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Schornsteinaufsatz Die Erfindung betrifft einen offenen Schornsteinaufsatz
mit eingebauten, schrägen Regenwasserableitblechen.
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Abgasschlote, wie sie beispielsweise als Auslässe bei Rauchgasentstaubern,
Absaugeanlagen, Beruhigungskammern u. dgl. zur Anwendung gelangen, müssen, um einte
Schutz gegen das Eindringen von Niederschlägen zu haben, mit einer Regenhaube versehen
sein. Dieses ist notwendig, damit das Innere des Abgasschlotes wie auch des ihm
zugehörigen Raumes nicht von den Niederschlägen benetzt werden, die beispielsweise
bei der Rauchgasentstaubung zur Bildung von schwefeligen Säuren und damit zu Korrosionen
oder aber in Verbindung mit dem abgeschiedenen Staub zum Verschmieren des Innern
des Abscheiders bzw. Verstopfungen desselben führen können.
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Es sind zahlreiche Konstruktionen bekannt, die ein Eindringen der
Niederschläge in den Abgasschlot verhindern sollen. Die primitivste Art ist die,
den Schlot mit einem kegelförmigen Regendach zu versehen, jedoch hat diese Ausführung
in bezug auf ihre schlechten strömungstechnischen Eigen schaften so viele Nachteile,
daß sie für höher geordnete Zwecke außer Betracht bleiben muß.
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Es sind. weiterhin Regenhauben bekannt, die so ausgebildet sind, daß
sich das Schlotende nach oben hin kegelig erweitert, um sich dann wieder kegelig
zu verengen. In dem hierdurch gebildeten erweiterten Raum ist unterhalb der oberen
Austrittsöffnung ein kegelförmiger Trichter angebracht, der durch ein Rohr mit der
äußeren Atmosphäre verbunden ist. Dieser Trichter hat zwei Aufgaben zu erfüllen,
und zwar soll er zunächst als Leitfläche für die aus dem zylindrischen Schlot kommenden
Abgase dienen, seine Hauptaufgabe besteht aber äärin, die durch den oberen Schlotaustritt
einfallenden Niederschläge aufzufangen
und durch das Abflußrohr
abzuleiten. Aber auch diese Konstruktion weist eine Reihe von Nachteilen auf, die
insbesondere darin bestehen, daß sich außer den Niederschlägen auch von den Abgasen
mitgerissene Staubteilchen in dem kegelförmigen Auffangtrichter absetzen und nach
einiger Zeit das Abflußrohr verstopfen, so -daß sich .der Trichter mit Wasser füllt
und zum Übellaufen kommt, wobei dann die Flüssigkeit in das Innere des Abzugsschlotes
abläuft und in der darunterliegenden Abscheideanlage Schaden anrichtet.
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Schließlich ist noch ein Schornsteinaufsatz bekanntgeworden, der aus
zwei übereinander angeordneten, , sich nach oben verjüngenden Kegelstümpfen besteht,
bei dem die Unterkante des oberen Kegelstumpfes und die obere Kante des unteren
Kegelstumpfes in einer Ebene liegen, die beiden Kegelstümpfe durch Stützteile zusammengehalten
werden und in. dem oberen Teil schräge, den Kaminschacht abdeckende, Wind und Regen
ableitende Platten angeordnet .sind. Es soll dadurch u. a. erreicht werden, daß
ein waagerecht auftreffender Wind durch die schräge Mantelfläche des unteren Kegelstumpfes
nach oben hin abgelenkt wird und nach Art eines Injektors in dem Aufsatz ein nach
aufwärts gerichteter Zug erzeugt wird. Diese Ausführungsart, die an sich nur zur
Zugerhöhung dient, hat den Nachteil, daß ,durch aufwärts gerichtete, injektorartig
erzeugte Luftströme Niederschläge mitgerissen werden können, die nach Durchtritt
durch den von dem unteren und dem oberen Kegel gebildeten Ringraum in das Schornsteininnere
ausfallen können und dort zu den eingangs erwähnten Schäden führen.
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Im nachstehenden wird eine Regenhaube zum Schutz des Abgasschlotes
vor dem Eindringen von Niederschlägen beschrieben, bei der die bei den bisher bekannten
Konstruktionen festgestellten Mängel nicht mehr auftreten und die darüber hinaus
noch wesentliche Vorteile in strömungstechnischer Hinsicht aufweist.
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Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, die Regenw-asserableitbleche im
oberen Ende des Schlotes winkelartig gebogen auszuführen, sie in ihrer Längsrichtung
geneigt und am unteren Ende aus dem Aufsatz herausragend anzuordnen. Der Abstand
der Bleche und ihre Schräglage sollen so bemessen sein, daß die Summe der durch
die Rinnen gebildeten Gassenquerschnitte mindestens dem Querschnitt des Schlotes
entspricht. Die unteren Enden der schneiidenförmigen Rinnen treten durch entsprechende
Öffnungen in der Schlotwönd nach außen. .
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Die in dem Schlot aufsteigenden Abgase treten durch die von den schneidenförmigen
Rinnen gebildeten Gassen unter leichter Richtungsänderung hindurch, während die
durch das obere Ende des Schlotes einfallenden Niederschläge von den sich überdeckenden,
stark geneigten Rinnen aufgefangen und von diesen nach außen abgeleitet werden.
Dabei ist die Ablaufgeschwindigkeit der Niederschläge so groß, daß die sich absetzenden
Staubteilchen mitgerissen und ebenfalls ins Freie entführt werden. Der Winkel der
mit der Schneide nach unten weisenden Rinne, der waagerechte und senkrechte Abstand
der Rinnen untereinander sowie der Abstand der Rinnen vom Schlotaustritt und damit
die Überdachung sind abhängig vom Durchmesser des Schlotes, damit auch beim ungünstigsten
Einfallwinkel der Niederschläge stets eine Überdachung des Schlotinnern gewährleistet
ist. Die Flüssigkeit, die durch Anpeitschen der Niederschläge an die Innenwand des
Schlotes abläuft, wird durch eine unterhalt> der Rinnen angebrachte kreisförmige
Rinne aufgefangen und abgeleitet.
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Durch die Schräglage der Rinnen und durch die durch die Schräglage
beliebig zu vergrößernden Durchtrittsquerschnitte werden die Durchtrittsverluste
des Abgases auf ein NIini.mum reduziert. Außerdem bietet die Einrichtung gemäß der
Erfindung gegenüber den bekannten Konstruktionen den Vorteil, daß sie in aerodynamischer
Beziehung den äußeren MVindeinflüssen nicht in dem Maße ausgesetzt ist wie bisher,
da die dem Wind ausgesetzte Fläche bedeutend geringer ist.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstands
dargestellt.
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Abb. i zeigt eine Ansicht des Erfindungsgegenstands im Aufriß, Abb.
2 eine solche im Seitenriß, Abb. 3 eine solche im Grundriß, und Abb. 4 stellt einen
Schnitt durch die Regenhaube dar.
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In dem Schlotende a befinden sich schräg laufende, mit ihren Schneiden
b nach unten gerichtete Rinnen c, deren, untere Enden d durch die ScWotwand ins
Freie führen. Zwischen den einzelnen Rinnen verbleiben Gassen e, deren Querschnittssumme
mindestens gleich ist dem Querschnitt des Schlotes. Unterhalb der schrägen Rinne
befindet sich noch eine kreisringförmige Rinne f zum Auffangen des an der Schlotwand
heruntersinkenden Niederschlages.
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Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung bei kreisförmigen Schloten
beschränkt, sondern sie kann auch bei quadratischen, rechteckigen oder sonstigen
beliebigen Formen angewendet wenden.