DE83279C - - Google Patents

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DE83279C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61DBODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
    • B61D27/00Heating, cooling, ventilating, or air-conditioning
    • B61D27/0036Means for heating only
    • B61D27/0063Means for heating only the heat being derived from independent means, i.e. autonomous devices, e.g. stoves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermotherapy And Cooling Therapy Devices (AREA)
  • Cookers (AREA)
  • Central Heating Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Vorliegende Wärmflasche bezweckt, die Ausströmung der Wärme durch die Anordnung der Wärmflasche zu mäfsigen, sowie auch durch Benutzung eines geeigneten Heizmediums in derselben die Dauer zu verlängern.
Anliegende Zeichnung veranschaulicht die Wärmflasche; es zeigt hierbei:
Fig. ι eine Draufsicht der Fufsplatte,
Fig. 2 eine Kopf- bezw. eine Stirnarisicht der Wärmflasche,
Fig. 3 einen Querschnitt derselben,
Fig. 4 und 5 theilweise Längenschnitte und Fig. 6 die Schraubenanordnung für den Bodenverschlufs.
Die Wärmflasche ist wesentlich dadurch gekennzeichnet, dafs der mittlere, das Heizmedium aufnehmende Raum A von einem in zwei Abtheilungen getrennten Mantel umgeben ist, von welchen die obere, den Heizraum umgebende, luftdicht verschlossene Abtheilung F mit Luft, während die untere E mit einem die Wärme nicht durchlassenden Material, z. B geprefste Kieseiguhrmasse oder dergl., angefüllt ist.
Diese Neuerung hat bei Fufswärmern dieser Gattung zwei besonders vortheilhaf te Wirkungen. Es wird nämlich einerseits die Wärme nicht mehr wie bisher nutzlos durch den äulserst kalten Wagenfufsboden abgeführt, was zur Folge hat, dafs sie nur durch die Luftkammer F in den Wagenraum entweichen kann, wobei andererseits die Wärmeausstrahlung nicht direct durch die Wand des Heizraumes stattfindet, sondern durch die denselben einschliefsende, als Regulator der Wärmeausstrahlung dienende Luftschicht vermittelt wird, so dafs erstens die Ausströmung gemäfsigt ist und zweitens die Fufsplatte nie so heifs wird, dafs ein Anbrennen der Stiefelsohlen stattfindet, wie dies bei unmittelbarer Berührung derselben mit der Wand des Heizraumes häufig der Fall ist, wodurch meistens die Wärmflaschen in der ersten Zeit dadurch, dafs man die Füfse wegen zu grofser Hitze nicht darauf stellen kann, und zweitens, weil sie bald nachher zu wenig Wärme abgeben, ihren Zweck verfehlen.
Wird nun einerseits die Wärmeausstrahlung durch die beschriebene Anordnung gleichmäfsig geregelt bezw. gemäfsigt und dadurch die Dauer derselben namhaft verlängert, so kann diese Verlängerung noch ganz bedeutend durch Ersetzung der bisher hierbei benutzten Heizmittel, wie Wasser, glühendes Metall, essigsaure Natronlösungen etc., durch ein zweckmäfsigeres Heizmedium, wie z. B. Kieselerde und als Abart derselben vorzugsweise feinen Kies, noch ganz bedeutend erhöht werden.
Feiner Kies kann nämlich auf einen bedeutend höheren Hitzegrad wie die oben erwähnten Mittel gebracht werden, und ist folglich auch die Ausströmungsdauer eine bedeutend längere, wobei noch hervorzuheben ist, dafs der Kies seine Wärme besser conservirt wie die übrigen Mittel.
Nachstehender Vergleich giebt eine klare Ansicht der Sachlage. Angenommen, die Ausstrahlung betrage 300 Wärmeeinheiten pro Stunde, so hat man für Wasserfufswärmer 600 Wärmeeinheiten, indem dieselben nur 2 Stunden anhalten; für essigsaures Natron 1800 Wärmeeinheiten für eine Dauer von 6 Stunden, während Kiesfufswärmer ι ο Stunden dauern und folglich 3000 Wärmeeinheiten ent-
halten bei einer gleichen Raumgröfse des Mediums. Hierbei ist die Ausstrahlungscurve regelmäfsig und gleichmäfsiger wie bei den anderen Mitteln, welche nicht die gleiche Beständigkeit in der Ausstrahlung besitzen.
Der mit dem Heizmittel angefüllte Raum A ist in der Luftkammer durch Einlagen C auf einen geringen Abstand von der unteren Abtheilung E erhalten, und erfolgt die Füllung bezw. Entleerung des Heizmaterials durch die Stirnenden des Heizraumes. Letzterer ist zu diesem Zwecke beiderseits durch einen Stöpsel D verschlossen, welcher leicht in F eingeschoben wird und den Heizraum A umschliefst. In der Mitte sind diese Stöpsel mit einem Auge versehen, durch welches sie vermittelst eines Hakens eingesetzt oder herausgezogen werden können, wobei sie durch die Böden G, welche die Behälter E und F abschliefsen, in ihrer Lage gehalten werden, und dienen letztere zu gleicher Zeit als Handgriffe der Wärmflaschen. Einer dieser Böden ist mit einem Scharnierdeckel H ausgerüstet, welcher zum Abnehmen der Stöpsel zurückgeklappt und durch innere Vorreiber / (Fig. 6) in seiner Lage gehalten wird. Aufserdem besitzt der eine Boden G und der Deckel H zwei Luftlöcher K, um ein Ueberhitzen der Metallwandungen zu vermeiden. Die Wandungen des Fufswärmers bestehen aus. starken Blechen, und ist die obere Fufsplatte vortheilhaft gewellt, wodurch dieselbe verstärkt und auch die Heizfläche vergröfsert wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:.
    Eine Wärmflasche insbesondere für Eisenbahnwagen, gekennzeichnet durch Anordnung eines mit Kieselerde, Kies oder dergl. zu füllenden Heizraumes A im Innern einer Luftkammer F oberhalb einer mit Wärme nicht durchlassendem Material gefüllten Kammer E, von welcher der Heizraum durch Einlagen C auf einen gewissen Abstand erhalten bleibt, behufs Umgebung des Heizkörpers mit einer die Wärmeausstrahlung regulirenden Luftschicht und Verhinderung der Wärmeabführung durch den W'agenfufsboden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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