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Füllhalter mit beweglichem Kolben Die Erfindung bezieht sich auf einen
Füllhalter mit beweglichem Kolben zum Füllen des Halters mit Tinte. Der Kolben ist
hierbei auf einem in einer Gewindehülse verschraubbar angeordneten Gewindestab befestigt.
Der Kolben muß dabei satt bzw. mit so viel Reibungswiderstand in der Halterhülse
geführt sein, daß er sich beim Drehen des Drehgriffes in der Halterhülse nicht verdrehen
kann. Beim Gebrauch eines solchen Halters tritt früher oder später der Umstand ein,
daß sich der Kolben beim Drehen der Gewindestange mit der Gewindehülse frei drehen
läßt, was zur Folge hat, daß sich der Kolben in der Halterhülse nicht mehr längs
verschieben läßt, wodurch die Wirkung des Kolbens verlorengeht und die Halterhülse
nicht mehr mit Tinte gefüllt werden kann. Die Erfindung hat die Aufgabe, den Nachteil
zu beseitigen, so daß der Kolben beim Drehen der Gewindestange oder der Gewindehülse
stets eine zwangsläufige Längsbewegung erhält, auch wenn der Kolben in der Halterhülse
nicht mehr mit Reibung geführt ist.
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Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die den Kolben tragende
Stange mit ihrem Gewindeteil in der mit Innengewinde versehenen Drehhülse so geführt
ist, daß die Kolbenstange nur in Längsrichtung zwangsweise verschoben, aber nicht
gedreht werden kann. Die zwangsweise Längsverschiebung kann z. B. dadurch erreicht
werden, daß der Gewindeteil der Kolbenstange in Längsrichtung einen Schlitz besitzt,
durch den ein Querstift geführt ist, der in einer feststehenden
Hülse
gelagert ist. Hierdurch wird beim Drehen der im hinteren Teil des Füllhalters gelagerten,
mit Innengewinde versehenen Drehhülse dem Gewindeteil der Kolbenstange stets eine
zwangsläufige Längsbewegung erteilt, ohne daß sich die Kolbenstange lose in der
Drehhülse mitdrehen kann. Hierdurch ist ein Versagen des Kolbens gänzlich ausgeschlossen,
weil beim Drehen der Griffhülse immer nur ein Längsverschieben der Kolbenstange
herbeigeführt wird, auch wenn der Kolben keine genügende Reibung in der Halterhülse
mehr besitzt.
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Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigt Fig. i den Füllhalter in einem teilweisen Längsschrfitt,
Fig. 2 einen Längsschnitt um 9o°' verdreht, Fig. 3 einen Längsschnitt im Sinne der
Fig. i und Fig. 4 einen Querschnitt nach Linie A-B der Fig. i.
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Der Füllhalter besteht in bekannter Weise aus der Halterhülse a, die
am vorderen Ende die Schreibfeder b trägt und an deren hinterem Ende die Griffkappe
k drehbar gelagert ist, mittels welcher die Kolbenstange 1, n und
damit der Kolben m in der Halterhülse a zum Füllen derselben längs verschoben wird.
Zwischen dem am vorderen Ende der Hülse a eingesetzten Tintenleiter und dem auf
dem vorderen Ende der Kolbenstange 1 sitzenden Kolben m ist der Raum c zur Aufnahme
der Tinte gebildet. Auf dem hinteren Ende der Halterhülse a ist die Führungshülse
e durch Aufschrauben befestigt, in deren verjüngtem Teil d die mit Innengewinde
versehene Hülse h, i lose drehbar gelagert ist. Auf dem nach hinten vorstehenden
Teil i der Hülse h ist die Griffkappe k
befestigt, welche durch die
Schraubkappe q abgedeckt ist. Die in dem verjüngten Fortsatz d der Hülse
e drehbare Hülse h ist durch deren inneren und ihren äußeren Ansatz
und durch die Kappe k gegen Längsverschiebung gesichert. In dem hinteren Ende der
Halterhülse a ist noch eine weitere Hülse f eingesetzt, die mit. ihrem Rand g durch
Aufschrauben der Hülse d, e auf die Halterhülse a mit dieser festgehalten wird.
Der Gewindeteil n der Kolbenstange 1 ist in die Gewindehülse h eingeschraubt.
Durch Drehen der Griffkappe k wird die Kolbenstange längs verschoben. Der Gewindeteil
n der Kolbenstange l ist in seiner ganzen Läge mit einem Schlitz o versehen, durch
den ein im vorderen Teil der Hülse f befestigter Stift p hindurchgeführt ist, wodurch
die zwangsläufige Längsbewegung der Kolbenstange l erreicht wird, ohne daß eine
Verdrehung möglich ist. Diese Bewegung kann auch dadurch erreicht werden, daß der
Schlitz o und der Führungsstift p weggelassen werden, indem man den Gewindeteil
yz der Kolbenstange l
unrund ausbildet, was damit erreicht wird, daß man den
Gewindeteil it auf einer oder auf zwei Seiten in der Längsrichtung abflacht und
die abgeflachten Stellen in einem Boden der Hülse f in einer entsprechend gestalteten
Durchbrechung führt, wodurch ein Verdrehen der Kolbenstange während ihrer Längsverschiebung
ebenfalls vermieden wird.
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Die erfindungsgemäße Bewegung der Kolbenstange kann nicht nur an allen
Füllfederhaltern mit Kolbenfüllung, sondern auch an Schreibgeräten, wie z. B. Kugelschreibern,
Verwendung finden.