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Verfahren zur Abdichtung und Verbindung von Unterlage-Stützgeweben
auf bzw. mit den Auflageflächen von Filterkörpern, vorzugsweise von Drehfiltern
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Erfindung betrifft ein Verfahren zur dichtung und Verbindung von Cnterlage-Stützgeweben
auf bzw. mit den Auflageflächen von Filterkärpern, vorzugsweise von Drehfiltern.
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Um l>ei solchen Filtern einen l>esseren l)urchfluß und eine
höhere Leistung zu erreichen, ist zwischen dem eigentlichen Filtermittel, z. B.
dem Filtertuch und dem darunter befindlichen Zellenbelag oder der Zellendinlage.
ein verhältnismäßig grobmaschiges Gewebe angeordnet womit die l)urclll'.issigkeit
für das Filtrat erhöht wird. I)ieses grobmaschige Gewebe kanii aus Textilfäden,
vie Stramin. Padduck u. dgl., oder aus beliebigen geeigneten Metall und Kunststoffdrähten,
sogenannten Invexgeweben, oder aus Kunstfäden aus hochpolymeren Substanzen hergestellt
werden.
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Beim Anbringen derartiger grobmaschiger Gewebe auf die Filterflächen,
beispielsweise von Trommelfiltern, bereitet die Abdichtung dieser Gewebe sowohl
gegenüber den zwischen den Zellen vorgeschenen Trennleisten als auch an den Trommelende
Schwierigkeiten. Durch die Grol>-maschigkeit und l) ei starren Geweben auch durch
deren Formbeständigkeit, entstehen zwischen dem Zellenbelag ubd dem éigentlichen
Filtermittel an den Auflageflächen des Filterkörpers viele bisher nicht zu vermeidende
Hohlräume, durch die Falsch-Juft oder ungenügend filtrierte Flüssigkeit dringt.
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Je dicker die Unterlage-Stützgewebe sind. desto größer sind die Hohlräume.
Die bisher ül>liche Hefestigung der Gewebe durch starre, elastische oder iiachgieliige
1 )ruckmittel ergil>t keine vollständige dichtung ; sie erstreckt sich vielmehr
nur auf die dem l)ruckmittel zugewandte Seite. Auf der dem
Druckmittel
abgewandten Seite verl )leil)t eine der Maschenweite entsprechende Anzahl Öffnungen,
deren Höhe von der Drahtstärke und deren Breite von der Nlaschenweite abhängig ist.
Beispielsweise ergeben sich bei einem Siebgewebe 14 und einem Drahtdurchmesser von
0.7 mm, wie üblicherweise angewandt, je laufende Meter 560 Öffnungen Voll rund $1.5
mm2 $Querschnitt. $bzw. 280 Öfnungen. falls das einseitige Druckmittel die nach
außen gelegenden oeffnungen vollständig abdichtet. was aller in der Praxis nie der
Fall ist. Dies entspricht einem Gesamtquerschnitt von 420 bis 840 mm2, <der einer
Öffnung von rund 23 bzw. 33 mm Durchmesser je laufende Meter.
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Bei einem Trommeltilter wirkt sich diese. int angeführten Beispiel
nur auf die Trennleisten zwischen den Zellen hetrachtete Ltndichtigkeit zweimal
aus, nämlich beim Übergang aus dem Vakuum in die .Ntmosphäre lizw. Iruckluftzone
und aus diesen zur Vakuumzone. wodurch sich insgesamt je laufende Meter ein Querschnitt
voll 2 X420 = 840 mm2 bzw. 2X840 = 1680 mm2 ergibt. Während man an den Steuervorrichtungen
bedacht ist.
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Undichtigkeiten, die nur Bruchteileeines Millimeters betragen, zu
vermeiden, begegnete man bisher den crfindungsgemäß als Nachteil erkannten Falschlufteinfall
lediglich durch Überdimensionierung der VAkuumpumper und nahm deren hoheii Kraftbedarf
als gegeben hin.
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Nl it dem Verfahren nach der Erfindung soll eine einwandfreie Al)
dichtung dadurch erreicht werden. daß die luftdurchlässigen Zwischenräume in den
Unterlage-Stützgeweben im Bereich der Ruflageflächen auf dem Filterkörper gegebenenfalls
unter Anwendung von Druck. mit einem durch Temperaturerhöhung oder/und einem Lösungsmittelzusatz
vorübergehend seinen festen Zustand in einen plastischen oder halbflüssigen Zustand
ändernden Werkstoff ausgefüllt werden und dieser Werkstoff mit den Auflageflächen
luftdicht verbunden wird.
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Als geeignete Werkstoffe stehen hierfür hei der Verwendung von metallischen
bzw. metallähnlichen Stützgeweben vorzugsweise Kunstharz hochpolymere Kunstfasern.
Gumminischungen. Mischpolymerisate und ähnliche Werkstoffe zur Verfügung, wiihrend
bei Stützgeweben aus Textilien zweckmäßig Zelluloid, Acetylcellulose. Polyvinylchlorid
usw. verwendet werden.
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Bei Verwendung von aus metallischen oder anderen temperaturbeständigen
Werkstoffen hergestellten Stützgeweben besteht eine weitere Ausbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens darin, daß Drähte, Fäden oder Bänder von beliebigem Querschnitt aus dem
genannten Dichtungswerkstoff hergestellt werden. die etwa die halbe Dicke des abzudichtenden
Gewebes besitzeii. Die Drähte, Fäden oder Bänder werden zunächst auf die ahzudichtenden
Stellen, z. B. zuf die Trennleisten aufgebracht und erforderlichenfalls zusätzlich
durch ein Klebe- oder Bindemittel befestigt. Hernach wird das Stützgewebe entweder
in einzelnen Stücken oder in einem Stück um die Trommel herum auf die Zelleneinlagen
aufgelegt und in bekannter Weise befestigt. Eine weitere auflage aus Dichungswerkstoff
wird an den Dichtungsstellen auf das Stützgewebe aufgelegt und unter Anwendung von
Temperatur und Druck z. B. mit einem Lötkolben oder mittels Heißluft werden die
heiden Bänder in den plastischen oder halbflüssigen Zustand üliergeführt und miteinaiider
zu einem Körper verbunden. wobei gleichzeitig die Hohlräume zwischen den Nlascheii
des Stutzgewebes von cter plastischen Masse ausgefullt werden. Nach dem Erstarren
bleibt die Verformung des Dichtungsswerkstoffes erhalten und sowohl die untere als
auch die obere Fläche des Stützgewebes sind einwandfrei abgedichtet. Bei Stützgeweben
zus Textilien und ähnlichen temperaturempfindlichen Stoffen kann das entsprechend
ausgewählte Dichtungsmittel zweckmäßig mittels einer Düse. die aii einer Tube oder
Spritze angeliracht sein kann. iii der beschriebenen \\eise aufgebracht werden.
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Eine weitere Vervollkommnung der Erfindung besteht darin, daß bei
der Herstellung der Stützgewebe in einem Abstand. der dem Abstand und der Form der
Dichtungsstellen entspricht, Fäden oder/und Drähte von entsprechend bemessener Stärke
als Kette oder Schuß eingewebt sind. di aus dem beschriebenen Werkstoff bestehen
und die erfindungsgemäße Abdchtung ermöglichen.
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Eine weitere Vervollkommung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht
darin, <laß der verformbare Werkstoff eine gegenüber dem Stützgewebe nach auMen
vorstchende erhabene Erhöhung erhält, die als al>dichtende \uflage für das eigentliche
Filtermittel dient. Die Erhöhung kann durch entsprechende Bemessung des verformbaren
Werkstoffes und durch entsprechen de Ausbildung der den Übergang in den plastischen
Zustand bewirkenden Werkzeuge hergestellt werden. Sokannbeispielsweise ein Lötkolben
eine der erstrebten Erhöhungen angepaßte Vertiefung besitzen lizw. die \ustrittsöffnung
der Düse entsprechend geformt sein.
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Mit der Erfindung wird erreicht. daß bei sachgemäßer Ausführung der
als iiachtei lig erkannte Falschluft- bzw. Filtrateinfall vermieden wird.
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Der Vakuum- bzw. Druckluftbedarf wird auf Bruchteile des bisher benötigten
Bedarfs herahgesetzt. l)a nach dem erfindungsgemaßen Verfahren u. a. Abdichtungen
in einer l3reite von nur 1 bis 4 mm möglich sind, treten auch beispielsweise bei
der Filtrierung von Zellstoff keine Unter hrechungen in der vom Filter ablaufenden
Bahn auf. Die Abdichtung kann ohne großen Zeitaufwand einwandfrei ausgeführt werden
und verursacht geringe Kosten. die in keinem Vergleich zu den beträchtlichen Ersparnissen
stchen, die durch den geringeren Kraftverbrauch und die niedrigeren Anlagekosten
der Vakuumpumpe eintreten. Auch können die Trennleisten zwischen den Zellen nunmehr
ohne Nuten ausgeführt werden, wodurch die BEspannung der Filter sesentlich einfacher
wird und wobei die als Plattenbelag dienenden gelochten Bleche durchgchend mehrere
Zelleii überbrücken können und trotzdem eine einwandfreie Abdichtung voll Zelle
zu Zelle bewirkt wird.
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Das erfindungsgemäße Verfahren ist an Hand der Zeichnung an Ausführungsbeispielen
erläutert.
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Abb. 1 zeigt in stark vergrößertem Maßstab die Trennleiste eines
Trommelfilters im Schnitt und Abb. 2 eine weitere Ausführungsform einer Trennleiste
in Schnitt; Abb. 3 zeigt. ebenfalls im vergrößertem Maßstab, die Trenn- und Randleiste
eines Filters im Schnitt.
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Auf dem zylindrischen Filterkörper a ist der als grobmaschiges Dratgeflecht
ausgebildete Filterbelag b in üblicher Weise aufgelegt. Der Filterkörper a trägt
eine Trennleiste c, auf dem das Stützgewebe d aufliegt. Über das Stützgewebe d ist
das eingentliche Filtermittel. z. B. ein Filtertuch e gespannt. Ertindungsgemäß
sind im Bereich der Auflagefläche c@ der Trennleiste c die Zwischenräume zwischen
den einzelnen Maschen des Stützgewebes d mit einem Werkstoff f ausgefüllt, der,
wie bereits beschrieben. durch Temperaturerhöhung oder/und einem Lßsungsmittelzesatz
vorübergehend in einen plastischen oder halbflüssigen Zustand übergeführt wurde
und der hierbei die Maschen des Stützgewebes d im Bereich der Auflage c1 der Trennleiste
c ausgefüllt und sich mit derselben luftdicht verbunden hat. Häufig genügt eine
einfache Auflage des Filtertuches e auf der Dichtungsstelle.
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In besonderen Fällen kann eine besondere Abdichtung zwischen der
Dichtungsstelle und dem Filtertuch e dadurch geschaffen werden, daß gemäß der Abb.
1 an der Trennstelle c zwischen zwei Zellen des Filters die Dichtungsstelle eine
erhabene Erhöhung f1 erhält. die aus dem Dichtungswerkstoff während des aufbringens
hergestellt ist und als Auflage für das Filtertuch e dient.
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Gemäß Abb. 2 besitzt die Trennleiste c zwischen zwei Filterzellen
eine sich zum trommelinnern hin erweiternde schwalbenschwanzförmige Nut g, in die
das Stützgewebe d eingepaßt wird. Die Abdichtungsstelle kann an beliebiger Stelle,
zweckmäßig an der inneren Fläche der schwalbenschwanzförmigen Nut g angeordnet werden.
Das Stützgewebe d wird, wie an sich bekannt. in der schwal= benschwanzflörmigen
Nut g durch ein elastisches Druckmittel, z. B. Gummikörper h o. dgl., gehalten.
das gleichzeitig als abdichtende Auflage für das Filtertuch e dient. Der Filterbelag
b ist in diesem Falle als gelochtes Blech ausgebildet.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 wird das Stützgewebe d nebst
dem Filtertuch e auf dem Filterkörper in bekannter Weise durch ein stabförmiges
Druckmittel i festgehalten. Das Stützgewebe d liegt auf dem Filterbelag b auf. Dieser
bildet eine Auflagefläche c2 für das Stützgewebe d. das nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren mit einem vorübergehend in einen plastischen oder halbflüssigen Zustand
überzuführenden Werkstoff f im Bereich dieser Auflagefläche c2 ausgefüllt ist.
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Damit wird einerseits eine dichte Verbindung zwischen dem Filterbelag
b und dem Stützgewebe d hergestellt und andererseits dans Stützgewebe d in sich,
sowie gegenüber dem Filtertuch e und dem Druckmittel i abgedichtet.
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Die dargestellten Ausführungsbeispiele können auch bei Randleisten
an den Trommelenden in entsprechend abgeänderter Form angewendet werden.