DE834035C - Schaedlingsbekaempfungsmittel - Google Patents
SchaedlingsbekaempfungsmittelInfo
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- DE834035C DE834035C DEN1939A DEN0001939A DE834035C DE 834035 C DE834035 C DE 834035C DE N1939 A DEN1939 A DE N1939A DE N0001939 A DEN0001939 A DE N0001939A DE 834035 C DE834035 C DE 834035C
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
- A01N25/00—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
- A01N25/02—Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests containing liquids as carriers, diluents or solvents
- A01N25/04—Dispersions, emulsions, suspoemulsions, suspension concentrates or gels
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 13. MÄRZ 1952
N 1939 IVa i 45 I
Die Erfindung bezieht sich auf Schädlingsbekämpfungsmittel,
die als wirksamen Bestandteil organische Ester phosphorhaltig^- Säuren enthalten, in denen
das Verhältnis der Anzahl Kohlenstoffatome zur Anzahl Phosphoratome je Molekül weniger als 12 beträgt.
Aus dieser Gruppe von Stoffen sind namentlich Hexaäthyltetraphosphat und T'etraäthylpyrophosphat allgemein
bekanntgeworden als Vertilgungsmittel für Insekten, wie Blattläuse, und verwandte schädliche
Organismen, wie Milben.
Gewöhnlich wird eine konzentrierte Lösung dieser Ester in einem organischen Lösungsmittel, beispielsweise
Xylol oder Toluol, hergestellt, der eine verhältnismäßig große Menge eines Emulgators, z. B. Alkarylpolyätheralkohole,
zugesetzt wird. Diese Lösung wird kurz vor dem Gebrauch in Wasser emulgiert. Der
aktive Bestandteil kann dabei in die Wasserphase übertreten. Aus diesem Grunde muß die Emulsion
nahezu unmittelbar nach der Bereitung verwendet werden, da sonst der Ester durch das vorhandene
Wasser hydrolysiert wird. Aber auch bei sofortigem Gebrauch ist die Hydrolyse nachteilig, da die insekticide
Wirkung des auf die Pflanzen gespritzten Mittels rasch nachläßt.
Die genannten organischen Ester phosphorhaltiger Säuren können mittels gewisser Hilfslösungsmittel in
Kohlenwasserstoffölen gelöst werden; die in dieser Weise hergestellten Präparate wirken jedoch auf
Pflanzen und. Gewächse stark schädigend, wahrscheinlich dadurch, daß die Blätter das Kohlenwasserstofföl
mit dem darin gelösten Ester absorbieren.
Gegenstand der Erfindung sind Präparate, die als wirksamen Bestandteil einen oder mehrere der obengenannten
Ester enthalten, wobei der bzw. die Ester
in einem Kohlenwasserstofföl emulgiert sind und als Emulgator ein höherer organischer Ester einer phosphorhaltigen
Säure zugesetzt wird, worin das Verhältnis der Anzahl Kohlenstoffatome zur Anzahl Phosphoratome
pro Molekül wenigstens 12 beträgt.
Die in dieser Weise erhaltenen nichtwäßrigen Emulsionen sind außerordentlich stabil und brauchen nicht
sofort nach der Bereitung veiwendet zu werden, wälirend die insekticide Wirkung nach der Bespritzung
lange Zeit erhalten bleibt. Die Präparate haben keinen schädigenden Einfluß auf die Blätter, die offenbar nur
geringfügige Mengen der organischen Ester aufnehmen.
Vorzugsweise werden als emulgierend wirkende
höhere organische Ester phosphorhaltiger Säuren, in denen das Verhältnis der Anzahl Kohlenstoffatome
zur Anzahl Phosphoratome pro Molekül mindestens 12 beträgt, Phosphatide benutzt, d. h. Stoffe, die im
Tier- und Pflanzenreich häufig vorkommen, jedoch auch synthetisch hergestellt werden können, und die
bei der Hydrolyse Fettsäuren, eine Stickstoffbase, Phosphorsäure und Glycerin oder einen anderen Alkohol
ergeben. Sie werden auch mit dem Namen Phospholipine und Phospholipide bezeichnet. Beispiele
sind die Lecithine, Cephalin und Sphingomyelin.
Namentlich Lecithine bewähren sich vorzüglich als Emulgatoren.
Bei den ernndungsgemäßen Präparaten werden vorzugsweise
zunächst ziemlich hochkonzentrierte Lösungen des wirksamen Esters in einem organischen Lösungsmittel
hergestellt. Die Konzentration kann beispielsweise 6o°/0 betragen. Diese konzentrierten
Lösungen lassen sich lange Zeit aufbewahren, ohne nennenswert an insekticider Wirkung einzubüßen. Vor
der Anwendung wird die Lösung einem Kohlenwasserstofföl, wie Kerosin, zugesetzt, indem eine geringe
Menge des emulgierenden Phosphatids gelöst ist, wobei während oder nach der Beimischung gerührt
wird. Hierdurch entsteht eine Emulsion des wirksamen Esters in dem Kohlenwasserstofföl. Vorzugsweise bereitet
man Emulsionen, die 0,1 bis 10 Gewichtsprozent des wirksamen Esters enthalten. Auch die Emulsion
kann längere Zeit aufbewahrt werden, ohne daß Verringerung der insekticiden Wirkung eintritt. Allerdings
ist es nach Lagerung meistens notwendig, die Emulsion vor Gebrauch aufzurühren.
Das emulgierende Phosphatid kann gegebenenfalls auch der konzentrierten Lösung zugesetzt werden,
wobei das Gewichtsverhältnis des emulgierenden zu m aktiven Ester zwischen 9 : 1 und 1 : 9 liegen kann.
Der Emulgator kann auch zugleich mit der konzentrierten Lösung dem Kohlenwasserstofföl zugegeben
werden. Im allgemeinen empfiehlt es sich jedoch, den Emulgator, wie vorstehend beschrieben, dem Kohlenwasserstofföl
zuzusetzen und dieses dann zu lagern, bis die ebenfalls vorher bereitete und aufbewahrte
konzentrierte Lösung kurz vor Gebrauch darin emulgiert wird.
Es ist möglich, den aktiven Ester direkt in einem leichten öldestillat zu emulgieren; die Bereitung einer
konzentrierten Lösung in einem organischen Lösungsmittel ist jedoch vorzuziehen.
Als Kohlenwasserstofföle kommen namentlich die aus Erdöl gewonnenen Leichtöklestillate mit voiwiegend
aliphatischen Bestandteilen und einem Siedebereich von 150 bis 3500, vorzugsweise zwischen
150 und 3000, in Betracht.
Die günstigste Konzentration der aktiven organischen Ester in den Gebrauchspräparaten ist von den
jeweiligen Umständen abhängig, liegt jedoch normalerweise zwischen 0,5 und io°/0.
In einigen Fällen wurden zur Herstellung wäßriger Emulsionen aktiver Ester Emulgatoren der üblichen
Art zugesetzt. Es zeigte sich, daß diese keinen nachteiligen Einfluß ausübten, jedoch auch keinerlei Verbesserung
bewirkten.
1. 5 Volumenteile einer aus 60 Gewichtsprozent Hexaäthyltetraphosphat, 35 Gewichtsprozent Xylol
und 5 Gewichtsprozent für die Herstellung wäßriger Emulsionen geeigneter Emulgiermittel wurden unter
Rühren mit 95 Volumenteilen eines Leichtöldestillats, siedend zwischen 200 und 3500, das 3 Volumenteile
Lecithin enthielt, vermischt. Es wurde eine Emulsion mit vorzüglichen Eigenschaften erhalten.
2. In der gleichen Weise wie im Beispiel 1 wurde eine ausgezeichnete Emulsion erhalten mit Tetraäthylpyrophosphat
an Stelle von Hexaäthyltetraphosphat.
3. Es wurden verschiedene Emulsionen in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise hergestellt, jedoch mit
verschiedenen Mengen Lecithin. Das verwendete Kohlenwasserstofföl war dasselbe wie beim Beispiel 1.
Die Anzahl Volumenteile der ursprünglich emulgierten Substanz, die sich nach verschiedener Zeitdauer abgeschieden
hatte, ist in nachstehender Tabelle aufgeführt :
| Lecithin- | Abgeschiedene Phase | Volumenteilen nach | 4 Min. | 5 Min. |
| zusatz | in | 1,30 | 2,30 | |
| in Gramm | ζ Min. | o,35 | 0,40 | |
| pro 100 cm3 | ι Min. | o,3 | 0,15 | 0,25 |
| öldestillat | 0,1 | 0,15 | 0,05 | 0,10 |
| 0,0 | 0,05 | 0,08 | 0,05 | 0,08 |
| o,5 | 0,05 | Spuren | ||
| 1,0 | Spuren | Spuren | ||
| 2,0 | Spuren | |||
| 3,o | ||||
Diese Tabelle laut erkennen, daß die eifindungsgemäß
hergestellten Emulsionen mit etwa 0,1 bis 3°/0 Lecithin eine gute Stabilität aufweisen. In gewissen
Fällen kann der Zusatz größerer Mengen Lecithin von Vorteil sein: bei Zusatz bedeutend höherer
Mengen, etwa von mehr als etwa io" 0, ist die Stabilität
nicht viel besser als bei 311 0 Lecithin.
4. Aus konzentrierten Lösungen verschiedenartiger Zusammensetzung wurden Emulsionen von Hexaäthyltetraphosphat
hergestellt in demselben Leichtöldestillat wie beim Beispiel i, welchem pro 100 cm3
ι g Lecithin zugesetzt war.
Aus nachstehender Tabelle· ist die Stabilität der erhaltenen Emulsionen bei verschiedener Zusammen-Setzung
der konzentrierten Lösungen ersichtlich. Die
Zahlen sind Gewichtsteile, sofern nicht anders erwähnt. Der in der Tabelle genannte Emulgator ist
ein bei der Herstellung wäßriger Emulsionen üblicher Emulgator.
Versuch
| I | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| 60 | 60 | 60 | 60 | 60 | 60 |
| 35 | 20 | 20 | 20 | ||
| 35 | |||||
| 35 | |||||
| 5 | 20 | 5 | 5 | 20 | 20 |
| 5 | 5 | 5 | 5 | 3 | 2 |
| 95 | 95 | 95 | 95 | 97 | 98 |
Hexaäthyltetraphosphat
Xylol
Toluol
n. Butylacetat
Emulgator
Konzentrierte Lösung in Volumenteilen Leichtöldestillat in Volumenteilen
60 20
20
99
Abgeschiedene Phase in Volumenteilen nach
ι Minute .
2 Minuten
3 Minuten
5 Minuten
5 Minuten
| Spuren | 0,05 | Spuren | Spuren | Spuren | Spuren |
| 0,05 | 0,15 | - | 0,15 | - | - |
| 0,10 | o,35 | 0,05 | 0,40 | - | - |
| 0,25 | 0,90 | 0,15 | . 0,85 | - | - |
ao Wie aus vorstehender Tabelle hervorgeht, haben die Art des organischen Lösungsmittels sowie die Anwesenheit
von bei der Herstellung wäßriger Emulsionen üblichen Lösungsmitteln geringen Einfluß.
Claims (2)
- *5 Patentansprüche:ι . Schädlingsbekämpfungsmittel, die als aktivenBestandteil organische Ester von phosphorhaltigen Säuren enthalten, in denen das Verhältnis der Anzahl Kohlenstoffatome zur Anzahl Phosphor-Spurenatome je Molekül weniger als 12 beträgt, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere dieser Ester in einem Kohlenwasserstofföl emulgiert sind, dem als Emulgator ein höherer organischer Ester einer phosphorhaltigen Säure zugesetzt ist, worin das Verhältnis der Anzahl Kohlenstoffatome zur Anzahl Phosphoratome je Molekül mindestens 12 beträgt.
- 2.Schädlingsbekämpfungsmittel nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Emulgator ein Phosphatid, vorzugsweise Lecithin, ist.3466 3.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US834035XA | 1947-06-02 | 1947-06-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE834035C true DE834035C (de) | 1952-03-13 |
Family
ID=22178071
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN1939A Expired DE834035C (de) | 1947-06-02 | 1950-09-21 | Schaedlingsbekaempfungsmittel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE834035C (de) |
-
1950
- 1950-09-21 DE DEN1939A patent/DE834035C/de not_active Expired
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