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Vergrößerungsgerät, insbesondere Tischgerät Mit den bekannten, insbesondere
auf einen Tisch o. dgl. zu stellenden üblichen Vergrößerungsgeräten mit Entzerrungseinrichtung
für winkelunrichtige fotogratischeAufnahmen ist lediglich eineEntzerrung von Bildaufnahmen
innerhalb gewisser enger Grenzen möglich, die praktisch jedoch in den meisten Fällen
unbefriedigend ist. Diese bekannte Tatsache ergibt sich im wesentlichen daraus,
daß, vor allen bei den üblichen Tischgeräten, lediglich der Positivträger des Gerätes
für die Entzerrung entsprechend geneigt angeordnet ist. Diese geneigte Anordnung
des Positivträgers erfolgt durch einen besonderen Aufbau desselben von Hand mittels
besonderer Aufbaustücke, wie z. B. Treppenklötzchen u. dgl. Es sind auch Geräte
bekannt, bei denen das Negativ innerhalb seiner Bildbühne, d. h. nur in einem sehr
beschränkten Maße, kippbar ist. Zu diesem Zweck muß jedoch der Schlitz des Negativträgers
entsprechend groß ausgebildet sein, wodurch sich ein lästiger und großer Lichtaustritt
am Negativträger ergibt. Da außerdem der Aufbau dieser Geräte recht kompliziert
ist, ohne daß damit besondere Vorteile erzielt werden, verzichtet man meistens auf
diese unzureichende Verschwenkung des Negativs und begnügt sich mit der winkligen
Anordnung des Positivträgers.
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Dem Erfindungsgedanken, der sich ebenfalls auf ein Vergrößerungsgerät,
insbesondere auf ein Tischgerät, mit Entzerrungseinrichtung erstreckt, liegt die
Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln ein Gerät zu schaffen, das vorzugsweise
unter Beibehaltung der bisher üblichen wesentlichen Einzelteile nunmehr eine einwandfreie
Entzerrung winkelunrichtiger fotografischer Aufnahmen ermöglicht und das außerdem
mittels weniger Handgriffe aufnahmebereit ist.
Erfindungsgemäß wird
dies durch die Kombination folgender Merkmale bei dem neuen Gerät erreicht: A. einen
um eine parallel zur Fläche des Negativs liegende Achse Idppbar ausgebildeten Negativträger
mit Beleuchtungseinrichtung, B. eine um eine senkrecht zur Fläche des Negativträgers
stehende Achse drehbare Ausbildung des Negativträgers und der Beleuchtungseinrichtung
und C. einen parallel oder winklig zur Grundplatte bzw. zum Negativträger angeordneten
Positivträger.
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Die kippbare Ausbildung des Negativträgers ermöglicht nunmehr eine
Aufrichtung der stürzenden Bildlinien einer winkelunrichtigen fotografischen Aufnahme,
die für eine einwandfreie Entzerrung unerläßlich ist. Da im übrigen die Verzerrung
auf dem Negativ nicht immer genau parallel zu den Seitenkanten liegt, sondern sehr
oft in einem gewissen Winkel dazu verläuft; ist bei dem neuen Gerät ein Ausgleich
dieser Verhältnisse dadurch ermöglicht, daß der Negativträger außer seiner kippbaren
Ausbildung auch noch senkrecht zu seiner Grundfläche drehbar ist. Im übrigen ist
bei dem Gerät auch der Positivträger, wie bislang üblich, z. B. mit den bekannten
Mitteln, kippbar zur Grundplatte bzw. zum Negativträger angeordnet.
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Das neue Gerät vereinigt daher erstmalig alle die Merkmale, die, im
Ge ensatz zu den bekannten Geräten, eine einwandfreie Entzerrung winkelunrichtiger
fotografischerAufnahmen mit einfachen Mitteln gewährleisten.
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Eine weitere Ausgestaltung des neuen Gerätes besteht darin, daß erstens
der Negativträger mit der Beleuchtungseinrichtung um eine Achse kippbar und festklemmbar
ausgebildet ist, die senkrecht oder nahezu senkrecht zur Objektwachse und diese
schneidend bzw. um ein geringes davon abweichend verläuft, daß zweitens der Negativträger
und die Beleuchtungseinrichtung um eine senkrecht und mittig zur Fläche des Negativträgers
liegende Achse drehbar ist und daß drittens der brettartige Positivträger um eine
Kippachse verschwenkbar und festklemmbar ausgebildet ist, die senkrecht oder nahezu
senkrecht zur Objektivachse und diese schneidend bzw. um ein geringes davon entfernt
verläuft. Der bisher mühselige und zeitraubende besondere Aufbau des Positivträgers
kommt in Fortfall, und derselbe kann nunmehr mit wenigen Handgriffen, nach dem Vorziehen
des Gerätes bis an die Tischkante, eingestellt werden. Ein Kippen des Gerätes ist
unmöglich, da die schwereren Teile desselben hinter der Objektivachse auf der Tischfläche
liegen.
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Weitere besondere Vorteile ergeben sich ferner noch dadurch, daß erfindungsgemäß
die Kippachse des Negativträgers und/oder die' Kippachse des Positivträgers in der
Schichtebene des Negativs bzw. des Positivs oder wenig davon entfernt liegen. Hierdurch
bleibt die eingestellte Bildschärfe auch nach dem Verschwenken bzw. Kippen von Positivträger
und Negativträger in vollem Umfang erhalten, ohne daß zusätzliche Handgriffe oder
Einstellungen erforderlich sind. Dies ist von besonderer Bedeutung bei Geräten mit
automatischer Schärfeneinstellung. Während bei den bekannten Geräten, abgesehen
von der völlig unzulänglichen Entzerrung, trotz langerBelichtungsdauer bei starkerAbblendung
sich keine genügende Bildschärfe ergibt, wird durch das neue Gerät sowohl eine optimale
Entzerrung als auch bei mäßiger Abblendung des Objektivs und kurzer Belichtung des
Positivs eine einwandfreie Bildschärfe über die ganze Bildebene erreicht.
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Der verschwenkbare Positivträger kann gleichzeitig den Fuß des Gerätes
bilden bzw. auf dem eigentlichen Fuß desselben schwenkbar angeordnet sein.
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Die Festklemmung von Negativträger und Positivträger in ihren verschwenkten
Lagen kann mittels Klemmschrauben, Flügelmuttern, selbsthemmenden gestängeartigen
Klemmführungen oder durch andere an sich bekannte Mittel erfolgen.
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Für die senkrechte Drehbewegung des Negativträgers dienen z. B. drehscheibenartige,
schlittenartige oder andere bekannte Führungsmittel. Es ist zweckmäßig, die jeweilige
Kipplage und das Verdrehen des Negativträgers, wie auch die Verschwenkung des Positivträgers
durch skalenartige Anzeigeeinrichtungen kenntlich zu machen.
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Die Figuren zeigen ein Ausführungsbeispiel nach dem Erfindungsgedanken
und lassen weitere neue und fortschrittliche Merkmale desselben erkennen. Fig. i
zeigt eine Seitenansicht; Fig. a ist eine Ansicht von vorn, und Fig.3 stellt in
einer Seitenansicht eine andere Ausführungsart des schwenkbaren Positivträgers dar.
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Das auf einen Tisch o.,dgl. zu stellende Vergrößerungsgerät besteht
dm wesentlichen aus einer Beleuchtungseinrichtung mit Haube d und einem Negativträger
b mit Schlitz o, die mittels zweier auf einer Führungssäule d geführten und festklemmbaren
Trägerarme p höheneinstellbar sind, und einem Positivträger f. An den Trägerarmen
p ist, wie bekannt, die kleinere Säule q für die Einstellung des Objektivträgers
c befestigt. Der Negativträger b, der mit der Beleuchtungseinrichtung des Gerätes
baulich eine Einheit -bildet, ist mittig auf einer Trägerplatte r angeordnet. Diese
Trägerplatte r ist in den Tragrahmen p um die Achsschenkel s drehbar.
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Die Achsschenkel s verlaufen senkrecht zur Objektivachse A-B, diese
schneidend, und außerdem in der Schichtebene des Negativs. Der Negativträger b kann
daher bei gleichbleibender Schärfeneinstellung winklig verschwenkt werden, und zwar
in einem Maße, welches für die Entzerrung einer Aufnahme erforderlich ist. Die Festklemmung
des Negativträgers b in seiner jeweiligen Kippstellung erfolgt mittels der Klemmschrauben
t.
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Der Negativträger b und die Beleuchtungseinrichtung sind ferner noch
um eine senkrecht und
mittig zur Fläche des Negativträgers b liegende Achse,,
die in Richtung A-B der Objejctivachse verläuft, auf der Tragplatte r drehbar. Zu
diesem Zweck sind auf der Tragplatte r an sich bekannte