DE84689C - - Google Patents

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DE84689C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B93/00Stitches; Stitch seams

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Details Of Garments (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Dreifaden-Ziernaht.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Naht, die sowohl als Ziernaht als auch zum Einsäumen von Stoffen dienen soll und dadurch gekennzeichnet ist, dafs die Fäden so mit einander verschlungen und durch den Stoff hindurchgeführt sind, dafs die Naht nicht ausfasert und durch Ziehen der Fäden nicht leicht aufgetrennt werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Naht dargestellt.
Fig. ι zeigt die Naht von der oberen Seite und
Fig. 2 von der unteren Seite.
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach Linie x-x der Fig. 1, und
Fig. 4 ist ein Längschnitt nach der lAniejr-y der Fig. 1.
Fig. 5 ist eine perspectivische Ansicht der Naht als Einsäumung für Knopflöcher und dergleichen.
Fig. 6 und 7 zeigen zwei Formen von gezackten Ziernähten, die übrigens in vielerlei Formen hergestellt werden können.
Die neue Naht besteht aus drei Fäden 1, 2 und 3, welche zum Theil auf dem Stoff aufliegen und zum Theil durch denselben hindurchgehen. Der obere Faden 1 wird von einer Nadel geführt; der untere Faden 2 ist ein Schiffchenfaden und der Faden 3 ist der Hauptzierfaden der Naht und wird von einer zweiten Nadel geführt. Der Faden 3 wird an der einen Seite der Naht durch den Stoff geführt und ist dann auf beiden Seiten des Stoffes, der oberen und der unteren, quer nach der gegenüberliegenden Seite der Naht schleifenförmig hingezogen, was mit Hülfe von Greifervorrichtungeii beliebiger Construction geschieht, die hier nicht weiter beschrieben zu werden brauchen. An dieser Seite der Naht sind die Fäden 1 und 2, nachdem sie bezw. durch die oberen und unteren Schleifen des Hauptfadens hindurchgegangen sind, doppelsteppstichartig mit einander verkettet.
Angenommen, der Faden 3 sei durch seine Nadel bei 5 durch den Stoff 4 geführt, so fangen jetzt die Greifervorrichtungen diesen Faden und schlingen ihn quer oberhalb und unterhalb des Stoffes 4 nach der entgegengesetzten Seite der Naht. Die Nadel mit dem Oberfaden 1 führt nun diesen Faden entweder durch den Stoff hindurch oder an dessen Kante vorbei, aber innerhalb der bogenförmigen Theile 6, 6 der beiden, oberen und unteren, Schlingen des Fadens 3. Alsdann wird der Schiffchenfaden 2 durch die Schlinge des Oberfadens 1 unterhalb des Stoffes 4 hindurchgeführt, und bei dein nächsten Aufwärtsgange der den Oberfaden 1 führenden Nadel und bei gehöriger Spannung der Fäden 1 und 2 werden diese beiden Fäden durch die Schlingen des Hauptzierfadens 3 hindurch fest mit einander verkettet.
Auf einander folgende, in dieser Weise gemachte Stiche liefern eine Naht, die den Fäden 1, 2 entlang, nahe den Bogentheilen 6 der Schlinge des Hauptfadens 3, sowohl auf der oberen wie auf der unteren Seite des Stoffes 4 eine Kante zeigt, die wie gestickt erscheint, und die fertige Naht hat auf beiden Seiten des Stoffes wesentlich dasselbe Aussehen, wie auch aus Fig. 1 und 2 der Zeichnung hervorgeht.
Die wie gestickt aussehende Kante der Naht kann in beliebiger Entfernung von dem Rande des Stoffes 4 liegen, wie die Fig. 1 bis 4 zeigen, oder sie kann aufserhalb des Stoffrandes liegen und eine Einfassung desselben bilden, wie bei Säumen, Knopflöchern und dergl. (Fig. 5).
Indem man eine oder beide der die Fäden 1 und . 3 führenden Nadeln verstellbar macht, derart, dafs die Länge der seitlichen Schleifen des Fadens 3 verändert werden kann, können zackenförmige Nähte von verschiedenen Formen auf dem Stoffe aufgeführt werden, wie dies die Fig. 6 und 7 veranschaulichen.
Die beschriebene Naht unterscheidet sich von anderen ähnlichen Nähten dadurch, dafs die beiden Fäden 1 und 2 durch die oberen und unteren Querschleifen des Hauptfadens 3 hindurchgehen und so mit einander verkettet sind, wie der Nadel- und der Schiffchenfaden einer gewöhnlichen Doppelsteppstich - Nähmaschine, wobei die Querschlinge des Fadens 3 durch die Steppstiche der Fäden 1 und 2 festgehalten werden und so die Naht am Ausfasern oder Auftrennen durch Ziehen an den Fäden verhindert wird.

Claims (1)

  1. . Patent-Anspruch:
    Eine Dreifaden-Ziernaht, dadurch gekennzeichnet, dafs zwei Fäden derselben Doppelsteppstich bilden, während der dritte Faden durch den Stoff hindurchgeführt und oberhalb sowie unterhalb desselben in Schleifen gelegt ist, deren freie Bögen durch die Fäden der Doppelsteppstich-Naht eingebunden sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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