DE817080C - Kinderwagen - Google Patents

Kinderwagen

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Publication number
DE817080C
DE817080C DEM1941A DEM0001941A DE817080C DE 817080 C DE817080 C DE 817080C DE M1941 A DEM1941 A DE M1941A DE M0001941 A DEM0001941 A DE M0001941A DE 817080 C DE817080 C DE 817080C
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DE
Germany
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bracket
axis
stroller according
arm
carriage frame
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Expired
Application number
DEM1941A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Miklos
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AVE TRANSPORTMITTEL HOLDING A
Original Assignee
AVE TRANSPORTMITTEL HOLDING A
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Publication date
Application filed by AVE TRANSPORTMITTEL HOLDING A filed Critical AVE TRANSPORTMITTEL HOLDING A
Application granted granted Critical
Publication of DE817080C publication Critical patent/DE817080C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62BHAND-PROPELLED VEHICLES, e.g. HAND CARTS OR PERAMBULATORS; SLEDGES
    • B62B9/00Accessories or details specially adapted for children's carriages or perambulators
    • B62B9/02Accessories or details specially adapted for children's carriages or perambulators providing for travelling up or down a flight of stairs

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

  • Kinderwagen Es sind bereits Kinderwagen mit einer Einrichtung zur Erleichterung des Befahrens der Randsteine beim Überqueren der Straße von einem Bürgersteig zum anderen ohne Veränderung der Lage des Wagenkastens, also bei horizontaler Lage desselben, bekanntgeworden. Zu diesem Zweck ist jede Radachse auf einem Paar von Lenkern gelagert, deren jeder einen in seiner Längsrichtung angeordneten, mit einem festen Stift des Wagengestells zusammenwirkenden Führungsschlitz aufweist und am freien Ende mit einem am Wagengestell gelagerten Hebel gelenkig verbunden ist, der unter der Wirkung einer Feder die Wagenräder gegen die Fahrbahn zu drücken sucht. Beim überqueren der Straße wird ein vom Führungsholm des Wagens ausgehendes Gestänge betätigt, das die für die Fahrt auf ebener Bahn vorgesehene Verriegelung aufhebt und gleichzeitig ein jeder Radachse zugeordnetes, auf einem Schwenkhebel in der Mittelebene des Wagens vorgesehenes Hilfsrad gegen die Fahrbahn schwenkt. Diese Einrichtung ist überaus umständlich und für das Befahren mehrerer aufeinanderfolgender Stufen, z. B. von Treppen, nicht gecigrnet. Es sind auch schon Kinderwagen vorgeschlagen worden, die durch zweiteilige Ausbildung der Karosserie die Umwandlung eines Kastenwagens in einen Sportwagen ermöglichen und zu diesem Zweck wegen der hierbei auftretenden Schwerpunktverlagerung des Wagens als Schwinghebel ausgebildete Radachsen aufweisen, die kurbelzapfenähnlich ausgebildet und um i 8o' schwenkbar sind und durch Zugfedern in ihren Endstellungen gehalten werden.
  • Die Erfindung betrifft einen Kinderwagen mit schwenkbar angeordneten Radachsen und bezweckt, durch einfache bauliche Ausgestaltungen. das Befahren von Treppen zu ermöglichen und mit wenigen Handgriffen den Wagen bei verschieden geneigter Rückenlehne und Fußraste zum Sitzen und Liegen geeignet sowie zur Beförderung des Wagens auf öffentlichen Verkehrsmitteln auf handliche Größe zusammenklappbar zu machen. Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß wenigstens eine der Radachsen mit ihren Tragarmen einen um eine feste Achse des Wagengestells drehbaren U-Bügel bildet,. der zur Verkürzung des Radstandes in der Richtung zur anderen Achse zum Befahren von Stiegen schwenkbar ist. Bei einer abgeänderten Bauart sind die um eine feste Achse des Wagengestells drehbaren U-Bügel zwangsläufig mitciilander verbunden und vollführen im wesentlichen gegenläufige Schwenkbewegungen. Eine einfache 'Bauart ergibt sich, wenn wenigstens ein Tragarm eines der U-Bügel über seine Drehachse hinaus verlängert ist und dort an einem Lenker angreift, dessen anderes Ende mit dem Tragarm des anderen U-Bügels unterhalb dessen Drehachse gelenkig verbunden ist.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsformen beispielsweise dargestellt.
  • Fig. i und 2 zeigen den Kinderwagen in Seitenansicht bzw. in Draufsicht, wobei die Rückenlehne und die Fußraste sich in einer zum Liegen des Kindes geneigten Stellung befinden.
  • Fig. 3 zeigt den Wagen in Seitenansicht in einer anderen Stellung der Teile. In den Fig. 4 und 5 sind die Räder des Wagens während des Befahrens einer Stiege in zwei aufeinanderfolgenden Phasen ersichtlich gemacht.
  • Fig.6 zeigt den Wagen in zusammengeklappter Stellung, Fig. 7 bei abgenommenen.Rädern und darauf aufgesetzten Schlittenkufen und Fig. 8 eine Einzelheit. Eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist in den Fig. 9 bis 13 dargestellt, und zwar zeigt Fig. -9 eine Seitenansicht des Kinderwagens und Fig. i o eine Draufsicht hierzu, jedoch bloß bis zur vertikalen Mittelebene des Wagens bei abgenommener Sitzfläche, da die andere Hälfte gleichartig ausgebildet ist.
  • Fig. i 1 bis 13 zeigen Seitenansichten des Wagens in der vorbereiteten Stellung zum Befahren bzw. während des Befahre 1s von Stiegen.
  • Das Wagengestell besteht im wesentlichen aus einem Rahmen, dessen Längsleisten i an den Enden etwas aufgebogen sind und Drehbolzen 2, 3 für eine Fußraste 4 bzw. die Rückenlehne 5 aufweisen. An der Unterseite der aus U-förmig gefalteten Blechen bestehenden Querleisten 6 sind Lagerlaschen 7, 8 angeschweißt, in welchen Drehzapfen 9, i o gelagert sind, um die die Achsen 11, 12 der Wagenräder 13, 14 schwenkbar sind, wozu jede Achse i i bzw. 12 mit Armen 15 bzw. 16 zu einem Bügel ausgebildet ist. Die Anne 15 sind über die Drehbolzen 9 unter Bildung von Winkelarmen 17 hinaus verlängert, deren gabelförmiges freies Ende, um 9ö verdreht, einen Stehbolzen 18 umgreift, der an der Unterseite der Querleiste 6 befestigt ist und einer Schraubenfeder 19 als Widerlager dient. Jedem Bügelarm 16 ist ein gleichfalls tun den Drehbolzen i o schwenkbar gelagerter Arm 20 zugeordnet, dessen freies Ende zur Aufnahme eines Schraubenbolzens 21 um 9o° verwunden ist (Fig. 8), der mit einer Öse 22 bei 23 am Arm 16 schwingend befestigt ist. Jeder Arm 2o weist nahe seiner Lagerstelle eine Bohrung 24 auf, die in der in Fig. i dargestellten Lage mit Löchern der Lagerlasche 8 zur Deckung kommen, so daß die Arme 2o durch hindurchgeführte Steckbolzen gegen Schwenkbewegungen gesichert werden können. Zwischen den Armen 16 und 2o ist um den Bolzen 21 je eine Schraubenfeder 25 vorgesehen, deren Spannung durch die Schraubenmutter des Bolzens 21 regelbar ist und die bei Fahrt auf ebener Strecke die Stöße der Fabrtunebenheiten auffängt. Ulm jeden Bolzen io ist eine Schraubenfeder 26 angeordnet, deren Enden einerseits an der Unterseite der einen Querleiste 6, anderseits am Arm 2o abgestützt sind und dabei so gespannt sind, daß sie die Achse 12 samt den Rädern 14 entgegen dem Uhrzeigersinn (Fig. i ) um den Bolzen 1 o zu drehen und in der dargestellten Lage zu halten suchen, die, wie erwähnt, bei Fahrt auf ebener Bahn durch den durch die Löcher 24 geführten Steckbolzen gesichert werden. Die Rückenlehne 5 ist an ihren Seitenleisten mit den hinteren Enden von Armstützen 27 gelenkig verbunden, deren vordere Enden je an einem bogenförmig gekrümmten, bei 28 an der zugehörigen Leiste i schwenkbar befestigten Lenker 29 mittels Bolzen 30 gelenkig angreifen. Ein bei 31 gelagerter Bügel 32 untergreift mit seinem Steg die Fußraste 4 und kann an der Unterseite in bekannter Weise in Rastenhaken 33 eingehängt werden und somit die Fußraste 4 in einer bestimmten Schräglage zur Sitzfläche 34 halten. Der bei 35 an den Längsleisten i des Rahmengestells schwenkbar angreifende Lenkbügel 36 trägt an gegenüberliegenden Stellen seiner Längsholme je ein Gelenk 37 und einen bei 38 schwenkbaren Sperriegel 39, der mit einem Bolzen 4o am Ende des benachbarten Teiles des Längsholmes zusammenwirkt und beide Teile in der in Fig. 3 ersichtlichen Stellung sichert. Ein bei 41 schwenkbarer Lenker 42 mit am freien Ende vorgesehenen Stellöchern 43 kann auf einen Bolzen 44 oder in der in Fig. 7 ersichtlichen Stellung des Lenkbügels 36 auf das vorstehende Ende des Lenkzapfens 28 aufgesteckt und in gewünschter Lage gegen Schwenkbewegung während der Fahrt gesichert werden. Ein an der Unterseite jeder Armstütze 27 bei 45 angelenkter Stellbügel 46 weist an den -Bügelarmen an gegenüberliegenden Stellen winkelförmig ausgebildete Rastenschlitze 47 auf, die auf die vorstehenden Drehzapfen 3 der Rückenlehne 5 nach Wahl eingehakt werden können und damit die Rückenlehne in verschiedener Schräglage sichern.
  • Nach dem Aushängen des Stellbügels kann die Lehne in irgendeine andere gewünschte Schräglage z. B. aus der in Fig. 3 ersichtlichen Stellung in die nach Fig. i gebracht werden, wobei die durch die Armlehne 27 und die Lenker 29 mit der Fußraste durch den Büge132 in Verbindung stehende Fußraste selbsttätig aus der in Fig. 3 ersichtlichen Lage in die nach Fig. i gelangt, und umgekehrt.
  • Soll der Kinderwagen über eine Stiege geführt werden, so wird der Bügel 12, 16 nach dem Lösen der Steckstifte aus den Bohrungen 24 von der Stellung nach Fig. i entgegen der Kraft der Feder 26. in die Stellung nach Fig.3 geschwenkt und hierauf unter Zug an dem Lenkbügel 36 gegen die Stufen der Stiege bewegt, bis das Räderpaar 14 an der ersten Stufe anliegt (Fig.3) und hierauf unter weiterer Spannung der Feder 26 in die in Fig. 4 ersichtliche Stellung verschwenkt wird, worauf das Räderpaar gemeinsam angehoben wird und über die vordere Kante der Stufe rollen kann, wobei aber gleichzeitig unter teilweiser Entspannung der Feder 26 auch das andere Räderpaar sich auf die erste Stufe aufsetzt. Beide Radsätze 13, 1 4 nehmen dann wieder eine in Fig. 3 ersichtliche Stellung ein, worauf sich der geschilderte Vorgang bei der nächsten Stufe wiederholt. Auf diese Weise kann der Wagen ohne jedes Neigen von einer einzigen Person rasch und ohne besondere Mühe über Stiegen hinauf- oder hinuntergefahren werden, was stoßlos und sanft erfolgt, da die Federn 16 und 26 die Stöße auffangen.
  • Wie aus Fig. 6 ersichtlich, kann der Wagen weitmöglichst zusammengeklappt werden, so daß er auf öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden kann. Wie ersichtlich, wird die Rückenlehne 5 nach vorn geklappt, wobei sich die Armlehnen 27 gegen den um 180° umgelegten Lenkbügel36 legen. Die Fußraste 4, die in Fig. 6 nicht ersichtlich ist, liegt dabei zwischen Rückenlehne 5 und Sitzfläche 34, da sie um die Drehbolzen 2 zurückgelegt werden kann. Die untere Querstütze 48 wird vorher um das Gelenk 49 an die Fußstütze 4 angeschwenkt. Der Lenkbügel 36 wird durch federnde Haken 5o sowie durch die Lenker 42, die auf seitliche Bolzen 51 der Lenker 29 aufgesteckt werden, in der in Fig. 6 ersichtlichen Stellung gesichert. Das Rad 14 wird unter Spannung der Feder 26 knapp mit der Achse 12 an das Fahrgestell herangeschwenkt und durch einen schwenkbaren Haken 53 in dieser Lage festgehalten.
  • Nach der Abnahme der Räder 13, 14 kann auf die Achsen seitlich je eine Kufe 52 aufgesteckt und mit den üblichen Bügelklemmen gesichert werden (Fig. 7), so daß der Wagen auch als Schlitten benutzbar ist.
  • Bei der in den Fig. 9 bis 13 ersichtlichen zweiten Ausführungsform ist die Anordnung der Rückenlehne 5, der Fußraste 4, der Armstützen 27 sowie des Lenkbügels 36 gleich der der vorstehend beschriebenen Ausführungsform. An den einander zugekehrten Flächen der Längsleisten i (Fig. 9 und to) ist je eine Leiste 54 befestigt, deren nach abwärts gebogene Enden je einen Drehbolzen 55 bzw. 56 tragen. Die Bolzen 55 an den vorderen Enden bzw. die Bolzen 56 an den hinteren Enden der Leisten 54 sind achsengleich angeordnet und dienen zur schwenkbaren Lagerung der Tragarme 15 bzw. 16 der Achsen i 1, 12 für die Vorder- bzw. Hinterräder 13 bzw. 14. Die Tragarme 1 5 und 16 sind nach oben zu über ihre Drehachsen hinaus verlängert. Die Verlängerungsarme 16' stützen sich in der in Fig.9 ersichtlichen Lage mit ihrer Vorderkante gegen. seitliche Anschläge 57 der Leisten 54, so daß der von den Tragarmen 16 und der Hinterradachse 12 gebildete U-Bügel über die in Fig. 9 ersichtliche Stellung hinaus entgegen dem Uhrzeigersinn nicht verschwenkt werden kann. Die Verlängerungsarme 15' tragen an ihren Enden Drehbolzen 58 für Lenker 59, die bei 6o unterhalb deren Drehachse 56 gelenkig mit den Tragarmen 16 verbunden sind. Die Anordnung ist so getroffen, daß der Abstand des Drehbolzens 58 vom Bolzen 55 ungefähr doppelt so groß ist wie derjenige des Drehbolzens 6o vorn Bolzen 56 und die durch die Bol-, zen 58 und 55 bzw. 6o und 56 hindurchgeführten Verbindungsgeraden in der Stellung der Tragarme 15, 16 für die Fahrt des Wagens auf ebener Fahrbahn (Fig.9) einen Winkel von ungefähr l20° miteinander einschließen. Die unteren Enden der von Flacheisen gebildeten Tragarme 15 bzw. 16 sind um 9o° gegenüber ihrer Schwenkebene verwunden und sind paarweise unterhalb der Radachsen i 1 bzw. 12 durch Querstäbe 61 bzw. 62 miteinander verbunden. An den vorderen Tragarmen 15 sind bei 63 Auslegerarme 64 befestigt, an deren freien Enden je ein Schraubenbolzen 65 verankert ist, welche mit Spiel durch die Vorderradachse i i hindurchgeführt sind und sich gegen die Tragarme 15 mit ihren Schraubenköpfen abstützen. Zwischen der Achse i i und dem Auslegerarm 64 ist eine schraubenförmige Druckfeder 66 konzentrisch zum Stehbolzen 65 vorgesehen. Die Hinterradachse ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, in gleicher Art abgefedert. Der Lenkbügel 36 greift bei 35 an gegenüberliegenden Stellen der Rahmenlängsleisten i in üblicher Weise schwenk- und feststellbar an.
  • Bei Fahrt auf ebener Fahrbahn befinden sich die Achsen i i und 12 mit ihren Rädern 13, 14 in der in Fig.9 ersichtlichen Stellung, die durch die Anschläge 57 gesichert ist; so daß sich die Achsen über diese Lage hinaus unter dem Gewicht und gegebenenfalls der Last des Wagens nicht voneinander entfernen können. Die Last des Wagens wird von den Federn 66 abgefangen. Zum Befahren von Stiegen wird die Hinterradachse 12 aus der Stellung nach Fig. 9 in die nach Fig. i i geschwenkt, was durch geringes Anheben des rückwärtigen Teiles des Wagens um die Vorderräder 13 mittels des Lenkbügels 36 und gleichzeitiges Vorschwingen der Achse 12 samt den Rädern 14 mit dem Fuß mühelos geschehen kann. Hierdurch wird der Lenker 59 etwas nach vorn bewegt. Gleichzeitig werden die Tragarme 15 etwas steiler gegen die Fahrbahn gestellt und somit das Wagengestell unwesentlich angehoben. In dieser Stellung wird der Wagen mit dem Lenkbügel 36 gegen die erste Stufe der Stiege gezogen, bis die Hinterräder an der vorspringenden Kante der Stufe 67 anliegen und an dieser unter weiterem Verschwenken der Tragarme 16 in die in Fig. 12 ersichtliche Stellung verschwenkt werden. Gleichzeitig gelangen die Tragarme 15 über die Lenker 59 in die Stellung nach Fig. 12 in senkrechte Lage zur Fahrbahn, was ein Anheben des Fahrgestells bewirkt, wodurch das Rollen der Hinterräder 14 über die Kante der Stufe 67 unterstützt wird. Durch den Zug an dem Lenkbügel36 gelangen in weiterer Folge die Vorderräder 13 an die Kante der Stufe, bewirken beim Darüberrollen gleichzeitig ein Zurückschwenken der Tragarme 15 in die in Fig. 13 ersichtliche Stellung, wobei gleichzeitig über die Lenker 59 ein Zurückdrängen der Tragarme 16 in ihre Ausgangsstellung bewirkt wird. Dies hat ein neuerliches Anheben des Wagengestells durch Steilerstellen der Tragarme 16 zur Folge, wodurch nunmehr das Rollen der Vorderräder über die Kante 67 der Stufe unterstützt wird. Die Hinterräder 14 gelangen hierbei in Anlage an die Kante der nächsten Stufe 68, worauf sich der geschilderte Vorgang wiederholt und die Vorderräder 13 über die Oberkante der Stufe 67 hinwegrollen können. Beim Abwärtsfahren des Wagens über die Stiege erfolgen die geschilderten Bewegungsvorgänge in umgekehrter Reihenfolge. Wie ersichtlich, stützen sich beide Räderpaare des Wagens durch die zwangsläufige Verbindung ihrer U-Bügel auch beim Befahren von Stiegen gleichzeitig auf den Stufen ab, wodurch die Führung des Wagens gegenüber der ersten Ausführungsform wesentlich erleichtert ist und der (Ibergang von Stufe zu Stufe ohne Verwendung einer besonderen, den rückwärtigen Bügel zurückdrückenden Feder stoßlos erfolgt, da die Räder 13, 14 in jeder Stellung der Bügel gemeinsam über die Stufen rollen,. Durch die beschriebene Ausbildung des Verbindungsmechanismus zwischen den U-Bügeln ist der Schwenkwinkel des rückwärtigen Bügels mehr als doppelt so groß wie der des vorderen Bügels.
  • Die zwangsläufige Verbindung der U-Bügel i i; 61, 15 und 12, 62, 16 kann an Stelle der Lenker 59 auch durch andere Mittel, z. B. durch auf den Schwenkachsen der Tragarme fest angeordnete, ineinandergreifende Zahnsegmente oder durch Hebelgestänge, Seilzüge u. dgl., erfolgen. Auch kann der dargestellte, an beiden Längsleisten des Sitzrahmens vorgesehene Verbindungsmechanismus bloß an einer Seite oder in der Mitte unterhalb der Sitzfläche vorgesehen sein. Die Abfederung des Wagengestells kann bei unmittelbarer Verbindung der Radachsen mit den Tragarmen der U-Bügel durch Anordnung von Federn zwischen den Tragarmen und dem Fahrgestell erfolgen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kinderwagen mit schwenkbar angeordneten Radachsen, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der Radachsen (i i bzw. 12) mit ihren Tragarmen (15 bzw. 16) einen um eine feste Achse des Wagengestells (1, 6) drehbaren U-Bügel bildet, der zur Verkürzung des Radstandes in der Richtung zur anderen Achse zum Befahren von Stiegen schwenkbar ist.
  2. 2. Kinderwagen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die U-Bügel (i i, 61, 15 bzw. 12, 62, 16) zwangsläufig miteinander verbunden sind und gegenläufige Schwenkhewegungen vollführen.
  3. 3. Kinderwagen nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Tragarm (15) eines der U-Bügel (11, 61, 15) über seine Drehachse (55) hinaus verlängert ist und dort an einem Lenker (59) angreift, dessen anderes Ende mit dem Tragarm (16) des anderen U-Bügels (12, 62, 16) unterhalb der Drehachse (6o) gelenkig verbunden ist.
  4. 4. Kinderwagen nach den Ansprüchen i und 2; dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der Tragarme (16) des anderen U-Bügels (i i, 61, 15) über seine Drehachse (6o) hinaus verlängert ist und mit einem festen Anschlag (57) des Wagengestells zusammenwirkt.
  5. 5. Kinderwagen nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragarme (15 bzw.16) für die Vorder- bzw. Hinterradachse (ii bzw. 12) je einen Schraubenbolzen (65) tragen, der mit Spiel durch jede Achse (i i bzw. 12) 'hindurchtritt und am Ende ein Widerlager (64) trägt, gegen das sich eine gegen die Achse (i i bzw. 12) wirkende Druokfeder (66) abstützt.
  6. 6. Kinderwagen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die U-förmigen Bügel (i 1, 15 bzw. 12, 16) entgegen der Kraft von Federn (i 9, bzw. 26) schwenkbar sind.
  7. 7. Kinderwagen nach den Ansprüchen i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Bügelarm (16) der Achse (12) ein um denselben Drehbolzen (i o) lose schwenkbarer Arm (2o) zugeordnet ist, der bei Fährt auf ebener Strecke am( Wagengestell (1, 6) gegen Schwenkbewegungen sicherbar ist und mit einer zwischen seinem freien Ende und dem Bügelarm (16) vorgesehenen Feder (25) mit regelbarer Spannung die Stöße der Fahrtunebenheiten auffängt. B.
  8. Kinderwagen nach den Ansprüchen i, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß um den Drehbolzen (to) eine Schraubenfeder (26) angeordnet ist, deren Enden einerseits am Wagengestell (1, 6), anderseits am Arm (20) abgestützt Sind.
  9. 9. Kinderwagen nach den Ansprüchen i und 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die am Wagengestell (1, 6) angelenkte Fußstütze (4) und die Rückenlehne (5) durch die Armstützen (27, 29) miteinander gekuppelt sind und in ihrer jeweils gewählten Stellung der Teile durcheinen Rasten (47) aufweisenden Stellbügel (46) sicherbar sind. i o. Kinderwagen nach den Ansprüchen i und 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß im vorderen Bereich jeder Armstütze ein Gelenk (30) vorgesehen und ein die Fußspitze (4) untergreifender Haltebügel (32) angelenkt (3i) ist.
DEM1941A 1949-02-23 1950-02-15 Kinderwagen Expired DE817080C (de)

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DEM1941A Expired DE817080C (de) 1949-02-23 1950-02-15 Kinderwagen

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