DE813192C - Kuenstliche Hand - Google Patents

Kuenstliche Hand

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DE813192C
DE813192C DER238A DER0000238A DE813192C DE 813192 C DE813192 C DE 813192C DE R238 A DER238 A DE R238A DE R0000238 A DER0000238 A DE R0000238A DE 813192 C DE813192 C DE 813192C
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DE
Germany
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hand
stump
arm
fingers
shaft
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Expired
Application number
DER238A
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English (en)
Inventor
Theodor Riexinger
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Original Assignee
Individual
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/54Artificial arms or hands or parts thereof
    • A61F2/58Elbows; Wrists ; Other joints; Hands
    • A61F2/583Hands; Wrist joints

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
  • Transplantation (AREA)
  • Cardiology (AREA)
  • Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

  • Künstliche Hand Es sind bereits Künstliche Hände bekannt, die es gestatten, die Hand durch den Armstumpf zu öffnen und zu schließen. Bei einer dieser Anordnungen wird die Hand durch eine Feder geöffnet und durch das Drehen des Armstumpfes geschlossen. Bei einer solchen Anordnung muß der Amputierte aber so lange Kraft aufwenden, wie er einen Gegenstand halten will, wodurch der Armstumpf unnötig beansprucht wird. Bei einer anderen Anordnung werden durch Drehen und Heben und Senken des Armstumpfes die einzelnen Finger betätigt. Der Armstumpf muß also alle Bewegungen ausführen, die die Finger ausführen sollen. Auch hiermit kann eine übermäßige Beanspruchung des Armstumpfes nicht verhindert werden.
  • Der Gegenstand der Erfindung geht von einer Anordnung aus, bei der der Armstumpf von einer Kappe umschlossen ist, die mit einer Welle in Verbindung steht. Gegenüber allen bekannten Anordnungen kann man mit dieser neuen Hand sowohl Greif- als auch Drehbewegungen der Hand ausführen. Diese Bewegungen werden nur durch Drehen des Armstumpfes um seine Längsachse gesteuert.
  • Am Oberarm des Amputierten wird eine Hülse befestigt, in der sich sowohl die den Armstumpf umschließende Kappe mit der an ihr befestigten Welle als auch die Hand selbst drehen läßt. Die Finger werden in der Ruhelage durch eine Feder o. dgl. im geschlossenen Zustand gehalten. Dreht man den Armstumpf nach außen, so wird die Hand geöffnet, die Feder versucht die Hand wieder zu schließen. Hat die Hand den zu fassenden Gegenstand umschlossen, so wird eine Sperrung der Finger entgegen Öffnung vorgenommen, der Armstumpf dann wieder in die Ausgangslage zurückgeführt. Soll die Hand den Gegenstand wieder freigeben, so wird der Armstumpf wieder nach außen gedreht, hebt dabei die Sperrung auf, bis der Armstumpf die Normalstellung wieder erreicht hat.
  • Es ist zweckmäßig, nach dem Aufheben der Sperrung den Armstumpf so weit nach außen zu drehen, daß die größte Öffnungsweite der Finger erreicht ist. Die Sperrklinke rastet in eine andere Sperre ein. Jetzt kann der Armstumpf zurückgedreht werden. Beim Erreichen der Normalstellung wird die letztgenannte Sperre aufgehoben, und die Klinke kann wieder in ihre Arbeitsstellung zurückkehren.
  • Die Öffnung der Hand kann durch verschiedene Mittel bewirkt werden. So kann z. B. die mit dem Armstumpf bzw. dessen Kappe in Verbindung stehende Welle auf eine in der gleichen Richtung drehbare zweite Welle einwirken, an derem Ende z. B. eine Winde angeordnet ist, an der zwei entgegengesetzt aufgewickelte Seile befestigt sind, deren andere Enden an zwei zweiarmigen Hebeln angreifen, die mit dem Daumen bzw. den anderen Fingern verbunden sind. Dreht man die Winde, so wird die Hand geöffnet. Dreht man die Winde dann in der umgekehrten Richtung, so werden die Glieder der Hand, Daumen und die anderen Finger, durch Federkraft im Schließsinn geschlossen. Wo die Federn 0. dgl. angreifen, richtet sich nach den Platzverhältnissen. Es können sowohl Druck-, Zug- als auch Drehfedern Verwendung finden. Man kann aber auch an dem Wellenende ein Kegelrad o. dgl. anordnen, in das ein oder zwei senkrecht zu diesem gelagerte Kegelräder eingreifen, die um ihre Drehachse frei drehbar sind, so daß sie sich drehen, wenn sich das erstgenannte Kegelrad verdreht. Verwendet man nur ein Kegelrad, so müssen auf diesem, zu dem ersten Kegelrad senkrecht stehendem, zwei Stifte o. dgl. angeordnet sein, die von zwei mit den Fingern verbundenen zweiarmigen Hebeln umfaßt oder auf andere geeignete Weise in Verbindung gebracht werden. Die Lage der Stifte ist so zu bemessen, daß die größte Offnungsweite erreicht wird. Durch entsprechende Verlegung der Drehpunkte der Finger kann man evtl. auch mit einem Stift auskommen, in den dann beide Hebel fassen würden.
  • Besser ist es, zwei einander gegenüberliegende Kegelräder vorzusehen, die in das erste Kegelrad eingreifen.
  • In diesem Fall trägt jedes dieser beiden Kegelräder nur einen Stift; da sich beide Kegelräder aber gegeneinander drehen, kann man verhältnismäßig kleine Kegelräder verwenden, da trotzdem eine große Öffnungsweite erzielbar ist.
  • Um den Stift des einen Kegelrades faßt z. B. der zweiarmige Hebel des Daumens, um den anderen Stift der zweiarmige Hebel der anderen Finger. Die Hand selbst wird so ausgebildet, daß sie alle Greifbewegungen ausführen kann. Es ist zweckmäßig, den Zeigefinger etwas gegenüber den anderen Fingern zurückzusetzen, so daß der Amputierte sowohl Gläser umspannen als auch eine Gabel oder einen anderen dünnen Gegenstand, wie z. B. einen Federhalter, halten kann. Hat die Hand z. B. ein Glas umspannt, so wird dieses infolge der Sperrung festgehalten. Man möchte nun das Glas zum Munde führen. Zu diesem Zweck dreht man den Armstumpf mit der Kappe und den jeweiligen Drehgliedern, Winde oder Kegelräder o. dgl., langsam nach innen, führt die Hand zum Munde, trinkt die Flüssigkeit aus und dreht den Armstumpf wieder in die Normalstellung zurück. Dieses Zurückdrehen wird durch eine Feder unterstützt, die so kräftig sein soll, daß ein in der Hand befindliches, gefülltes Glas nicht in der Lage ist, die Hand ohne Willen des Trägers nach innen zu drehen. Damit diese Armstumpfdrehbewegung sich auf die Hand, die ja in der am Oberarm befestigten Hülse drehbar gelagert ist, auswirken kann, ist an der Hand ein nach innen gerichteter, gegebenenfalls in einem Schlitz der am Oberarm befestigten Hülse gleitender Stift angeordnet, auf den eine Nase des unmittelbar an der Kappe des Armstumpfes sitzenden Wellenteiles einwirkt. Wird die an der Kappe befindliche Nase durch Drehen der Welle entgegen der Federkraft nach außen bewegt, so wird die Hand geöffnet, wird sie nach innen gedreht, so dreht sich die Hand auch nach innen.
  • Man kann den Erfindungsgedanken auch bei Prothesen anwenden, die Oberarmamputierte tragen, muß dann nur dafür sorgen, daß die am Armstumpf befestigte Welle, z. B. als Gelenkwelle ausgebildet, die Drehbewegung an die Hand weiterleitet.
  • Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes und weitere Merkmale werden in der Beschreibung erläutert.
  • Fig. I zeigt eine Kunsthand, die am rechten Arm getragen wird, im Schnitt; Fig. 2 a zeigt die Bewegungsmöglichkeiten der Finger, dargestellt an einer Prothese für die linke Hand, und zwar in der geschlossenen und Fig. 2 b in der geöffneten Stellung; Fig. 3 a zeigt einen Schnitt durch eine Prothese für die linke Hand, und zwar die Wirkungsweise der Hand bei Verwendung eines Kegelradpaares als Drehglieder und Fig. 3b einen Schnitt durch die Fig. 3a in Richtung der Schnittlinie A-B.
  • Eine Hülse I ist gegen Drehung gesichert am Oberarm des Amputierten befestigt. In dieser ist mittels Kugellagern eine weitere Hülse 2 drehbar gelagert, mit der z. B. über eine Gummieinlage 3 die den Armstumpf 4 umschließende Manschette 5 verbunden ist.
  • Die Manschette wird aus einem in Gips getränkten Band hergestellt, welches man so um den Armstumpf 4 legt, daß sie nicht nur den Armstumpf 4, sondern auch ein als Schlüssel ausgebildetes Wellenteil6 fest umschließt. Die Gipsmanschette paßt sich dem Armstumpf anatomisch einwandfrei an und legt die Speiche und Elle des Armstumpfes sicher fest, damit sich beide nicht gegeneinander bewegen können.
  • Das Wellenteil 6 besitzt einen Schlitz 7, der einen Stift 8 einer Kappe g umfaßt. An der Kappe g ist eine Feder IO befestigt, deren anderes Ende in die Hülse I eingreift, so daß die Kappe g mit dem Anschlag II in einer Endlage festgehalten wird, wenn man sie nicht verdreht. An der Kappe g sitzt ein zweites Wellenteil I2, an dessen anderem Ende eine Winde I3 befestigt ist, die sich in dem Lagerbock 14 verdrehen läßt.
  • Die Winde ist mit zwei Rillen versehen, in denen zwei entgegengesetzt aufgewickelte Seile und I6 liegen; sie sind einerseits an der Winde festgelegt und greifen andererseits an den beiden zweiarmigen Hebeln I7 und I8 an, die um die Achsen 19 und 20 gedreht werden können. Die der Winde abgewandten Enden der Hebel wirken auf die entsprechenden Finger. Die Federn 2I und 22 versuchen, die Finger einander zu nähern.
  • Die Hand 23, in der diese Teile gelagert sind, umgreift die Hülse 1 und ist gegenüber dieser mittels Kugellagern verdrehbar. Wird der Armstumpf 4 dieser Recbtshand von dem Amputierten um seine Längsachse nach außen gedreht, so verdreht sich auch das Wellenteil 12 entgegen der Federkraft der Feder 10, gleichfalls dreht sich die Winde, wodurch sich die Seile und I6 verkürzen und die Hebel I7 und I8 um ihre Drehpunkte 19 und 20 im Öffnungssinn der Hand bewegt werden. Diese Bewegung wird begrenzt durch den Anschlag II, der dann auf der anderen Seite des Steges 24 anliegt, wenn die Hand voll geöffnet ist.
  • Bei dieser Anordnung muß der Armstumpf so lange nach außen gedreht bleiben, wie die Hand mehr oder minder geöffnet bleibt, wenn man nicht einen Freilauf vorsieht, der das Zurückführen der Hand in die Ausgangsstellung zuläßt. Dieser Freilauf läßt sich hier z. B. dadurch leicht erreichen, daß der Stift 8 in einer Schlitzführung der Kappe 9 verdrehbar ist. Beim Nachaußendrehen des Armstumpfes wird die Kappe mitgenommen, die Hand öffnet sich, umfaßt den Gegenstand und kann sich nun, wenn man den Stumpf zurückdreht, nicht mitzurückdrehen, weil dies durch den umschlossenen Gegenstand verhindert wird.
  • Hat nun die Hand einen Gegenstand umfaßt, so würde die Federkraft der Feder Io die Aufgabe haben, diesen Gegenstand sicher zu halten, was sie nicht kann, weil sie, für diese Aufgabe berechnet, eine zu große Kraftaufwendung beim Drehen des Armstumpfes erfordern würde. Es wird daher vorgeschlagen, durch eine Sperrung, z. B. Eingreifen einer unter Federwirkung stehenden Klinke in ein entsprechend geformtes Zahnrad, das Öffnen der Hand durch auf die Handflächen wirkende Kräfte zu verhindern. Die Sperrung der Klinke wird erst dann aufgehoben, wenn der Armstumpf ein weiteres Mal nach außen gedreht wird. Es empfiehlt sich, die Verbindung der Sperrmittel so zu bewerkstelligen, daß der Armstumpf so weit gedreht werden muß, daß die Hand voll geöffnet ist. Von diesem Augenblick an rastet die Klinke so lange in eine andere Sperre ein, bis der Armstumpf wieder in die Normalstellung zurückgeführt wurde. Jetzt springt die Klinke unter Wirkung der Feder wieder an das Zahnrad, so daß bei erneutem Nachaußendrehen und damit Öffnen der Hand die erneute Sperrung in jeder Handstellung erzielbar ist. Der besseren Übersicht wegen wurde auf die Einzeichnung dieser Sperrung verzichtet, zumal die Wirkungsweise eindeutig ist.
  • Dreht der Amputierte den Armstumpf nun aber nach innen, dann dreht sich die Hand 23 auch nach innen, da sie ja mit dem Wellenteil 12 durch den Stift II in kraftschlüssiger Verbindung steht. Der Amputierte kann also ein gefülltes Glas oder eine Gabel o. dgl. zum Munde führen. Da diese Bewegung nicht lange dauert, kann man auf das Zurückführen der Hand verzichten, der Armstumpf muß also solange nach innen gedreht bleiben, wie es das Trinken bzw.
  • Essen erfordert. Die Zurückführung der Hand wird durch eine nicht dargestellte Feder erleichtert, die es gleichzeitig verhindert, daß sich die Hand allein nach innen dreht, wenn das Drehmoment des gefüllten Glases o. dgl. zu groß ist.
  • In den Fig. 2 a und 2b wird das Öffnen der Finger 25 und 26 veranschaulicht. Diese Finger sind um die Achsen 27 und 28 drehbar gelagert. Auf sie wirken nicht dargestellte Federn im Sinne des Schließens der Hand. An den beiden Seiten eines Kegelrades 29 sitzen je ein Stift 30 und 3I, die von den Enden 32 und 33 der Finger 25 und 26 umschlossen werden. Wo die Schließfedern angreifen, richtet sich nur nach den Platzverhältnissen, sie können z. B. auf das Kegelrad oder ein anderes, der Übertragung der Drehbewegung dienendes Teil einwirken. Wird das Kegelrad 29 im Uhrzeigersinn (Fig. 2 a) verdreht, so öffnen sich die Finger, wird dieses dagegen entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht (Fig. 2b), so schließen sich die Finger.
  • Die Öffnungsweite der Finger wird so bemessen, daß man ein allgemein gebräuchliches Glas 34 umfassen kann.
  • Die Wirkungsweise einer Anordnung mit Kegelrädern zeigt Fig. 3. Der Aufbau der Prothese entspricht dem der Fig. I. Gleiche Teile haben die gleichen Bezugszeichen. Hier handelt es sich nur um eine Linkshand.
  • Mit dem hier als Stahlmanschette gezeigtem Teil 35, das den Armstumpf umschließt, ist ein Wellenteil 36 verbunden, das eine Nase 37 trägt. Gegenüber dieser Nase 37 sitzt ein Drehteil 38, auf dem ein Stift 39 angeordnet ist. Auf der anderen Seite des Drehteiles 38 sitzt ein weiterer Stift 40. In der Normalstellung des Armstumpfes liegen der Stift 39 an der Nase 37 und der- Stift 40 an einem Steg 41 an, der mit der Hand 23 in Verbindung steht. Auf dem mit dem Drehteil 38 verbundenen Wellenteil 42 ist ein Kegelrad 43 befestigt, in das ein oder zwei Kegelräder 44 eingreifen.
  • Im Ausführungsbeispiel ist nur ein Kegelrad vorgesehen. Das Wellenteil 42, das Drehteil 38 bzw. das Kegelrad 43 werden durch eine nicht dargestellte Feder so vorgespannt, daß sie versuchen, sich in Richtung des Pfeiles 45 zu drehen. Verdreht man den Armstumpf und damit die Manschette 35 nach außen, so drückt die Nase 37 über den Stift 39 auch das Drehteil 38 nach außen. Das Kegelrad 44 wird also im Uhrzeigersinn gedreht. Mit ihm drehen sich die Stifte 46 und 47 in gleichem Sinne und bewegen, da sie in Schlitzen der Finger 48 und 49 gleiten können, die Finger im Öffnungssinn der Hand. Die Sperrung der Finger tritt, wie oben bereits ausgeführt, ein, wenn ein Gegenstand umfaßt ist. Der Armstumpf wird dann in die Normalstellung zurückgeführt. Dreht man jetzt den Armstumpf dieser Linkshand nach innen, dann legt sich die Nase 37 gegen den Anschlag 50 des Steges 5I, der an der Hand 23 befestigt ist. Die Hand wird also um die Hülse I auch nach innen bewegt.
  • In Fig. 3a ist der Steg 5I gestrichelt eingezeichnet, da er ja infolge des Schnittes eigentlich nicht erkennbar ist. Auch hier wird die Hand 23, z. B. durch eine Feder, die an der Hand 23 und an der Hülse I befestigt ist und nicht dargestellt wurde, immer so gespannt, daß der Anschlag 50 des Steges 51 sich an die Nase 37 anzulegen bzw. in der Normalstellung zu verharren bestrebt ist. Die Normalstellung der Hand 23 wird z. B. durch einen in der Hülse I festgelegten und in einem Schlitz der Hand 23 geführten Stift begrenzt.
  • Damit die Hülse 1 am Oberarm einwandfrei gesichert werden kann, sitzt auf beiden Seiten der Hülse I in Nuten 52 je eine Schiene 53, die an einer Leder- manschette, welche den Oberarm umspannt und durch Schnallen an ihm befestigt wird, angeordnet sind. An der Oberarmmanschette können weiterhin zwei einander gegenüberliegende Stege 54 vorgesehen sein, die an der Oberarmmanschette fest, aber drehbar, in den Nuten 52 dagegen verschiebbar sind. In der Zeichnung ist der Steg 54 nach links gelegt, obwohl er im Gebrauch nach rechts zeigen würde, weil es sich beim Beispiel der Fig. 3a um eine Linkshand handelt.
  • Soll die Hand z. B. zum Schreibmaschineschreiben benutzt werden, dann empfiehlt es sich, an dem Zeigefinger eine Kappe vorzusehen, die unter Zwischenschaltung einer Druckfeder auf der Fingerkuppe aufsitzt und gegen Herabfallen z. B. durch einen in einem Schlitz gleitenden Stift gesichert ist. Diese Kappe vermindert den Schlag und erreicht, daß der zum Eindrücken der Taste notwendige Stoß sich nur wenig auf den Stumpf auswirkt.
  • Die Prothese wird vorzugsweise aus Leichtmetall gefertigt, sie kann aber auch aus Holz oder anderen geeigneten Werkstoffen bestehen. Alle Bewegungen der Finger und der Hand werden also nur durch Drehen des Armstumpfes um seine Längsachse ermöglicht. Die Hand kann sowohl als Schmuck- als auch als Arbeitshand Verwendung finden. Psychologisch und praktisch gibt die neue Prothese ihrem Träger die Gefühle der Sicherheit und Gleichwertigkeit zurück, sie erspart dem Doppelamputierten die Begleitperson, macht ihn also zu einem unabhängigen Mitglied der menschlichen Gesellschaft, das wie andere Menschen trinken und essen kann, ohne durch besonders geformte Bestecke oder Handhalterungen aufzufallen. Eine Überbeanspruchung des Armstumpfes wird außerdem vermieden. Da insbesondere durch die aus Gips gefertigte Manschette jeder Amputierte die gleiche Hand benutzen kann, wenn ihm eine Gipsmanschette angepaßt wird, kann man diese Prothese als Einheitsprothese bezeichnen. Das dem Amputierten sehr lästige Nachpassen der Prothese nach einer gewissen Gebrauchszeit kommt in Fortfall, da sich bei einer eventuellen Beschädigung der Gipsmanschette schnell und billig eine neue anpassen läßt.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Künstliche Hand, bei der der Armstumpf von einer Kappe umgeben ist, die mit einer Welle in kraftschlüssiger Verbindung steht, so daß bei Drehen des Armstumpfes um seine Längsachse eine Bewegung der Finger erreicht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Hand (23) mit den an ihr gelenkig angeordneten Fingern und der Armstumpf (4) mit der mit ihm verbundenen Kappe (9) in einer mit dem Oberarm verbundenen gegen Drehung gesicherten Hülse (I) drehbar gelagert sind.
  2. 2. Künstliche Hand nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Drehen des Armstumpfes (4) nach außen Daumen und Finger der Hand (23) im Öffnungssinn bewegbar sind, während das Schließen der Hand durch Federkraft erfolgt.
  3. 3. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch Drehen des Armstumpfes (4) nach innen die Hand (23) mit den in ihr gelagerten Fingern nach innen bewegt wird, während die Zurückdrehung der Hand (23) durch Zurückdrehen des Armstumpfes (4) erfolgt.
  4. 4. Künstliche Hand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Hand (23) und der anl Oberarm befestigten Hülse (I) eine die Hand in die Normalstellung zurückführende Feder (Io) angeordnet ist.
  5. 5. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem dem Armstumpf (4) abgewandten Ende der Welle (12) eine Winde (I3) angeordnet ist, auf der zwei Seile (I5, I6) in entgegengesetzter Richtung aufgewickelt und befestigt sind und an den anderen Enden dieser Seile zweiarmige Hebel (7, I8) angreifen, die bei Drehung der Winde im Öffnungssinn der Finger betätigt werden.
  6. 6. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem dem Armstumpf (4) abgewandten Ende der Welle (42) ein Kegelrad (43) angeordnet ist, in das ein senkrecht zu diesem gelagertes zweites Kegelrad (29) eingreift, auf dem zwei Stifte (30, 3I) sitzen, die von mit den Fingern verbundenen zweiarmigen Hebeln umfaßt werden)
  7. 7. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem dem Armstumpf (4) abgewandten Ende der Welle (42) ein Kegelrad (43) angeordnet ist, in das zwei senkrecht zu diesem stehende, auf einer gemeinsamen Welle oder auf je einer Welle gelagerte, einander gegenüberliegende Kegelräder (44) eingreifen, die je einen Stift (46, 47) tragen, welche von zwei mit dem Daumen der Hand und den anderen Fingern der Hand verbundenen, zweiarmigen Hebeln umfaßt werden.
  8. 8. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß beim Rückwärtsdrehen des Armstumpfes (4) die Öffnung der Hand durch eine Sperre verhindert wird.
  9. 9. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung der Hand im Öffnungssinne durch mit den Drehgliedern und der Sperre in Verbindung stehende Mittel bei erneutem Nachaußendrehen des Armstumpfes aufgehoben wird.
  10. Io. Künstliche Hand nach denAnsprüchen I bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre durch volles Öffnen der Finger so lange gesperrt wird, bis die Hand (23) geschlossen, der Armstumpf (4) also wieder in seiner Normalstellung ist und dann wieder freigegeben wird.
  11. 11. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis IO, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der an der Kappe (9) sitzenden Welle (I2) und den Drehgliedern zum Offnen und Schließen der Hand ein Freilauf eingeschaltet ist, so daß die Bewegung der Drehglieder durch die Welle nur durch Nachaußendrehen des Stumpfes hervorgerufen wird.
  12. 12. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis I2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Hand ein Stift angeordnet ist, der in einem Schlitz der am Oberarm befestigten Hülse (I) verschiebbar ist, wobei die Begrenzungen des Schlitzes als Anschläge für die Verdrehbarkeit der Hand dienen.
    .-Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis I2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenwandung der drehbaren Hand (23) ein Steg (4I) angeordnet ist, der in der Normalstellung der Hand einer Nase (37) des am Armstumpf (4) sitzenden Wellenteiles (42) gegenüber steht, wobei diese Nase (37) die Drehbewegung der Hand entgegen der Wirkung einer Feder steuert.
    I4. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis I3, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Zeigefinger der Hand eine Kappe angeordnet ist, wobei zwischen der Fingerkuppe und der Kappe eine Druckfeder sitzt.
    5. Künstliche Hand nach den Ansprüchen I bis I4, dadurch gekennzeichnet, daß die Finger derart geformt sind, daß ihre Innenflächen im vollgeöffneten Zustand der Hand einen vorzugsweise zylindrischen Raum freilassen und der Zeigefinger gegen über den anderen Fingern zurückgesetzt ist.
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