DE820152C - Verfahren und Einrichtung zur Feststellung von Verschaltungen in Fernmeldekabeln durch Pruefung des magnetischen Wechselfeldes der verschalteten Stromkreise - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Feststellung von Verschaltungen in Fernmeldekabeln durch Pruefung des magnetischen Wechselfeldes der verschalteten Stromkreise

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DE820152C
DE820152C DEG159A DEG0000159A DE820152C DE 820152 C DE820152 C DE 820152C DE G159 A DEG159 A DE G159A DE G0000159 A DEG0000159 A DE G0000159A DE 820152 C DE820152 C DE 820152C
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Wilhelm Graf
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/32Reducing cross-talk, e.g. by compensating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Locating Faults (AREA)
  • Testing Of Short-Circuits, Discontinuities, Leakage, Or Incorrect Line Connections (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Feststellung von Verschaltungen in Fernmeldekabeln durch Prüfung des magnetischen Wechselfeldes der verschalteten Stromkreise Beim Verspleißen mehrpaariger Kabel unterlaufen häufig Verschaltungen, die zu Nebensprechen zwischen den verschalteten Sprechkreisen führen. Zur Feststellung solcher Verschaltungen sind elektrische Meßverfahren mit Gleichstrom oder Wechselstrom bekannt, die von einem Kabelende aus durchgeführt werden und den Abstand der fehlerhaften Spleißstelle von der Meßstelle liefern. Diese Messungen sind zeitraubend und oftmals unsicher, namentlich bei verwickelten Verschaltungen.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren und eine Einrichtung, mit denen durch eine elektrische Prüfung am freigelegten Kabel der Sitz der Verschaltung unmittelbar und eindeutig festzustellen ist. Das Verfahren kann im AnschluB an die übliche Fehlerortsmessung ausgeübt werden, um die Richtigkeit der Messungen nachzuprüfen und ein unnötiges öffnen von Muffen bei Meßfehlern zu vermeiden, oder es kann auch unter Verzicht auf eine vorhergehende Fehlerortsmessung zur Eingrenzung der Fehlerstelle dienen. Das Verfahren beruht auf folgender Grundlage: Schickt man in eine atn Ende geschleifte Doppelader einen tonfrequenten Wechselstrom, so wird in einer dem Kabelmantel genäherten Spule durch das Wechselfeld der Doppelader eine Wechselspannung erzeugt, die über einen Verstärker in einem Hörer einen Ton erzeugt. Eine Einrichtung dieser Art mit Spule, Verstärker und Hörer ist als Kabelsuchgerät bekannt. Ist nun eine Ader des benutzten Paares an einer Stelle mit einer Ader eines anderen Kabels vertauscht, so daß der Strom hinter dieser Stelle unpaarig verläuft, so ergibt sich dort eine andere Feldstärke. Durch Vergleich der Tonstärke beim Prüfen vor und hinter einer Spleißstelle müßte man demnach die Verschaltung erkennen können. Der Vergleich ist aber schwierig, weil der Lautstärkeunterschied an sich- nicht groß ist; er. wird zudem dadurch erschwert oder geradezu unmöglich," daB.die Strahlung infolge des Aderdralls örtlich sehr verschieden ist. Liegt nämlich die Ebene der beiden vom Wechselstrom durchflossenen Adern parallel .zur Windungsebene der Spule, so entsteht ein Maximum, stehen die Ebenen dagegen senkrecht zueinander, so ergibt sich ein Minimum. Infolgedessen hört man beim Ver-, schieben der Spule längs des Kabelmantels einen an- und abschwellenden Ton im Abstand des Aderdralls.
  • Erfindungsgemäß wird nun die Prüfung auf Spleißfehler dadurch wesentlich verbessert, daß beide von der Vertauschung betroffenen Paare mit Wechselstrom beschickt werden. Schaltet man sie z. B. nach Bild i a oder i b, so durchfließt der Wechselstrom in einem bestimmten Augenblick die zusammengehörigen Adern vor der fehlerhaften Spleißstelle den Pfeilspitzen entsprechend gleichsinnig, hinter ihr gegensinnig. Im ersten Abschnitt, wo der Stromverlauf der bekannten Vierer-Schaltung. entspricht, addieren sich die Wirkungen der Ströme, im andern subtrahieren sie sich, wenn man von den zusätzlichen Wirkungen des (nicht gezeichneten) Aderdralls absieht. Infolgedessen entsteht vor und hinter der Spleißstelle ein erheblicher Strahlungsunterschied und damit eine sehr unterschiedliche Lautstärke beim Prüfen mit dem Suchgerät. Besonders groß ist der Lautstärkeunterschied, wenn es sich um ein sternverseiltes Kabel handelt. Bei dieser Verseilungsärt sind immer je zwei Paare zu einem Seil verdrallt, wobei die zu einem Paar gehörigen Adern die diagonalen Eckpunkte eines Quadrats bilden, wie es in Bild 2 a perspektivisch (ohne Drall).@und in 213 und 2c im Querschnitt dargestellt ist. Wird ein solcher Sternvierer in gleicher Weise wie in Bild i mit Wechselstrom beschickt, so heben sich die magnetischen Felder im ersten Abschnitt fast völlig auf (Bild 2b), während sich im zweiten Abschnitt ein kräftiges Feld ausbildet. Die fehlerhafte Spleißstelle ist demnach daran zu erkennen, daß vor ihr reit dem Suchgerät fast nichts,' hinter ihr ein lauter Ton wahrnehmbar ist.
  • Doch auch mit dieser Verbesserung kommt man noch nicht in allen Fällen eindeutig zum Ziel. Will man nämlich an irgendeiner leicht zugänglichen Stelle des Kabels feststellen, ob man sich vor oder hinter einer Vertauschung befindet, so ist es schwierig, dies an der dort beobachteten Lautstärke allein zu erkennen. Man benötigt einen Vergleich. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird dieser dadurch geschaffen, daß der Stromverlauf in den verschalteten Adern durch Umschaltung am Kabelanfang in bestimmten Zeiten wechselt. Hierzu dient eine Umschaltevorrichtung, die nach Bild 3 aus einem Schalter S (Federsatz oder Kurbelschalter) besteht, der in bestimmter Zeitfolge durch einen Motor mit - Nockenscheibe, eine Relaisschaltung o. dgl. umgelegt wird. Bei der In' Bild 3 a und 3b dargestellten Stellung fließt der Strom in Richtung der offenen Pfeilspitzen, so daß er vor der -Vertauschung. .die beiden Paare in Vierer-Schaltung, dahinter in paariger Schaltung durchläuft. Wird der Schalter nach unten umgelegt, so fließt der Strom in Richtung der vollen Pfeilspitzen, also im ersten Abschnitt paarig, im zweiten vierermäßig. Dementsprechend wechselt beim Umschalten an jeder Stelle des Kabels die Lautstärke im Hörer des Suchgeräts, wie es durch die Größe der über dem Kabelbild gezeichneten Kreise angedeutet ist. An Hand der Umschaltezeiten, die z. Bz auf 3 und 6 Sekunden bemessen sein mögen, kann man daher an jeder Kabelstelle die Art des Stromverlaufs feststellen und somit erkennen, ob man sich vor oder hinter der Vertauschung befindet, und kann die fehlerhafte Spleißstelle auf diese Weise leicht eingrenzen. Erleichtert wird die Prüfung, wenn der Summerstrom, wie beim Kabelsuchen üblich, durch ein Morsezeichen moduliert wird, so daß die Schaltzeiten durch die Zahl der Morsezeichen gekennzeichnet sind. Auf diese Weise gelingt es, auch verwickelte Mehrfachverschaltungen zu klären, die mit den bisher bekannten Verfahren schwer oder gar nicht zu entwirren sind.
  • Ein Beispiel einer solchen Verschaltung ist in Bild 4 an einem sternverseilten Kabel dargestellt. Die gewöhnliche Durchprüfung mit Leitungsprüfer usw. würde nur eine Vertauschung zwischen den Paaren 2°-2b und 3°-3b, also von einem Viererseil in das nächste, ergeben, weil die Adern im übrigen am Ende richtig ankommen. Daß weitere Fehler vorliegen, ist aus dem Nebensprechen zwischen den vier Paaren zu vermuten, jedoch läßt sich über die Art der Vertauschungen nichts aussagen. Es liegt hiernach nahe, zunächst mit der Schaltung 4a zu beginnen. Die Prüfung ergibt bis zur Fehlerstelle B die für einen Sternvierer normale Folge und Stärke der Induktion, dahinter eine völlig abweichende Erscheinung, weil der Stromkreis von hier ab ein anderes Viererseil mitbenutzt. Damit wäre die Fehlerstelle B eindeutig ermittelt, und man könnte diese Muffe nun öffnen und an den Teillängen weiterprüfen. Man kann die Prüfung aber auch über die ganze Länge fortsetzen, z. B. nach Bild 4b. Hietbei erkennt man mit Sicherheit die Fehlerstelle C, während im übrigen die Beobachtungen nicht eindeutig sind.
  • Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, würde man nun vielleicht nach 4c prüfen. Dabei würde sich mit Sicherheit die Fehlerstelle A ergeben, denn hinter ihr besteht auf der ganzen Kabelstrecke ein ungewöhnlicher Stromrichtungswechsel.
  • In der Schaltung .f'd endlich erkennt man mit Sicherheit sogleich alle drei Fehlerstellen, da Folge und Stärke der Strahlung auf allen vier Abschnitten eindeutig verschieden sind.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Feststellung von Verschaltungen in Fernmeldekabeln, bei dem den verschalteten Adern ein tonfrequenter Wechselstrom aufgedrückt und das von diesem Strom abgestrahlte magnetische Feld durch eine Spule mit Verstärker und Hörer geprüft wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Strom den miteinander durch die Vertauschung gekoppelten Paaren in Viererschaltung zugeführt und aus dem Unterschied der Strahlung vor und hinter der Verschaltung die fehlerhafte Spleißstelle ermittelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, claß der Strom den zu prüfenden Paaren abwechselnd in Viererschaltung und in paariger Schaltung zugeführt wird, so daß an jeder Stelle des Kabels der Lautstärkeunterschied im Prüfgerät erkennen läßt, ob man sich vor oder hinter der Verschaltungsstelle befindet.
  3. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorzugsweise aus einem Federsatz bestehender Umschalter durch einen Motor mit Nockenscheibe, eine Relaisschaltung o. dgl. in bestimmten unterschiedlichen Zeitabschnitten umgeschaltet wird, so daß mit dem Prüfgerät an Hand dieser Schaltzeiten oder der dem Summerstrom aufgedrückten Morsezeichen an jeder Stelle des Kabels die Schaltungsart zu erkennen ist.
DEG159A 1949-10-25 1949-10-25 Verfahren und Einrichtung zur Feststellung von Verschaltungen in Fernmeldekabeln durch Pruefung des magnetischen Wechselfeldes der verschalteten Stromkreise Expired DE820152C (de)

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