DE836367C - Gewelltes Metallband, insbesondere zur Herstellung eines Rohrleiters fuer einen Fernmeldekreis - Google Patents
Gewelltes Metallband, insbesondere zur Herstellung eines Rohrleiters fuer einen FernmeldekreisInfo
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Description
(WlGBL & 175)
AUSGEGEBEN AM 10. APRIL 1952
S 21161 VIIIb/ 21 c
Es ist bekannt, ein Rohr, wie z.B. den Außenleiter eines koaxialen Paares eines Fernmeldekabels, aus
einem Metallband geringer Stärke herzustellen, welches Wellungen aufweist, die zur Längsachse
des Bandes quer verlaufen und eine mechanische Verstärkung des Rohres gegen radiale Beanspruchungen
bezwecken sowie dem Band gleichzeitig größere Nachgiebigkeit verleihen sollen.
Die Erfindung hat eine Ausbildung eines dünnen Metallbandes zum Gegenstand, welche es ermöglicht,
aus diesem Band ein Rohr mit kreisförmigem Querschnitt herzustellen, das quer zur Rohrachse
verlaufende Wellungen aufweist und nach seiner Herstellung einen unveränderlichen Durchmesser
beibehält. Im folgenden wird die Operation, durch welche ein Rohr aus einem Band Hergestellt wird,
als Rundbiegen bezeichnet.
Das gemäß der Erfindung vorgesehene Metallband von geringer Stärke, welches abwechselnd
konvexe und konkave Querwellungen aufweist, kennzeichnet sich durch folgende Merkmale:
1. Die Länge der Wellungen in der zur Bandachse
quer verlaufenden Richtung ist etwas kleiner als die Bandbreite, so daß zu beiden Seiten des Bandes ein
glatter Saum mit einer gegen die Bandbreite geringen Breite verbleibt.
2. Alle konvexen Wellungen oder nur ein Teil dieser Wellungen enden auf derselben Seite des
Bandes in einem zu dem glatten Saum des Bandes senkrecht oder nahezu senkrecht stehenden Teil,
wobei der so gebildete freie Rand einen Anschlag bildet.
Alle konkaven Wellungen oder nur ein. Teil von
ihnen enden auf der anderen Seite des Bandes in
einem zu dem glatten Saum des Bandes senkrecht
stehenden Teil, so daß ebenfalls ein Anschlag gebildet wird.
3. Die Tiefe einer konvexen oder konkaven WeIlung an dem Ende, wo die Wellung durch einen
zu einem der glatten Säume senkrecht stehenden Teil abgeschlossen wird, ist wenigstens gleich der
Stärke des Metallbandes.
4. Die Ebenen der beiden glatten Säume des
Bandes sind zueinander parallel, und ihr Abstand ist wenigstens gleich der Stärke des Metallbandes.
Auf diese Weise werden beim Rundbiegen des
liandes zur Bildung eines Rohres die beiden Säume des Bandes sich parallel überdecken und so das Rohr
schließen, ohne daß an dieser Stelle eine Verdickung entsteht. Jeder der Seitenränder des Bandes wird
sich gegen den Anschlag anlegen, der durch die Hnden der Wellungen auf der anderen Seite des
Bandes gebildet wird. Wenn das Rohr geschlossen ist, Hegt auf diese Weise jeder der Seitenränder des
Bandes gegen einen Anschlag an, der eine auf der Innenseite und der andere auf der Außenseite des
Rohres.
Das so hergestellte Rohr wird außen z. B. durch ein oder mehrere schraubenförmig um dieses gewickelte
Bänder aus Metall oder anderem Stoff oder durch irgendein anderes Mittel zusammengehalten.
Das so hergestellte Rohr kann sich nicht deformieren, und sein Durchmesser ist unveränderlich
durch den Anschlag jedes Seitenrandes des Bandes gegen die Enden der Wellungen auf der entgegengesetzten
Seite des Bandes festgelegt. Das Rohr kann auch keine radialen Kräfte auf Elemente ausüben,
die gegebenenfalls in seinem Innern angeordnet werden.
Der freie Rand einer Wellung kann beispielsweise erhalten werden, indem man zwischen dem Ende der
Wellung und dem glatten Saum einen Einschnitt anbringt. Dieser Einschnitt kann; z. B. gleichzeitig
mit dem Eindrücken der Wellungen ausgeführt werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnung.
Die Abb. 1 bis 8 beziehen sich auf ein Austührungsbeispiel, bei welchem alle Wellungen ein einen freien Rand bildendes Ende besitzen.
Die Abb. 1 bis 8 beziehen sich auf ein Austührungsbeispiel, bei welchem alle Wellungen ein einen freien Rand bildendes Ende besitzen.
Abb. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines solchen Bandes;
Abb. 2 zeigt einen Grundriß des Bandes nach Abb. ι;
Abb. 3 und 4 sind Seitenansichten von jeder Seite des Bandes der Abb. 1;
Abb. ς und 6 zeigen Querschnitte des Bandes der
Abb. ι Γ
Abb. 7 und 8 zeigen im Schnitt das aus dem Band der Abb. 1 gebildete Rohr an der Stelle, wo es sich
schließt;
Abb. 9 bis 18 l>eziehen sich auf ein Ausführungsl
>eispiel, bei welchem nur ein Teil der Wellunigen an ihrem Ende einen freien Rand bilden;
Abb. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht eines solchen Bandes;
Abb. 10 zeigt einen Grundriß des Bandes der Abb. 9;
Abb. 11 und 12 sind Seitenansichten von jeder
Seite des Bandes der Abb. 9;
Abb. 13 bis 16 sind Querschnitte des Bandes der
Abb. 9;
Abb. 17 und 18 zeigen im Schnitt das aus dem
Band der Abb. 9 gebildete Rohr an der Stelle, wo es sich schließt;
Abb. 19 zeigt die geschnittene Ansicht eines koaxialen
Paares, dessen Außenleiter gemäß der Erfindung hergestellt ist.
Abb. ι zeigt perspektivisch ein Ausführungsbeispiel
einer gewissen Länge eines Metallbandes 1, dessen Mittelteil konvexe Wellungen 2 und konkave
Wellungen 3 aufweist, wobei die Säume 4 und 5 des Bandes glatt bleiben. Alle konvexen Wellungen 2
sind an ihrem einen Ende von einem zu dem glatten Saum 4 senkrecht stehenden Teil abgeschlossen.
Beispielsweise ist dieser senkrechte Teil in der Ausführung mittels eines Einschnittes dargestellt.
Ebenso enden alle konkaven Wellungen 3 in einem zu dem glatten Saum 5 senkrecht stehenden Teil,
der ebenfalls beispielsweise in der Ausführung mittels eines Einschnittes dargestellt ist. Die Abbildung
zeigt deutlich, daß die l>eiden glatten Säume 4 und 5 nicht in der gleichen Ebene liegen.
Abb. 2 zeigt im Grundriß den Teil des Bandes der Abb. i. Die zu dem Saum 4 senkrecht stehenden
Enden der konvexen Wellungen sind bei 6 und die zu dem Saum 5 senkrechten Enden der konkaven
Wellungen ibei 7 dargestellt.
Abb. 3 zeigt das Profil des Bandes 1 der Abb. 2 in
der Sicht in Pfeilrichtung/. In dieser Abbildung erscheinen die konvexen Wellungen oberhalb des
Saumes 4.
Abb. 4 zeigt das Profil des Bandes 1 der Abb. 2 j co
in der Sicht in Pfeilrichtung g. In dieser Abbildung erscheinen die konkaven Wellungen unterhalb des
Saumes 5.
Abb. 5 zeigt den Schnitt des Bandes 1 nach der Ebene a-b, die durch den unteren Teil einer konkaven
Wellung verläuft, während Abb. 6 den Schnitt des Bandes 1 nach der Ebene c-d zeigt, die
durch den Scheitel einer konvexen Wellung geht. Abb. 5 und 6 zeigen deutlich, daß die Ebenen der
beiden glatten Säume 4 und 5 zueinander parallel sind und ihr Abstand wenigstens gleich der Stärke
des Metallbandes ist.
Abb. 7 und 8 zeigen im Schnitt einen Teil des durch Rundlbiegen des Bandes 1 gebildeten Rohres
an der Stelle, wo das Rohr sich schließt. Diese Abbildungen zeigen die von den Säumen 4 und 5 eingenommene
Lage, in der die Säume sich überdecken, ohne daß an der Innenseite oder an der Außenseite.
des Rohres eine Verdickung eintritt. Der Schnitt des Rohres nach Abb. 7 entspricht dem Schnitt des
Bandes der Abb. 5, und Abb. 7 zeigt an der Innenseite des Rohres den Anschlag des Randes 8 des ■
Bandes gegen das Ende 7 der konkaven Wellungen 3. Der Schnitt des Rohres nach Abb. 8 entspricht dem
Schnitt des Ba*ides der Abb. 6, und Abb. 8 zeigt an der Außenseite des Rohres den Anschlag des
Ramies 9 des Randes gegen das Ende 6 der konvexen
Wellungen 2.
In Abb. 7 und 8 ist Ixnspielsweise ein Band io
dargestellt, welches um das aus dem Band ι gebildete Rohr schraubenförmig gewickelt ist und es
außen zusammenhält. Der doppelte Anschlag der Ränder des Bandes gegen die freien Ränder der
VVellungen l>ewirkt, daß der Rohrdurchmesser sich nicht verändern kann.
Abb. 9 zeigt perspektivisch ein Ausführungsbeispiel einer gewissen Länge eines Metallbandes ii,
bei welchem nur ein Teil der Wellungen an ihrem
einen Ende einen freien Rand bildet. Ebenso wie das Band der Abb. ι besitzt das Band Ii in seinem
M ittelteil konvexe und konkave Wellungen, während die Säume 12 und 13 glatt bleiben. Die konvexen
VVellungen 14 schließen an einem Ende durch einen zu dem glatten Saum 12 senkrecht stehenden Teil
ab, und die konkaven VVellungen 15 sind an einem Ende durc'h einen zu dem glatten Saum 13 senkrecht
stehenden Teil abgeschlossen. Die konvexen Wellungen 16 und die konkaven Wellungen 17, die sich
zwischen den Wellungen 14 und 15 befinden, l>esitzen
kein einen freien Rand bildendes Ende, und sie sind vorzugsweise kurzer als die Wellumgen 14 und 15,
um nicht den Anschlag der Ränder des Bandes gegen die einen freien Rand bildenden Enden der
Wellungen 14 und 15 l>eim Schließen des Rohres zu
l>eh indem.
Abb. 10 zeigt im Grundriß einen Teil des Bandes 11. Die zu dem Saum 12 senkrechten Enden der
konvexen Wellungen 14 sind bei 18 und die zu dem
Saum 13 senkrechten Enden der konkaven Wellungen 15 bei 19 dargestellt. Die linden der Wellungen
16 und 17 sind l>ei 20 bzw. 21 wiedergegeben.
Abb. 11 zeigt das Profil des Bandes 11 der Abb. 10
in der Sicht gemäß Pfeilrichtung/. Die konvexen Wellungen 14 und 16 erscheinen oberhalb des
Saumes 12.
Abb. 12 zeigt das Profil des Bandes 11 der Abb. 10
in der Sicht gemäß Pfeilrichtung g. Die konkaven YVellunigen 15 und 17 erscheinen unterhalb des
Saumes 13.
Abb. 13 und 14 zeigen Schnitte des Bandes 11 an
der Stelle einer Wellung, deren Ende einen freien Rand bildet. wol>ei Abb. 13 nach der Ebene k-l
geschnitten ist, die durch den unteren Teil einer koifkaven Wellung 15 verläuft, und Abb. 14 nach
der Ebene m-ii. die durch den oberen Teil einer konvexen
Wellung 14 geht.
Abb. 15 und 16 zeigen Schnitte des Bandes 11 an
der Stelle einer Wellung, deren Ende keinen freien Rand bildet, wobei Abb. 15 nach der Ebene o-p
geschnitten ist, die durch den unteren Teil einer konkaven Wellung 17 verläuft, und Abb. 16 nach
der El>ene q-r, welche durch den oberen Teil einer konvexen Wellung 16 geht.
Abb. 17 und 18 zeigen im Schnitt das aus dem
Band 11 gebildete Rohr an der Stelle, wo es sich schließt. Der Schnitt des Rohres nach Abb. 17 entspricht
dem Schnitt des Bandes der Abb. 13 und der Schnitt des Rohres der Abb. 18 dem Schnitt der
Abb. 14. Wie in Abb. 7 und 8 ist bei 10 eine Einrichtung
dargestellt, welche das Rohr außen zusammenhält.
Das erfindungsgemäße Metallband kann dazu dienen, um beispielsweise in einem Fernmeldekabel
den Außenleiter eines koaxialen Paares oder die Abschirmungeines symmetrischen Paares zu bilden.
Abb. 19 zeigt beispielsweise den Längsschnitt eines koaxialen Paares, dessen Außenleiter 22 aus
einem erfindungsgemäßen Band hergestellt ist und ein Rohr von unbegrenzter Länge mit gewellter
Wandung bildet, auf welchem beispielsweise ein Band 10 gewickelt ist, welches das Rohr außen zusammenhält.
Die strichpunktierten Teile stellen die mittleren Elemente des koaxialen Paares dar. Diese
Elemente, die nicht zur Erfindung gehören, sind nur beispielsweise angegeben, und offensichtlich könnte
die Isolation des koaxialen Paares, die in Abb. 19 durch Isolierscheiibcben dargestellt ist, auch eine
fortlaufende Isolierung sein.
Claims (5)
- PaTENTANSPRL CIl l£:i. Dünnes Metallband, insbesondere zur Herstellung eines Rohrleiters von kreisförmigem Querschnitt für einen Fernmeldekreis, welches senkrecht zur Längsrichtung verlaufende, abwechselnd zur einen oder anderen Bandfläche konvexe Wellungen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Wellungen etwas kleiner ist als die Bandbreite, so daß an jedem Rand des Bandes ein glatter Saum mit einer gegen die Bandbreite geringen Breite verbleibt, und daß die Ebenen der beiden glatten Säume in der zur Bandfläche senkrechten Richtung um einen Abstand versetzt sind, der wenigstens der Stärke des Bandes gleichkommt, und alle oder ein Teil der Wellungen auf der Bandfläche, wo sie konvex sind, an einem Ende durch einen Teil abgeschlossen sind, der zu der Ebene des glatten Bandsauines senkrecht oder nahezu senkrecht steht.
- 2. Band nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Wellungen wenigstens der Bandstärke gleichkommt.
- 3. Rohrleiter, der aus einem Band nach Anspruch ι durch Rundbiegen um eine zu seiner Längsachse parallele Richtung hergestellt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden glatten Säume des Bandes sich überdecken und jeder Saum an den zur Ebene des anderen Saumes senkrechten Teilen anschlägt, welche die Wellungen auf der Seite dieses anderen Saumes abschließen.
- 4. Elektrischer Leiter für koaxiale Fernmeldekabel, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem Rohrleiter nach Anspruch 3 besteht.
- 5. Leitende Abschirmung für Fernmeldeleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einem Rohrleiter nach Anspruch 3 besteht.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen3795 3.52
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