorrichtungen (i9) angeordnet sind.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rüttelvorrichtungen (i9) im Innern des Schneidschuhes bzw. eines daran anschließenden Ringraumes (i i) angerdnet sind, der durch einten ringförmigen Boden (12) gegenüber dem verschalten Ausbauraum (16) begrenzt ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der verschaIte Ausbauraum (16) durch eine schmiegsame Schürze (15) abgeddichtet ist, welche an. dem Schneidschuh (to) befestigt ist und sich gegen das Gebirge legt.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidtschuh (io) und/ oder die daran anschließende Verschalung (13) an der Streckensohle einen Förderer (22) zum Abtransport dies Haufwerkes (23) tragen. B. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daB der Schneidschuh (io) und/ oder der daran anschfießende Ringraum (i i) sektorförmig unterteilt und jeder dieser ringsektorförmigen Räume mit einer verschließbaren Zugangsöffrmtng (21) versehen ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 489 271.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG3089A DE849385C (de) | 1950-07-18 | 1950-07-18 | Verfahren und Vorrichtung zum Vortreiben einer Strecke bzw. zum Abteufen eines Schachtes unter gleichzeitiger Einbringung eines Ausbaues |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG3089A DE849385C (de) | 1950-07-18 | 1950-07-18 | Verfahren und Vorrichtung zum Vortreiben einer Strecke bzw. zum Abteufen eines Schachtes unter gleichzeitiger Einbringung eines Ausbaues |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE849385C true DE849385C (de) | 1952-09-15 |
Family
ID=7116997
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG3089A Expired DE849385C (de) | 1950-07-18 | 1950-07-18 | Verfahren und Vorrichtung zum Vortreiben einer Strecke bzw. zum Abteufen eines Schachtes unter gleichzeitiger Einbringung eines Ausbaues |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE849385C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE489271C (de) * | 1928-01-18 | 1930-01-21 | Alexander Vogt Dipl Ing | Verfahren und Vorrichtung zum Abteufen und Auskleiden von runden Betonschaechten |
-
1950
- 1950-07-18 DE DEG3089A patent/DE849385C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE489271C (de) * | 1928-01-18 | 1930-01-21 | Alexander Vogt Dipl Ing | Verfahren und Vorrichtung zum Abteufen und Auskleiden von runden Betonschaechten |
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