DE84277C - - Google Patents

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DE84277C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C3/00Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders
    • G01C3/10Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument
    • G01C3/18Measuring distances in line of sight; Optical rangefinders using a parallactic triangle with variable angles and a base of fixed length in the observation station, e.g. in the instrument with one observation point at each end of the base

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
CESARE PAVESE in FLORENZ. Entfernungsmesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1895 ab.
Der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Entfernungsmesser besteht aus einem zusammengesetzten Prisma, welches in einem Gehäuse eingeschlossen ist, auf dessen Boden ein kleiner Azimuth-Kompafs befestigt ist.
Das Prisma zeigt im Grundrifs ein symmetrisches Fünfeck. Vier Seiten des Prismas sind polirt, nämlich die beiden an einander stofsenden Seiten TR und TS, die als Spiegel dienen, und die beiden kleinen Seiten R η und Sm, durch welche visirt wird. Diese letzteren sind zur Hälfte mit kleinen divergirenden Prismen am,bn bedeckt, welche dazu dienen, in gewissem' Grade die Richtung der einfallenden oder austretenden Strahlen zu ändern.
Das Prisma giebt einen rechten Winkel an, wenn man den unbedeckten Theil der Visirseite benutzt, d. h. wenn man in diesen Theil des Prismas hineinsieht, erblickt man das Bild des Objectes im rechten Winkel zu der Richtung, in welcher sich das Object thatsächlich befindet. Wenn z. B. ein von A kommender Strahl (Fig. 3) auf der Fläche R b in das Prisma eintritt, wird er durch die Seiten R T und TS reflectirt und tritt in der Richtung d O aus. Das an dem Punkt O befindliche Auge des Beobachters wird daher das Bild des Punktes A in der Richtung O A1 sehen, welche senkrecht zur Einfallrichtung A B steht. Wenn man dagegen durch eins der aufgelegten Prismen visirt, d. h. wenn der Strahl durch die Flächen b η bezw. a m ein- bezw. austritt, so wird die Sehrichtung des Bildes mit der Richtung des einfallenden Strahles Winkel bilden, deren Tangenten 20, 50, 100 u. s. f. betragen.
Das Prisma kann zwei, ja selbst vier aufgesetzte Zerstreuungsprismen haben, und die von ihnen bedeckte Fläche kann dabei stets dieselbe bleiben, denn wenn vier aufgesetzte Prismen vorhanden sind, ist ihre Fläche je um die Hälfte verringert. Die Abmessungen des Prismas können verschieden sein, doch sind die in Fig. 1 dargestellten die zweckmäßigsten bei einer Dicke λ'οη ο,5 cm.
Das Gehäuse umschliefst das ganze Prisma mit Ausnahme der Flächen 5 m und R η und besteht aus einer oberen Platte F (Fig. 2) und einer unteren Platte E von gleicher Form, sowie zwei Seitenplatten, von denen die vordere G in einem Winkel gebogen ist und die reflectirenden Seiten des Prismas bedeckt, während die hintere H (Fig. 4) gerade ist und zur Verbindung der übrigen Theile dient.
An den beiden Seitenplatten ist drehbar ein Ring I befestigt, mittelst dessen das Instrument gehalten wird.
Die obere Platte ist mit der vorderen Seitenplatte verlöthet und trägt zwei drehbare Diaphragmen L L\ welche dazu dienen, die Hälfte der beiden kleinen Flächen S m, Rn des Prismas zu verdecken, wenn man die andere Hälfte benutzt. Die Verbindung der oberen Platte mit der vorderen Seitenplatte ist nur an beiden Enden bewirkt, indem in der Mitte ein Schlitz gelassen wird, welcher dem hohlen Raum über dem Prisma entspricht, der zum Visiren dient. Ein ähnlicher Spalt ist an der unteren Platte angebracht, auf welcher das
Prisma aufgeleimt ist, um eine feste Lage in dem Gehäuse zu haben.
Infolge dieser Anordnung kann man das Instrument benutzen, gleichgültig, ob das anzuvisirende Object sich auf der rechten oder linken Seite befindet, oder ob die Platte F sich oben oder unten befindet. Auf diesen Platten sind Pfeile angebracht, welche die verschiedenen zusammenwirkenden Flächen des Prismas angeben. Um einen rechten Winkel zu erhalten, entblöfst man die von dem Pfeil R angegebenen Theile, ebenso die von den anderen Pfeilen mit den Bezeichnungen 20, 50, 100 u. s. f. angegebenen Theile, um die Winkel zu erhalten, deren Tangenten 20, 50, 100 u. s. f. betragen.
Die Handhabung geschieht auf folgende Weise:
Man steckt das Instrument mittelst des Ringes auf den Zeigefinger einer Hand, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Beim Hineinschauen in das Prisma erblickt man mehrere Bilder, von denen jedoch nur eins achromatisch ist, und welches erscheint, wenn man in Richtung der Schraube blickt, die den Ring mit der vorderen Seitenwand verbindet. Dieses Bild bleibt fest, selbst wenn man das Instrument in seiner Ebene dreht, und wird zur Bestimmung der Entfernung benutzt.
Angenommen, man wolle von dem Punkte A (Fig. 5) die Entfernung bis zum Punkte C messen. Der Messende hält dann das Instrument mit seiner oberen Ebene in der Richtung des Punktes C, dreht eine der Seiten gegen den Punkt und sucht dessen Bild in dem Prisma, indem er durch den Theil visirt, der den rechten Winkel ergiebt, d. h. indem die aufgesetzten Zerstreuungsprismen durch die Diaphragmen verdeckt werden. Darauf sucht er, ohne dieses Bild aus dem Gesicht zu verlieren, durch den kleinen Spalt über dem Prisma das Terrain oder die Gegenstände zu erblicken, welche vor ihm in der Richtung liegen, in der das Bild von C erscheint. In dieser Richtung, oder besser nahe dabei, sucht er alsdann einen Punkt D und verschiebt das Bild von C, so dafs es mit dem Punkt D zusammenfällt, indem er entsprechend vor- oder rückwärts geht, wenn das Bild seitlich verschoben werden mufs, und indem er das Instrument nach Bedarf neigt.
Wenn das Bild von C mit dem Punkt D zusammengefallen ist, zieht er eine Querlinie von der" Spitze der Füfse aus und dreht eins der Diaphragmen, um das betreffende Zerstreuungsprisma zu öffnen. Darauf schreitet der Messende auf der Verlängerung der Linie D A rückwärts, bis beim Visiren durch den anderen Theil des Prismas die beiden Bilder von neuem zusammenfallen. Hier macht er an der Spitze der Füfse wieder ein Zeichen und mifst die Entfernung A B zwischen den beiden Zeichen in Centimetern ab. Diese Zahl giebt in Metern die gesuchte Entfernung an, wenn das Zerstreuungsprisma, welches bei der zweiten Beobachtung benutzt wurde, mit 100 bezeichnet war, ist es mit 50 bezeichnet, so giebt die Hälfte der Zahl die Entfernung in Metern an u. s. w.

Claims (1)

  1. Pa te nt-Ansprüche:
    Ein Entfernungsmesser, bestehend aus einem fünfseitigen, symmetrischen Prisma, dessen Visirfiächen mit kleinen aufgesetzten Zerstreuungsprismen versehen sind, um aufser dem rechten Winkel auch Winkel von bestimmten Tangenten messen zu können.
    Ein Entfernungsmesser der zu 1. gekennzeichneten Art, an dessen Gehäuse drehbare Diaphragmen angebracht sind, um die Zerstreuungsprismen nach Bedarf verdecken zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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