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Schreibvorrichtung für tragbare Schreibmaschinen Die Erfindung betrifft
eine tragbare Schreibmaschine.
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Eine tragbare Schreibmaschine mu13 selbstverständlich vor allen Dingen
ganz besonders in der Höhe möglichst kleine Abmessungen haben, durch welche das
Forttragen und die Handhabung erleichtert werden sollen.
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Es sind im Handel verhältnismäßig viele als tragbar bezeichnete Schreibmaschinen
erhältlich, die trotz dies Höhenunterschiedes gegenüber Büromaschinen noch zu hoch
und sperrig sind, um dfas praktische Forttragen durch den Gehraucher zu gestatten.
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An Hand der Zeichnung wird nachfolgend ein nicht beschränkendes Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes beschrieben. Fig. i ist ein senkrechter Schnitt durch
die erfindungsgemäße Schreibvorrichtung; Fig. a, 3 und 4 sind Teilschnitte zum Vergleich
der Anordnung der Typenhebel mit derjenigen üblicher Schreibmaschinen.
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Zum Vermindern der Höhe bekannter tragbarer Schreibmaschinen begniigte
man sich bisher, die Hauptteile gedzängter anzuordnen, die bei allen Büromaschinen
zu finden sind, ohne jedoch an diesen Teilen die wesentlidlen Ändlerungen zu treffen,
die zur Erzielung sehr niedriger Maschinen unumgänglich sind. Erfindungsgemäß kann
die Höhe auf weniger als 40 mm herabgesetzt werden, und die Gesamtanordnung der
Maschine umfaßt zu diesem Zweck wesentliche Vorkehrungen, die in der nachbeschriebenen
Weise die Vermeidung zweier
Hauptschwierigkeiten der gebräuchlichen
tragbaren Maschinen gestatten, und zwar a) die Anfangshöhe jederTypenhebelbewegungsvorrichtung.
DieseHöhe wird durch eine möglichst große Öffnung des Arbeitswinkels der Typenhebel
verkleinert; b) die Höhe der Typen über der Bodenfläche der Maschine. Diese Höhe
hat das Bestreben, vom mittleren Typenhebel ausgehend in Richtung der beiden Endhebel
größer zu werden. Eine wesentliche Verminderung dieser Höhe wird durch die Anwendung
zweier verschiedener Arten von Typenhebeln erzielt.
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i und i 1 bezeichnen zwei der Typenhebel, von denen der eine sich
in der Anschlagstellung auf der Schreibwalze 14 und der andere sich in der Ruhelage
auf einem Kissen g befindet.
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2 ist das Kreissegment, das die gekrümmte Gelenkachse 3 der Typenhebel
trägt.
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Ein Drahtlenker 4 verbindet den Typenhebel i mit einem Zwischenhebel
5, und ein Drahtlenker 41 verbindlet ,den Typenhebel il mit einem Zwischenhebel
51.
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Die Zwischenhebel 5, 51 schwingen um eine gekrümmte Achse 61, die
an einem Halter 6 befestigt ist.
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Drahtlenker 7 und' 71 verbinden die Zwischenhebel mit-den Tastenhebeln
8 und 81.
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io und i i bezeichnen die Anschlagtasten. 12 ist der Lagerbock für
die Tastenhebel B. Bei 13 ist die Gelenkachse der Tastenhebel angedeutet. DieTypenhebel
werden durch Fediern 17 in die Ruhelage zurückgezogen.
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Für alle Typenhebel ist genau das gleiche Anschlaggetriebe vorsehen.
Des besseren Verständnisses halber wird vorausgesetzt, daß der Typenhebel i mit
seinem Gestänge der Typenhebel il ist, der aus der Ruhelage auf dem Kissen 9 in
die Anschlagstellung auf der Schreibwalze 14 (Fig. i) übergegangen ist.
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Wird zum Schreibers mit einer Type die Taste i i dies Hebels 8 angeschlagen,
so schwingt der Hebel um die Achse 13 und gelangt dadurch in die in Fig. i dargestellte
Lage.
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Während. dieser Bewegung des Hebels 8 wird durch dessen Arm 82 der
Drahtlenker 7 nach der linken Seite gedrückt. Der bei 61 gelagerte Zwischenhebel
5 gelangt dladurch aus der Lage 51 in die Lage 5 und nimmt dabei durch den Drahtlenker
4 den bei 3 gelagerten Typenhebel i mit, der aus der Ruhelage il in die Anschlagstellung
i auf der Schreibwalze 14 übergeht.
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Aus Fig. i ist ersichtlich, daß der Gelenkpunkt zwischen dem Lenker
4 und dem Hebel 5 einen Kreisbogen 15 beschreibt, und daß de= Gelenkpunkt zwischen
dem Lenker 4 und dem Typenhebel 1 einen Kreisbogen 16 beschreibt. Eine solche Anordnung
gestattet es somit dem Gelenkpunkt zwischen dem Lenker 4 und dem Typenhebel i, um
die Achse 3 einen Kreisbogen zu beschreiben, der bewegungstechnisch mit einem weit
geöffneten Winkel, etwa von 13o° und mehr, benutzt werden kann, woraus sich, wie
aus Fig. i ersichtlich, ein sehr flacher Typenhebelkorb ergibt und dieses Ergebnis
ohne Anwendung von Zahngetrieben erzielt wti rd.
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Durch eine besondere Anordnung, die weiter unten an Hand der Zeichnung
beschrieben wird, und durch die besondere Gestaltung der Typenhebel i, der Zwischenhebel
5 und der Tastenhebel 8 lagern und bewegen sich diese Teile mit Leichtigkeit in
einem Raum von sehr geringer Höhe.
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Bei dieser Schreibmaschine sind,die jeweils vom Segment 2 und vom
Träger der Zwischenhebel gehaltenen Achsen 3 und 61 kreisbogenförmig und konzentrisch
um den Anschlagpunkt der Typenhebel gebogen und liegen in parallelen Ebenen, die
zur Bodenfläche der Maschine geneigt sind. Die Gelenkachse der Tastenhebel 12 ist
geradlinig und verläuft rechtwinklig zur Längsachse der Maschine.
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Mit dieser Schreibvorrichtung erzielt man einen Typenhebelkorb, der
in der Mitte, d. h. an der Stelle der Mittleren Typenhebel il (Fig. i und 2) sehr
flach ist. Würde nun aber das Segment 2 in seiner ganzen Ausdehnung mit gleichen
Hebeln i, 11 versehen, ,so würden sich die seitlichen Hebel auf den kreisbogenförmigen
Halter 6 der Zwischenhebel legen und in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise nicht
r mit dem Kissen 9 .in Berührung kommen. Der Gewinn an Bauhöhe würde dadurch wieder
rückgängig gemacht, wenn dieser Nachteil nicht in der folgenden Weise beseitigt
würde: Zur Erklärung wird der äußerste Typenhebel angenommen, der im vorliegenden
Fall mit der Type 12 am höchsten über dem Kissen 9 liegt.
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In den Fig. 3 und 4 ist der äußerste Typenhebel mit 13 oder 14 bezeichnet.
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Aufs Fig. 3 ist zu ersehen, daß der Typenhebel 13 beim Zurückschwenken
in die Ausgangsstellung den Halter 6 im Punkt 18 berührt.
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Überträgt man däesen Punkt 18 in die Fig. 3 und4, so erhält man die
in Fig. 3 dargestellte Lage, wobei der Typenhebel die gleiche Gestakt hat wie der
Hebel il der Fng. 2. Die Bauhöhe der Maschine, die durch den Pfeil 20 (Fig.4) angedeutet
ist, würde dabei um das Maß i9 vergrößert, und es würde sich daraus die Höhe 21
ergeben. Diese Höhen sind selbstverständlich nur beispielsweise angegeben. Zur Verminderung
des Raumbedarfs muß die Type 12 auf die Höhe des Kissens 9 zurückgebracht, werden.
Zu diesem Zweck erhält der Typenhebel die besondere, bei 14 (Fig.4) angedeutete
Gestalt.
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Man sieht, daß der Hebel 14 derart ausgebildet ist, daß er sich der
Gestalt des Halters 6 anpaßt, und daß die Type dieses Hebels sich auf das Kissen
g lesen kann.
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In der Maschine sind somit zwei Arten von Typenhebeln vorgesehen,
und zwar die mittleren Typenhebel i 1 (Fig. i und 2) und die äußeren Typenhebel
i4 (Fig. 4).
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In den Fig.2 bis 4 ist mit 24 die Höhe der Achse 3 des mittleren Typenhebels
11, mit 25 die Höhe der Emden der Achse 3 in bezug auf den mittleren Teil und mit
26 die Lage des Halters 6 in bezug auf die Höhe 25 bezeichnet.
Die
vorbeschriebenen Anordnungen sollen nur als Beispiele dienen. Ohne vom Wesen der
Erfindung abzuweichen, kann man die Gestalt, die Abmessungen, die Einzelheiten der
Ausbildung und die Art der Anwendung ändern.