DE811481C - Vorrichtung zur Anfertigung umhuellter Schweissstaebe - Google Patents
Vorrichtung zur Anfertigung umhuellter SchweissstaebeInfo
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Description
- Vorrichtung zur Anfertigung umhüllter Schweißstäbe Die Erfindung bezieht sich auf eine bekannte Vorrichtung zur Anfertigung von Schweißstäben, die u. a. aus einem Lager für unverkleidete Schweißstäbe und einem Paar ununterbrochen angetriebener Rollen besteht, die zur Zuführung der unverkleideten Schweißstäbe aus dem Lager zu einer Vorrichtung zum Pressen der Umhüllungsmasse um die Stäbe dienen. Die Zuführung der nichtumhüllten Schweißstäbe aus dem Lager zu der Presse soll möglichst ohne Unterbrechung vor sich gehen, damit die Umhüllungspresse ständig arbeiten kann, was die Form und die Zusammensetzung der Ummantelung verbessert.
- Um dies zu erreichen, wird erfindungsgemäß bei jedem Paar Reibrollen der vorerwähnten bekannten Vorrichtung zumindest eine Rolle mit einer kegelförmigen Mantelfläche versehen, die Rippen und Rillen aufweist; diese Reibrollen führen die Stäbe schneller aus dem Lager zu, als die Preßvorrichtung verarbeiten kann. Sie sind daher mit dein Antriebsmotor über eine Reibungskupplung verbunden.
- Jeder aus dem Lager zugeführte Stab wird gegen das Hinterende des bereits in der Presse befindlichen Stabs gedrückt, auch wenn zwischen der Abführung eines Stabs zur Presse und der Zuführung des nächsten Stabs aus dem Lager ein kurzer zeitlicher Abstand besteht, da die Geschwindigkeit des gerade aus dem Lager zugeführten Stabs größer ist als die des Stabs in der Presse.
- Sobald der aus dem Lager zugeführte Stab mit dem schon in der Presse befindlichen Stab in Berührung kommt, muß die Geschwindigkeit des ersteren bis auf die Geschwindigkeit des Stabs in der Presse sinken. Würden die Stäbe von glatten Rollen zugeführt, ohne Zwischenschaltung einer Reibungskupplung, so würde die Oberfläche der Rolle über die Oberfläche des Stabs schleifen, so daß Abnutzung und Beschädigung dieser Oberflächen unvermeidlich wären. Bei der Bauart nach der Erfindung tritt dieses Schlüpfen. in der zu diesem Zweck vorgesehenen Reibungskupplung auf. Die Rippen und Rillen auf dem Mantel der Antriebsrollen verhüten das Schlüpfen zwischen den Rollen und den Stäben, so daß Abnutzung an dieser Stelle nicht eintritt.
- Die Erfindung sei an. Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
- In Fig. i ist schematisch eine Vorrichtung zur Anbringung einer Umhüllungsmasse um einen Schweißstab in Seitenansicht dargestellt; Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch das Lager dieser Vorrichtung.
- In den Figuren bezeichnet io ein. Lager, in dem die nichtumhüllten Schweißstäbe i i aufeinandergeschichtet sind. Das Lager läuft trichterförmig zu mit einer kleinsten Breite gleich der Stärke des Schweißstabs, so daß nur ein Schweißstab zugleich aus diesem Lager der Presse zugeführt werden kann.
- Das Lager ist häufig noch mit einem Paar sich drehender, exzentrisch abgestützter Rollen (in der Zeichnung nicht dargestellt) versehen, welche die Stäbe i i in rollende Bewegung versetzen, um auf diese Weise zur regelmäßigen: Abführung in den engen Schlitz 12 beizutragen.
- Der untere Stab im erwähnten Teil 12 des Lagers fällt zwischen die zwei Antriebsrollen 13 und 14, deren Manteloberflächen kegelförmig und außerdem mit Rippen und Rillen versehen sind. Die Rippen und Rillen bilden einen Winkel mit den erzeugenden Linien der Kegeloberfläche der Rollen, und zwar in einer solchen Richtung, daß der zwischen diese Rollen fallende Stab gleichsam noch weiter zwischen die beiden Oberflächen gezogen wird. Dies bedeutet also, daß die Rippen an der Berührungsstelle der Rolle zu dem Stab auf dem größeren Umfang der kegelförmigen Rolle sich in einer der Abführungsrichtung des Stabs entgegengesetzten Richtung erstrecken.
- Die Rollen 13 und 14 sitzen auf zwei Wellen 15 bzw. 16, die über die kegelförmigen Zahnräder 17 und 1 8 von einer gemeinsamen Welle 19 angetrieben werden.
- Die Welle ist über einen Kettentrieb mit einem Antriebsmotor 20 gekuppelt. Das Kettenrad 21 ist jedoch nicht unmittelbar an dieser Welle befestigt, sondern unter Zwischenschaltung einer Rutschkupplung 22.
- Nachdem die Stäbe von den Rollen 13 und 14 aus dem Lager geführt worden sind, werden sie in Richtung der Presse 23 bewegt. Kurz vor dem Eingang der Presse werden die Stäbe von einem Satz Rollen 24 aufgenommen, die ebenfalls vom Motor 20 mittels einer Kette angetrieben werden. Die Rollen 24 bestimmen die Geschwindigkeit, mit der die nichtumhüllten Schweißstäbe in der Presse 23 vorbewegt werden. Die Geschwindigkeit, mit der die Stäbe von den Rollen 13 und 14 aus dem Lager zugeführt werden, soll jedoch größer sein als die Geschwindigkeit der Stäbe durch die Presse, weil etwas Zeit verstreicht zwischen der vollständigen Abführung eines Stabs aus dem Lager io und dem Fallen des nächstfolgenden Stabs zwischen die Rollen 13 und 14. Die Stäbe'müssen jedoch durch die Presse 23 kontinuierlich geführt werden, um eine Anhäufung von Umhüllungsmasse im Preßkanal zu vermeiden.
- Der vorerwähnte Zeitraum muß durch eine anfangs größere Geschwindigkeit der gerade zwischen die Rollen 13 und 14 gefallenen Stäbe eingeholt werden. Zu diesem Zweck ist die Umfangsgeschwindigkeit der Rollen 13 und 14 größer als die der Rollen 24. Sobald die entstandene Zeitlücke wieder eingeholt worden ist, muß die Geschwindigkeit des der Presse neu zugeführten. Stabs verringert werden bis auf die des bereits teilweise in der Presse befindlichen Stabs. Wenn zwei aufeinanderfolgende Stäbe. sich eingeholt haben, schlüpft die Kupplung 22 so weit, daß die Umfangsgeschwindigkeit der Rollen 13 und 14 derjenigen der Rollen 24 gleich ist. Da dieses Schlüpfen in der zu diesem Zweck vorgesehenen Kupplung 22 auftreten kann, braucht kein Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem Umfang der Rollen 13 und 14 unid demjenigen der von diesen Rollen zugeführten Stäbe vorhanden zu sein.
- Nachdem der Stab mit einer Umhüllung versehen worden ist, wird er von dem nächstfolgenden, noch nicht umhüllten Stab aus der Preßvorrichtung geschoben, fällt auf ein Förderband 25 und wird von dort der Trockenvorrichtung zugeführt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCKE: i. Vorrichtung zur Anfertigung umhüllter Schweißstäbe, die aus einem Lager für nichtumhüllte Schweißstäbe, aus einer Vorrichtung zum Pressen. der Umhüllungsmasse um diese Stäbe und aus einem Paar kontinuierlich angetriebener Reibungsrollen für .die Zuführung der nichtumhüllten Stäbe aus dem Lager zur Presse besteht, dadurch gekennzeichnet, daß bei jedem Paar Reibrollen zumindest eine Rolle eine kegelförmige, mit Rippen und Rillen versehene Mantelfläche aufweist, daß diese Rollen die Stäbe schneller zuführen, als die Preßvorrichtung die Stäbe verarbeitet, und daß sie mit dem Antriebsmotor über eine Reibungskupplung verbunden sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen auf der kegelförmigen Mantelfläche der Reibrollen einen Winkel mit den erzeugenden Linien dieser Fläche bilden derart, daß in der Richtung von einem kleineren nach einem größeren Durchmesser der Rolle die den Stab berührenden Rippen sich in einer Richtung erstrecken, die derjenigen, in welcher der Stab vom Lager zur Presse bewegt wird, entgegengesetzt ist.
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