DE8317752U1 - Vorrichtung zum trennen oder verbinden von teilen - Google Patents
Vorrichtung zum trennen oder verbinden von teilenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen oder Verbinden von Teilen, insbesondere zum Trennen
von AuspuffrohrSteckverbindungen.
In der täglichen Praxis besteht häufig die Notwendigkeit, zwei Teile, die form-oder kraftschlüssig miteinander
verbunden sind, voneinander Lu trennen bzw. zwei Teile miteinander in sichere Verbindung zu bringen.
Besonders häufig stellt sich das Problem der Trennung von zwei Teilen bei Kraftfahrzeugen mit einer
Auspuffanlage. Bekanntlich müssen Teile der Auspuffanlage während der Lebensdauer eines Kraftfahrzeuges immer
wieder ersetzt werden, was sich in der Praxis erfahrungsgemäß sehr schwierig und auch sehr aufwendig gestaltet.
Ein typisches Beispiel ist hier die sogenannte Auspuffrohrsteckverbindung, bei welcher zwei Rohre dadurch
miteinander in Verbindung gebracht werden, daß das eine Rohrende in das aufgeweitete Rohrende des anderen
Rohres geschoben wird. Die Verbindung ist dabei durch Form- und Kraftschluß gewährleistet.
Diese bekannte Auspuffrohrsteckverbindung unterliegt der Einwirkung von Auspuffgasen und von Wasserrückständen
(hervorgerufen durch Kondenswasser bei Kurzstreckenbetrieb des Kraftfahrzeuges). Als Folge der damit
verbundenen Oxydation rosten die Rohrteile im Bereich der Verbindung fest, so daß ein Lösen der beiden Rohr-
teile extrem schwierig ist.
In vielen Fällen wird im Bereich der Verbindung der beiden ineinander gesteckten Rohre noch eine
Schelle auf dem Rohrumfang vorgesehen, um die Verbindung besonders sicher zu machen. Wenn sich auch diese
Schelle nach längerer Zeit relativ leicht entfernen und lösen läßt, so gilt dies nicht für die eigentliche
Verbindung der beiden Rohre, die in aller Regel völlig festgerostet sind.
Es ist schon bekannt, zum Trennen der Rohrteile einer Auspuffanlage einen Auspuffmeißel zu verwenden,
um unter Ausnutzung einer Keilwirkung die festgerosteten Rohrenden voneinander zu trennen. Allerdings
besteht bei dieser Methode die Gefahr, daß auch noch intakte Teile mit zerstört werden. Zudem hat sich in
der Praxis gezeigt, daß die Verwendung eines Auspuffmeißels einen erheblichen Zeitaufwand mit sich bringt,
was mit hohen Kosten verbunden ist.
Es ist ferner auch schon bekannt, die Rohrenden bei einer Auspuffrohrsteckverbindung durch Erwärmen
des Verbindungsbereiches voneinander zu trennen. Jedoch iüt auch diese Methode als nachteilig einzustufen,
was vor allem auf die Verwendung der zum Erwärmen benötigten Flamme zurückzuführen ist. Die
Auspuffrohre verlaufen nämlich häufig in der Nähe des Tankes des jeweiligen Kraftfahrzeuges bzw. in der
Nähe von Kraftstoffleitungen, so daß eine erhebliche
Feuer- und Unfallgefahr besteht.
Außerdem ist die Methode des Erwärmens auch sehr kostenaufwendig. Man benötigt in aller Regel zum
Trennen der Auspuffrohrsteckverbindung drei Personen.
Eine erste Person bedient einen Brenner zum Erwärmen der Verbindungsstelle, während eine zweite Person an
dem einen der beiden Rohrteile zieht. Schließlich wird noch eine dritte Person benötigt, welche durch schlagen
oder ähnliches eine Verformung der Verbindungsstelle bewirkt, um die festgerosteten bzw. festgebrannten Rohrenden
voneinander lösen zu können. Meistens wird auch noch eine vierte Person benötigt, welche einen Schutzschild
hält, um zu verhindern, daß die Flamme auf brandgefährdete Teile in der Nähe der Verbindungsstelle übergreift.
Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß um bei dem erwähnten Beispiel zu bleiben - sich festgerostete
oder festgebrannte Auspuffrohrsteckverb.indungen meistens nur durch Beschädigung oder gar durch Zerstörung
eines oder beider Teile voneinander trennen lassen. Dabei wird häufig auch ein nicht defektes Teil beschädigt.
Hier greift die Erfindung ein, der die Aufgabe zu Grunde liegt, zur Beseitigung der beschriebenen
Nachteile eine Vorrichtung zu schaffen, welche auf einfache Art sowohl ein Trennen als auch ein Verbinden
von Teilen ermöglicht, ohne daß diese Teile beschädigt werden.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt bei der im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzten Vorrichtung
dadurch, daß zwei. Haltemittel für die zu trennenden oder zu verbindenden Teile vorgesehen sind,
daß die Haltemittel über Gewindebolzen miteinander in Verbindung stehen, und daß auf jeden Gewindebolzen
eine Mutter aufgeschraubt ist.
Die Erfindung ermöglicht auf verblüffend einfache Weise, schwer lösbare Teile voneinander zu trennen
bzw. schwer zusammendrückbar Teile miteinander zu verbinden. Zu diesem Zweck wird das eine Haltemittel
außen um das eine Teil und das andere Haltemittel um das andere Teil angebracht. Die Haltemittel
bestehen vorzugsweise aus Klemmschellen, die es ermöglichen, eine sichere und feste Verbindung zwischen
den Haltejnitteln einerseits und den erwähnten Teilen andererseits herzustellen.
Die Haltemittel stehen über Gewindebolzen miteinander in Verbindung, auf denen je eine Mutter aufgeschraubt
ist. Durch Drehen der Mutter verändert diese auf dem Gewindebolzen ihre örtliche Lage,
was zum Trennen der beiden Teile ausgenutzt wird. Durch die Verwendung einer Mutter lassen sich große
Kräfte aufbringen. Dabei drückt die Mutter gegen eine Hülse des einen Haltemittels, welches somit
beim Drehen der Mutter in Richtung von dem anderen Haltemittel wegbewegt wird. Bei dieser Bewegung,
bei der sich die beiden Haltemittel also voneinander entfernen, werden die schwer lösbaren
Teile von den Haltemitteln mitgenommen und somit voneinander getrennt.
Wenn man die erwähnte Mutter auf der anderen Seite der Hülse anordnet, läuft die Bewegung in umgekehrter
Richtung, d.h. die beiden Haltemittel bewegen sich aufeinander zu, was ausgenutzt werden
-Ί-
kann, um zwei Teile miteinander zu verbinden. |
Nachdem die Teile voneinander getrennt oder auch miteinander verbunden sind, werden die Haltemittel,
die natürlich jeweils außerhalb der eigentlichen Verbindungsstelle angeordnet sind, von den Teilen
entfernt. Sie stehen dann für einen neuen Arbeitsgang zur Verfügung.
In Versuchen mit extrem festgerosteten und festgebrannten Auspuffrohrsteckverbindungen konnte festgestellt
werden, daß die erfindungsgemäße Vorrichtung äußerst sicher und wirksam zugleich
funktioniert. Die voneinander getrennten Rohre wurden dabei nicht beschädigt.
Als besonders vorteilhaft ist auch zu erwähnen, daß die Unfallgefahr beim Arbeitsvorgang im Vergleich
zu den bekannten Lösungen sehr viel niedriger ist, weil keine Trennwerkzeuge oder keine
Schweißbrenner eingesetzt zu werden brauchen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben und der Zeichnung zu entnehmen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 In einer Seitenansicht eine Auspuffrohrsteckverbindung
mit zwei Auspuffrohrstücken, wobei auf das eine Auspuffrohrstuck
eine Klemmschelle aufgebracht ist,
Fig. 2 eine Ansicht gemäß Fig. 1, wobei zusätzlich auf das andere Auspuffrohrstück eine
weitere Klemmschelle aufgebracht ist,
Fig. 3 eine Querschnittsansicht der linken schelle in Fig. 2, welche
ein Auspuffrohrstück umgreift, und
Fig. 4 eine Draufsicht - wobei einige Teile teilweise im Querschnitt
dargestellt sind - auf die Anordnung gemäß Fig. 2.
Die nachfolgende Erläuterung der Erfindung erfolgt an
dem Beispiel einer Auspuffrohrsteckverbindung, bei welcher die beiden ineinandergesteckten Auspuffrohrstücke
voneinander getrennt werden sollen, obwohl die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung hierauf
natürlich nicht beschränkt'ist.
In der zeichnerischen Darstellung gemäß Fig. 1 ist eine Klemmschelle 10 zu erkennen, die auf einem Auspuffrohrstück
38 angeordnet ist. Zusammen mit einem weiteren Auspuffrohrstück 40 wird eine Auspuffrohrsteckverbindung
gebildet, wobei sich das Ende des Auspuffrohrstückes 38 in einem aufgeweiteten Ende
des Auspuffrohrstückes 40 befindet. Die Klemmschelle 10 faßt das Auspuffrohrstück 38 außerhalb der eigentlichen
Verbindungsstelle.
Die Klemmschelle 10 besitzt - ebenso wie die Klemmschelle 12 - zwei etwa halbkreisförmige Klauen 30
(bzw. 32) die über ein Gelenk 14 nach Art eines
Scharnieres miteinander verbunden sind. Auf der dem Gelenk 14 gegenüberliegenden Seite werden
die beiden Enden der Klauen 30 und 32 durch Klemmschrauben 34 mit Kiemmuttern 36 zusammengehalten.
Durch diese Schraubverbindung können die Klemmschellen fest auf den Auspuffrohrstücken
38 bzw. 40 angeordnet werden. Der sichere Sitz der Klemmschellen 10 und 12 auf den Auspuffrohrstücken
38 und 40 läßt sich dadurch erhöhen, daß die Klauen 30 und 32 auf ihrer Innenseite
nicht glatt ausgebildet sind, sondern spitze Kanten aufweisen, die sich in die Auspuffrohrstücke
38 und 40 eindrücken können.
Die durch das Gelenk 14 bei beiden Klemmschellen hergestellte geleiikartige Verbindung zwischen den
jeweiligen Klauen 30 bzw. 32 ist besonders deutlich links in der Fig. 4 zu erkennen, die in einer
Teil-Querschnittsansicht den Aufbau des Gelenkes 14 mit einem Gelenk stift 16 zeigt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfaßt die beiden Klemmschellen 10 und 12, die über zwei Gewindebolzen
20 , 22 miteinander ir. Verbindung stehen. Wie am besten aus Fig. 4 zu ersehen ist, sind die
beiden Gewindebolzen 20, 22 verschwenkbar mittels Gelenkschrauben 18 an gegenüberliegenden Seiten
der einen Klemmschelle 10 angelenkt. Durch diese gelenkartige Verbindung ist gewährleistet, daß
auch versetzte Teile - die nicht miteinander fluchten - mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
voneinander getrennt werden können.
-10-
In der anderen Klemmschelle 12 sind die Gewindebolzen
20, 22 in Hülsen 28 geführt, die besonders deutlich in Fig. 3 zu erkennen sind. Die Hülsen
28 sind hier an die Klemmschelle 12 angeschweißt.
Auf jedem Gewindebolzen 20, 22 ist eine Mutter 24, 26 aufgeschraubt (vergleiche Fig. 4). Bei Drehung
der beiden Muttern 24 und 26 drücken diese gegen die als Führung dienenden Hülsen 28, und als Fol^-a
davon wird die Klenanschelle 12 in Richtung des
Pfeiles A von der anderen Klemmschelle 10 weggedrückt. Da beide Klemmschellen tu und 12 die
Auspuffrohrstücke 38 und 40 fest umfassen, werden letztere bei Betätigung der Muttern 24 und 26 auseinandergedrückt
und voneinander getrennt. Dabei lassen sich durch die Schrauben 24 und 26 bei entsprechender
Wahl des Gewindes auf den Gewindebolzen 20 und 22 große Kräfte aufbringen, so daß
auch extrem festgerostete oder festgebrannte Auspuffrchrsteckverbindungen gelöst werden können.
Die Handhabung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ersichtlich sehr einfach und kann von einer
einzigen Person allein vorgenommen werden. Es brauchen lediglich die beiden Klemmschellen 10
und 12 außerhalb der eigentlichen Verbindungsstelle auf den Auspuffrohrstücken 38 und 40 angebracht
bzw. mittels der Klemmschraube 34 und der Kiemmutter 36 festgeklemmt zu werden, und
danach kann nach Betätigung der beiden Muttern 24 und 26 der Trennvorgang eingeleitet werden.
Wenn umgekehrt der Wunsch besteht, die beiden Auspuffrohrstücke
38 und 40 ineinander zu schieben, brauchen die beiden Muttern 24 und 26 lediglich
auf den anderen Seiten der Hülsen 28 angeordnet zu werden. Beim Schrauben bewegen sich dann die
beiden Klemmschellen 10 und 12 aufeinander zu, so daß die beiden Auspuffrohrstücke 38 und 40
zusammengedrückt werden.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die zu trennenden Teile rohrförmig ausgebildet. Selbstverständlich
können mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung aber auch Teile mit anderen Profilformen
erfaßt werden, wenn die Klauen 30 und 3 2 der beiden Klemmschellen entsprechend geformt
sind. Auch unterschiedliche Durchmesser der zu trennenden Teile können durch entsprechende
Wahl der Klemmschellen erfaßt werden. In allen Fällen wird das erfindungsgemäße Prinzip ausgenutzt,
zwei Haltemittel 10 und 12 außerhalb der Verbindungsstelle auf den Teilen festzumachen
und mittels der-Muttern 24 und 26 eine Bewegung zu erzeugen, bei der sich die beiden Haltemittel
10, 12 voneinander entfernen oder sich aufeinander zubewegen. Diese jeweilige Bewegung wird auf
die zu trennenden oder zu verbindenden Teile übertragen.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Trennen oder Verbinden von Teilen, insbesondere zum Trennen von Auspuffrohrsteckverbindungen,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Haltemittel (10,12) für die zu trennenden oder zu verbindenden
Teile (38,40) vorgesehen sind, daß die Haltemittel (10,12) über Gewindebolzen (20,22) miteinander in Verbindung
stehen, und daß auf jeden Gewindebolzen (20,22) eine Mutter (24,26) aufgeschraubt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltemittel durch Klemmschellen (10,12) gebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,daß
die Klemmschelle (10,12) aus zwei etwa halbkreisförmigen Klauen (30,32) besteht, die an ihren ersten
Enden nach Art eines Scharniers über ein Gelenk (14) miteinander verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klauen (30,32) an ihren zweiten gegenüberliegenden Enden durch eine Schraubverbindung (34,
36) miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebolzen (20,22) an einander gegenüberliegenden Seiten der Kle^mschellen
(10,12) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebolzen (20,
22) gelenkig (18) mit dar einen Klemmschelle (10) verbunden und in Hülsen (28) der anderen Klemmschelle (12) gehalten
sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Mutter (24,26)
auf dem zwischen der gelenkigen Verbindung (18) der einen
Klemmschelle (10) und der Hülse (28) der anderen Klemmschelle (12) gelegenen Abschnitt des Gewindebolzens (20,
22) befindet.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Mutter
(24,26) auf der gelenkigen Verbindung (18) der einen Klemmschelle (1O) abgewandten Seite der Hülse (28) befindet.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
der Mutter (24,26) und der Hülse (28) ein auf dem Gewindebolzen
(20,22) frei verschiebbarer Ring angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19838317752 DE8317752U1 (de) | 1983-06-18 | 1983-06-18 | Vorrichtung zum trennen oder verbinden von teilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19838317752 DE8317752U1 (de) | 1983-06-18 | 1983-06-18 | Vorrichtung zum trennen oder verbinden von teilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8317752U1 true DE8317752U1 (de) | 1983-11-10 |
Family
ID=6754372
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19838317752 Expired DE8317752U1 (de) | 1983-06-18 | 1983-06-18 | Vorrichtung zum trennen oder verbinden von teilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8317752U1 (de) |
-
1983
- 1983-06-18 DE DE19838317752 patent/DE8317752U1/de not_active Expired
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