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Spaltfilter mit hohem, gleichbleibendem Durchsatz
Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zur Filterung von Flüssigkeiten, die aus Scheiben zusammengesetzt
ist, welche zwei verschiedene Formen aufweisen und axial aufeinandergelegt sind,
wobei eine Scheibenform mit der anderen abwechselt. l)ie Flächen der Scheiben sind
so ausgebildet, daß sie eng aufeinanderliegen und die zu filtrierende Flüssigkeit
durch Spalten zwischen den Räneiern der Öffnungen in den sich herührenden Scheilosen
hindurchtritt.
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Gemäß der Erfindung werden dieFilteröffnungen eines Scheibensatzes
durch undurchbrochene Teile des anderen Scheil>ensatzes bedeckt. Diese undurchbrochenen
Teile sind von ähnlicher Gestalt wie die Filter (iffnullgen, aber um ein geringes
in den Ausmaßen größer, so daß sich die Flüssigkeit ihren Weg zwischen den überlappenden
Rändern parallel zu den Scheibenoberflächen bahnen muß.
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Die Erfindung kann zur Filterung beliebiger Flüssigkeiten Verwendung
finden, wobei es gleich ist, ob diese Verunreinigungen von mehr oder weniger fester
Beschaffenheit enthalten. Sie ist besonders für die Verwendung bei der Filterung
von Schmierölen von Verbrennungsmaschinen und anderen Anlagen und für die Treiböle
von Dieselmotoren o. dgl. geeignet, doch ist sie auch für andere Zwecke verwendbar,
wie beispielsweise zur Entfernung von mitgeführten Teilchen aus Kühlflüssigkeiten
zu industriellen Zwecken.
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Es ist bereits ein Filter bekannt, bei dem ein lose zusammenhängendes
Flechtwerk zur Anwendung gelangt, durch welches das Filtrat hindurchdringt, während
sich die Verunreinigungen der Flüssigkeit in dem Flechtwerk ablagern. Weiterhin
sind Filter des sog. Randtyps (Spaltfilter) bekannt, in welchen die Flüssigkeit
zwischen zwei parallelen
Flächen hindurchtritt, die in wesentlichen
Teilen Illit ihren Oberflächen in Berührung oder ziemlich naher Berührung stehen,
wobei die auszuscheidenden Verunreinigungen sich hauptsächlich außerhalb der Berührungsflächen
an deren Randteilen ablagern und den festen Verunreinigungsstoffen der eintritt
zwischen diese Elemente mehr oder wniger unterbungen wird. Wenn auch die vonliegende
Erfindung gewisse Ähnlichkeit im Aufbau mit diesen letztgenannten Flitern hat, so
beruht sie ihrem Wesen nach doch auf grundlegend unterscheidlichen Arbeitsbedingungen.
Beispielsweise wird bei dem genannten Spaltfilter die eigentliche Funktion durch
die Ansammlung einer gewissen Menge aii Verunreinigungen längs den Rändern tler
()l>erflächenteile unterbrochen und hierdurch der Flussigkeit der weitere Zutritt
zwischen diese Teile verwehrt. Dieser Filtratrückstand muß sodann in dem üblichen
Spaltfilter für gewöhnlich eiitferiit werden, sei es durch Auskratzen oder Auskämmen
oder auch durch eine Umkehrung des Durchflusses, damit das Filter wieder zur weiteren
Verwendung betriebsfähig wird. In dem Filter nach der vorliegenden Erfindung wird
jedoch eine solche. den normalen Gang unterbindende Ansammlung des Rückstandes an
den äußeren Flächen rändern vermieden und die übliche Betriebsdauer während welcher
das Filter einwandfrei arbeitet, ohne daß eine Entfernung des Rückstandes ertorderlich
ist, ganz wesentlich verlängert.
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In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungen der Erfindung und
die Mittel zur Durchführung des N'erfahrens wiedergegeben, und zwar zeigt Fig. 1
einen Längsschnitt durch die Mitte einer erfindungsgemäßen Filtervorrichtung, Fig.
2 und 3 perspektivische Einzelansichten von zwei Elementen, und zwar eines Leitstückes
und einer Scheibe, wie sie in einer Serie mit jeweils abwechselnder Aufeinanderfolge
in der Filtervorrichtung oder Anordnung nach Fig. 1 vorhanden sindd, Fig. 4 eine
der Scheiben nach Fig. 3, die mit einem Leitstück nach Fig. 2, entsprechend den
Betriebsverhältnissen, übereinandergelegt ist, Fig. 5 eine Scheibe nach Fig. 3 oder
Fig. 4, wo jedoch in diesem Falle das Leitstück nach Fig. 2 in Betriebsordnung unter
dieser dargestellt ist ; mit anderen B'orten, Fig. 4 zeigt eine Scheibe mit dem
n. ichsten Leitstück über dieser, während Fig. 5 dieselbe oder eine andere Scheibe
der Serie mit dem ooachsteio Leitstück unter dieser wiedergibt, fig. 6 einen Horizontalschnitt
nach Linie 6-6 von Fig.
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Fig. 7 bis 10 eine abgeänderte Ausführungsform der Erindung, und
zwar Fig. 7 einen Querschnitt entsprechend Fig. 6 Fig. 8 eine Draufsicht auf eine
der Scheiben und Fig. 9 und 10 Teilschnitte nach ctcn Linien 9-9 und lo-lo von Fig.
7, Fig. 11 bis 17 eine weitere Abwandlung, und zwar stellt Fig. 11, zum Teil in
Seitenansicht und zum Teil im Schnitt, eine auswechselbare Filtereinheit oder Patrone
entsprechend der von Fig. 1 dar, Fig. 12, 13 und 14 sind Querschnitte nach den Linien
12-12, 13-13 und 14-14 in Fig. 11; Fig. 15 ist ein Vertikalschnitt nach Linie 15-15
von Fig. 14 und Fig. 16 und 17 sind jeweils Draufsichten auf eine Scheibe und ein
L,eitstück nach Fig. 11, Fig. 18 einen Querschnitt entsprechend Fig. 13 mit der
Darstellung eines anders geformten Ausrichtteiles für die Scheiben- und Leitstückanordnung,
Fig. 19 einen Teilschnitt ino größeren Maßstabe nach Linie 19-1 von Fig. 21.
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Fig. 20 einen Querschnitt entsprechend Fig. 13 und 18 mit der Wiedergabe
einer anderen Form der Scheibe und des Leitstückes sowie des Ausrichtteiles, Fig.
21 eine gebrochene Schnittansicht von einem der die Verunreinigungen aufnehmenden
Einzelräume der zum Teil mit Verunreinigungen gefüllt ist, Fig. 22 bis 24, 25 bis
27 und 28 bis 30 zeigen drei weitere geänderte Ausbildungsformen von Scheiben und
Leitstückpaaren zur Veranschaulichung der Erfindung, wobei jeweils die erste Figur
der genannten (;ruppen das Leiststuck in der Auflage auf der Scheibe darstellt,
die zweite Figur eine Einzeldartellung der betreffenden Scheibe und die dritte Figur
vertikale Schnittansichten je nach den linien 24-24 der Fig. 22. 27-27 der Fig.
25 und 30-30 der Fig. 28 wobei zur besseren Übersicht die Leit- und Scheibenstücke
iii übertriebenem Al,-stand gezeichnet sind, und Fig. 31 zeigt eine gebrochene Schnittansicht
einer abgewandelten Konstruktion des einen Endes der Patrone gegenüber der, wie
sie in Fig. 1 dargestellt ist.
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In Ausführung des Filters nach der vorliegenden Erfindung werden
eine Anzahl von Zellen geschaffen, in welchen sich die Verunreinigungen ansammeln
können. Diese Zellen sind aus Einzelteilen gebildet, die ähnliche, geradlinige oder
in einer zusammenhängenden Iturve verlaufende Flächen aufweisen und rund um die
Filterachse herum angeordnet sind. Diese Einzelteile sind aufeinandergefügt und
haben die Form von ebenen oder flach kegelförmigen oder sphärisch geformten Plättchen
oder Scheiben mit dazwischenliegenden Leitstücken angemessener Größe, die zusammen
ein Filter ergeben, in welchem das Filtrat durch einen Spalt fließt, der anfangs
zwischen den Randflächen der Gleitstücke und den Flächen der Plättchen oder Scheiben
gebildet wird, wo diese. je nach ihrer Winkelanordnung, nach aneinanderliegen oder
in Berührung miteinander stehen. Unter Spalte ist also die Stelle verstanden, an
welcher die Trennung der festen Teilchen aus der Flüssigkeit stattfindet.
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I)(em Grundgedanken der Erfindung entsprechend bauen sich die Verunreinigungen
in den Zellen auf und wirken ihrerseits wieder als Vergrößerung der effektiven Flächen
der Leitstücke. Demgemäß wächst der Durchgang, tiurcll welchen das Filtrat fließt.
und die Verunreinigungen wirken bei diesem Vorgang als eines der Elemente. das bestimmend
für deit Weg ist, welchen das Filtrat nimmt. Auf
diese Weise karin
eine große Menge von Verunreinigungeil angesammelt werden, ohne daß das Filter nachteilig
beeinflußt wird, vielmehr wird die normale Filterwirkung beibehalten, bis die Zellen
vollständig mit Verunreinigungen gefüllt sind.
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Durch die dargelegte Wirkungsweise wird eine grol. Aufnahmeähigkeit
für die Verunreinigungen und trotzdem eine gleichbleibende, höchst wirkungsvolle
Entfernung der Verunreinigungen aus der Flüssigkeit erreicht. Da die lineare Ausdehnung
der Spalte, durch welche das Filtrat hindurchläuft, in weitem Nl aße die Fließgeschwindigkeit
durch das Filter beherrscht, wird eine Konstruktion, die einen verhältnismäßig weiten
Spalt und einen kürzerell Fließweg aufweist, die Fließgeschwindigkeit begünstigen
und umgekehrt eine im ganzen geringere Spaltweite und ein längerer Fließweg unter
sonst gleichen Bedimgungen einen weniger schnellen Durchfluß bewirken.
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Die Plättchen ulld Leitstücke, welche zur V erwendung kommen, können
stark abweichende For-Illell aufweisen und es sind mehrere dieser Formen in dieser
Beschreibung gezeigt, um die verschiedenen gewünsclltell Kennzeichen zu erläutern,
die unter steter Beibehaltung des gleichen Grundgedankens des Filtervorganges zur
Ausführung gebracht werden können.
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In den Fig. 1 bis 6 ist eine Form des Plättchens oder Scheibenstückes
oder einer Flosse dargestellt, sowie das mit dieser zusammenwirkende Trennotler
Leitstück. I)as Plättchen oder die Flosse ist durchgehend mit 35 bezeichnet, wie
in Perspektive in Fig. 3 wiedergegeben. Es besteht aus einem verhältnismäßig dünnen
Blatt oder Stück aus schwerem Papier, rappe oder anderem geeigneten Material und
weist im allgemeinen eine kreisförmige Gestalt auf, obwohl auch rechtwinklige oder
anderc Ausbildungen Anwendung finden können. Es besitzt eine zentrale Offnung 36,
von welcher sich Schlitze 37 radial nach außen erstrecken und bei 38, kurz vor der
Umfangslinie 39 des Plättchens, enden.
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Zwischen dem äußeren Umfang 39 und der Mittelöffnung 36 und zugleich
zwischen den Schlitzen 37 befinden sich die Öffnungen 40, die im allgemeinen in
der Mitte der Flächen liegen, die von diesen Teilen 36, 37 und 39 begrenzt werden.
An diametral gegenüberliegenden Stellen sind Vorsprünge 41 zur Einhaltung der gewünschten
Ordnung vorgesehen. wie nachstehend noch näher erläutert rd.
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Das durchgehend mit 42 bezeichnete und in Perspecktive iii l ; ig.
2 wiedergegebene Leiststück wird aus einem oder mehreren Blättchen aus ähnlichem
.\l aterial gebildet, wie beispielsweise aus schwerem Papier, Pappe oder anderem
Material, und ist für gewöhnlich etwas dicker als das Plättchen 35, je nach der
gewünschten Tiefe der Zelle. Es ist im allgemeinen rund gehalten oder von einer
Form, die der Form des Plättchens 35 entspricht, und besteht. wie aus Fig. 2 ersichtlich,
aus zwei konzentrischen Ringen 43 und 44, die durch Speichen 46 miteinander verbunden
Silld, zwischen deren die Einzelräume 45 liegen. l)ie Mittelöffnung ill dem Ring
44 ist mit 50 bezeichnet. An diametral gegenüberliegenden Punkten erstrecken sich
Vorsprünge 47 nach außen zu dem gleichen Zwecke der übereinstimmenden Einordnung,
wie sie bei den l'lättchen 35 erwähnt wurden.
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L) ie Plättchen 35 wechseln mit den Leitstücken 42 in einem Stapel
oder einer Aufreilhung ab, wobei sie von diesen, wie in Fig. 1 angedeutet, in Abstand
gehalten werden, so daß die Öffnungen und Schlitze in den Plättchen in vertikaler
Richtung alle übereinander geordnet liegen. Jedes Leitstück ist so eingeordnet,
daß seine Speichen 46 die Schlitze 37 der Plättchen beiderseits überdecken, während
der Ring 43 sich sowohl nach innen wie nach außen über den Rand der Plättchen erstreckt
und der lt ing 44 nach innen und außen die Mittelöffnung der Plättchen überdeckt,
so daß die sektorförmig eingeschlossenen Sammelzellen oder Einzelräume 48 (Fig.
4) gebildet werden. An dem Rande eines solchen jeden Raumes wird zwischen dem Rande
des Leitstückes oder der Erweiterung desselben infolge der angesammelten Verunreinigungen
und dem Plättchen an jeder Seite von diesem ein Spalt gebildet, durch welchen Spalt
die Filterung des Öls erfolgen kann.
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.\n einem Ende ist das letzte Glied 64 oder Leitstück des Stapels
ohne Öffnungen ausgebildet und schließt somit den Zutritt, der von den parallel
zusammengefügten Öffnungen Ao gebildet wird, ab.
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Die ungereinigte Flüssigkeit betritt den Raum oder die Zellenreihe
48 durch die übereinstimmenden Lochungen 40 und tritt aus dem Raum 48 durch die
angrenzenden Spalten 49, wie durch die Pfeile iI1 Fig. 4 angedeutet, aus, so daß
das Filtrat in den Raum eintreten kann, der durch die axial aufeinandergereihten
Öffnungen 36 der Plättchen und 50 der Leitstücke gebildet wird, sei es unmittell>ar
durch den Randspalt nach Richtung der Mittelöffnung oder durch die geradlinigen
Spalten in den radial sich erstreckenden Kanälen, welche mit dieser Öffnung in Verbindung
stehen. Auch kann das Filtrat den Raum durch die Spalte zwischen dem Ring 43 und
einem anstoßenden Plättchen und durch den Durchgang verlassen, der von dort nach
der äußeren Umfangsfläche des Stapels führt, von wo es durch den Behälter für den
Stapel weitergeleitet wird, wie weiter unten näher beschrieben.
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Die Fließgeschwindigkeit wird durch die lineare Länge der Aufteilung
oder des Spaltes für den ganzen Stapel bestimmt, welche durch verschiedene Älittel
variiert werden kann.
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I)ie l>lättchen 35 und Leitstücke 42 werden in der gewünschten
Ordnung durch eine Feder derart gehalten, daß ein übermäßiger in der Flüssigkeit
auftretender Druck die Plättchen und Leitstücke auseinanderzudrücken vermag und
so der Flüssigketi durhc Erweiterung der Spaltbreite einen Durchfluß verschafft.
Die geeignete Zusammenfügung der Plättchen oder Scheiben und Trennstücke erfolgt
mittels eines Behälters, der mit 52 (s. Fig. r) bezeichnet ist, in welchem der Stapel
untergehracht ist. Das Ganze stellt eine Filtereinheit oder eine Patrone dar, die
aus einer
zylindrischen Umwandung 53 besteht, welche an den Randteilen
des Stapels aus den Scheiben und Leitstücken einen gewissen Zwischenraum aufweist
und so einen Ringspalt 54 (s. Fig. I und 6) frei läßt. Die Endplatte 55 an dem Boden
ist an die Seitenwand 53 dicht angebördelt, wie bei 56, während außerdem in dieser
Bodenplatte 55 Offnungen 57 vorgesehen sind, die mit den übereinandergereihten Öffnungen
40 für den Eintritt der zu filternden, verunreinigten Flüssigkeiten übereinstimmen.
In der Bodenplatte 55 ist ferner ein Werkstoff- oder anderer Ring 58 in geeigneter
Weise eingesetzt, beispielsweise in der Form, daß der Ring mit einer Nut versehen
wird, in welche die Ränder der Bodenplatte eingreifen, wie in Fig. I dargestellt.
Die gegenüberliegende End- oder Deckplatte 60 des Behälters 52 ist wieder dicht
mit der Seitenwand 53 durch Bördelung verbunden, wie bei 6I dargestellt, und mit
einem Werkstoff- oder anderem Ring 62, ähnlich dem für die Bodenplatte, versehen.
Eine Verstärkungs- oder Halteplatte 65 befindet sich über dem oberen Plättchen oder
der Scheibe 64 des Stapels, während eine zylindrische Hülse 66, mit Flansch 67 zum
Aufsitzen auf der Platte 65, sich in die axial übereinandergeordneten Offnungen
36 und 50 des Stapels erstreckt. Diese Hülse nimmt eine Feder 68 auf, die einerseits
deren innere Endfläche 69 und anderseits die obere Platte 60 des Behälters unter
Federdruck setzt, so daß sie einen angemessenen Druck auf den Filterstapel aus den
Plättchen und Leitstücken in der in Fig. 1 wiedergegebenen aufgereihten Ordnung
ausübt.
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Die so zusammengesetzte Patrone ist auswechselbar in einem Gehäuse
untergebracht, das, wie dargestellt, aus einer zylindrischen Seitenwand 70 mit einer
Einlaßöffnung 7I in dieser und einer Grundplatte 72 besteht, welche etwas kegelförmig
ausgebildet ist und einen Ablaßstopfen 72 aufweist. Ein abnehmbarer Deckel 74 verschließt
das obere Ende des Gehäuses. Von dem Bodenstück 72 aus erstreckt sich ein zentrales
Rohr 75 nach oben, das eine Verdickung 76 für ein Lagerelement 77 aufweist. Die
Patrone 52 wird über das zentrale Rohr 75 mit ihren Werkstoffringen 58 und 62 geschoben,
so daß an ihrem oberen und unteren Ende mit dem Rohr ein fester Verschluß gebildet
wird und die Patrone mit ihrem unteren Ende auf dem Stützglied 77 aufsitzt. Eine
kegelförmig gewundene Feder 78 ist mit dem einen Ende in einer Ausnehmung oder Nut
79 mit der Halteschraube 80, die sich durch den Deckel erstreckt, verbunden und
drückt auf die obere Platte 60 der Patrone, wenn die Schraube mit dem oberen Ende
des Mittelrohres 75 verschraubt wird, um den Deckel in seiner Lage zu halten. Auf
diese Weise drückt die Feder 78 die Patrone gegen das Stützglied 77. Das Mittelrohr
75 dient mit seiner zentralen Bohrung 8I als Auslaß für die Flüssigkeit nach deren
Filterung.
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An der Innenfläche des Patronenbehälters 52, 53 sind U-förmige Führungen
82 (s. Fig. 6) angeordnet, beispielsweise durch Schweißen, um die Zungen oder Vorsprünge
41 und 47 der Plättchen und Leitstücke aufzunehmen und hierdurch diese Teile in
der gewünschten Aufeinanderfolge festzuhalten.
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Die zu filtrierende, mit Verunreinigungen versehene Flüssigkeit tritt
durch den Zulauf 71 in das Gehäuse.ein und füllt das ganze Gehäuse um die Patrone
52 herum an. Gewisse Teile der Verunreinigungen können sich hierbei bereits in der
Kammer 84 in dem Bodenstück absetzen, während die, die es nicht tun, mit der Flüssigkeit
nach oben durch die vorgesehenen Öffnungen 57 in der Bodenplatte der Patrone und
40 in den Filterplättchen zu den verschiedenen Einzelräumen 48 in dem Filterstapel
strömen, wobei der Stapel, wie beschrieben, beispielsweise durch die Feder 68 unter
Federdruck steht. Das Filtrat tritt durch die Spalten 49 der verschiedenen Einzelräume
48, wie vorstehend erläutert, oder durch die Teile selbst hindurch, wobei ein Teil
von ihm unmittelbar in den Raum fließt, der durch die Aufeinanderreihung der Öffnung
36 urid 50 gebildet wird, ein anderer Teil des Filtrats in die Rinnen 37 dringt,
welche unmittelbar mit diesem Raum in Verbindung stehen, während wieder ein anderer
Teil des Filtrats nach außen in den Raum 54 austritt, welcher ringförmig den Stapel
zwischen dem äußeren Randteil des letzteren und der anstoßenden Wand des l>atronenbehälters
umgibt. Das so in den äußeren Ringraum eingetretene Filtrat fließt an der Außenseite
des Stapels entlang nach oben und dann über das Ende oder den Kopf des Stapels weiter
und schließlich nach unten durch die Mittelöffnung in der die Feder enthaltenden
Hülse 66 ab. Von diesem Punkt aus tritt das Filtrat durch die Öffnung 85 in das
Mittelrohr 75 und dann durch die Ablaßöffnung 8I nach unten und außen zu einer geeigneten
Rohrleitung, die von der Vorrichtung fortführt.
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In den nunmehr in Betracht zu ziehenden Fig. 7 bis einschließlich
10 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Scheibe oder des i'lättchens und des
Trennstückes wiedergegeben. Das einzelne Plättchen ist durchweg mit go (Fig. 8)
bezeichnet und hat eine kreisförmige äußere Umfangskante 91 und eine mittlere Offnung
gIn, ähnlich der Ausbildung gemäß Fig. I bis 6. Bei dieser erstrecken sich jedoch
die Schlitze zwecks Schaffung einer festeren und härteren Form der Scheiben weder
bis zur mittleren Öffnung noch bis zu dem Außenrand, sondern enden vielmehr jeweils
kurz vorher. Dabei sind zwei verschieden lange Schlitze vorgesehen, von denen der
kürzere mit 92 gekennzeichnet ist, während der längere mit 93 bezeichnet ist. Die
Schlitze sind in diesem Falle durchweg radial angeordnet und erstrecken sich symmetrisch
von dem Mittelpunkt aus nach außen. Das Leitstück 94, das dazu dient, mit dem Plättchen
90 zusammenzuwirken, weist eine im wesentlichen kreisförmige Gestaltung in seinem
Umfange 95 auf und besitzt eine Mittelöffnung 96, von einer Weite, die ein wenig
größer ist als die der Mittelöffnung gIa des Plättchens go.
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In den Plättchen ist eine große Anzahl von zur Aufnahme der Verunreinigungen
geeigneten Öffnungen 97 vorgesehen, unterbrochen durch die Speichen 98. Der Rand
des Leitstückes ist, wie
l)eisj)ielswcise bei 99. mit Kerben versehen,
wie aus Fig. 7 ersichtlich. Sowohl die Plättchen als auch die Leitstücke weisen
Vorsprünge IOO und IOI auf, die in eine Rinne 82 zum Zwecke der gewünschten Einordnung
eingreifen.
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In der Zusammenfügung des Plättchens und der Leitstücke nach Fig.
7 und 8 liegen die einander entsprechenden Schlitze 92 der einzelnen Plättchen in
geordneter Folge, so daß sie alle in der Mitte der Öffnungen 97 in den Leitstücken
sich befinden und Eintrittswege für die zu filternde Flüssigkeit bilden. Die Speichen
98 der Leitstücke erstrecken sich über die längeren Schlitze 93, wobei sie diese
Schlitze 93 über die inneren Enden der Speichen hinausragen lassen, wie aus Fig.
7 ersichtlich, während die Schlitze an ihren äußeren Enden mit den zugeordneten
Einkerbungen 99 in Verbindung stehen. Auf diese Weise kann die Filtratflüssigkeit,
welche in diese Schlitze 93 eintritt, entweder nach innen durch deren innere Ausläufer
oder nach außen durch deren äußere Enden abgeleitet werden, wie durch die Pfeile
in Fig. 7 angedeutet.
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Durch eine derartige Anordnung, wie sie in den i/, eichllungen wiedergegeben
ist, bestehend aus einer stark vermehrten Anzahl von Einzelräumen 97 zur \ansammlung
der Verunreinigungen, nimmt die Gesamtlänge des Spaltes, durch welchen das Filtrat
hindurchfließt, ganz bedeutend zu und dementsprechend wird auch die Fließgeschwindigkeit
des Filtrats in einer so zusammengesetzten Stapelanordnung anwachsen. Auch sind
die Strecken, durch welche dieser eingeschränkte Durchfluß erfolgt, geringer geworden,
sei es längs des Spaltes oder durch einen Teil der angesammelten Verunreinigungen.
Da jedoch auf diese Weise der Flächeninhalt eines jeden Einzelraumes für die Verunreinigungen
verringert wird und somit die Menge der angesammelten Verunreinigungen bei einem
gegc1>cnei Durchmesser des Stapels und einer gegel>enen Dicke des Leitstückes
und der Tiefe des Einzelraumes somit eingeschränkt wird, ergibt sich die Notwendigkeit,
die Stapel häufiger auszuwechsein, als dieses bei einer gleichen Größe eines Stapels,
beispielsweise nach Art der in Fig. 2 bis 6 wiedergegebenen Ausführung, der Fall
ist. Mit anderen Worten, die Konstruktion und Anordnung der beiden aufbauenden Hauptglieder
des Filterstapels verleihen bei einer bestimmten Aufteilung des Gesamtraumes der
Aufnahmezellen oder Einzelräume für die Verunreinigungen sowie der Gesamtlänge des
die Zellen begrenzenden Spaltes der -Filtereinheit eine entsprechend große Aufnahmefähigkeit
für die Ansammlung von Verunreinigungen und entsprechend große Durchsatzgeschwindigkeit,
wie sie jeweilig den besonderen Umständen un(l der gesamten Einrichtung angepaßt
werden kann.
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Zur Einordnung eines solchen Paketes oder Stapels von Plättchen oder
Scheiben und der zwischenliegenden Trenn- oder Leitstücke 90 und 94 können heliehige
geeignete Alittel, in Uhereinstimmung mit den bisher beschriebenen Prinzipien zu
den Fig. I bis 6, Anwendung finden. In den Fig. 7 bis 10 ist der zylindrische Behälter
52 mit der Zylinderwandung 53 für den Stapel dargestellt, sowie das Mittelrohr 75
des Gehäuses, auf weichem Rohr die Patronenanordnung aufgesetzt ist. Eine geeignete
rinnenförmige oder sonstige Einordnungsvorrichtung 82, ähnlich der von Fig. I und
6, ist gleichfalls dargestellt, welche die Zungen 100 und IOI jedes einzelnen Plättchens
und Leitstückes umfaßt, um diese Stapelteile in der gewünschten Lage zueinander
und zu dem Behälter 52, wie in Fig. 7 gezeigt, zu halten.
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Der Durchfluß in der Patrone verläuft durch die aneinandergereihten
Schlitze 92 nach oben, wie in Fig. g dargestellt, und dann aus jedem Einzelraum
97 nach außen oder nach innen von diesen Einzelräumen hinaus, wie durch die verschiedenen
Pfeile in Fig. g angedeutet. Nachdem das Filtrat aus den die Verunreinigungen aufnehmenden
Einzelraum durch den Spalt abgeflossen ist, steigt es längs dem Filterstapel entweder
durch die inneren Öffnungen 91a, 96 oder die äußeren Öffnungen 99 an den, jeweiligen
Enden der Schlitze 93, die wieder in der Längsrichtung des Stapels übereinander
angeordnet sind, nach oben. In ähnlicher Weise, wie nach den Fig. 1 bis 7, tritt
das Filtrat, welches nach außen dringt, sei es auf dem Wege durch die Schlitze 93
oder durch einen anderen Teil des die Zellen begrenzenden Randes oder Spaltes, in
den Ringspalt 54 und dann den Stapel entlang und quer hinüber zu den zentral angeordneten
Öffnungen 91a und 96.
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Darauf fließt es zusammen mit dem Filtrat, das im Innern unmittelbar
zu diesen Öffnungen geströmt ist, in das Mittelrohr 75, beispielsweise durch in
diesem vorgesehene geeignete Öffnungen 75a (Fig. 7), und von hier durch das Mittelrohr
aus dem Filter hinaus.
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Es wird darauf hingewiesen, daß die sich bildende Ablagerung der
Verunreinigungen oder der sich aufbauende Schlammkuchen sich um den ganzen Spalt
erstreckt, der am Umfange jedes Einzelraumes vorliegt, und das Wachsen des Kuchens
in einer Richtung erfolgt entgegengesetzt derjenigen, die von dem Filtrat beim Abfluß
aus den Einzelräumen genommen wird. Dieses besagt, daß der sich bildende Kuchen
sich nach und nach der Offnung nähert, durch welche die mit Verunreinigungen beladene
Flüssigkeit den Einzelraum betritt. Die Flüssigkeit hat die Neigung, den kürzesten
Weg zum Abfließen zu suchen. Während sich der Schlammkuchen in Richtung zu der Eintrittsöffnung
92 vorbaut, sucht der Widerstand, welchen das Filtrat auf seinem Wege durch oder
längs einer Seite des Kuchens zwischen dem letzteren und der anliegenden Oberfläche
eines Plättchens oder einer Scheibe 91 zu überwinden hat, diesen engen Widerstand
oder Weg, durch den es hindurchtreten muß, zu erweitern. Es wird hierzu auf die
Fig. 19 bis 2I hingewiesen, in welchen die Verunreinigungen I32 im Verlauf der Flüssigkeitsfilterung
dargestellt sind.
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Eine weitere Ausführung, die eine Ausbildung der einzelnen Plättchen
und Leitstücke für einen Durchgang der Flüssigkeit in nur einer Richtung
betrifft,
ist in den Fig. II bis I7 wiedergegeben.
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Die durchgehend mit 105 bezeichneten Scheiben oder Plättchen haben
eine kreisförmige oder anders gestaltete Umfangslinie 106 und eine Mittelöffnung
107, von welcher sich Schlitze 108 radial bis zu einem Punkt kurz vor der Umfangslinie
106 derart erstrecken, daß diese Schlitze an ihren äußeren Enden geschlossen sind
und somit die Plättchen einen zusammenhängenden Aufbau erhalten. Ferner sind Einkerbungen
IO9 zum Zwecke der Aufeinanderreihung, wie nachstehend erläutert, vorgesehen. Das
Leitstück für diese Teile ist mit 110 bezeichnet und in Fig. I7 wiedergegeben. Es
besteht aus einem mittleren Ringstück 1 1 1 mit einer Mittelöffnung 112. Von dem
Ring III erstreckt sich eine Anzahl Speichen 113, an Zahl gleich den Schlitzen 108
von den Plättchen, nach außen, ol>ei diese so in ihren Ausmaßen geformt und angeordnet
sind, daß sie jeweils einen der Schlitze 108 der mit ihnen zusammengefügten Plättchen
überdecken.
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Diese Plättchen 105 und die Leitstücke 110 werden wieder übereinandergestapelt
oder axial in einer Patrone übereinandergefügt, die durchgehend mit 114 bezeichnet
ist und aus einer röhrenförmigen Wandung 115 mit Führungsrinnen 116 besteht, die
sich an diametral gegenüberliegenden Seiten in senkrechter Richtung erstrecken.
Die Führungsrinne 1 16 nimmt jeweils eine der Speichen 113 zwischen den beiden parallelen
Seitenwänden der Rinne auf, während die Ausnehmung 109 die Rinne überdeckt und die
äußeren Flächen der Seitenwände umfaßt. Auf diese Weise hält sie die Plättchen 105
und die Leitstücke IIO in solcher Ordnung, daß in Längsrichtung eine Übereinanderlagerung
der Öffnungen 107 und 112 erfolgt. Die Speichen 113 überdecken hierbei jeweils einen
Schlitz 108 und bilden die sektorförmigen Einzelräume II7 (Fig. I3) für die Aufnahme
der Verunreinigungen. Ein Leitstück 110 am Ende oder dem Boden ruht auf der anschließenden
End- oder Bodenfläche 118 der Patrone, die ihrerseits mit einem Werkstoffring 119
in der Platte versehen ist.
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Das obere Leitstück, allgemein mit I20 bezeichnet, an dem gegenüberliegenden
oder oberen Ende der Patrone ist, wie in Fig. I2 dargestellt, von der in Fig. I7
wiedergegebenen Form unterschieden, und zwar dadurch, daß in einer der Speichen
ein Schlitz 121 sich befindet, der an jeder seiner Seiten durch die Materialflächen
122 verstärkt wird. Dieser offene Schlitz dient für den Nebenfluß der zu filtrierenden
Flüssigkeit. Auf dem oberen Ende des Stapels liegt eine Druckplatte 123 auf, die
den Stapel an dessen äußerem Umfangsrand und außerdem um die Mittelöffnung herum
gerührt, jedoch an den Stellen hierzwischen von dem Stapel abgehoben ist. Dieser
nach oben sich erstreckende Teil kann, wie bei 123a, mit Lochungen versehen sein,
durch welche die Flüssigkeit im Nebenfluß von der Außenseite der Patrone ein treten
kann. Auf diese Abschlußplatte I23 wirkt eine Druckfeder I24 und zugleich auf die
untere Fläche der anschließenden End- oder Bodenfläche 125 der Patrone und übt so
den jeweils gewünschten Druck auf den Stapel aus. Die äußere zylinderförmig oder
anders rohrförmig gestaltete Patronenwand besitzt, beispielsweise bei I26, Öffnungen,
so daß der zu filternde Stoff durch diese Öffnungen I26 in den Raum I27 zwischen
der Wand 115 und dem im Innern liegenden Stapel eintreten kann.
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Von dort fließt er nach innen zu in die einzelnen die Verunreinigungen
aufnehmenden Räume 117 und durch oder längs den Verunreinigungen und durch die Spalten
I28 (s. Fig. 15) zwischen dem Ringteil 1 1 1 und einem anstoßenden Plättchen weiter,
um die Verunreinigungen I29 abzulagern.
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Auch fließt er zwischen den Speichen 1I3 und dem anstoßenden Plättchenteil
in die Schlitzausbildungen 108 und von hier aus zu den übereinandergerihten Öffnungen
107 und 112, sowie weiter in das Mittelrohr 75 des Gehäuses und durch den Boden
des Gehäuses bei 8I hinaus (s. Fig. I).
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In Fig. 18 ist ein Satz von I>lättchen oder Scheiben und Leitstücken
dargestellt, bei denen ein anderes Aufreihmittel zur tuwendung gelangt ist, das
von dem, wie beispielsweise in Verbindung mit Fig. 16 und 17 heschrieben, abweicht.
Zum Beispiel kann die Patrone nach Fig. t8 dieselbe wie die in Fig. 11 sein mit
einer Behälterwand 115.
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Es and dann an diametral gegenüberliegenden Zellen der letzteren Winkeleisen
I30 angeordnet, und die Plättchen und Leitstücke sind dementsprechend bei I3I mit
Kerben versehen, die diese Winkeleisen I30 aufnehmen und so die gewünschte Ordnung
der aufeinanderfolgenden Einzelteile in der Patrone aufrechterhalten. In Fig. 19
ist bei I32 eine Ansammlung der Verunreinigungen wiedergegeben, ähnlich der, wie
in Fig. 15 bei 129 gezeigt, und zwar zu Beginn oder noch ziemlich im Anfangszustand
des Filtervorganges.
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In Fig. 20 ist eine andere Ausbildung dargestellt, die Plättchen
oder Kreisscheiben 133 aufweist, welche bei I34 von der Alittelöffnung I35 aus nach
außen bis zu einem Punkt kurz vor dem Kreisumfang 136 geschlitzt sind. Das Leitstück
für diese Scheibe ist durchgehend mit I37 bezeichnet und besteht aus einem mittleren
lting I3S, von dem Speichen I39 abgezweigt sind, die dazu dienen, die Schlitze I34
in ähnlicher Weise. wie in Verbindung mit den vorhergehenden Zeichnungen heschrieben,
zu bedecken. Die Einhaltung der Ordnung von den Scheiben und Leitstücken erfolgt
jedoch in diesem Falle mittels der Stangen 140. die sich vertikal durch den Stapel
erstrecken und einige der Speichen 139 festhalten, wie z. B. die beiden in entgegengesetzten
Richtungen verlaufenden Speichen. wie sie in Fig. 20 dargestellt sind, bei denen
diese Stangen an deren Rändern so vorbeigeführt sind, daß sie eine seitliche Verschiebung
in beiden Richtungen sicher verhindern.
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In Fig. 22 bis 24 sind Scheiben 165 und Leitstücke I66 dargestellt,
welche ihrem Wesen nach ähnlich wirken wie die Ausführungen, die in Fig. 11 bis
I7 wiedergegeben sind. In diesen ist die Spaltfläche vergrößert und der Durchsatz,
ver-
gleichen mit einer entsprechenden anderen Stapelgröße, durch
eine seitliche Erstreckung der Schlitze 108 bei 167, beiderseits dieser radial verlaufenden
Schlitze 108, erhöht. In gleicher Weise sind die Speichen 113 nach den Seiten zu,
wie bei I68, erweitert, so daß sie die Schlitze 167 überdecken.
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Die weiteren Einzelheiten dieser Ausführung sind die gleichen wie
die in Fig. II bis I7, und es erübrigt sich somit eine besondere Beschreibung dieser
einzelnen Ausbildungen in den Fig. 22 bis 24.
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Eine abweichende Ausbildung für einen Durchgang der zu filtrierenden
Flüssigkeit von innen nach außen ist in den Fig. 25 bis 27 wiedergegeben, die als
Beispiel für eine Ausführung dienen, wo es erwünscht erscheint, daß die Spaltfläche
vergrößert wird, um einen schnelleren Durchfluß der Filter-Flüssigkeit zu gewährleisten.
Zu dem Zweck ist jede der Scheiben oder Plättchen I70 (Fig. 26) nach innen zu, wie
bei 171, von dem äußeren Rande I72 ausgehend, in parallelen Linien geschlitzt. Zur
Einordnung der Scheiben sind wieder Einkerbungen 173 vorgesehen. Die Leitstücke
174 bestehen im allgemeinen aus einem Kreisring mit einer oder mehreren Zungen I75
zur Einreihung und weiterhin mit nach innen sich erstreckenden Teilen I76, die jeweils
einen der Schlitze I7I der Scheiben I70 überdecken. In den letzteren sind die Öffnungen
177 vorgesehen wie auch in den früheren Fällen. diese dienen zur Aufeinanderreihung
und zur . \ufllallme der einfließenden Flüssigkeit, welche sodann in die Einzelräume
I78 strömt, die durch die Leitstücke zwischen deren Vorsprüngen 176 gebildet und
für den Durchtritt der zu filtrierenden Flüssigkeit in die Schlitze vorgesehen sind.
Von dort aus fließt sie nach außen zu dem Umfang des Stapels und durch den durchlochten
Patronenbehälter hinaus.
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Wenn ein Durchgang von außen nach innen in ähnlicher Weise wie nach
der Lehre des in den Fig. 25 bis 27 wiedergegebenen Stapels erfolgen soll, kann
eine Anordnung gemäß den Fig. 28 eis30 getroffen werden. Bei dieser weist das Plättchen-
oder Scheibenelement I80 eine zentrale Öffnung I8I mit untereinander verbundenen
Schlitzen auf, die so angeschlossen sind, wie in Fig. 29 wiedergegeben. Sie bestehen
in dem gezeigten Beispiel aus den radialen Schlitzen 182 und 183, von denen einer,
und zwar hier der radiale Schlitz 182, mit sich seitlich erstreckenden Schlitzen
184 und 185 versehen ist, so daß diese im vorliegenden Falle parallel zu den Schlitzen
I83 verlaufen. In den Rand der Scheibe sind wieder l'instellkerbungen 186 eingelassen.
Das zur Zusammenwi rkung mit dieser Scheibe bestimmte I.eitstück ist durchgehend
mit 187 bezeichnet und zeigt das in Fig. 28 wiedergegebene Muster. Es besteht aus
einer N1ittelöffnung I38 mit radialen Armen 189 und 190, von denen der letztere
mit Querarmen 191 und I92 versehen ist. in derArt, daß sie jeweils einen der Schlitze
der Scheibe 180 überdecken. Der sich radial erstreckende Arm I89 liegt in gleicher
Richtung mit den Kerben I86, so daß diese beiden Richtteile das rinnenförmige Führungsglied
II6, wie in Fig. II wiedergegeben, einschließen und die richtige Aufeinanderfolge
der Scheiben und Leitstücke so sichern, daß die gewünschten Spalten für den Durchtritt
geschaffen werden. Die Verunreinigungen werden in den Einzelräumen 193 aus der von
dem Außenrande her eintretenden Flüssigkeit ausgeschieden.
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Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß der Stapel aus den Scheiben
oder Leitstücken vielfältig verschiedene Formen aufweisen kann. Das mit den Verunreinigungen
beladene 01 oder eine sonstige Flüssigkeit kann von der Außenseite des Stapels nach
innen zum Mittelpunkt fließen und von dort durch die Mittelöffnung des Stapels abströmen,
oder auch von dem Mittelpunkt nach außen durchdringen und am äußeren Rande des Stapels
abgeleitet werden. Auch kann ein Durchtritt in beiden Richtungen stattfinden, in
dem die mit Verunreinigungen versehene Flüssigkeit in eine Zelle oder einen Einzelraum
zwischen dem äußeren Umfang und der Mittelöffnung eintritt, so daß sie in jeder
von diesen beiden Richtungen abströmt.
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In jedem Falle tritt das C)1 durch einen Spalt, und die lineare Länge
dieses Spaltes bestimmt die Durchgangsgeschwindigkeit der Flüssigkeit durch das
Filter. Wenn das Öl oder Filtrat durch den Spalt hindurchtritt, werden die Verunreinigungen
in der Flüssigkeit daran gehindert, mit dieser Flüssigkeit durchzuströmen, und zwar
ändert sich dieses in Abhängigkeit von der Größe der festzuhaltenden Verunreinigungsteilchen.
Die Verunreinigungen bauen sich von dem am Anfang vorhandenen Spalt aus nach außen
auf, wie bei I29 in Fig. 15 oder I32 in Fig. 19 oder Fig. 21 gezeigt, und bilden
einen Kuchen, der nach und nach den freien Raum in der Zelle oder den Einzelraum
II7 anfüllt. Während sich dieser Kuchen in Richtung von den Grenzwänden des Einzelraumes
fort aufhaut und so eine Ausdehnung oder die Bildung einer Zuflußführung zu den
Abflußspalten von der Eintrittsöffnung aus bewirkt, fließt das Filtrat durch den
Kuchen hindurch oder längs dem Kuchen entlang und zwischen der Oberfläche des Kuchens
und den Plättchenoberflächen beiderseits des Kuchens hindurch und weiterhin durch
den Spalt 128 (s. Fig. I5) zwischen dem Leitstück und den Plättchen an dessen beiden
Seiten. Auf dieseWeise vergrößern die Verunreinigungen im Ergebnis die Größe des
Leitstückes, indem sie einen Teil von dessen Wirkung übernehmen, und es ergibt sich
ein Spalt oder eine Aufspaltung an den in einem Winkel zusammenstoßenden Flächen
des Plättchens und dem Rande des Kuchens, da sich die Verunreinigungen in Richtung
nach dem Teil, von welchem die Flüssigkeit in jeder Zelle, die zu deren Ablagerung
dient, eintritt, aufbaut. Dieser Spalt zwischen dem aus den Verunreinigungen gebildeten
Kuchen und der Scheibe setzt sich in gleicher Weise fort, wie der ursprüngliche
Spalt, und dadurch wird erreicht, daß die Fließgeschwindigkeit der Flüssigkeit durch
das Filter im wesentlichen über die ganze Lebensdauer der Patrone oder des Stapels
konstant bleibt, d. h. bis
alle Zellen mit Verunreinigungen gefüllt
sind. Es ist jedoch festgestellt worden, daß, wenn der Zwischenraum für die Verunreinigungen,
beispielsweise in Fig. 15 der Zwischraum I77, ganz angefüllt ist und die äußere
Kante der Scheibe 105 erreicht ist, eine völlig veränderte Lage sich ergibt und
an dieser Stelle die Verunreinigungen dann die Spalten oder Spaltenzugänge, welche
sich längs der äußeren Oberfläche befinden, völlig blockieren und somit den Filterdurchfluß
mit Ausnahme des Nebenschlußdurchganges abdrosseln.
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Solange jedoch noch ein Häutchen oder eine Wand vorhanden ist, auf
der sich die Verunreinigungen aufbauen können, tritt dieses nicht ein.
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Im Hinblick nochmals auf die Fig. I5 und I9 wird darauf hingewiesen,
daß diese, da die Flächen 129 im Schnitt dargestellt sind und zudem den aus den
Verunreinigungen sich bildenden Kuchen in einem Anfangszustand wiedergeben, in der
Wiedergabe immer nur als s innere Teile der Zellen oder Einzelräume dieser Figuren
erscheinen.
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Im tatsächlichen Betrieb baut sich jedoch der Schlamm in gleicher
Weise rund um den ganzen Umfang des jeweiligen Einzelraumes auf und zwar schrittweise
von der Grenzwand des Leitstückes fort und zu der Eintrittszone für die noch nicht
gereinigte Flüssigkeit (s. Fig. 21) hin. Dabei erfolgt dieses nach Art einer Deltabildung,
indem der Kuchen sich nach vorn von den auseinandergehenden Spalten des jeweiligen
Einzelraumes aus vorbaut, während das Filtrat entweder durch den Abfluß zwischen
dem Kuchen und der anstoßenden Plättchenoberfläche in der beschriebenen Weise abfließt
oder durch die Schlammablagerungen und dann durch den Spalt.
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Diese deltaähnliche Ausbildung des Schlammkuchens erscheint charakteristisch
zu sein für den Vorgang während der ganzen Entwicklung des Kuchens bis der Einzelraum
angefüllt ist und anscheinend auch davon, daß die Filtrierung unter dem wachsenden
Körper der abgesetzten Verunreinigungen hindurch erfolgt. Der Ablagerungskörper
oder Kuchen wirkt somit mit den genannten Oberflächen zusammen, was dazu führt,
den flltrierenden Spalt, welcher anfangs an der Verbindungsstelle der Plättchen
und' der Leitstücke sich befand, zurückzuverlegen und einen Filtratableitungsweg
von der jeweils beschlagenen Eintrittsöffnung für die Filterung zu dem anfänglichen
Filterrand des Raumes zu bilden. Auf diese Weise wirkt der sich bildende Kuchen
selbst hinsichtlich der Fließrichtung und des Filtervorganges in Verbindung mit
der glatten Oberfläche der die Verunreinigungen aufnehmenden und tragenden Fächer
oder Plättchen mit, wobei der Weg des Filtratflusses und der gesamte Spalt für die
Filterung selbst zum Teil von der Oberfläche des sich entwickelnden Verunreinigungskörpers
bestimmt wird.
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Bei einem Fluß der Flüssigkeit von außen nach innen zu, beispielsweise
wie in dem in den Fig. II bis 20, 22 bis 24 und 28 bis 30 dargestellten Stapel,
sucht der Flüssigkeitsdruck den Stapel zusammenzupressen. Umgekehrt drückt bei dem
Fließsystem von innen nach außen, wie in den Fig. 25 bis 27 wiedergegeben, der Flüssigkeitsstrom
bei diesem Verlauf die Plättchen und Leitstücke auseinander und entgegen dem umgekehrt
gerichteten Druck der Feder. In den Darstellungen nach Fig. 1 bis 10, nach welchen
der Strom in beiden Richtungen sowohl von innen nach außen als auch von außen nach
innen zu verläuft, tritt auch eine ausdehnende Einwirkung auf den Filterstapel auf,
und zwar entgegen dem Druck der Feder, die diesen zusammenzudrücken bestrebt ist.
Diese letzteren Filterausbildungen, bei denen der Öldruck gegen die Feder, die den
Stapel zusammenzuhalten sucht, gerichtet ist, sind unter gewissen Umständen erwünscht,
und zwar dann, wenn, kein Fließen im Nebenfluß vorgesehen ist. Wenn nämlich der
Druck zu sehr infolge irgendeiner XTerstlopfung des Filters ansteigt, kann der Flüssigkeitsdruck
die Häutchen oder Plättchen und Gleitstücke voneinander heben und der Flüssigkeit
einen Durchlaß gewähren, wenn auch mitsamt den Verunreinigungen, aber ohne das ganze
System stillzulegen oder schädlich zu beeinflussen. Es s ist somit nach der Erfindung
auch möglich, einen Volldurchflul3-filter zu schaffen, der sich dazu eignet, das
Öl oder die Flüssigkeit in einem einzigen Durchgang zu reinigen und somit besonders
zur Anwendung bei der Filterung von Speiseölen wie auch von Vergasermotoren- oder
Dieselschmierölen geeignet ist.
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Die Feder, welche den Druck auf den Stapel aus den Plättchen und
Leitstücken ausübt, dient auch zur Kontrolle der Spaltweite, welche durch den Flüssigkeitsfluß
bestimmt wird somit also auch zur Kontrolle der Größe der Teilchen, die zurückgehalten
werden. Beispielsweise wird die Feder 68 in Fig. 1 eine bestimmte Spannung haben,
um einen Druck der gewünschten Größe nach den Bedingungen gemäß der Darstellung
von Fig. 1 auszuüben. Wird ein anderer Druck gewünscht, um Teilchen von abweichender
Fi (Griße, beispielsweise solche von kleinerem Durchmesser, al) zusetzen, ist an
Stelle der Feder 68 eine Feder mit anderer Spannkraft (in dem angenommenen Falle
von höherer Spannung) zu verwenden, so daß auch die kleineren Teilchen ausgeschieden
werden. Natürlich müssen alle anderen Bedingungen l)Ci einer solchen Verstellung
die gleichen l)leillen. diese Bedingungen betreffen den Druck der zu filtrierenden
Flüssigkeit und die Viskosität der Flüssigkeit in einem gegebenen Stapel voll l'lättchen
und Leitstücken.
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In anderen Fällen wird es wünschenswert sein, die Spannung der Feder,
welche den Druck auf den Stapel aus den Plättchen und Leitstücken ausübt, verstellbar
zu halten. In Fig. 31 ist eine abgeänderte Ausführungsform von Fig. 1 wiedergegeben,
mittels welcher eine solche Verstellung durchgeführt werden kann. Die obere Patronenwand
60 weist zu diesem Zwecke eine mit Gewinde versehene Büchse I95 auf, in welcher
eine Schraubenmutter I96 eingedreht ist, die gegen den Ring I97 zur Wirkung kommt,
gegen welchen die Feder 68
drückt. Durch Drehen der Schraubenmutter
196 derart, daß sie sich nach innen bewegt, wird die Feder zusammengedrückt und
hierdurch ein größerer Druck auf den Stapel ausgeübt. Zur Bildung eines dichten
Verschlusses zwischen dem Bolzen 75 und der Stellmutter, die von der Patrone getragen
wird, dient eine Buchse I97a aus Werkstoff.
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Es wurde ferner gefunden, daß ein Nebenschluß, etwa in der in Fig.
II und I2 dargestellten Art, besonders zur Erwärmung des Filters während der anfänglichen
Inbetriebnahme geeignet ist. Dieser N'ebenschluß dient dazu, dem Öl 1 einen Durchfluß
zu gestatten, ohne daß es durch den Stapel der Leitstücke fließt und so den Filter
und das Ö1 anwärmt, wodurch die Einstellung zufriedenstellender Bedingungen beschleunigt
wird. Es sei ferner darauf hingewiesen, daß die verschiedenen Abweichungen in der
Konstruktion, die in Verbindung mit der einen oder der anderen dargestellten Ausl)
ildungsform erläutert sind, in ähnlicher Weise bei den anderen der erwähnten Ausbildungen
Anwendung finden können, und zwar betrifft dieses nicht nur solche Merkmale, wie
den Schlitz oder andere Endöffnungen I2I zur Bildung eines Nebenschlusses, sondern
auch die Mittel zur Lagerung und Aneinanderreihung der Filterelemente des Stapels
selbst sowie auch die verschiedenen Koml>inationen und ! Anordnungen der den
Durchfluß steuernden Schlitze in den Fächern oder Plättchen, die die Verunreinigungen
aufnehmen.
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Der Filterstapel ist in aufrechter Lage dargestellt und in seiner
Arbeitsweise in dieser Lage beschrieben, doch kann natürlich der Filterstapel auch
in horizontaler Lage gleich gut zur Wirkung kommen, und die Hinweise, wie z. B.
vertikal oder horizontal, sind lediglich in Verbindung mit der Erläuterung unter
Bezugnahme auf die besondere Stellung des gezeichneten Filterstapels verwendet.
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PATENTANSPROCHE: I. Spaltfilter, gekennzeichnet durch Scheiben von
zwei verschiedenen Formen (35 und 42), die axial aufeinandergereiht sind und miteinander
abwechseln, wobei die Flächen der Scheiben durchweg so ausgebildet sind, daß sie
dicht aneinanderliegen urtd die zu filtrierende Flüssigkeit durch Spalte (40) zwischen
den Rändern von Offnungen in den anliegenden Scheiben durchtritt und die filternden
Öffnungen (37) des einen Satzes der Scheiben in der Form ähnlich aber ein wenig
kleiner in den Ausmaßen sind, als die verschlossenen Teile (46) des anderen Scheibensatzes,
derart, daß diese verschlossenen Teile (46) etwas die erwähnten Filteröffnungen
(37) überlappen, so daß die Flüssigkeit gezwungen ist, ihren Weg zwischen den überlappenden
Rändern parallel zu den Scheibenoberflächen hindurch zu nehmen.