DE8100C - Mechanische Vorrichtung zum Herausziehen der Flaschen und Gläser aus dem Kühlofen - Google Patents
Mechanische Vorrichtung zum Herausziehen der Flaschen und Gläser aus dem KühlofenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B25/00—Annealing glass products
- C03B25/04—Annealing glass products in a continuous way
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Description
1878.
PETRUS RICHARME in RIVE de GIER (Loire, Frankreich). Mechanische Vorrichtung zum Herausziehen der Flaschen und Gläser aus dem Kühlofen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom zd. November 1S78 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf ein mechanisches und ununterbrochenes Verfahren zum
Herausnehmen der einmal gekühlten Flaschen aus uer zweiten Kühlkammer, welche die Fortsetzung
des eigentlichen Kühlofens bildet. Bei den früheren Einrichtungen mufsten die Arbeiter
die abgekühlten Flaschen mit Hülfe einer gekrümmten und gespitzten Eisenstange von dem
ersten Kühlofen in die sogenannte Kühlkammer bringen. Indem die in der Ummauerung des
Kühlofens befindlichen Arbeitslöcher nach und nach geöffnet wurden, kühlten sich die darin
befindlichen Flaschen ab.
Die Arbeit war infolge der sehr hohen Temperatur, welche in dem Ofen herrschte, für die
Arbeiter eine sehr beschwerliche und verursachte viel Bruch.
Die vorliegende Erfindung, diese Uebelstände vermeidend, besteht in der Anordnung einer
eisernen heweglichen Fahrbahn, welche die ganze Länge der Kühlkammer überdeckt. Die
einem vorhergegangenen Kühlen unterworfenen Gegenstände werden dicht ■ neben einander an
demjenigen Ende der Fahrbahn aufgestellt, welches dem ersten Kühlofen am nächsten liegt.
Infolge der langsamen und ununterbrochenen Vorwärtsbewegung der endlosen Fahrbahn kühlen
sich die auf letzterer aufgestellten Gegenstände allmälig ab.
In der beiliegenden Zeichnung stellt Fig. ι eine Längenansicht der endlosen eisernen Fahrbahn
dar; Fig. 2 die Oberansicht desjenigen Fahrbahnendes, welches dem ersten Kühlofen
am nächsten Hegt; Fig. 3 die Oberansicht des entgegengesetzten Fahrbahnendes, und Fig. 4
eine Endansicht der Vorrichtung.
Die Fahrbahn besteht aus drei Ketten G, Gall'sches System, welche durch quergehende
Verbindungsstücke T mit einander verbunden sind. Die zu kühlenden Gegenstände werden
auf die Stücke T gestellt, welche an ihren Enden aufgebogen sind, um das Hinausfallen der Gegenstände
an der Seite zu verhindern.
An den Enden der Kühlkammer gehen die Ketten über auf den horizontalen Wellen O O1
gelagerte gekerbte Rollen oder Trommeln H, welche die Form eines Achtecks haben, dessen
Seiten die Entfernung zweier aufeinander folgender Traversen T zur Länge haben.
Um die Fahrbahn vollkommen horizontal zu erhalten, wird dieselbe auf ihrer Länge durch
Leitrollen g g, deren Axen mit den Traversen T fest verbunden sind, getragen. Diese Rollen
laufen auf vier Schienen F R, welche auf das von den Säulen K getragene Gerüst aufgeschraubt
sind.
Die endlose, gitterartige Fahrbahn wird durch ein Räderwerk, welches an dem vom ersten
Kühlofen am weitesten entfernten Ende angeordnet ist, in Bewegung gesetzt.
Das auf der Welle O fest aufgekeilte Schraubenrad
A wird von der Schraube ohne Ende B, Fig. i, getrieben, auf deren Axe sich ein zweites
Schraubenrad C befindet, welches mit einer entsprechenden Schraube ohne Ende D in Eingriff
steht, deren Welle das Stirnrad E zugleich trägt. In letzteres greift das kleine Rad F ein,
welches auf der ersten, mit der Kurbel M versehenen Welle fest sitzt.
Hat der Arbeiter an dem Ende, welches dem ersten Kühlofen am nächsten -liegt, die zu
kühlenden Gegenstände auf die Fahrbahn gestellt, und die abgekühlten am entgegengesetzten
Ende abgenommen, so dreht derselbe die Kurbel so lange, bis die gekerbten Rollen H .ein
Achtel ihres Umfanges zurückgelegt haben. Dabei können an dem einen Ende wieder frische
Gegenstände aufgestellt, an dem anderen abgekühlte abgenommen werden.
Die Lager, in welchen die Welle O1 ruht,
können mittelst der Schrauben V urid V1 auf
dem Lagerbock verstellt werden, um die Spannung der beweglichen Fahrbahn zu reguliren.
Die zu kühlenden Flaschen werden auf die Traversen T gelegt, deren Flächen· rauh gemacht
sind, damit jene besser darauf ruhen.
Die Traversen können durch direct auf den Ketten befestigte Blechkästen, ^n welche die
Flaschen eingelegt werden, ersetzt werden. Diese Anordnung eignet sich zweckmäfsig für
die Herstellung von Flacons, deren Dimensionen ziemlich klein sind, In diesem Fall würde es
am besten sein, wenn man den Rollen oder Trommeln H, deren Form ,eine beliebige sein
kann, einen dreieckigea Querschnitt giebt, dessen Seiten gleich der Breite der Blechkästen auf
der Fahrbahn sind.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Das hier oben beschriebene mechanische Verfahren zum Kühlen von Flaschen und Gläsern in Verbindung mit dem durch Zeichnung und Beschreibung dargestellten Apparat.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8100T | 1878-11-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8100C true DE8100C (de) | 1879-12-09 |
Family
ID=34608198
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE18788100D Expired DE8100C (de) | 1878-11-26 | 1878-11-26 | Mechanische Vorrichtung zum Herausziehen der Flaschen und Gläser aus dem Kühlofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8100C (de) |
-
1878
- 1878-11-26 DE DE18788100D patent/DE8100C/de not_active Expired
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