DE82246C - - Google Patents

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DE82246C
DE82246C DENDAT82246D DE82246DA DE82246C DE 82246 C DE82246 C DE 82246C DE NDAT82246 D DENDAT82246 D DE NDAT82246D DE 82246D A DE82246D A DE 82246DA DE 82246 C DE82246 C DE 82246C
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DENDAT82246D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F1/00Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock
    • Y02P20/145Feedstock the feedstock being materials of biological origin

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Preparation And Processing Of Foods (AREA)

Description

Wyss Maschinenfabriken
Aktiengesellschaft
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 16: Düngerbereitung.
ERNST REUTHER in BERLIN.
aller Art.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Oktober 1894 ab.
Die Zerlegung thierischer Stoffe durch hohe Temperatur zwecks Extrahirung des Fettes und Gewinnung von Dungpulver geschieht mittelst Apparate, in welchen hochgespannter Dampf direct auf das Rohmaterial einwirkt, wobei sich Fett und der gröfste Theil des sogenannten Constitutionswassers von der festen Fleisch- und ■ Knochensubstanz absondern und am Boden des Gefä'fses sammeln. Das Fett trennt sich hier vom Constitutionswasser und kann ohne Weiteres abgelassen werden, während der Stickstoffgehalt der übrig bleibenden Brühe am besten durch Eindampfen gewonnen wird. Die Eindampfung wird sich um so billiger stellen, je concentrirter diese Brühe ist, d. h. es ist im Interesse eines ökonomischen Betriebes erforderlich, jede vorherige Verdünnung, wie solche bei dem bisherigen Verfahren durch den eingeführten Kochdampf erfolgt, zu verhindern.
. Dieser Zweck wird vollkommen durch das folgende Verfahren erreicht. Dasselbe basirt auf dem Gedanken, den Kochdampf nicht mehr wie bisher direct auf das Rohmaterial zu leiten, sondern vielmehr den Wassergehalt des Fleisches selbst in Dampf überzuführen und in diesem Dampfe zu kochen:
Fig. ι stellt den zur Durchführung des Verfahrens angewendeten Apparat in seiner einfachsten Form dar. Derselbe besteht aus einem Gefäfs a, welches am unteren Theil mit einer beliebig geformten Heizfläche b (in vorliegendem Fall mit einem Dampfmantel) ausgerüstet und durch einen Siebboden c in zwei Hälften getheilt ist, deren obere' das Rohmaterial enthält, während die untere die abtropfenden Flüssigkeiten aufnimmt. Die.übrige Einrichtung besteht im Wasserstandszeiger d zur Erkennung der angesammelten Flüssigkeitsmenge, Dampfventil e zur Heizung des Dampfmantels, Hahn h zum Ablassen des Fettes, Hahn f zur Abführung der Luft beim Beginn des Betriebes und Ventil g zur Abführung des Dampfes beim Eindicken der Leimbrühe. ■:
Das Verfahren vollzieht sich nun in folgender Weise: Nachdem der Behälter α mit Cadavern etc. gefüllt ist, wird der Dampfmantel b durch Oeffnen des Ventiles e geheizt und gleichzeitig Hahn f geöffnet, um der sich erwärmenden Luft freien Abzug aus dem Apparat zu gestatten. Infolge der trocknen Erwärmung der Cadaver wird sehr bald Wasser aus dem Fleisch abtropfen, unten auf den Dampfmantel fallen und hier schnell in Dampf übergeführt werden. Letzterer steigt auf, umspült das Fleisch, erwärmt dasselbe und fördert damit das weitere Austreten des Constitutionswassers. In demselben Mafse aber nimmt nun die Dampfentwickelung zu, bis schliefslich der Apparat ganz mit Dampf gefüllt ist und letzterer durch den Hahn f abströmt. Es wird nun dieser Hahn geschlossen, worauf der Dampf im Innern Druck annimmt und bald die Spannung des den Mantel b heizenden Dampfes erreicht. Von
(2. Auflage, ausgegeben am 26. Januar i8g8.)
diesem Augenblick an steht das Fleisch also unter genau derselben Einwirkung, als ob der frische Dampf gleicher Spannung direct in den Apparat einströmte, ohne jedoch dafs irgend welche Wasserzuführung, d. h. Verdünnung der Leimbrühe, stattfindet. Sobald nun an dem Wasserstand d die Flüssigkeit eine bestimmte Höhe erreicht hat, welche dem Maximalflüssigkeitsgehalt des zu verarbeitenden Rohmaterials entspricht, wird für kurze Zeit der Kochprocefs durch Schliefsen des Ventiles e unterbrochen und während dieser Periode das auf der Leimbrühe schwimmende Fett durch Hahn h abgezapft. Um dies auch bei schwankendem Niveau möglich zu machen, ist der Hahn mit passender Einrichtung zu versehen, etwa, wie in Fig. ι dargestellt, mit einem drehbaren Rohr ζ, dessen Ende auf das jeweilige Niveau gestellt werden kann. Nach Abzapfen des Fettes wird der Kochprocefs weitergeführt und von nun ab durch das Ventil g der Dampf so lange abgelassen, bis die Leimbrühe vollständig eingedampft ist. Es befinden sich nun im Apparat oberhalb des Siebbodens nur noch trockene Fleisch - und Knochensubstanzen, sowie unterhalb des Siebbodens die festen Rückstände des verdampften Constitutionswassers.
Dieser vorbeschriebene Apparat hat den Nachtheil, dafs während des Kochens das Gemisch von Leimwasser und Fett in steter Bewegung ist und daher leicht eine schmutzige schaumartige Emulsion bildet, aus welcher das Fett nicht ohne besondere kostspielige Manipulationen gewonnen werden kann. Dieser Uebelstand ist durch die in den Fig. 2 und 3 dargestellten Apparate beseitigt, und zwar dadurch, dafs das Fett nicht mehr direct auf der kochenden Leimbrühe ruht, sondern dafs beide Flüssigkeiten in getrennten Gefäfsen sich befinden. In Fig. 2 ist Gefäfs k am Boden mit Dampfmantel / oder einer sonst passenden Heizvorrichtung versehen und unter dem Siebboden m eine Fangschale η angebracht, welche alle aus dem Fleisch abtropfende Flüssigkeit aufnimmt und durch Rohr 0 nach dem Behälterp hinleitet. Hier scheidet sich Fett von dem Leimwasser in Ruhe ab, und letzteres fiiefst durch Rohr q auf den Dampfmantel Z zurück und wird hier verdampft. Der entwickelte Dampf steigt genau, wie bei Fig. 1 beschrieben, auf und findet entweder neben der Fangschale oder durch besondere Kanäle genügend freien Weg, um zum Fleisch zu gelangen und dasselbe zu zerkochen. Durch richtige Dimensionirung des Gefä'fses ρ kann man leicht erreichen, dafs nie Fett durch Rohr q in den Apparat k eintritt. Es ist dann leicht, "das Fett ohne Unterbreehung des Kochprocesses durch Hahn r abzulassen und dann das Leimwasser in k durch OefFnen des Ventiles s völlig einzudampfen.
Bei Fig. 3 ist für das Verdampfen des Leimwassers ein getrennter Behälter t mit Dampfmantel ν aufgestellt. Sobald der Dampfmantel geheizt ist, erwärmt sich die Luft im Gefäfs t und wirkt durch das nach oben zum Gefäfs u hinführende Rohr auf das Rohmaterial ein, infolge dessen eine Absonderung von Wasser aus dem Fleisch stattfindet. Das Gemisch von Fett und Wasser sammelt sich in dem unteren Theil des Kochgefäfses u, wo in Ruhe die Trennung beider Flüssigkeiten vor sich geht. Auch hier fiiefst dann stets nur Wasser auf den Dampfmantel ν zurück. Der Betrieb ist also genau derselbe, wie bei Fig. 2 beschrieben. Der Dampfmantel wird durch Ventil w geheizt; Ventil χ dient zur Abführung des Dampfes während der Eindickung des Leimwassers.
Sämmtliche Apparate gestatten also in gleicher Weise die Durchführung des neuen Verfahrens, nämlich die Cadaver im Dampfe des eigenen Wassers zu kochen, ohne dafs letzterer von aufsen her irgend welche Vermehrung erfährt. Die Apparate nach Fig. 2 und 3 gewähren überdies noch den ökonomischen Vortheil, die siedende Leimbrühe getrennt vom Fett zu halten und dadurch letzteres in vollster Reinheit zu gewinnen. Erwähnt sei noch, dafs die Apparate in beliebiger Form und Anordnung, insbesondere sowohl stehend, -als auch liegend ausgeführt werden können. Sollte das freie Abziehen des Dampfes aus den Ventilen g, s und χ wegen des anhaftenden Geruches nicht statthaft sein, dann kann der Dampf in einer passenden Condensationseinrichtung niedergeschlagen oder auch dadurch desodorirt werden , dafs man der siedenden Leimbrühe passende Chemikalien, etwa übermangansaures Kali, beifügt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    .1. Verfahren zur Gewinnung von Dungpulver, Leim und Fett aus thierischen Stoffen aller Art, darin bestehend, dafs das in einem geschlossenen Gefäfs auf einem Siebboden oder dergleichen befindliche Rohmaterial nur in dem aus dem abtropfenden Wasser entwickelten Dampf gekocht wird, worauf nach Abscheidung des Fettes das weitere Zerkochen unter gleichzeitiger Concentration der erhaltenen Leimbrühe durch Oeffnen des Dampfablafsventils erfolgt.
    2. Zur Ausführung des durch Anspruch 1. geschützten Verfahrens:
    a) ein Schmelzkessel, unter dessen Siebboden eine Fangschale (n) mit daran angeschlossenem Fettabscheidungsgefäfs (p) angeordnet ist, aus welchem die Leimbrühe unter. Zurücklassung
    des Fettes nach dem unteren Theil des Schmelzkessels zurückfliefst, oder b) ein Schmelzkessel, bei welchem die Heizvorrichtung an einem mit ihm zweckentsprechend verbundenen Nebengefä'fs angeordnet ist,
    zum Zweck, dem aus dem Rohmaterial durch den Siebboden abtropfenden Gemisch von Fett und Leimbrühe Gelegenheit zur gegenseitigen Absonderung zu geben, und das Wasser getrennt vom Fett zur Verdampfung zu bringen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT82246D Expired DE82246C (de)

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